Für Virgil Oldman (Geoffrey Rush) bedeutet Kunst alles: Als Kunstexperte genießt er weltweites Ansehen und wird von seinen Kunden hoch geschätzt. Was die Menschen in seiner Umgebung aber nicht wissen: Oldman ist auch einsam und exzentrisch und hatte in seinem Leben noch keine einzige Liebesbeziehung. Er bewundert Frauen, fürchtet sie aber auch gleichzeitig. Mit der Begegnung der geheimnisvollen Claire Ibbotson (Sylvia Hoeks) ändert sich plötzlich alles. Claire bestellt Virgil in ihre Villa, um dort den Wert ihrer Kunst- und Antiquitäten-Sammlung schätzen zu lassen. Aufgrund einer mysteriösen Krankheit, verbirgt sie ihr Gesicht und kommuniziert mit dem Kunst-Kenner Virgil einzig durch ein Loch in der Wand. Schon bald brennt Virgil darauf, Claire zu sehen und zu berühren, koste es was es wolle. Weiter lesen »
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Die 28-jährige Margot (Michelle Williams) lebt mit dem Kochbuchautor Lou (Seth Rogen) eigentlich in einer langjährigen, glücklichen Beziehung. Ihre Welt steht plötzlich Kopf, als sie auf einer Geschäftsreise den attraktiven Lebenskünstler Daniel (Luke Kirby) kennenlernt. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Auf der Rückreise im Flugzeug treffen Margot und Daniel dann zufällig wieder aufeinander und stellen bald fest, dass sie auch noch unmittelbar nebeneinander wohnen. Als sie sich voneinander verabschieden, erzählt Margot Daniel, dass sie eigentlich in einer glücklichen Beziehung lebt. Daraufhin treffen sich die Beiden immer häufiger und verbringen eine intensive Zeit miteinander, die Margot bald vor die schwere Entscheidung stellt, ob sie sich für ihre Ehre oder das Abenteuer mit Daniel entscheiden soll. Weiter lesen »
Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffmann) hat viel Schlimmes und Grausames im Zweiten Weltkrieg erlebt und gesehen. Als gebrochener Mann kehrt er in seine Heimat, die USA, zurück. Auf der Suche nach sich selbst und einem Sinn im Leben, gründet der intellektuelle und charismatische Dodd bald eine glaubensorientierte Organisation. Die Anhänger der sektenartigen Verbindung nennen ihn nur den “Master”. In dem jungen, alkoholabhängigen Herumtreiber Freddie Quell (Joaquin Phoenix) findet Dodd bald eine rechte Hand, die ihm nicht mehr von der Seite weicht. Doch nach einiger Zeit kommen Freddie Quell Zweifel an den Idealen der Organisation. Weiter lesen »
„Transpapa“ erzählt von der pubertierenden Maren (Luisa Sappelt), die ein typischer Teenager ist: sie ist kratzbürstig, häufigen Stimmungsschwankungen unterworfen und unzufrieden mit ihrem Äußeren. Ihre Eltern sind getrennt und sie lebt bei ihrer Mutter Uli (Sandra Borgmann), die nur noch Augen für ihren neuen Freund hat. Ihren Vater hat sie schon lange nicht mehr gesehen, da er sich – so glaubt Maren – auf einem Selbstfindungstrip in Nepal befindet. Eines Tages dann der Schock: Im Briefkasten findet Maren eine Karte ihres Vaters (Devid Striesow), der aber nicht im Ausland sondern ganz in ihrer Nähe wohnt. Eigentlich ein Grund zur Freude, wäre da nicht die Tatsache, dass sich dieser in der Zwischenzeit einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat und sich Sophia nennt. Sophia arbeitet als Schriftstellerin und wohnt in einem spießigen Häuschen. Das alles sind Neuigkeiten, die Maren erst einmal verdauen muss. Dem ersten Schock folgt schließlich die Neugier, so dass es bald zum ersten Treffen zwischen Maren und „Neu-Frau“ Sophia kommt, die wegen der Hormonbehandlung eine mindestens ebenso konfuse und verwirrende Zeit voller körperlicher Veränderungen durchmacht wie Maren. Weiter lesen »
Mit „The Deep Blue Sea“ kehrt der aus Liverpool stammende Drehbuchautor und Autorenfilmer Terence Davies auf die Kinoleinwand zurück. Es ist sein erster Spielfilm seit seinem gefeierten, starbesetzten Drama „Haus Bellomont“ aus dem Jahr 2000, der Verfilmung eines Romans von Edith Wharton. Davies bleibt hier („The Deep Blue Sea“ ist erst sein fünfter Film seit 1988) seinem Faible für intensive Melodramen, die sich den seelischen und emotionalen Konflikten ihrer Hauptfigur widmen, treu. Und erneut lieferte ein Romanklassiker die Vorlage. „The Deep Blue Sea“ basiert auf dem gleichnamigen, 1952 uraufgeführten Bühnenstück des britischen Dramatikers Terence Rattigan und wurde 1954 mit Vivian Leigh in der Hauptrolle zum ersten Mal fürs Kino adaptiert. Davies gelingt mit seiner Version eine stilvoll ausgestattete, großartig besetzte Studie über die Angst vor der Einsamkeit und das Verlangen nach Liebe und Leidenschaft. Wie schon in „Haus Bellomont“ gelingt ihm eine überzeugende, für den Zuschauer allerdings nicht immer ganz einfache Verschmelzung von historischer Genauigkeit, prachtvoller Ausstattung und einer Story um eine komplexe, vielschichtige Hauptfigur. Weiter lesen »
Indonesien spielte auf der Landkarte des Films bis heute kaum eine bedeutende Rolle. In den vergangenen Jahren waren es vor allem billig produzierte Horrorfilme von minderwertiger Qualität, die den heimischen Markt überschwemmten. Die meisten dieser Filme, die solch abstruse Titel wie „In den Armen der minderjährigen Geisterwitwe“ oder „Tanzende Karanga-Geister“ tragen, kamen nie über den indonesischen Markt hinaus und erschienen in vielen europäischen Ländern nicht einmal auf DVD. Ähnlich gestaltete es sich aber auch im Bereich massentauglicher Genres. Selbst der erfolgreichste indonesische Film aller Zeiten, das Drama „Laskar Pelangi – Die Regenbogenkrieger“ (2008), ist hierzulande weitgehend unbekannt. Die internationale Bedeutung des Filmmarktes Indonesien könnte sich jedoch mit dem neuen Werk des walisisch-stämmigen Regisseurs Gareth Evans erhöhen, der mit „The Raid“ nun einen der härtesten und wuchtigsten Martial-Arts-Actionfilme der vergangenen Jahre vorlegt. Bereits seit seinem Kampfkunst-Spektakel „Merantau – Meister des Silat“ von 2009 genießt Evans einen exzellenten Ruf als Experte für stimmungsvolle Action, kompromisslose Härte und großartig choreographierte Kampszenen. Mit seinem vierten Film „The Raid“ – der genau diese Aspekte erneut auf unnachahmliche Art vereint – könnte ihm nun der weltweite Durchbruch gelingen. Der Film wurde bereits im vergangenen Jahr auf einschlägigen Filmfestivals mit Preisen überhäuft. Weiter lesen »
Regisseur Christopher Nolan verpasste mit „Batman Begins“ (2005) dem angestaubten Superhelden eine überfällige Frischzellenkur. Das war auch bitter nötig, verkam der beliebte Superheld durch die beiden kunterbunten, opernhaften Batman-Verfilmungen „Batman forever“ (1995) und „Batman und Robin“ (1997) unter der Regie von Joel Schumacher doch zur Comic-Witzfigur. 2008 gelang Nolan mit „The Dark Knight“ eine unwiderstehliche Mischung aus Noir-Thriller, Drama und Actionfilm, die über eine Milliarde Dollar an den Kassen einspielte. Einen ähnlichen Erfolg erhofft sich Warner auch vom dritten und letzten Teil der Batman-Reihe. Ob dem Film dies gelingt bleibt abzuwarten, sicher hingegen ist, dass es der Film qualitativ mit seinem gefeierten Vorgänger aufnehmen kann. Dank einer großartigen Darstellerriege, der rasanten Action und einer gewohnt atemberaubenden Optik gelingt Nolan ein krönender Abschluss seiner Saga. Weiter lesen »
Mit „The Amazing Spider-Man“ startet der erste Teil einer neue Filmreihe über den Spinnenmann in den deutschen Kinos. Mit neuem Regisseur und anderen Darstellern versucht Sony Pictures mit dem Reboot, an die Erfolge der Vorgängerfilme anzuknüpfen. 2002 schuf Regisseur Sam Raimi mit „Spider-Man“ eine bunte, technisch atemberaubend umgesetzte Comic-Adaption, die Action und Anspruch auf höchstem Niveau miteinander verband. Der Lohn: Über 800 Millionen Dollar Einspielergebnis an den Kinokassen und zwei gelungene Fortsetzungen (2004 und 2007), die den kommerziellen Erfolg des Erstlings sogar noch übertrafen. Wieso nun also dieser Neustart der Saga, der die Geschichte um die menschliche Spinne nochmals komplett von vorne erzählt anstatt das Netz weiterzuspinnen und einen vierten Teil zu drehen? Weiter lesen »
Der Mensch im Kampf gegen auf die raue, erbarmungslose Natur, die keine Rücksicht auf menschliche, existenzielle Ängste nimmt und Fehler gnadenlos betraft: ein altbekanntes Muster vieler Survival-Dramen, die einen scheinbar ungleichen (Überlebens) Kampf ins Zentrum rücken: das Duell Menschen gegen Natur. Auf eindringliche und gelungene Weise schilderten bereits Filme wie „Der Flieger“ (1985) mit Christopher Reeve, „Überleben“ (1993) mit Ethan Hawke oder auch Lee Tamahoris „Auf Messers Schneide“ (1997) mit Alec Baldwin und Anthony Hopkins dieses Szenario. Stets waren es extreme Wetterbedingungen, gefräßige Tiere oder Hunger und Kälte, die schließlich erhebliche Verluste und großes Leid über die Menschen brachten. Weiter lesen »
Der US-amerikanische Schriftsteller Nicholas Sparks zählt zu den erfolgreichsten Autoren der Gegenwarts-Literatur. In den meisten seiner Bücher geht es um schicksalhafte Begegnungen, traumatische Ereignisse, Vorherbestimmung und die große Liebe. Sparks ist Experte für bittersüße, oft dramatische Liebesgeschichten und sein Werk umfasst mittlerweile 16 Romane. Hollywood erkannte schon früh das massentaugliche Potential dieser Geschichten verfilmte bereits 1999 mit „Message in a bottle“ (mit Kevin Costner und Robin Wright Penn in den Hauptrollen) den ersten Roman des Autors. Bis heute haben alle sechs Sparks-Verfilmungen (darunter „Wie ein einziger Tag“ von 2004 oder „Das Leuchten der Stille“ aus dem Jahr 2010), rund 350 Millionen Dollar eingespielt. Mit „The Lucky One – Für immer der Deine“ startet nun also die inzwischen siebte Adaption eines Sparks-Romans in den deutschen Kinos. Fans des Autors und Freunde wohliger, warmer Liebes-Schmonzetten bekommen auch hier wieder eine romantische Story mit viel Gefühl und Herz vorgesetzt, diesmal jedoch noch näher an der Grenze zum klebrigen, fast unerträglichen Kitsch als je zuvor. Weiter lesen »