Die Transformers-Filme zählen zu den Prototypen bombastischer Blockbuster-Produktionen mit Schauwerten und Effekten, die im Mainstreamkino der jüngeren Vergangenheit neue Maßstäbe setzten: Begleitet von noch nie dagewesenen Marketing-Kampagnen entwickelten sie sich zu weltweiten Kassenschlagern und zählen bis heute zu den erfolgreichsten Filmen überhaupt. Spielte der erste Teil der Reihe im Jahr 2007 „nur“ knapp über 700 Millionen Dollar weltweit ein, übertraf die Fortsetzung „Transformers – Die Rache“ zwei Jahre später diesen Erfolg noch einmal deutlich: Etwa 835 Millionen Dollar spülte der zweite Streich in die Kassen und steht heute auf Position 22 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Regisseur Michael Bay – seit Jahren bekannt für seine atemberaubenden, verschwenderischen Effektegewitter auf der großen Leinwand – stand zu Beginn der Produktion des dritten Teils deshalb gehörig unter (Erfolgs-) Druck. Bay muss sich jedoch keine Sorgen machen: Mit den gewohnten Zutaten (bahnbrechende Effekte, einfache Story, attraktive Jungschauspieler) kreierte er auch den dritten Teil der Reihe nach allseits bekanntem Muster und kann sich schon jetzt des Erfolges sicher sein: Bereits an seinem ersten Tag spielte „Transformers 3“ knapp 37 Millionen US-Dollar ein und verbuchte damit den bis dahin erfolgreichsten Eröffnungstag eines Filmes in den USA in diesem Jahr. Weiter lesen »
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Der Bankraub als filmisches Thema ist wahrscheinlich genauso alt wie Filme über Gangster und Kriminelle, die im Spannungsfeld zwischen Loyalität und Liebe die Entscheidung treffen müssen, auf welcher Seite sie denn nun stehen. Genau dieser Motive und Handlungsebenen bedient sich Ben Affleck in seiner zweiten Regiearbeit „The Town – Stadt ohne Gnade“ und versucht, einen auf Action und Spannung setzenden Ganoventhriller mit den Zutaten eines emotionalen Liebesdramas zu kombinieren. Die Kombination dieser beiden Genres zu einem großen Ganzen förderte in der Filmgeschichte eine stattliche Anzahl an gelungenen Vorbildern zu Tage, von „Hundstage“ (1973) und „Gefährliche Brandung“ (1991) über „Heat“ (1995) als wohl bestem Gangsterfilm der 1990er-Jahre, bis hin zu „Inside Man“ aus dem Jahre 2006. Und in diese Tradition will sich Affleck mit „The Town“ nun einreihen. Und es gelingt ihm überraschend gut: Trotz altbekannter Muster und einer simplen und wenig spektakulär anmutenden Story gelingt Affleck eine vielschichtige und spannende Gangsterparabel der altmodischen Sorte. Doch bis zu seiner Arbeit als Regisseur war es ein weiter Weg. Weiter lesen »
Reden wir über Haie und zitieren wir an dieser Stelle aus Spielbergs „Der weiße Hai“: „Schreien Sie Barracuda, dann werden die Leute sagen: Was? Aber schreien Sie Haie, dann haben wir am 4. Juli eine handfeste Panik!“
Oder mit anderen Worten: Kein anderes Raubtier ängstigt die Menschen mehr, als ein Hai. Ein Umstand, den sich bereits zahlreiche Filme zunutze machten und wohl auch weiterhin zunutze machen werden. Darunter der kleine, australische Tierhorrorthriller “The Reef – Schwimm um dein Leben“.
Die Story kommt einem natürlich arg bekannt vor: Eine Gruppe Menschen muss sich vor Haiangriffen schützen. Doch dies sollte nicht grundsätzlich gegen einen Film sprechen. Betrachten wir deshalb diese Genreproduktion etwas genauer, ohne in Panik zu geraten …Haie! Ha! Wusste ich’s doch … Weiter lesen »
Gehen Hollywood die Ideen aus? Was früher eine mitunter nervige Standardfloskel ständig nörgelnder Kulturpessimisten war, bekommt mittlerweile eine ernsthafte Komponente. Nun stellen Fortsetzungen oder Remakes keine „Erfindung“ jüngeren Datums dar. Aber die Plünderung des eigenen kulturellen Schatzes fällt einfach auf, umso mehr, wenn Jahrzehnte zwischen dem letzten Film einer Reihe und der Fortsetzung (oder einem Prequel, auch so eine moderne Erscheinung) liegen.
Fallbeispiel „TRON“. Dieser Disney-Film von 1982 enttäuschte seinerzeit an den Kinokassen (wenngleich er alles andere als ein Flop war, wie vielfach behauptet wird), mauserte sich aber im Laufe der Zeit zum Kultfilm. Fast 30 Jahre später erfährt der Streifen plötzlich eine Fortsetzung. Inszeniert von Joseph Kosinski, der bis „TRON: Legacy“ keinen Kinofilm vorweisen konnte. Skepsis ist also angebracht, ob das Vermächtnis eines Kultfilms drei Jahrzehnte später zu überzeugen vermag. Weiter lesen »
Der Actionfilm der 1980er-Jahre ist tot – es lebe der Actionfilm der 1980er-Jahre! Ein Widerspruch in sich? Nicht unbedingt, wie einige Kinohits der letzten Zeit belegen. Noch vor wenigen Jahren galt der klassische Actionheld der Marke Sylvester Stallone als Ladenhüter, der zu ungunsten weichgespülter Schönlinge à la Matt Damon oder gebrochener Antiheldenfiguren mit öden Alltagsproblemen in die letzte Reihe verfrachtet wurde.
Doch ausgerechnet Mr. Rambo persönlich leitete 2008 mit seinem schlicht „Rambo“ betitelten vierten Teil seiner kassenträchtigen Filmreihe das verblüffende Comeback des adrenalingesteuerten Actionkinos ein. Mit „The Expendables“ gelang dem 64-jährigen New Yorker der größte Coup seiner Karriere: Nie zuvor versammelte sich ein dermaßen hochkarätiger Action-Cast um ein und denselben Film! Ob der Streifen die enorm hohen Erwartungen erfüllen kann? Folgt einfach dem blauen Licht … Weiter lesen »
Wohin wir Menschen gehen, wenn uns das Leben nicht mehr lieb hat, steht in den Sternen. Was mit aussortiertem Spielzeug geschieht, ist hingegen klar: Es landet auf dem Dachboden oder in der Kindertagesstätte! Das jedenfalls ist die Prämisse von „Toy Story 3“, dem jüngsten Streich der erfolgsverwöhnten Pixar Animation Studios. Natürlich lässt sich jene Sensation aus dem Jahr 1995 nicht mehr wiederholen, als „Toy Story“ der erste komplett computeranimierte Trickfilm in den Kinos war. Auch wenn noch rasch auf den fahrenden 3D-Zug aufgesprungen wurde: „Toy Story 3“ setzt auf die alten Stärken: Perfekte Animation und vor allem liebenswerte Charaktere.
Ob dies allerdings genügt, um das Publikum im Jahr 2010 noch zu überzeugen? Wir werden sehen und lesen! Exklusiv in dieser 2D-Kritik. Weiter lesen »

Welches Wort passt nicht zu den anderen: Cowboys, Indianer, Western, Horror. Die Antwort: All diese Wörter ergeben in JT Pettys „The Burrowers – Das Böse unter der Erde“ einen buchstäblich tieferen Sinn. Originell ist der Ansatz, einen Horror-Western zu drehen, auf jeden Fall. Ob das junge Allroundtalent Petty mit seinem immerhin bereits vierten Spielfilm ein großer Wurf gelungen ist, wollen wir nachfolgend erkunden. Manchmal ist das Böse über der Erde und sitzt hämisch lachend vor einem Computer … Weiter lesen »

Einen im wahrsten Sinne des Wortes beklemmenden Horrortrip schildert Neil Marshall („Doomsday“) mit seinem ersten großen Film „The Descent – Abgrund des Grauens“. Der nur rund sechs Millionen Dollar teure Horrorstreifen spielte weltweit alleine in den Kinos das Achtfache ein und erhielt teils hymnische Kritiken. Dabei ist das Setting – eine Gruppe völlig verschiedener Charaktere gerät in eine bedrohliche Extremsituation und muss sich einem schier übermächtigen Feind stellen – auf den ersten Blick alles andere als originell.
Ungewöhnlich, zumal für einen Horrorfilm, ist jedoch die Tatsache, dass sämtliche Protagonisten von Frauen dargestellt werden, die sich ihrer Haut zumindest so gut wie Männer erwehren, anstatt sich kreischend von Muskelprotzen retten zu lassen. Ob der Film gemäß seinem Titel einen qualitativen Abstieg oder doch einen Höheflug des Horrorgenres darstellt, soll nachfolgend ergründet werden. Weiter lesen »

The green Mile stellt nach “Die Verurteilten” Frank Darabonts zweiten Ausflug in das Metièr des Gefängnisfilms dar. Und erneut stammte die Vorlage von Stephen King. Weshalb “Die Verurteilten” in den Kinos grausam floppte, während The Green Mile zum weltweiten Blockbuster avancierte, lässt sich wohl nur damit erklären, dass Tom Hanks als Akteur gewonnen werden konnte und Darabonts zweites Knast-Epos gnadenlos süßlich und verlogen ist. Weiter lesen »
Eine von der Außenwelt isolierte Menschengruppe muss gegen etwas Böses um das nackte Überleben kämpfen. Dieser uralten Prämisse bediente sich 1972 Wes Craven mit „The Last House On The Left“. Und da der Film als Horrorklassiker gilt und bereits fast vier Jahrzehnte auf dem Buckel hat, wurde es gemäß Hollywood-Logik höchste Zeit für ein Remake. Ebenfalls als eine Art Tradition gilt inzwischen, noch eher unerfahrene Regisseure mit einem solchen Unterfangen zu betrauen.
Ob Dennis Iliadis dieser Aufgabe gewachsen ist oder eine ähnliche Katastrophe wie die Strause-Brüder mit „Aliens vs. Predator 2“ abliefert, sei nachfolgend auf Filme-Welt verraten, dem ersten Filmhaus, egal, ob zur Rechten oder zur Linken. Weiter lesen »
