Into the Wild

into-the-wild kritikInto the Wild ist eine Verfilmung von Sean Penn aus dem Jahr 2007. Nun, gut sieben Jahre später, sehe ich den Film zum ersten Mal, da er mir immer wieder über den Weg gelaufen ist. Der Film basiert auf den jungen Aussteiger Christopher „Chris“ Johnson McCandless (genauer gesagt auf der Reportage von Jon Krakauer über McCandless) und erzählt eine Geschichte von Flucht und Hoffnung aus einer oberflächlichen Welt.

Christopher McCandless geht es augenscheinlich blendend. Er lebt in einem wohlhabenden Elternhaus und schreibt nur gute Noten. Der Studienplatz ist im sicher und auch in der Uni gehört er zu den besten. Die berufliche Zukunft liegt in zu Füßen, doch McCandless entscheidet sich dagegen. Statt in einem angesehenen Unternehmen viel Geld zu verdienen, spendet er sein gesamtes Vermögen, $ 24.000, und flieht vor seinem alten Leben. Flieht vor allem vor seinen Eltern, vor deren Streitereien, die seine Kindheit geprägt hatten. Sein großes Ziel ist Alaska, die einsame Wildnis von Alaska.


Mit über zweieinhalb Stunden Spielzeit lässt sich Sean Penn viel Zeit den Zuschauer in die Welt des jungen Mannes einzutauchen. Wer sich dabei Action verspricht, der hat den falschen Film gewählt. Die Geschichte gleitet sanft vor sich hin und hält immer wieder an für McCandless prägenden Stationen. Tiefe verleitet auch der Off-Kommentar von Christopher Schwester, zu der er im Vergleich zu seinen Eltern, ein sehr inniges Verhältnis pflegte.

Doch nicht nur das zerpflückte Gefühlsleben des Christopher McCandless bewegt. Wunderschöne Naturaufnahmen, unterlegt von der teilweise träumerischen Musik von Eddie Vedder, lassen ein ums andere Mal den Wunsch aufkommen, selbst zum Aussteiger zu werden und in der Wildnis das Glück zu suchen.

Doch die Natur ist nur der Rahmen der spirituellen Reise des jungen Aussteigers. Was ihn ständig begleitet ist die Liebe, eine Liebe die er in seinem Elternhaus nicht erfahren hatte, die ihn aber ständig umgibt. Der tragische Schluss ist dabei der Höhepunkt dieser Suche danach und gleichzeitig auch das bittere Ende.

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Herstellungsland:

  • USA

 

Erscheinungsjahr:

  • 2007

 

Regie:

  • Sean Penn

 

Darsteller:

  • Emile Hirsch
  • Marcia Gay Harden
  • William Hurt
  • Jena Malone
  • Brian H. Dierker
  • Catherine Keener
  • Vince Vaughn
  • Kristen Stewart
  • Hal Holbrook
  • Jim Gallien
  • James O’Neill
  • Malinda McCollum

Weitere Filme/Informationen:

2 Comments so far »

  1.  

    Jan Kliemann said

    Februar 25 2014 @ 01:58

    Ich denke eigentlich, dass es sich hier um ein Happy-End handelt, wenn auch gut versteckt. Denn den entscheidenden Schritt macht Chris noch, bevor er stirbt: Er vergibt seinen Eltern und er nennt sich selbst bei seinem richtigen Namen.
    Ich denke, jeder Mensch bekommt von seinem Elternhaus nie komplett die Liebe, die er bräuchte. Und ich denke weiterhin, dass die Entscheidung dies zu vergeben ein ganz wichtiger Schritt ist. Ich denke, es geht nicht darum nach der Liebe der Eltern zu suchen, sondern sie durch Vergebung in seinem eigenen Leben zu finden. Im Grunde genommen erfüllt sich am Ende das, was ihm der alte Mann auf dem Berg sagt: “Wenn du vergibst, dann liebst du.” Und ich denke, dass Sean Penn dies recht klar herausstellt. Für mich rennt Chris in dem ganzen Film weg (der Hippy im Bus fragt ihn auch wovor); er ändert seinen Namen, ignoriert seine Herkunft und wendet sich von den Menschen ab. Aber tätige Liebe erfordert ein Gegenüber welches man in der Natur nicht findet. Auch das erkennt Chris, indem er sagt: “Glück ist nur echt, wenn es geteilt wird.”
    Kurzum: Für mich ein absolutes Happy-End, wenn auch sicher kein klassisches…

  2.  

    Mark said

    Februar 25 2014 @ 18:58

    Aber gerade letztere Aussage (“Glück ist nur echt, wenn es geteilt wird.”), die mir ebenso sehr hängen geblieben ist, macht das Ende finde ich irgendwie zwiespältig. Denn wie kann sein Glück am Ende echt sein, wenn er es eben nicht teilen konnte? Also ich bin mir da nicht so sicher, ob das wirklich ein Happy End auch aus der Sicht von Christopher war. Ich habe das noch so in Erinnerung, dass er so eigentlich nicht sterben wollte und es am Ende auch bereut alleine in die Wildnis gegangen zu sein.

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