Violeta Parra gehört zu den bedeutendsten chilenischen Künstlerinnen des 20. Jahrhundert, auch wenn es lange dauerte, bis die Folklore-Musikern, Poetin und bildende Künstlerin in ihrer Heimat die verdiente Anerkennung erfuhr. Parra wuchs in ärmlichsten Verhältnissen gemeinsam mit acht Geschwistern im chilenischen Hochland auf. Ihr musikalisches Talent und das Gespür für melancholische Melodien hatte sie vom Vater, der Musiklehrer war. Von ihm erbte sie auch eine Holz-Gitarre, auf der sie bald ihre ersten eigenen Lieder komponierte. Als Wandermusikerin zog sie schon in jungen Jahren durch die heimatliche Berggegend, um dort die traditionellen Volksweisen und Lieder aufzuschreiben und damit vor dem Vergessen zu bewahren. Die aus den unterschiedlichsten Gebieten Chiles zusammengetragene Folkloremusik förderte einen enormen und bis dato unbekannten kulturellen Reichtum zu Tage. Doch es sollte noch viele Jahre dauern, bis Parra in ihrer Heimat zu einer berühmten und geschätzten Künstlerin wurde. Mitte der 50er-Jahre ging sie nach Europa, um dort ihr künstlerisches Glück zu versuchen. Weiter lesen »
Archive for V

Die schwedische Verfilmung des ersten Teils von Stieg Larssons „Millenium-Trilogie“ von 2009 legte die Messlatte für eine mögliche Hollywood-Version ungemein hoch. Dem Regisseur Niels Arden Oplev gelang es, den ersten Roman von Larssons Trilogie als hochklassigen, exzellent besetzten und äußerst brutalen Thriller zu inszenieren, der mit so ziemlich jedem Hollywood-Thriller der vergangenen Jahre mithalten konnte. „Verblendung“ gewann in der Folge unzählige internationale Filmpreise, verhalf Hauptdarstellerin Noomi Rapace zum großen Durchbruch und zählt zweifelsfrei zu den gelungensten europäischen Filmen des vergangenen Jahrzehnts. Wie nicht anders zu erwarten, sollte es nicht lange dauern, bis sich auch Hollywood des packenden Stoffes um einen ungeklärten Entführungsfall eines jungen Mädchens annahm. Das Hollywood-Remake von „Verblendung“ ist jetzt in den deutschen Kinos angelaufen. Regie führte David Fincher. Weiter lesen »

Wie lautet das unweigerliche Schicksal eines Bestsellers? Richtig: Er wird verfilmt! Kaum verwunderlich also, dass auch der literarische Sensationshit „Vollidiot“ für die große Leinwand adaptiert wurde. Der 2004 veröffentlichte Roman des Gagschreibers Tommy Jaud musste immerhin drei Jahre lang warten, bis ihm diese Gnade widerfuhr, die manchmal als Ritterschlag, viel zu oft aber als Faustschlag endet.
Ob das mit Oliver Pocher in der Hauptrolle verfilmte Popliteratur-Stück über einen sympathischen Loser überzeugen kann, erfahrt ihr in nachstehender, auch für Nicht-Vollidioten kompatibler Kritik. Weiter lesen »