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Unser Wald – Das grüne Wunder Kritik

Unser Wald - Das grüne Wunder-KritikSechs Jahre Drehzeit, 70 verschiedene Drehorte, 100 Nächte im Tarnzelt und 250 Stunden Rohmaterial – das sind die beeindruckenden Zahlen und Fakten zur neuesten Dokumentation von Jan Haft, einem der bekanntesten und profilierstesten deutschen Regisseure in den Bereichen Natur- und Tier-Dokumentation. In berauschenden und ungemein ästhetischen Bildern rückt er in „Das grüne Wunder“ den mitteleuropäischen Wald in ein auf der Kinoleinwand noch nie zuvor gesehenes Licht. Haft hat bis heute 30 Filme für das öffentlich-rechtliche Fernsehen produziert, viele seiner Produktionen sind seit jeher auf zahlreichen Festivals und Preisverleihungen erfolgreich – so wie zuletzt der NDR-Zweiteiler „Mythos Wald“, der der ARD im Sommer 2009 TV-Spitzenquoten bescherte. Das Material für „Das grüne Wunder“ entstand im Zuge der sechsjährigen Dreharbeiten für diesen TV-Zweiteiler. Haft präsentiert hier viele bereits aus „Mythos Wald“ bekannte Motive, allerdings in einer komplett anderen Montage. Weiter lesen »

Unstoppable Kritik

Unstoppable
„Unstoppable – Außer Kontrolle“ zeigt Actionregisseur Tony Scott in Hochform. Scott kann hier das zeigen, was er am liebsten mag und auch am besten kann: schnelle, hektische Kamerafahrten, hohe Schnittfrequenz und ein lärmender, donnernder Soundtrack. Nach diesem Rezept inszeniert Scott seit bereits fast 30 Jahren effektvolle und ungemein unterhaltsame Actionfilme klassischer Machart und gilt heute als der erfolgreichste Regisseur in diesem Genre. Sein 1986 gedrehter Fliegerfilm „Top Gun“ genießt ebenso Kultstatus wie seine schnörkellosen Actionreißer „Last Boy Scout“ und „True Romance“ aus den 1990er-Jahren. Im vergangenen Jahrzehnt festigte er seinen Status mit Filmen wie „Domino“ (2005) mit Keira Knightley und „Die Entführung der U-Bahn Pelham 1-2-3“ (2009) mit Denzel Washington, diese Filme blieben jedoch weit hinter den kommerziellen Erwartungen zurück. Im vergangenen Jahr entschied sich Scott dann abermals für einen Film, in dem ein Zug die tragende Rolle spielt – und besetzte die Hauptrolle erneut mit Denzel Washington. Weiter lesen »

Unknown Identity Filmkritik

Liam Neeson forciert in diesem Verschwörungsthriller klassischer Machart seinen Imagewechsel weiter. Neeson, seit Jahrzehnten durch Filme wie „Schindlers Liste“ und „Michael Collins“ als Charaktermime etabliert, machte in der Vergangenheit zumeist in actionreichen Rollen von sich reden. „Das A-Team“ und zuletzt „96 Hours“ zeigen den mittlerweile fast 60-jährigen als charismatischen Actionhelden, der an rasanten Verfolgungsjagden, Solo-Rachefeldzügen und atemberaubenden Kampfsequenzen seine reine Freude hat. Getreu dem Motto: Action-Karriere statt Ruhestand! Nun ist er mit „Unknown Identity“ erneut in einem Action-Thriller mit Blockbuster-Garantie zu sehen. Weiter lesen »

Untraceable

UntraceableHigh-Tech-Thriller bergen stets die Gefahr in sich, den Zuschauer entweder mit technischen Details zu langweilen oder ihn zu überfordern. Mitunter gesellt sich ein dritter Gefahrenpunkt hinzu, nämlich dann, wenn eine Technologie absurd falsch dargestellt und geradezu dämonisiert wird. Mit Schaudern erinnert sich der geneigte SF-Fan an zahlreiche Filme aus den pessimistischen 1970er Jahren, in denen Computer per se als Werkzeug des Bösen charakterisiert wurden.
Gregory Hoblit geht sogar einen Schritt weiter und erklärt die Nutzer des Internet zu einem psychopathischen Haufen Irrer, Gangster und Perverser.
Wenn ihr wissen wollt, wieso „Untraceable“ statt eines Thrillers einem Katastrophenfilm ähnelt, müsst ihr gar nichts machen. Eure IPs wurden ohnehin bereits geloggt … wir beobachten euch über eure Webcams … Weiter lesen »