Archive for Sonstiges

127 Hours Kritik

Was dem abenteuerlustigen Bergsteiger Aron Ralston 2004 zustieß, ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht werden. 127 Stunden lang musste er fernab der Zivilisation in einem Canyon ausharren – festgehalten vom eigenen Arm, der in einem Felsblock eingeklemmt steckte. Ralston überlebte nur deshalb, weil er den Arm mit einer stumpfen Klinge amputierte. Für unsereins komplett unvorstellbar und deshalb ideales Futter für einen großen Hollywood-Film!

Oscar-Preisträger Danny Boyle nahm sich 2010 des ebenso fesselnden, wie buchstäblich beklemmenden Falles an und zimmerte daraus das Drama „127 Hours“. Dankenswerterweise nicht in Realzeit, sondern auf knapp zwei Stunden komprimiert. Weiter lesen »

100 Million BC

Seit 1997 produziert das in Hollywood ansässige Studio „The Asylum“ höchst erfolgreich B-Movies. Ein Erfolg, der nicht nur in der buchstäblich billigen Produktion der Streifen zu suchen ist, sondern vielmehr in der Methode begründet liegt, die Filmtitel bewusst an jene von Blockbustern anzulehnen. Somit erklärt sich der Titel des vorliegenden „100 Million BC“ von selbst: Hierbei wurde versucht, am Erfolg von Roland Emmerichs „10.000 B.C.“ zu partizipieren.

Dass „100 Million BC“ mit dem „Stargate-meets-Flintstontes“-Fantasy-Schmonzes wenig zu tun hat, dürfte schon deshalb wohl niemanden überraschen, da Asylums Filme möglichst rasch und günstig aus dem Boden gestampft werden. Ob der Science-Fiction-Film trotzdem zumindest marginalen Unterhaltungswert besitzt? Dieser Frage wird in dieser Rezension 2010 A.D. mit der gewohnt detektivischen Spürnase eines Filmfeinschmeckers nachgegangen. Weiter lesen »

2012

2012Deutsche haben es in Hollywood traditionell eher schwer und können sich nur selten durchsetzen. Zumindest im Regiebereich weist Deutschland aber zwei Giganten ihrer Zunft auf: Wolfgang Petersen und vor allem Roland Emmerich. Mit „Independence Day“ gelang ihm ein Actionkracher, der noch heute von vielen als Meilenstein der Science Fiction betrachtet wird.

Knapp zwei Jahre nach seinem von der Kritik verrissenen „10.000 B.C.“ feiert Emmerich dank „2012“ ein triumphales Comeback. Wenig verwunderlich: Statt lediglich die Menschheit der Bedrohung durch Außerirdische oder eine Klimakatastrophe („The Day After Tomorrow“) auszusetzen, geht es diesmal dem gesamten Planeten an den Kragen. Ob das Weltuntergansspektakel den hohen Erwartungen entspricht, könnt ihr in nachfolgender Rezension lesen. Diese haben die Maya garantiert nicht vorhergesehen … Weiter lesen »

96 Hours – Taken

96 Hours„Verzweifelter Vater kämpft um das Leben seines entführten Kindes“.
Unzählige Filme erschöpften sich bereits in diesem höchst simplen Plotelement, und der französische Actionthriller „96 Hours“ bildet darin keine Ausnahme. Die Skepsis vieler Filmfans ist so gesehen natürlich mehr als verständlich. Zu allem Überfluss steht mit Liam Neeson („Schindlers Liste“, „Star Wars – Episode I“) ein Schauspieler im Mittelpunkt, der weniger für die Verkörperung von Actionrollen, denn für anspruchsvolle Stoffe bekannt ist.
Ob diese Kombination dennoch einen mitreißenden Thriller bewirkt oder einen weiteren Rohrkrepierer des „Einsamer-Held-jagt-böse-Buben“-Subgenres darstellt, wird in nachfolgender Rezension ergründet, die garantiert keine 96 Stunden beanspruchen wird. Weiter lesen »

300

300Verfilmungen berühmter Schlachten sind, so makaber dies auch klingen mag, eines der beliebtesten Metiers Hollywoods. Eine für die Geschichte Europas besonders schicksalhafte Schlacht war jenes mehrtägige Gemetzel bei den Thermopylen im Jahr 480 vor Christus.
Damals sollen sich rund dreihundert Spartaner heldenhaft im Kampf gegen das zahlenmäßig vielfach überlegene persische Heer unter König Xerxes I geopfert und so den Grundstein zum Sieg der Griechen über die persischen Invasoren gelegt haben. Weiter lesen »