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Snowpiercer Kritik

SnowpiercerWir schreiben das Jahr 2031: Vor 17 Jahren scheiterte der Versuch, die globale Erwärmung aufzuhalten, katastrophal. Seitdem herrscht eine neue Eiszeit auf der Erde, die beinahe alles Leben ausgelöscht und unter Eisemassen begraben hat. Die wenigen Menschen, die die Katastrophe überlebt haben, sitzen im “Snowpiercer” fest, einem riesigen Zug, der auf einem gigantischen weltweiten Schienennetz pausenlos seine Runden dreht. Die Insassen leben in einer Art Mikrogesellschaft, die strikt in unterschiedliche Klassen unterteilt ist. Ganz vorne sitzt der mächtige, diktatorische Industrietycoon Wilford (Ed Harris), der den Zug fährt. Die Bewohner der letzten Waggons gehören der untersten Schicht an, die von den oberen Kasten unterdrückt wird. Unter der Führung des mutigen Curtis (Chris Evans), plant die “Unterschicht” den Aufstand gegen Wilford und seine Schergen. Weiter lesen »

In der Dokumentation „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ macht sich Dokumentarfilmer Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Denn obwohl er einen guten Job und eine wunderbare Familie hat, merkte er in den letzten Jahren das etwas mit ihm nicht stimmte – er hatte keine Zeit. Dabei beschäftigt die Zeit den Menschen bereits seit den alten Griechen. Schon Aristoteles meinte: „Die Zeit ist das Unbekannteste aller unbekannten Dinge“. Nach tausenden Büchern zum Zeitmanagement und wahrscheinlich noch unzähligen Vorträgen mehr dazu, versucht sich nun also Opitz der Zeit auf die Spur zu kommen. Weiter lesen »

Spring Breakers Filmkritik

Spring-BreakersEinmal im Leben an der legendären, einwöchigen Party- und Sex-Sause “Spring Break” an der Küste Floridas teilnehmen – das ist der große Wunsch der vier College-Studentinnen Brit (Ashley Benson), Candy (Vanessa Hudgens), Cotty (Rachel Korine) und Faith (Selena Gomez). Zu blöd, dass das Geld für die Reise im Moment zu knapp ist, was für die vier Mädels aber keinen Grund darstellt, sich die Mega-Party entgehen zu lassen. Um schnell an das nötige Geld zu kommen, planen sie kurzerhand, ein Restaurant auszurauben. Der Plan geht jedoch schief und sie landen im Gefängnis. Da sie auf keinen Fall wollen, dass ihre Eltern etwas von dem Vorfall erfahren, müssen sie wohl oder übel auf das Angebot des abgedrehten Drogen- und Waffenhändlers Alien (James Franco) eingehen, der ihnen zwar die Kaution stellt, dafür aber auch eine Gegenleistung von den Freundinnen verlangt. Weiter lesen »

Stirb Langsam 5 Filmkritik

Stirb Langsam 5Den alten Action-Haudegen John McClane verschlägt es im fünften Teil der Reihe nach Russland. Kein geringerer als sein eigener Sohn Jack (Jai Courtney) wird dort in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten. Eigentlich wollte er die Polizisten um etwas Nachsicht bitten, doch er stellt schnell fest, dass die Verhaftung selbst einige Ungereimtheiten aufwies. Kurz nachdem McClane seinen Sohn befreit hat, beginnt er mit seinen intensiven Nachforschungen und stößt bald auf eine terroristische Verschwörung. Als der Cop die Verschwörung vollends durchschaut und das Ziel der Terroristen ausgemacht hat, sind ihm auch schon die Bösewichter General Komorov (Sebastian Koch) und Collins (Cole Hauser) auf den Fersen. Weiter lesen »

Staub auf unseren Herzen Kritik

Staub auf unseren HerzenKathi (Stephanie Stremler) ist 30 Jahre alt und lebt mit ihrem Sohn in Berlin. Dort will sie als Schauspielerin Fuß fassen, da ihre Bemühungen bis jetzt ohne großen Erfolg blieben. Sie quält sich von Casting zu Casting, um endlich wieder eine Rolle zu bekommen. Dies alles geschieht unter den Augen ihrer Mutter Chris (Susanne Lothar), die sich noch immer in Kathis Leben einmischt und deren Versuche, endlich selbständig zu werden und selbstbestimmt zu leben, dauernd untergräbt. Chris selbst arbeitet erfolgreich als Psychologin und sieht den beruflichen Misserfolg der Tochter mit großer Sorge. Als Kathi ihren 4-jährigen Sohn für kurze Zeit verliert, ergreift Chris die Gelegenheit, ihrer Tochter das Kind weg zu nehmen. Als wäre das alleine noch nicht genug, taucht urplötzlich und nach Jahren auch noch Kathis Vater auf, der seine Ex, Chris, zurückgewinnen will. Kathi gerät unvermittelt zwischen die Fronten der Eltern und der Konflikt mit Chris droht endgültig zu eskalieren. Durch die Rückkehr des Vaters ist Kathi nun gezwungen, die Schwierigkeiten und Probleme mit der Mutter endlich aus dem Weg zu räumen. Weiter lesen »

Searching for Sugar Man Kritik

Searching for Sugar ManDer Dokumentarfilm „Searching for Sugar Man“ erzählt die unglaubliche Geschichte eines amerikanischen Folk-Pop-Sängers, dessen Alben und Songs zum Soundtrack der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika wurden. In dem von der Außenwelt völlig isolierten Land wurde dieser Sänger zum Idol einer ganzen Generation, seine Alben verkauften sich sensationell. Das Kuriose an der Geschichte: von all dem Erfolg und Hype um seine Person, bekam der betreffende Künstler nichts mit, bald machten sogar Gerüchte die Runde, er habe sich auf der Bühne erschossen. Dem Engagement und der akribischen Recherchearbeit zweier südafrikanischer Fans des Sängers ist zu verdanken, dass er am Ende auch in seiner amerikanischen Heimat doch noch den wohlverdienten, späten Ruhm erntete. Weiter lesen »

Sagrada Kritik

SagradaDie Sagrada Família ist eine römisch-katholische Basilika in Barcelona und gehört zu den imposantesten von Menschenhand geschaffenen Bauwerken der Welt. Das Besondere an ihr ist, dass bis heute an ihr gebaut wird. Bereits 1882 begann man mit dem Bau und die jüngsten Prognosen sprechen davon, dass erst 2026 mit einer Fertigstellung zu rechnen sei. Und obwohl sich die Kathedrale noch mitten im Bau befindet, ist sie ein Werk der Superlative: Wenn die Sagrada Família vollendet ist, werden insgesamt 18 Türmen in die Luft ragen und einer von ihnen soll dann mit 170 Metern zum höchsten Turm der Welt gekrönt werden. Vor einigen Jahren nahm die UNESCO die Krypta, die Geburtsfassade und die Apsisfassade in ihre Liste des Weltkulturerbes auf. Und im November 2010 weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche, die im Jahr von rund drei Millionen Menschen besucht wird, und erhob sie zugleich zur päpstlichen Basilica minor. Weiter lesen »

Simon Kritik

simonDie Schriftstellerin Marianne Fredriksson zählte bis zu ihrem Tod 2007 zu den meistgelesenen und erfolgreichsten schwedischen Autorinnen. Ihre 14 Romane wurden in über 45 Sprachen übersetzt und verkauften sich weltweit knapp 17 Millionen Mal. Besondere Popularität genoss sie – neben Skandinavien – vor allem in den Niederlanden und Deutschland. Der Durchbruch gelang ihr mit ihrem 1985 erschienenen Familienepos „Simon“, das allein in Deutschland etwa 800 000 Leser fand. Fredriksson schildert darin die Geschichte zweier Familien über einen Zeitraum von 13 Jahren, deren Ordnung durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und durch ein viel zu lange gehütetes Geheimnis gehörig aus den Fugen gerät. Die schwedische Regisseurin Lisa Ohlin verfilmte das Buch bereits im vergangenen Jahr mit einer ganzen Reihe prominenter deutscher und schwedischer Darsteller sowie an Originalschauplätzen. Ihre gelungene, intensive Familienchronik, die einen herausragenden Jan Josef Liefers in einer Nebenrolle zeigt, startet nun in den deutschen Kinos. Weiter lesen »

StreetDance 2 3D Kritik

StreetDance-2-3DVor drei Jahren sorgte der britische Film „StreetDance 3D“ weltweit für Furore. Er war der weltweit erste in 3D produzierte Tanzfilm und entwickelte sich zu einem enormen internationalen Kassenerfolg. Auch hierzulande: In Deutschland lockte das Hip-Hop-Spektakel weit über eine halbe Millionen Zuschauer in die Kinos. „StreetDance 3D“ bot echte Schauwerte und sorgte dafür, dass die Zielgruppe das bekam, wonach sie verlangt: attraktive Darsteller, spektakuläre Tanzeinlagen und sogar den ein oder anderen gelungenen 3D-Effekt. Darüber hinaus verschaffte der Film einen spannenden Einblick in die britische Street-Dance-Szene. Hinsichtlich Inhalt, Art der Inszenierung und der darstellerischen Leistungen fiel der Film qualitativ jedoch deutlich ab. Letztlich präsentierte er dieselbe ästhetisch zwar ansprechende, inhaltlich jedoch fade Tanzfilm-Kost, wie sie bereits in den Filmen „Step Up“ (2006) und der Fortsetzung „Step Up to the Streets“ (2008) zu sehen war. Schon kurz nach dem großen kommerziellen Erfolg von „StreetDance 3D“ begannen die beiden Regisseure Max Giwa und Dania Pasquini mit den Planungen des zweiten Teils, der nun – nach mehrjähriger Produktionszeit – in den deutschen Kinos startet: erneut in 3D und nach derselben Rezeptur, die bereits Teils eins zum Erfolg werden ließ. Weiter lesen »

Safe House Kritik

Es war nicht immer so, dass man bei Denzel Washington an explosive und temporeiche Action-Filme denkt. Der zweifache Oscar-Preisträger machte sich zu Beginn seiner Hollywood-Karriere in erster Linie durch seine Rollen in Dramen und Literaturverfilmungen wie „Glory“ (1989), „Malcolm X“ (1992) und „Viel Lärm um Nichts“ (1993) einen Namen. Seit Mitte der 1990er-Jahre steht der Name Washington auch zunehmend für Action-Streifen. Dies ist Washingtons seit 1995 bestehender Zusammenarbeit mit dem Regisseur Tony Scott zu verdanken, mit dem er bis heute fünf Filme realisierte, darunter gelungene Werke wie „Mann unter Feuer“, „Die Entführung der Pelham 1-2-3“ oder zuletzt „Unstoppable“. In „Safe House“ spielt Washington nun erneut in einem Action-Thriller, der jedoch zu keinem Zeitpunkt an dessen frühere Filme in diesem Genre heranreicht. Vielleicht liegt es daran, dass der Regisseur diesmal nicht Tony Scott heißt. Weiter lesen »