Archive for S

Sing Street Kritik

sing street kritikDie irische Hauptstadt Dublin 1985: Der 14-jährige Conor wächst in schwierigen Verhältnissen auf: seine Eltern stehen kurz vor der Scheidung und aus finanzieller Not muss er die Schule wechseln. In seiner neuen Schule zieht er sich zurück und flüchtet mit Hilfe seines großen Bruders Brendon (Jack Reynor) in die Welt von New Wave und Pop. Insgeheim träumt er von der hübschen Raphina (Lucy Boynton), die er jeden Tag gegenüber der Schule stehen sieht. Da sie für ihn unerreichbar ist, denkt er sich etwas ganz besonderes aus, um ihr Herz für sich zu gewinnen: er bietet ihr an, in einem Musikvideo seiner Band mitzuspielen. Dass Brendon weder singen noch ein Instrument spielen kann, geschweige denn eine eigene Band hat, ahnt Raphina nicht. Damit sein ausgeklügelter Plan nicht scheitert, gründet er mit dem Multiinstrumentalisten Eamonn (Mark McKenna) sowie einigen Jungs aus der Umgebung, eine Indie-Pop-Band. Conor bleibt nicht viel Zeit, seine Fähigkeiten zu verbessern, da Raphina in ein paar Wochen nach London ziehen will. Weiter lesen »

Survival Game Kritik

mafia survival game KritikAuf den ersten Blick könnte man den Film Survival Game (Original: Mafiya: Igra na vyzhivanie) mit einem russischen Abklatsch von die Tribute von Panem verwechseln. Tatsächlich basiert der Film aber auf dem Gesellschaftsspiel „Mafia“ – auch bekannt als „Mord in Palermo“ oder „Die Werwölfe von Düsterwald“. Hierbei stehen sich 11 Spieler gegenüber, zwei davon befinden sich in der Mafia und können nach jedem Spielzug einen „unschuldigen“ Zivilisten töten. Alle Spieler wiederum können pro Runde einen Spieler bestimmen, der ihrer Meinung nach in der Mafia ist. Das Spiel ist genau dann zu Ende, wenn entweder nur noch die Mafia-Mitglieder übrig sind oder aber die beiden Mafia-Mitglieder von den anderen Mitspielern überführt wurde. Während beim lustigen Gesellschaftsspiel mit der Familie und Freunden den aus den Spiel entfernten Spielern kein Haar gekrümmt wird, geht es im Film wie der Name schon sagt, um das nackte Überleben. Im Gegenzug winkt den Gewinnern aber auch ein beachtliches Preisgeld. Immerhin wird das Spiel live übertragen und Tausende fiebern mit den Spielern an den Fernseh-Bildschirmen mit. Und da der Film diesen Monat auch auf DVD und Blu-ray erhältlich ist, kannst auch du einer dieser Zuschauer sein. Ob du dich auf einen spannenden Überlebensthriller mit fiesen Intrigen freuen kannst oder auf dich aber doch nur wieder langweiliger Einheitsbrei wartet, das erfährst du in der nachfolgenden Filmkritik. Weiter lesen »

Son of Saul Kritik

Son of Saul filmkritik

Das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Herbst 1944: Der ungarische Gefangene Saul Ausländer (Geza Röhrig) wird einem Sonderkommando aus jüdischen Gefangenen zugeteilt, das mit einer schrecklichen Aufgabe betraut wird: die Häftlinge sollen die Leichen der Personen, die vergast wurden, in den Krematorien verbrennen. Damit sollen sie bei der bestialischen Massenmord-Maschinerie indirekt zu Helfern gemacht werden und die Spuren des Völkermords beseitigen. Eines Tages meint er, unter den Menschen, die er auf Befehl des Lagerkommandos in die Gaskammer geleitet hat, seinen eigenen Sohn wiederzuerkennen. Der Junge überlebt die Kammer schwer verletzt, wird kurz darauf aber von einem Lagerarzt getötet. Saul gelingt es, den Leichnam des Jungen vor den Flammen zu retten. Sein Ziel: dem Toten ein Begräbnis nach jüdischer Glaubenstradition zu verschaffen. Ein gewagtes und vor allem gefährliches Vorhaben, denn die SS-Schergen überwachen das Sonderkommando genau. Weiter lesen »

Star Wars VII – Das Erwachen der Macht Filmkritik30 Jahre sind vergangen, seit die Rebellen den zweiten Todesstern des Galaktischen Imperiums über Endo zerstört haben. Mittlerweile ist aus der Asche der geschlagenen finsteren Macht etwas Neues erwachsen. Eine diktatorische Organisation, die mit Gewalt und Unterdrückung das Universum beherrschen will: die „Neue Ordnung“ unter Supreme Leader Snoke (Andy Serkis). Ihm dient der undurchschaubare Kylo Ren (Adam Driver), der mit seinen Sturmtruppen das einst von Darth Vader begonnene Werk zu Ende bringen will. Auf dem weit entfernten Wüstenplaneten Jakku macht die junge Schrottsammlerin Rey (Daisy Ridley) indes Bekanntschaft mit dem desertierten Ex-Stormtrooper Finn (John Boyega). Schon bald geraten die Beiden ins Visier der „Neuen Ordnung“, da sie mit dem Widerstand sympathisieren und sich gegen die Militärdiktatur stellen. Auf ihrer Flucht durch die Galaxie treffen sie auf die altehrwürdigen Rebellenhelden Han Solo (Harrison Ford) und Leia (Carrie Fisher). Weiter lesen »

Spy: Susan Cooper Undercover Kritik

 Spy: Susan Cooper Undercover FilmkritikSchon seit vielen Jahren arbeitet Susan Cooper (Melissa McCarthy) für die CIA. Allerdings nicht an vorderster Front bei heiklen Aufträgen überall auf der Welt, sondern lediglich hinter dem Büro-Schreibtisch. Akten und Telefonate statt Verfolgungsjagden und Schusswechsel. Als jedoch zweit Top-Agenten (Jude Law, Jason Statham) der Behörde durch dumme Zufälle ausfallen, ist das Können der wohl genährten, schlagfertigen Susan gefragt: Sie wird in einem spontanen Crash-Kurs zur Spionin ausgebildet, nachdem sie sich bei der Suche nach möglichem Ersatz für die beiden Ausfälle, freiwillig gemeldet hat. Ihr schwieriger Auftrag: das Auffinden einer versteckten Bombe, deren Explosion viele Unschuldige in den Tod reißen würde. Getarnt als alleinerziehende Mutter aus dem US-Bundesstaat Iowa, begibt sie sich auf ihren ersten Einsatz. Ist sie den Anforderungen eines Top-Agenten gewachsen? Weiter lesen »

St. Vincent Kritik

St. Vincent filmkritikOliver (Jaedem Lieberher) ist 12 Jahre alt und hat es mit seiner alleinerziehenden Mutter Maggie (Melissa McCarthy) nicht immer ganz leicht. Das Geld ist knapp und die Arbeit nimmt zu viel Raum ein. Für die Beiden soll mit einem Umzug in ein neues Haus nach Brooklyn alles besser werden. Doch erst mal ändert sich nichts: Aufgrund der Überstunden, die Maggie schieben muss, bittet sie ihren Nachbarn Vincent (Bill Murray), ein Auge auf den kleinen Jungen zu werfen. Was Maggie jedoch nicht weiß: Sie gibt ihren Sohn in die Obhut eines verbitterten, bärbeißigen Vietnam-Veteranen, der mit dem Tod seiner Frau vor vielen Jahren immer noch nicht klar kommt. Alkohol, Tabak und Glücksspiel bestimmen den Alltag des Rentners. Und so findet sich Oliver bald in Striplokalen, verranzten Kneipen und auf der Rennbahn wieder – natürlich immer in Begleitung von Vincent, der Maggie schließlich Versprochen hat, auf den Jungen aufzupassen. Allmählich entwickelt sich zwischen den Beiden eine ganz besondere Vater-Sohn-Beziehung. Weiter lesen »

Serena Kritik

Serena FilmkritikDer mittlere Westen der USA, 1929: Es ist die Zeit der großen Wirtschaftskrise. In diesen Wirren zieht das Ehepaar Serena (Jennifer Lanwrence) und George Pemberton (Bradley Cooper) von der Metropole Boston in die beschaulichen Berge der Appalachen nach North Carolina. Die Beiden planen, dort in das Holzgeschäft einzusteigen. Dabei muss sich Serena schon von Beginn an gegen Vorurteile der Einheimischen zur Wehr setzen, die der feinen Dame das Leben und Überleben in der rauen Natur nicht zutrauen. Doch zur Überraschung aller schlägt sich Serena sehr gut und schon bald packt sie mit an bei der Arbeit im Wald, kommandiert die Arbeiter und rettet ihrem Mann sogar das Leben. Die euphorische Stimmung schlägt jedoch um, als Serena erfährt, dass sie keine Kinder bekommen kann. Die Verbitterung und der Hass darüber richten sich vor allem gegen Georges unehelichen Sohn und die Mutter. Weiter lesen »

Sex Tape Kritik

Sex TapeDie leidenschaftlichen Zeiten in der Ehe von Jay (Jason Segel) und Annie (Cameron Diaz) liegen bereits lange zurück. Nach zehn Jahren Ehe und zwei Kindern liegt das Sex-Leben brach. Um frischen Wind in selbiges zu bringen, kommen die Beiden auf eine scheinbar brillante Idee: Um das Liebens-Feuer wieder zu entfachen, müsste doch eigentlich ein privater Porno helfen, den die Zwei von sich drehen wollen. Und tatsächlich: das dreistündige Schäferstündchen sorgt für Lust und Leidenschaft, an dem Beide großen Spaß haben. Dumm nur, dass das Video davon durch einen unglücklichen Zufall bald auf die iPads von Freunden, Verwandten und sogar Annies Chef gelangt. Eine abenteuerliche Odyssee auf der Jagd nach dem Video nimmt ihren Anfang. Weiter lesen »

Snowpiercer Kritik

SnowpiercerWir schreiben das Jahr 2031: Vor 17 Jahren scheiterte der Versuch, die globale Erwärmung aufzuhalten, katastrophal. Seitdem herrscht eine neue Eiszeit auf der Erde, die beinahe alles Leben ausgelöscht und unter Eisemassen begraben hat. Die wenigen Menschen, die die Katastrophe überlebt haben, sitzen im “Snowpiercer” fest, einem riesigen Zug, der auf einem gigantischen weltweiten Schienennetz pausenlos seine Runden dreht. Die Insassen leben in einer Art Mikrogesellschaft, die strikt in unterschiedliche Klassen unterteilt ist. Ganz vorne sitzt der mächtige, diktatorische Industrietycoon Wilford (Ed Harris), der den Zug fährt. Die Bewohner der letzten Waggons gehören der untersten Schicht an, die von den oberen Kasten unterdrückt wird. Unter der Führung des mutigen Curtis (Chris Evans), plant die “Unterschicht” den Aufstand gegen Wilford und seine Schergen. Weiter lesen »

In der Dokumentation „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ macht sich Dokumentarfilmer Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Denn obwohl er einen guten Job und eine wunderbare Familie hat, merkte er in den letzten Jahren das etwas mit ihm nicht stimmte – er hatte keine Zeit. Dabei beschäftigt die Zeit den Menschen bereits seit den alten Griechen. Schon Aristoteles meinte: „Die Zeit ist das Unbekannteste aller unbekannten Dinge“. Nach tausenden Büchern zum Zeitmanagement und wahrscheinlich noch unzähligen Vorträgen mehr dazu, versucht sich nun also Opitz der Zeit auf die Spur zu kommen. Weiter lesen »