Die Tribute von Panem – Catching Fire KritikNach dem Sieg bei den letzten Hungerspielen, hat Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) die Wut des mächtigen Präsidenten Snow (Donald Sutherland) auf sich gezogen. Um sich ihrer endgültig zu entledigen, schickt er Katniss gemeinsam mit Peeta Mellark (Josh Hutcherson) erneut in die Arena: Die Beiden müssen anlässlich der 75. Hungerspiele wieder in die Schlacht ziehen und gegen die anderen Distrikte antreten. Dabei stehen ihnen andere ehemalige Gewinner früherer Hungerspiele gegenüber. Je näher die Spiele rücken, desto klarer wird Katniss: Nicht nur ihre eigene, sondern die Sicherheit ihrer ganzen Familie steht auf dem Spiel, da sich Snow eine weitere Niederlage nicht leisten kann. Während sie sich mit Peeta auf das Turnier vorbereitet, hat Katniss` Aufbegehren gegen das totalitäre Regime auch außerhalb der Arenen Spuren hinterlassen: Für die Aufständischen ist Katniss zur Symbolfigur des gemeinsamen Widerstandes geworden.

„Catching Fire“ ist die Fortsetzung der ersten, international ernorm erfolgreichen „Tribute“-Verfilmung „The Hunger Games“. Dieser erzielte ein weltweites Einspielergebnis von knapp 700 Millionen US-Dollar. Dies wollen die Macher mit dem zweiten Teil nun toppen, für den ein fast doppelt so hohes Produktionsbudget zur Verfügung stand. Größter Unterschied zum Vorgänger: auf dem Regiestuhl nahm nicht mehr Gary Ross, sondern Francis Lawrence („I am Legend“) Platz. Dass Lawrence weiß, wie man packende Stoffe massenwirksam für eine junge Zielgruppe aufzubereiten hat, beweist er mit „Catching Fire“: der Film ist ebenso unterhaltsam und – trotz seiner Länge von 145 Minuten – kurzweilig wie „Hunger Games“ geraten.

„Catching Fire“, der Film, in dem Katniss Everdeen nun zur Identifikationsfigur eines ganzen Volkes wird, tritt erfolgreich in die Fußstapfen von „The Hunger Games“. Und das heißt etwas, war „The Hunger Games“ schließlich gleichsam bei Publikum und Fachpresse enorm erfolgreich. Den Film inszenierte nicht mehr Gary Ross, sondern Francis Lawrence, der erneut die großen Stärken des ersten Teils auffährt: bombastisches Set-Design, extravagante Kostüme und extrem hohes Tempo. Bei der Kameraarbeit tritt der deutlichste Unterschied zwischen den beiden Filmemachern zu Tage: Lawrence verzichtet auf die hektischen Wackelkamera-Aufnahmen seines Kollegen und setzt auf edle Hochglanz-Bilder.

Die größte Stärke von „Catching Fire“ bleibt jedoch erneut die hochkarätige, namhafte Darsteller-Riege. Natürlich trägt Oscar-Gewinnerin Jennifer Lawrence („Silver Linings“) den Film wieder mit ihrer einnehmenden Leinwand-Präsenz und umwerfenden Ausstrahlung. An ihrer Seite agiert der charismatische Josh Hutcherson wie gewohnt stark und gibt seiner Figur unvergleichlich Gestalt und Gesicht. Auch dürfen sich die Fans auf ein Wiedersehen mit dem trinkfesten Ausbilder von Katniss und Peeta, Haymitch Abernathy (Woody Harrelson), und dem farbenfrohen TV-Moderator Caesar Flickerman (Stanley Tucci) freuen. Als Zuschauer sollte man aber über das nötige Vorwissen verfügen, da sich „Catching Fire“ nicht lange mit Einführungen oder Erklärungen aufhält.

Diese Filmkritik schrieb unser Redakteur Björn Schneider


Regie:

  • Francis Lawrence

Darsteller:

  • Jennifer Lawrence
  • Liam Hemsworth
  • Josh Hutcherson
  • Elizabeth Banks
  • Jena Malone
  • Sam Claflin
  • Woody Harrelson
  • Alan Ritchson
  • Stanley Tucci
  • Philip Seymour Hoffman
  • Paula Malcomson
  • Donald Sutherland

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