Archive for T

Tammy Kritik

tammy filmkritikTammy (Melissa McCarthy) ist ein Pechvogel. Nicht nur, dass ihr auf dem Weg zur Arbeit ein Hirsch vors Auto läuft und ihr den Wagen demoliert. Durch den Unfall kommt sie auch noch zu spät zur Arbeit und wird daraufhin von ihrem wenig verständnisvollen Chef entlassen. Doch es kommt noch “dicker”: Nachdem ihr Auto auf dem Heimweg endgültig versagt, erwischt sie ihren untreuen Ehemann und die Nachbarin auch noch beim vertrauten, innigen Lunch. Für Tammy eindeutig zu viel, die am liebsten sofort das Weite suchen und die Flucht weit, weit weg antreten würde. Doch ohne Auto und Geld leichter gesagt als getan. Da tritt ganz plötzlich und unerwartet ihre schusselige Oma Pearl (Susan Sarandon) auf den Plan. Ihr Vorschlag: Sie stellt den Wagen und das nötige Kleingeld zur Verfügung, wenn sie Tammy auf ihrem Weg quer durch die USA begleiten darf. Gezwungenermaßen stimmt diese zu und ein feucht-fröhlicher Wahnsinns-Road-Trip nimmt seinen Lauf. Weiter lesen »

Tage am Strand Kritik

Tage am Strand kritikRoz (Robin Wright) und Lil (Naomi Watts) leben ein stressfreies Leben an der traumhaften Ostküste Australiens. Hier wohnen sie Haustür an Haustür. Die Beiden sind seit Kindheitstagen miteinander befreundet und wissen alles übereinander. Auch ihre beiden Söhne, Tom (James Frecheville) und Ian (Xavier Samuel), wachsen zusammen auf und werden ebenfalls zu guten Freunden, die sich täglich beim Surfen sehen. Als Roz’ Ehemann beschließt, nach Sydney zu ziehen und seine Frau alleine zurücklässt, beginnt Lils Sohn Ian, ein Auge auf die attraktive blonde Frau zu werfen. Schon bald gibt Roz den Avancen von Ian nach. Als Tom von der Affäre Wind bekommt, versucht er zu Ians Mutter Lil eine ähnliche Liaison aufzubauen. Lil lässt sich schließlich auf eine Affäre ein. Nach einer Weile zieht Tom wegen einem Job in die Stadt, wo er eine andere Frau kennen lernt und sich schließlich in sie verliebt. Die verzwickte Vierecks-Geschichte abseits aller Normen und Konventionen wächst allen Beteiligten schließlich über den Kopf. Weiter lesen »

The Startup Kids Kritik

The Startup Kids KritikEs fing wohl alles mit Bill Gates (Microsoft) und Steve Jobs (Apple) an und vollzog sich zu Larry Page, Sergey Brin (beides Google) und Mark Zuckerberg (Facebook). Die digitale Ära ermöglichte junge Pioniere die Verwirklichung ihrer Träume und die Umgestaltung unserer Welt. Die Dokumentation „The Startup Kids“ der isländischen Entrepreneurinnen Vala Halldorsdottir und Sesselja Vilhjalmsdottir widmet sich genau diesen jungen Träumern, ihren Anfängen und Werdegängen. Dabei glorifiziert sie die Thematik nicht, lässt die jungen Unternehmern auch kritische Töne von sich geben, auch wenn am Ende das eindeutige Mantra steht: Verwirklicht euch selbst! Weiter lesen »

Tango libre Kritik

Tango libreAlice (Anne Paulicevich) ist eine Frau voller Leidenschaft und Ausdruck. Sie hat nicht nur einen Mann und einen Geliebten, die beide im Gefängnis einsitzen, sie tanzt auch noch leidenschaftlich gerne Tango. Die Liebe zu dem argentinischen Nationaltanz teilt die temperamentvolle Alice mit dem unbedarften Gefängniswärter Jean-Christophe (François Damiens), der – außer beim Tanzen – keinerlei Gefühle nach außen zeigt. Eines Tages will es der Zufall, dass sich die Beiden beim Tanzkurs über den Weg laufen. Jean-Christophe ist sofort hin und weg und verliebt auf der Stelle in Alice. Am nächsten Tag treffen sich die Beiden ausgerechnet in dem Gefängnis wieder, in dem Jean-Christophe seinen Dienst verrichtet. Alice besucht dort ihren inhaftierten Mann. Doch die Regeln verbieten es, dass Wärter Kontakte zu Familienangehörigen der Inhaftierten knüpfen. Zu allem Überfluss versucht auch noch der Ehemann, die von ihm wegdriftende Alice zurückzuerobern, indem er sich dazu entschließt, Tango zu lernen. Weiter lesen »

The Best Offer Filmkritik

best-offerFür Virgil Oldman (Geoffrey Rush) bedeutet Kunst alles: Als Kunstexperte genießt er weltweites Ansehen und wird von seinen Kunden hoch geschätzt. Was die Menschen in seiner Umgebung aber nicht wissen: Oldman ist auch einsam und exzentrisch und hatte in seinem Leben noch keine einzige Liebesbeziehung. Er bewundert Frauen, fürchtet sie aber auch gleichzeitig. Mit der Begegnung der geheimnisvollen Claire Ibbotson (Sylvia Hoeks) ändert sich plötzlich alles. Claire bestellt Virgil in ihre Villa, um dort den Wert ihrer Kunst- und Antiquitäten-Sammlung schätzen zu lassen. Aufgrund einer mysteriösen Krankheit, verbirgt sie ihr Gesicht und kommuniziert mit dem Kunst-Kenner Virgil einzig durch ein Loch in der Wand. Schon bald brennt Virgil darauf, Claire zu sehen und zu berühren, koste es was es wolle. Weiter lesen »

Take this waltz Filmkritik

Take this waltzDie 28-jährige Margot (Michelle Williams) lebt mit dem Kochbuchautor Lou (Seth Rogen) eigentlich in einer langjährigen, glücklichen Beziehung. Ihre Welt steht plötzlich Kopf, als sie auf einer Geschäftsreise den attraktiven Lebenskünstler Daniel (Luke Kirby) kennenlernt. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Auf der Rückreise im Flugzeug treffen Margot und Daniel dann zufällig wieder aufeinander und stellen bald fest, dass sie auch noch unmittelbar nebeneinander wohnen. Als sie sich voneinander verabschieden, erzählt Margot Daniel, dass sie eigentlich in einer glücklichen Beziehung lebt. Daraufhin treffen sich die Beiden immer häufiger und verbringen eine intensive Zeit miteinander, die Margot bald vor die schwere Entscheidung stellt, ob sie sich für ihre Ehre oder das Abenteuer mit Daniel entscheiden soll. Weiter lesen »

The Master Kritik

the-masterLancaster Dodd (Philip Seymour Hoffmann) hat viel Schlimmes und Grausames im Zweiten Weltkrieg erlebt und gesehen. Als gebrochener Mann kehrt er in seine Heimat, die USA, zurück. Auf der Suche nach sich selbst und einem Sinn im Leben, gründet der intellektuelle und charismatische Dodd bald eine glaubensorientierte Organisation. Die Anhänger der sektenartigen Verbindung nennen ihn nur den “Master”. In dem jungen, alkoholabhängigen Herumtreiber Freddie Quell (Joaquin Phoenix) findet Dodd bald eine rechte Hand, die ihm nicht mehr von der Seite weicht. Doch nach einiger Zeit kommen Freddie Quell Zweifel an den Idealen der Organisation. Weiter lesen »

Transpapa Kritik

Transpapa Kritik„Transpapa“ erzählt von der pubertierenden Maren (Luisa Sappelt), die ein typischer Teenager ist: sie ist kratzbürstig, häufigen Stimmungsschwankungen unterworfen und unzufrieden mit ihrem Äußeren. Ihre Eltern sind getrennt und sie lebt bei ihrer Mutter Uli (Sandra Borgmann), die nur noch Augen für ihren neuen Freund hat. Ihren Vater hat sie schon lange nicht mehr gesehen, da er sich – so glaubt Maren – auf einem Selbstfindungstrip in Nepal befindet. Eines Tages dann der Schock: Im Briefkasten findet Maren eine Karte ihres Vaters (Devid Striesow), der aber nicht im Ausland sondern ganz in ihrer Nähe wohnt. Eigentlich ein Grund zur Freude, wäre da nicht die Tatsache, dass sich dieser in der Zwischenzeit einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat und sich Sophia nennt. Sophia arbeitet als Schriftstellerin und wohnt in einem spießigen Häuschen. Das alles sind Neuigkeiten, die Maren erst einmal verdauen muss. Dem ersten Schock folgt schließlich die Neugier, so dass es bald zum ersten Treffen zwischen Maren und „Neu-Frau“ Sophia kommt, die wegen der Hormonbehandlung eine mindestens ebenso konfuse und verwirrende Zeit voller körperlicher Veränderungen durchmacht wie Maren. Weiter lesen »

The Deep Blue Sea Kritik

the-deep-blue-seaMit „The Deep Blue Sea“ kehrt der aus Liverpool stammende Drehbuchautor und Autorenfilmer Terence Davies auf die Kinoleinwand zurück. Es ist sein erster Spielfilm seit seinem gefeierten, starbesetzten Drama „Haus Bellomont“ aus dem Jahr 2000, der Verfilmung eines Romans von Edith Wharton. Davies bleibt hier („The Deep Blue Sea“ ist erst sein fünfter Film seit 1988) seinem Faible für intensive Melodramen, die sich den seelischen und emotionalen Konflikten ihrer Hauptfigur widmen, treu. Und erneut lieferte ein Romanklassiker die Vorlage. „The Deep Blue Sea“ basiert auf dem gleichnamigen, 1952 uraufgeführten Bühnenstück des britischen Dramatikers Terence Rattigan und wurde 1954 mit Vivian Leigh in der Hauptrolle zum ersten Mal fürs Kino adaptiert. Davies gelingt mit seiner Version eine stilvoll ausgestattete, großartig besetzte Studie über die Angst vor der Einsamkeit und das Verlangen nach Liebe und Leidenschaft. Wie schon in „Haus Bellomont“ gelingt ihm eine überzeugende, für den Zuschauer allerdings nicht immer ganz einfache Verschmelzung von historischer Genauigkeit, prachtvoller Ausstattung und einer Story um eine komplexe, vielschichtige Hauptfigur. Weiter lesen »

The Raid Kritik

Indonesien spielte auf der Landkarte des Films bis heute kaum eine bedeutende Rolle. In den vergangenen Jahren waren es vor allem billig produzierte Horrorfilme von minderwertiger Qualität, die den heimischen Markt überschwemmten. Die meisten dieser Filme, die solch abstruse Titel wie „In den Armen der minderjährigen Geisterwitwe“ oder „Tanzende Karanga-Geister“ tragen, kamen nie über den indonesischen Markt hinaus und erschienen in vielen europäischen Ländern nicht einmal auf DVD. Ähnlich gestaltete es sich aber auch im Bereich massentauglicher Genres. Selbst der erfolgreichste indonesische Film aller Zeiten, das Drama „Laskar Pelangi – Die Regenbogenkrieger“ (2008), ist hierzulande weitgehend unbekannt. Die internationale Bedeutung des Filmmarktes Indonesien könnte sich jedoch mit dem neuen Werk des walisisch-stämmigen Regisseurs Gareth Evans erhöhen, der mit „The Raid“ nun einen der härtesten und wuchtigsten Martial-Arts-Actionfilme der vergangenen Jahre vorlegt. Bereits seit seinem Kampfkunst-Spektakel „Merantau – Meister des Silat“ von 2009 genießt Evans einen exzellenten Ruf als Experte für stimmungsvolle Action, kompromisslose Härte und großartig choreographierte Kampszenen. Mit seinem vierten Film „The Raid“ – der genau diese Aspekte erneut auf unnachahmliche Art vereint – könnte ihm nun der weltweite Durchbruch gelingen. Der Film wurde bereits im vergangenen Jahr auf einschlägigen Filmfestivals mit Preisen überhäuft. Weiter lesen »