How it ends (2021) Kritik

How it ends (2021) Kritik

Was würde man machen, wenn das Ende der Welt kurz bevorstünde? Für die freiheitsliebende Liza (Zoe Lister-Jones) ist die Sache klar: eine letzte Party wäre perfekt für ein finales Erlebnis im Leben. Und tatsächlich ist sie sich der Einladung zu einem solchen „apokalyptischen“ Event schon sicher. Das Problem ist nur, so schnell wie möglich auf die Feier zu gelangen, denn die Uhr tickt. Niemals erträumen lassen aber hätte es sich Liza, was ihr auf dem Trip zur Party so alles widerfährt – und dass dieser zu einer echten Tortur wird. Ihr Auto wird gestohlen, sie muss sich mit ihrer Familie auseinandersetzen und dann laufen ihr auch noch viele bizarre Gestalten und seltsame Charaktere über den Weg. Schafft sie es rechtzeitig zur Party?

„How it ends“ ist ein Herzensprojekt für Hauptdarstellerin Zoe Lister-Jones, die mit ihrem Kollegen Daryl Wein noch dazu das Drehbuch schrieb und den Film produzierte. Lister-Jones ist vor allem für die Mitwirkung an TV-Serien bekannt, darunter „Delocated“, „Alex & Whitney“ sowie „Life in Pieces“. Das Comedy-Drama, das an Originalschauplätzen in Los Angeles entstand, debütierte Anfang des Jahres auf dem Sundance Filmfest.

Mit einem beständig augenzwinkernden, leicht süffisanten Unterton und einer Prise Schwermut widmet sich „How it ends“ Themen wie Vergänglichkeit, dem Umgang mit Fehlern und dem Wert von (familiären und freundschaftlichen) Beziehungen. Dabei ist es abwechslungsreich und angenehm, die oft bemühte, etwas abgenutzte Prämisse vom nahenden Weltuntergang einmal nicht im Rahmen eines Zombie-Reißers oder Horror-Dramas zu sehen. Sondern als vergnügliche, mit Verve umgesetzte Tragikomödie, die von ihren spielfreudigen Darstellern lebt.

In der Hauptrolle brilliert Zoe Lister-Jones als charismatische, sich den großen Fragen des Lebens stellende Hauptfigur, die die Fehler ihres Lebens gerade bügeln und sich mit den ihr nahestehenden Menschen versöhnen möchte. Beachtlich ist die Riege an namhaften Schauspielern, die oft nur sehr kleine Rollen spielen oder beiläufige Gast-Auftritte haben. Darunter Logan Marshall-Green („Spider-Man: Homecoming“), Olivia Wilde („Booksmart“), Finn Wolfhardt („Stranger Things“) oder auch Helen Hunt („Twister“). Einen der besten Auftritte hat Brad Whitford als Lizas eigentümlicher, egomanischer Vater, der sich zur Apokalypse etwas ganz besonders für sich einfallen lässt.  

Einige Dialoglinien und Situationen wirken aber etwas forciert, weil sie zu durchsichtig und programmatisch gestaltet sind. Und: zu vorhersehbar. Darunter das letzte Treffen mit dem Ex, mit dem Liza noch einige Missverständnisse auszuräumen möchte. Ausgeglichen werden diese leichten Schwächen durch die vielen skurrilen, erfrischenden Einfälle, etwa die Zwiegespräche zwischen Liza und ihrem jüngeren Ich. Die junge Liza versucht der älteren den Spiegel vorzuhalten und den letzten Tag auf Erden sinnvoll zu nutzen. Sie ist es auch, die stellvertretend für ein weiteres Thema des Films steht: Der Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst, früheren Ansichten und Moralvorstellungen, die man als Kind oder Jugendliche hatte.

Fazit: Lebendig-kurzweiliges, dynamisch inszeniertes Comedy-Drama über das nahe Ende der Welt, garniert mit tollen Schauspielern und beschwingtem Witz.

Bewertung: 7/10

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