Mads Mikkelsen dreht einmal quer durch Europa. Der Däne, der als Bond-Bösewicht „Le Chiffre“ in „Casino Royale“ weltberühmt wurde, steht für seinen neuen Film „Move On“ in elf Ländern vor der Kamera (Albanien, Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Österreich, Mazedonien, Montenegro, die Niederlande, die Slowakei, Tschechien und Ungarn). In dem Agententhriller und Roadmovie spielt Mikkelsen einen einsamen Wolf, der einen Koffer mit dubiosem Inhalt an einen unbekannten Empfänger überbringen soll. Das geht nicht ohne Probleme ab, denn an dem Koffer sind auch andere interessiert.

Mitmachfilm: Wie kann man bei Move On dabei sein?
Die Story bewegt sich also auf bekannten Pfaden. Doch mit der Produktionsmethode betreten Regisseur Asger Leth („Ein riskanter Plan“) und sein Team Neuland. Denn „Move On“ soll der erste Mitmachfilm sein: Über das Internet (www.move-on-film.de) kann jeder Aufgaben bei den Dreharbeiten übernehmen – oder sich zumindest dafür bewerben. An jedem der Drehorte sind Jobs ausgeschrieben – entweder direkt bei den Dreharbeiten oder für Ideen. Man kann sich als Statist bewerben, auf einem Bild auf einem Plakat oder an einer Restaurantwand zu sehen sein oder seinen Namen einem Straßenschild leihen. Vorschläge lädt man als Video oder Foto auf der Internetseite hoch. Das Filmteam trifft dann die Auswahl oder stellt die engere Auswahl zur Abstimmung auf die Seite. Alle Eingänge (es sind bereits mehrere Tausend) können in den Galerien begutachtet werden.

Das Kino geht neue Wege
Unendlich viel Freiraum und Interaktion erlaubt die knapp bemessene Drehzeit aber nicht. Schließlich wird an vielen öffentlichen Plätzen gedreht, wie der Wiener Oper oder der Berliner Mauer. Und kaum ist der Dreh fertigt, geht es schon in das nächste Land. Also sind es vor allem kleine Details, die Zuschauer beeinflussen können. Wichtiger ist den Produzenten die Aufmerksamkeit im Internet während der Dreharbeiten. Je mehr Menschen auf der Internetseite, bei Facebook oder Twitter die Entstehung von „Move On“ verfolgen, desto mehr ist der Film im Gespräch –schon vor der Premiere in Berlin im September.


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