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Wolves at the Door Kritik

1969 in den USA, der „Summer of love“: in den Hollywood Hills in L.A. mieten vier Freunde (Katie Cassidy, Adam Campbell, Elizabeth Henstridge, Miles Fisher) eine luxuriöse Villa, um dort ein paar entspannte Tage zu verbringen. Zwei von ihnen erwarten bald ein Baby zusammen. Deshalb sollen angenehmes Nichtstun und Erholung auf der Tagesordnung stehen, bevor der Alltag demnächst aus Windelwechseln und Stillen bestehen wird. Die gelöste Stimmung wird jedoch jäh unterbrochen, als Fremde ins edle Anwesen eindringen und die vier Freunde als Geiseln nehmen. Ein brutaler Überlebenskampf steht bevor, denn: die Kriminellen scheinen kein besonderes Ziel zu verfolgen außer dem, ihre Opfer sinnlos zu quälen und sadistische Psycho-Spielchen mit ihnen zu treiben. Bald wird klar: auch vor Mord schrecken sie nicht zurück. Weiter lesen »

What We Become Kritik

What We Become Filmkritik

Dänische Filme sind ja schon irgendwie eine kleine Rarität. Und wenn man etwas Filmisches mit Skandinavien in Zusammenhang bringt, dann sind es oft Krimis, wie beispielsweise Erbarmen, Schändung oder die Millennium Trilogie. Aber einen dänischen Horrofilm? Und das auch noch im Subgenre Zombie? Da musste man wohl schon tief im Filmarchiv kramen, um auf einen passenden Film zu stoßen. Damit ist jetzt Schluss, denn mit What We Become steht der nächste Zombiefilm bereit, nur dieses Mal aus Dänemark. Ob der Film etwas für Walking Dead und Zombie-Fans im Allgemeinen ist oder ob What we become auch ganz schnell wieder im Filmarchiv verschwinden wird, das erfährt man in der nachfolgenden Filmkritik. Weiter lesen »

Warte, bis es dunkel wird Kritik

Warte bis es dunkel wird

1946 war es, als ein brutaler Killer in der amerikanischen Kleinstadt Texarkana umging und Jagd auf Liebespaare machte. Ab Februar tötete der von der Presse bald “Phantom Killer” genannte Serienmörder insgesamt acht Menschen, den Täter fand man jedoch nie. 66 Jahre nach den grauenhaften Morden setzt nun “Warte, bis es dunkel wird” ein: die Morde liegen lange zurück, dennoch wird die Erinnerung daran in der kleinen Stadt aufrecht erhalten. Dafür sorgt allein schon das jährlich zu Halloween ausgetragene Open-Air-Screening eines Films aus den 70ern, der die wahren Ereignisse von damals thematisiert. Im Rahmen dieser Vorführung kommt es nun wieder zu einem grausamen Mord an einem jungen Mann, wobei der “neue” Täter ebenso vorgeht wie der “alte”. Die Freundin des Ermordeten lässt der Killer am Leben, damit diese von seiner Schreckenstat berichten kann. Weiter lesen »

Wir sind die Neuen Kritik

Wir sind die Neuen FilmkritikAus Geldmangel kommt die verschrobene Anne (Gisela Schneeberger) auf die Idee, eine eigene WG zu gründen. Ihre ehemaligen Mitbewohner Eddi (Heiner Lauterbach), ein charismatischer Dauer-Single, und Johannes (Michael Wittenborn), ein erfolgloser Anwalt, zeigen sich angetan von der Idee und ziehen mit. Schließlich ist Wohnraum im München des Jahres 2014 fast unbezahlbar geworden. Schon nach kurzer Zeit in der gemeinsamen WG, lassen es sich die drei gestandenen WG-Bewohner gut gehen: sie verbringen die Nächte mit ausführlichen Wein-Verkostungen, schwadronieren über das Leben im Allgemeinen und lauschen den alten Hits aus den 70ern. Es dauert nicht lange und die Drei geraten mit der Studenten-WG im Stockwerk drüber aneinander. Diese wird bewohnt von strebsamen, pflichtbewussten jungen Menschen, für die im Leben nur zwei Dinge zählen: Erfolg und Geld. Und so bekommen sich die zwei unterschiedlichen WGs erst lautstark in die Haare, ehe sie langsam begreifen, dass sie auch voneinander lernen können. Weiter lesen »

White House Down Kritik

White House Down„White House Down“ heißt es, kurz nachdem sich der Ex-Cop John Cale (Channing Tatum) im Weißen Haus um einen Job als Leibwächter für den US-Präsidenten James Sawyer (Jamie Foxx) beworben hat. Nach seinem missglückten Bewerbungsgespräch, will sich Cale mit seiner Tochter eigentlich nur noch mal ausgiebig das Weiße Haus von Innen ansehen, als das schier Unfassbare passiert: Schwer bewaffnete Terroristen greifen das Weiße Haus an und bedrohen den Präsidenten, seine Familie und engsten Mitarbeiter. Alles hängt nun von John Cale ab, der – als harmloser Tourist getarnt – den Präsidenten der USA und damit eine ganze Nation vor dem Untergang bewahren muss. Weiter lesen »

Winterdieb Kritik

winterdieb filmkritikSimon ist zwölf Jahre alt und lebt mit seiner jungen Mutter Louise in ärmlichen Verhältnissen in einem Industriegebiet eines Schweizer Tals. Er macht sich täglich auf den Weg vom Tal hinauf ins verschneite Skigebiet, um dort die wohlhabenden Touristen zu bestehlen. Anschließend verkauft er das Diebesgut an die Kinder seines Wohnblocks. Simon krallt sich alles, was ihm zwischen die Finger kommt: Handschuhe, Helme, Brillen, Skier und sogar Sandwiches. Er erzielt damit ein bescheidenes, aber regelmäßiges Einkommen. Aber Simon klaut diese Sachen nicht etwa, um sich davon PC-Games oder DVDs zu kaufen. Er kauft von dem Geld lebensnotwendige Dinge wie Milch, Brot und Klopapier. Während sich seine Mutter lieber mit fremden Männern herumtreibt und Simon vor ihnen stets als ihren kleinen Bruder ausgibt, muss der Junge für deren Unterhalt sorgen. Seine Machenschaften nehmen mit der Zeit aber immer größere Ausmaße an. Louise, die vor kurzem ihre Stelle verloren hat, profitiert davon und wird immer abhängiger von ihrem Sohn. Bis die Situation zu eskalieren droht. Weiter lesen »

Winter’s Bone Filmkritik

Winters-Bone-HauptplakatEs sind doch immer wieder die kleinen Independent-Filmperlen, die den großen, glitzernden und starbesetzten Hollywood-Produktionen bei der Oscar-Verleihung zumindest kurz die Schau stehlen. Das war in den letzten beiden Jahren mit „The Wrestler“ (2009) und „Precious“ (2010) so, und auch in diesem Jahr sorgte ein kleines aber feines Drama für Aufsehen bei der 83. Oscar-Verleihung. Gleich für vier Oscars war Debra Garniks Film „Winter’s Bone“ nominiert, darunter für die Preise als bester Film und das beste adaptierte Drehbuch. Zwar ging der Film bei den Oscars leer aus, doch allein die vier Nominierungen ließen Kritiker und Publikum aufhorchen. Dabei hatte der Film bereits im vergangenen Jahr einige der wichtigsten Preise für Independent-Filme abgeräumt, darunter den großen Preis der Jury beim Sundance Film Festival. Garnik gelang dies mit einem beeindruckenden und intensiven Film (als Vorlage diente der gleichnamige Roman von Daniel Woodrell) ohne hohes Budget und bekannte Namen. Ein Film über das Elend der in den Wäldern der Südstaaten lebenden Landbevölkerung und die Standhaftigkeit einer jungen Frau, die für ihre Familie über Grenzen geht und das verwandtschaftliche Gestrüpp aus Lügen, Ausflüchten und Bedrohungen zu lichten versucht. Weiter lesen »

World Invasion Battle Los Angeles HauptplakatGibt es sie nun oder nicht? Die Rede ist nicht von Weihnachtsmännern oder dem Osterhasen, sondern von UFOs. Angeblich ist die US-Regierung jedoch ohnehin bestens unterrichtet, was den Besuch außerirdischer Lebensformen auf diesem Planeten anbelangt, und sogar Kontakte zu den E.T.s sollen gepflegt werden. Verschwörungstheorien oder pure Realität: In Jonathan Liebesmans Science-Fiction-Film „World Invasion: Battle Los Angeles“ werden die schlimmsten Befürchtungen wahr, als hunderte UFOs auf der Erde landen und deren Crewmitglieder damit beginnen, unsere Städte in Wüsten umzuwidmen.

Doch kann der auf realen Ereignissen über Los Angeles im Kriegsjahr 1942 basierende Actionkracher auch ohne verschwörungstheoretischen Bonus überzeugen? Weiter lesen »

Walhalla Rising Filmkritik

Ein Wikingerfilm aus Dänemark – wie überraschend! Oder etwa doch nicht? Was zunächst nach einer klaren Angelegenheit aussieht – raue Wikingergesellen, düstere Landschaften, dreckige Kämpfe – wandelt sich in ein philosophisch angehauchtes Autorenkino. „Walhalla Rising“ entzieht sich dem Mainstream und stellt quasi die Antithese zu „Königreich der Himmel“ oder „Der 13. Krieger“ dar. Obwohl auch hier viel Blut fließt und ansatzweise das Gift des Pathos durchlinst, inszenierte der Däne Nicolas Winding Refn einen ungewöhnlichen Abenteuerfilm, der mit „Apocalypse Now“ mehr am Hut hat, als mit tranigen Historienepen der vergangenen Jahre.

Alsdann: Erhebt euch, nehmt die gehörnten Helme von euren Häuptern und lauschet den Worten eures hoffentlich noch weit vom Eintritt in Walhall entfernten Filmkritikers! Weiter lesen »

Wasting Away - Zombies sind auch nur Menschen FilmkritkZombies sind auch nur Menschen! Diese dem deutschen Untertitel zu verdankende Weisheit fasst die Plotidee hinter „Wasting Away“ prägnant zusammen. Tatsächlich entwickelte sich der von Matthew Kohnan inszenierte Streifen auf diversen Festivals zum Publikums- und Jury-Hit, heimste unter anderem beim Internationalen Film Festival in Stiges den Preis für den besten Film ein und erwies sich beim deutschen Fantasy Filmfest 2009 als Renner. Ob die Zombie-Komödie mit Neo-Klassikern wie „Shaun of the Dead“ mithalten kann oder völlig überschätzt wird, erfahrt ihr in nachfolgender, putzmunterer Kritik. Weiter lesen »