Aktuell läuft gerade eine Crowdfunding-Runde für das spannende Filmprojekt Espejo. Der Film Espejo ist dabei eine Rückkehr zu den Protagonisten des Films „Sachamanta“. Dieser 50 minütige Kinofilm führt in den fernen Norden Argentiniens. Lange Zeit hatten die Campesinos (Kleinbauern) der Region ihre Ruhe. Ihr Land war so karg wie wertlos. Sie bearbeiteten den Boden und gewannen das Notwendige. Doch dann änderten der weltweite Bedarf nach Soja und optimiertes Saatgut und neue Düngemethoden die ökonomische Situation völlig. Das karge Land wurde wertvoll. Große Unternehmen kauften gefälschte oder echte Landtitel in Buenos Aires und schickten Bulldozer und Stacheldrahtzäune in die Region. Die Campesinos fanden sich bald in einen Abwehrkampf gegen Landgrabbing wieder. Die Indigenen wählten einen ungewöhnlichen Weg, um ihr Land zu verteidigen. Sie sahen, dass es technische Veränderungen waren, welche die Landfrage verändert hatten. Es müsste also möglich sein, sich mit Technik auch selbst zu helfen.

Ab dem Jahre 2000 entstanden in der Region fünf UKW-Radiostationen aus einfachsten Mitteln, deren hohe Sendemasten die Kommunikation über die Weite des Landes sichern. Die Stationen ermöglichen es, unzensierte Botschaften auszutauschen. Sie versetzen die Campesinos in die Lage relativ schnell einem ihrer Leute zu Hilfe zu eilen. Die Radios klären die Hörerinnen und Hörer über ihre Rechte auf. Die fünf Stationen sind schließlich demokratisch organisiert. Jeder, der möchte kann Radio machen. Verschiedene Standpunkte werden vor offenem Mikrophon über den Äther live debattiert.

Seit die Stationen senden, ist nicht alles besser. Aber die Campesinos der Bewegung haben keinen Quadratmeter Land mehr verloren. Von diesen Ereignissen erzählt „Sachamanta“.

In Espejo geht es nun über die Rückkehr von „Sachamanta“ nach Argentinien. Zum ersten Mal werden die Campesinos ihren eigenen Film sehen. Das Filmteam wird ihnen die Botschaften des deutschen Publikums übergeben. Jede Radiostation wird einzeln besucht werden. Einen Monat dauert die Reise. Dieser Film über einen Film und die Reaktionen auf diesen Film wurde einen Arbeitsnamen gegeben. Das Team  der Kameradisten nennt ihn „Espejo“ – Spiegel.

Damit der Film zustande kommt, bauen die Verantwortlichen nun auf das Crowdfunding-Konzept. Wer das Projekt unterstützen möchte, der kann dies hier. Aktuell sind fast 1300 Euro zusammengekommen. Das Ziel liegt allerdings bei 6000 Euro. Dafür verbleiben noch 11 Tage.


Weitere Filme/Informationen:

1 Kommentar so far »

  1.  

    Espejo beginnt… | Kameradisten said

    Dezember 3 2012 @ 20:29

    […] Filme-Welt.com hat Espejo finanziell und redaktionell unter die Arme […]

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