Sea of Love Kritik

Als 1989 die Produktion des Thrillers „Sea of Love“ begann, war es bereits vier Jahre her, dass Charakterdarsteller Al Pacino in einem Film als Hauptdarsteller mitwirkte („Revolution“, 1985). In den 1980er-Jahren drehte Pacino gerade einmal eine handvoll Filme und der Ruhm der für ihn glorreichen Siebziger Jahre (z.B.„Der Pate“, „Serpico“) schien vorbei. Erst seine Darstellung eines abgewrackten Großstadtcops in „Sea of Love“ rehabilitierte ihn. Regisseur Harold Becker galt zu diesem Zeitpunkt als unerfahrener Regisseur, „Sea of Love“ verhalf auch ihm letztlich zum Karriereschub. In der Folge machte sich Becker als Regisseur von Filmen wie „Malice“ (1993), „City Hall“ (1996) oder „Das Mercury Puzzle“ (1998) einen Namen als Thriller-Spezialist. Weiter lesen »

Der Gott des Gemetzels Kritik

Ein Jahr nach seinem Film „Der Ghostwriter“ meldet sich Star-Regisseur Roman Polanski nun mit einem ganz speziellen Film zurück. Das Drehbuch für seinen neuen Film „Der Gott des Gemetzels“ basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück der französischen Schriftstellerin und Bühnenautorin Yasmina Reza. Reza gilt als eine der meistgespielten Autorinnen des Gegenwartstheaters. Ihr Stück „Der Gott des Gemetzels“ wurde 2006 in Zürich uraufgeführt und hat sich seitdem weltweit zu einem Riesenerfolg entwickelt. Das Stück zählte schon zwei Jahre nach der Premiere zu den erfolgreichsten Theaterstücken der letzten Jahrzehnte. Roman Polanski nahm sich nun des Stoffes an und verfasste gemeinsam mit Reza das Skript für die Verfilmung. Weiter lesen »

Paranormal Activity 3 Kritik

Paranormal-Activity-3

Die „Paranormal-Activity“-Filmreihe ist ein Phänomen. Mit geringsten filmischen Mitteln und einem Mini-Budget von gerade einmal 15.000 Dollar umgesetzt, entwickelte sich der erste Teil vor knapp zwei Jahren zu einem weltweiten Kassenerfolg und genießt schon heute Kultstatus. „Paranormal Activity“ wurde in nur sieben Tagen von einem Regisseur ohne nennenswerte Erfahrung realisiert und wurde mit einem Einspielergebnis von 200 Millionen Dollar zu einem der erfolgreichsten Horrorfilme der vergangenen Jahre. Die Story von einem jungen Paar, das in den eigenen vier Wänden von einer dämonischen Erscheinung heimgesucht wird, bot so viel Potential, dass ein zweiter Teil nicht lange auf sich warten ließ. 2010 entstand „Paranormal Activity 2“, der in kommerzieller Hinsicht ähnlich erfolgreich war wie der Erstling. Nun, erneut ein Jahr später, geht der dritte Teil an den Start, der als Prequel angelegt ist und von der Kindheit der Protagonisten erzählt. Weiter lesen »

Anonymus Kritik

Bei Roland Emmerich denkt man normalerweise nicht an Kostüm-Dramen oder Verschwörungs-Thriller. Emmerich steht seit Beginn seiner Hollywood-Karriere in den frühen 1990er-Jahren wie kein Zweiter für Special Effects-Orgien und Popcorn-Kino für die Massen. Doch genau das – Drama und Thriller – bringt Emmerich in seinem neuesten Film „Anonymus“ nun zusammen. Zum ersten Mal seit „Der Patriot“ (2000) legt er einem seiner Filme ein Drehbuch zugrunde, das nicht aus seiner Feder stammt. Das Script zu „Anonymus“ verfasste der renommierte Autor John Orloff, der u.a. auch das Drehbuch für „Band of Brothers“ schrieb. Die Dreharbeiten für „Anonymus“ begannen im Frühjahr 2010 in den Filmstudios Babelsberg in Potsdam und die Produktionskosten beliefen sich auf knapp 30 Millionen Dollar – für einen Emmerich-Film geradezu ein Schnäppchen. Weiter lesen »

Real Steel Kritik

„Rocky meets Transformers“ – mit einer Mischung aus Sport-Drama und CGI-Popcorn-Kino versucht das produzierende Filmstudio Dreamworks, das Beste aus beiden Filmen zu verbinden. Schon jetzt steht fest: Die Chancen für Shawn Levys Science Fiction-Drama, ein Kassenknüller zu werden, stehen reichlich gut. Levy und sein Team liefern das, was in erster Linie männliche Zuschauer beim Gang ins Kino erwarten: knallharte Action, realistische Fights und bestechende Computer-Effekte. Neben all der Action und den glänzend choreographierten Kämpfen bietet „Real Steel“ darüber hinaus einen Vater-Sohn-Konflikt, der als eigentlicher Kern der Handlung der Story emotionale Tiefe verleiht. Dies ist der zweitbeste Grund, weshalb der Film wohl nicht nur für Männer von Interesse sein dürfte. Der erstbeste: Hugh Jackmann. Weiter lesen »

In „Der ganz normale Wahnsinn“ spielt SATC-Star Sarah Jessica Parker eine berufstätige Mutter, die Tag für Tag verzweifelt versucht, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Kate Reddy (Sarah Jessica Parker) ist Mutter zweier Kinder, Ehefrau und Managerin in einer Fondsgesellschaft und bemüht sich redlich, den Spagat zwischen Beruf und Familienleben zu schaffen. Als Kate jedoch ein lukratives Projekt im fernen New York zugeteilt wird, bei dem sie eng mit dem attraktiven Jack (Pierce Brosnan) zusammenarbeiten muss, kann sie ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau nicht mehr gerecht werden. Kates Ehe steht auf der Kippe und sie muss sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist…

Anbei eine 17minütigen Preview von „Der ganz normale Wahnsinn“ auf MyVideo:

Basic Instinct Kritik

„Basic Instinct“ gilt schon heute als Klassiker des Erotik-Thriller-Kinos. Als einer der größten Filmhits des Jahres 1992 (über 320 Millionen Dollar Einspielergebnis weltweit) machte er Sharon Stone nicht nur über Nacht zum Sex-Symbol eines ganzen Jahrzehnts und zu einer der gefragtesten Darstellerinnen Hollywoods, sondern sorgte mit seinen obsessiven Sex-Szenen und der heftigen Gewaltdarstellung weltweit für heftige Reaktionen. Der schwüle Reißer von Paul Verhoeven („RoboCop“, Total Recall“) kombinierte geschickt Sex und Gewalt und wurde auch dank seines ausgeklügelten Plots sowie der geschickt gestreuten Wendungen zu einem Kino- und Kritiker-Erfolg. „Basic Instinct“ ist ein Suspense-Thriller in Hitchcock-Manier, der auch 20 Jahre nach seinem Erscheinen noch fesselt. Zudem ist es dem Film zu verdanken, dass kurz darauf eine regelrechte Flut an Erotik-Thrillern Hollywood überschwemmte („Sliver“ – 1993, „Color of night“ – 1994 u.a.). Weiter lesen »

Contagion Kritik

Contagion

Steven Soderbergh zählt seit Jahren zu den wandlungsfähigsten Regisseuren Hollywoods. Sein Talent für mitreißende Geschichten mit hoher inszenatorischer Klasse bewies er bereits mit seinen Dramen („Erin Brokovich“„Traffic“) und Kunstkino-Filmen („Solaris“) aber ebenso mit massentauglichen Blockbustern wie seinen „Ocean’s“-Filmen. Mit „Contagion“ nimmt sich Soderbergh nun des Genres „Katastrophenfilm“ an und verdeutlicht abermals, dass er einer der führenden Filmemacher seiner Generation ist, der es versteht, mit einem ruhigen, fast behäbigen Erzählstil seine Story von einem todbringenden Virus, der die gesamte zivilisierte Welt heimsucht und bedroht, packend und bewegend zu erzählen. Soderbergh konnte für seinen Virus-Thriller gleich eine ganz Heerschar namhafter Schauspieler gewinnen und bietet daher ein Staraufgebot, das es in dieser Form im noch jungen Film-Jahrzehnt noch nicht gab: Gwyneth Paltrow, Matt Damon, Jude Law, Kate Winslet – um nur einige zu nennen. Weiter lesen »

Hell Kritik

„Hell“ ist das Spielfilmdebüt des Schweizer Filmemachers Tim Fehlbaum. Fehlbaum studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen in München und erhielt bereits während seines Studiums einen begehrten Kurzfilmpreis, den „Shocking Shorts Award“. Das war 2004, sieben Jahre später nun bringt Fehlbaum seinen ersten Spielfilm auf die große Leinwand, an dessen Idee er jahrelang feilte. Seine Premiere feierte „Hell“ auf dem diesjährigen Münchener Filmfest. Fehlbaum konnte schon vor dem offiziellen Kinostart von „Hell“ erste beachtliche Erfolge vorweisen. So gewann „Hell“ den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Regie und trat zudem im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals von Locarno an. Weiter lesen »

Colombiana Kritik

Luc Besson zählt seit den späten 1980er-Jahren zu den führenden und erfolgreichsten französischen Regisseuren, Produzenten und Drehbuchautoren. Besson etablierte sich in den späten 80er und frühen 90er-Jahren als Regisseur in Europa, ehe ihm 1997 mit dem Science-Fiction-Spektakel „Das fünfte Element“ auch der Durchbruch in der Traumfabrik gelang (Besson verfasste bereits als Teenager den ersten Roman zu „Das fünfte Element). Nach dem Taucher-Drama „Im Rausch der Tiefe“ (1988), machte er sich in erster Linie mit seinen Actionfilmen „Nikita“ (1990) und „Léon – Der Profi“ (1994) einen Namen. In beiden Filmen dreht sich alles um blutige Rachefeldzüge, ausgelöst – wie in „Léon“ – durch das brutale Vorgehen fieser Drogenbosse und Mafia-Schergen einschließlich deren Gefolgsleuten. Sowohl Anne Parillaud in „Nikita“ als auch Natalie Portman in „Léon – der Profi“ üben für das, was ihnen angetan wurde und widerfahren ist, blutige Rache. Diese Idee greift Besson in seinem neuesten Werk „Colombiana“ nun erneut auf und dürfte Freunden temporeicher Action-Reißer damit eine helle Freude bereiten. Weiter lesen »