Superintelligence Kritik

Superintelligence Kritik

Carol Peters (Melissa McCarthy) führt ein recht ereignisloses Leben ohne besondere Vorkommnisse. Das ändert sich eines Tages schlagartig, als sie plötzlich Widerworte bekommt und sich freche Sprüche gefallen lassen muss – allerdings nicht von anderen Personen, sondern von ihren technischen Gerätschaften. Carol glaubt zunächst, dass sie ihren Verstand verloren hat, doch die Geschehnisse sind Realität. Ob Mikro, Radio, TV oder Telefon: Eine Künstliche Intelligenz nimmt über die Technik Kontakt mit Carol auf, die gewissermaßen das Versuchsobjekt einer großen Weltverschwörung ist mit dem Ziel, alle Menschen zu kontrollieren und zu überwachen. Nun ist die unauffällige Frau die allerletzte Chance der menschlichen Spezies, bevor die KI die Macht vollends übernimmt.

„Superintelligence“ ist bereits der vierte Film des Dreamteams Melisa McCarthy (Schauspiel) und Ben Falcone (Regie), die im wahren Leben verheiratet sind. Zusammen realisierten die Komödien-Experten bereits die Box-Office-Hits „The Boss“, „How to party with mum“ und „Tammy“. Der in Atlanta, Georgia, gedrehte Film entstand bereits 2018, musste unter anderem wegen der Corona-Pandemie allerdings mehrfach verschoben werden.

Auch wenn die Thematik des Films von der übermächtigen Technik und der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung weder neu noch besonders originell ist: Mit seiner sympathischen Botschaft will „Superintelligence“ zum Nachdenken anregen. Die mit subtil eingestreuten dramatischen Anflügen unterfütterte Komödie verweist darauf, dass Machine Learning und KI heutzutage so fortgeschritten und fortentwickelt sind, sie sie menschliches Verhalten nahezu perfekt verstehen und mittlerweile sogar beängstigend gut nachahmen können. Dieser Denkanstoß ist aller Ehren Wert und unterscheidet den Film damit von vielen anderen Komödien, die komplett ohne jeden tieferen Sinn auskommen müssen.

Doch leider war es das schon an positiven Aspekten rund um den mit 105 Minuten viel zu lang geratenen „Superintelligence“, der jeglichen humoristischen Feinsinn vermissen lässt. Zwar ist „Superintelligence“ nicht ganz so brachial-humorig und derb geraten wie die meisten anderen McCarthy-Filme, dennoch trifft man auch hier wieder auf erwartbare, bisweilen übertrieben körperbetonte und schlicht unlustige Scherze sowie Slapstick-Einlagen. Selbst die faden One-Liner sind misslungen. Hinzu kommen gelangweilt aufspielende Darsteller, die ihr Pflichtprogramm abspulen. Und das gilt nicht nur für McCarthy sondern ebenso für die männlichen Darsteller Bobby Cannavale und Brian Tyree Henry.

Ganz und gar unnötig ist überdies eine gekünstelt wirkende und unausgereift charakterisierte romantische Nebenhandlung zwischen Carol und ihrem Ex-Freund, mit dem sich die Hauptfigur – kurz vor dessen Umzug – unbedingt noch versöhnen will. Auch wenn Carols Gefühle noch sehr stark sind und sie die Trennung nie wirklich verwunden hat: Mitreißend oder gar emotional gestaltet sich dieses Element der Handlung nicht. Zumal dieser Seitenstrang den Hauptplot nicht im Geringsten vorantreibt und mit ihm in etwa so viel gemein hat wie dieser Film mit einer gelungenen, pointierten Komödie, deren Humor ins Schwarze trifft. All dies trifft auf „Superintelligence“ nämlich nicht zu.

Fazit: Plump und einfallslos inszenierte Komödie, deren Handlungsstränge ins Leere laufen und die viel zu unmotiviert, gelangweilt erzählt ist.

Bewertung: 3/10

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