Als 1989 die Produktion des Thrillers „Sea of Love“ begann, war es bereits vier Jahre her, dass Charakterdarsteller Al Pacino in einem Film als Hauptdarsteller mitwirkte („Revolution“, 1985). In den 1980er-Jahren drehte Pacino gerade einmal eine handvoll Filme und der Ruhm der für ihn glorreichen Siebziger Jahre (z.B.„Der Pate“, „Serpico“) schien vorbei. Erst seine Darstellung eines abgewrackten Großstadtcops in „Sea of Love“ rehabilitierte ihn. Regisseur Harold Becker galt zu diesem Zeitpunkt als unerfahrener Regisseur, „Sea of Love“ verhalf auch ihm letztlich zum Karriereschub. In der Folge machte sich Becker als Regisseur von Filmen wie „Malice“ (1993), „City Hall“ (1996) oder „Das Mercury Puzzle“ (1998) einen Namen als Thriller-Spezialist. Weiter lesen »
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Mit „Schatten der Wahrheit“ nahm sich Erfolgsregisseur Robert Zemeckis zum ersten Mal des Genres „Thriller“ an. Durch Filme wie den Abenteuer-Klassiker „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ (1984), die „Zurück in die Zukunft“-Reihe (1985-1990) oder das Erfolgs-Drama „Forrest Gump“ (1994) entwickelte sich Zemeckis seit den 1980er-Jahren zu einem der erfolgreichsten Filmemacher der Traumfabrik. Seine Spezialität sind massenkompatible Unterhaltungsfilme für jedes Alter. Er beherrscht nicht nur den Blockbuster für die breite Masse, sondern beweist seit jeher auch sein Gespür für gesellschaftskritische Untertöne („Der Tod steht ihr gut“, 1992) und für Fragen wie Sinn, Herkunft und Ziel des menschlichen Daseins, die er filmisch zu beantworten versucht („Contact“, 1997). Weiter lesen »
In den vergangenen Jahren machte Jake Gyllenhaal nicht gerade mit großen schauspielerischen Leistungen oder kommerziell erfolgreichen Blockbustern von sich reden – einmal abgesehen vom letztjährigen „Prince of Persia“, der sich zwar zu einem Kassenhit entwickelte, in dem Gyllenhaal aber letztlich reichlich blass blieb. Mit „Source Code“ sollte ihm nun die Rehabilitation gelingen: In dem spannenden Zeitreise-Thriller von Regisseur Duncan Jones („Moon“) zeigt Gyllenhaal die beste Leistung seit seiner Darstellung eines schwulen Cowboys in „Brokeback Mountain“. Das dem Film „Source Code“ zugrunde liegende Drehbuch von Ben Ripley („Species III“) geisterte eine ganze Zeit lang durch Hollywood, ehe Gyllenhaal auf die intelligente Story aufmerksam wurde und schließlich Duncan Jones dafür begeistern konnte. Jones’ Science-Fiction-Drama „Moon“ gewann 2010 eine ganze Reihe bedeutender Filmpreise und prädestinierte ihn damit für die Verfilmung von Ripleys Drehbuch. Weiter lesen »
Im Jahre 1996 gelingt Wes Craven mit dem ersten Film seiner Horrorfilm-Reihe „Scream“ eine Wiedergeburt des Slasher-Films, ein zu diesem Zeitpunkt totgeglaubtes Subgenre des Horrorfilms, das vor allem in den spätern 70er- und 80-Jahren seinen (kommerziellen) Höhepunkt erlebt. Kommerziell ausgerichtete und am Massengeschmack orientierte Filme wie „Halloween“ (1978), „Freitag der 13.“ (1980) oder „Poltergeist“ (1982) werden Welterfolge und ziehen eine ganze Reihe an Fortsetzungen nach sich. Wes Craven inszeniert 1984 mit „Nightmare on Elm Street“ um den sadistischen Serienkiller Freddy Krueger einen der bekanntesten Filme dieses Genres und steuert damit seinen eigenen Beitrag zur Welle der Teenie-Horrorfilme bei. Auch die „Nightmare“-Reihe besteht mittlerweile aus der Vielzahl an Filmen, insgesamt acht Teile sollten dem Erstling von Craven bis heute folgen (erst im vergangenen Jahr kam ein von Michael Bay produziertes Remake des Originals in die Kinos). Die „Scream“-Serie ist noch längst nicht bei neun Teilen angekommen, sorgt 1996 aber für einen Boom des blutigen Mainstream-Slasher-Films („Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“ und „Düstere Legenden“ folgen) und entstaubt damit ein in die Jahre gekommenes Genre. Weiter lesen »
Drei bedrohlich dreinblickende Männer in langen Staubmänteln betreten eine vereinsamte Bahnstation inmitten der Einöde der amerikanischen Wüste. Sie warten dort auf jemanden. Lange passiert nichts. Die Kamera zeigt in langen Einstellungen die verschwitzen Gesichter der drei Männer. Im Hintergrund hört man ein quietschendes Windrad, einer der drei Männer vertreibt sich die Zeit mir einer Fliege. Dann kommt der Zug an. Allem Anschein steigt jedoch niemand aus. Der Zug fährt wieder ab. Das Geräusch des Zuges verschwindet langsam und wird immer leiser, die Männer ziehen wieder ab. Dann plötzlich hören sie eine Melodie. Eine Mundharmonika. Ein Mann auf der anderen Seite der Schienen spielt sie. Es kommt zu einem kurzen Gespräch. „Habt ihr ein Pferd für mich?“, fragt der geheimnisvolle Fremde. Einer der drei Männer antwortet: „Wenn ich mich so umsehe, dann sind nur drei da. Sollten wir denn tatsächlich eins vergessen haben?“ Die Antwort des Fremden: „Ihr habt zwei zuviel.“ Dann ein Schusswechsel. Der Beginn der mythischen Pferde-Oper „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Sergio Leone, der berühmteste aller Italo-Western. Weiter lesen »
Comicverfilmungen machten Zack Snyder zu einem der begehrtesten und erfolgreichsten Hollywood-Regisseure. Vor allem sein Heldenepos „300“ katapultierte ihn an die Spitze der Crème de la Crème der Traumfabrik und ließ ihm bei der Auswahl seiner nächsten Projekte freie Hand. Nach dem kommerziell enttäuschenden „Legende der Wächter“ möchte der in Wisconsin geborene US-Amerikaner zurück auf die Erfolgsspur finden. „Sucker Punch“ heißt sein ziemlich eindeutig betitelter neuer Film, dessen Trailer bereits die Richtung vorgab: Action, schöne Darsteller und natürlich surreale Bilderwelten. Ob der Film auch inhaltlich überzeugen kann, erfahrt ihr in dieser umwerfenden Rezension! Weiter lesen »

Dem Horrorgenre liegt meist ein gewisser konservativer Grundgedanke inne. Die Welt, so scheint es, ist nur dann in Ordnung, wenn das Leben seine gewohnten Wege geht. Doch alsbald sich Änderungen ergeben, ist Feuer am Dach! Dies mag bei außerirdischen Monstern, Zombies oder Serienkillern noch schlüssig erscheinen. Aber gerade das Subgenre der psychologischen oder okkulten Thriller spielt mit religiösen Werten und Vorurteilen, die mitunter unangenehm wirken.
Der von Måns Mårlind und Björn Stein inszenierte Thriller „Shelter“ reiht sich in die Riege zahlreicher ähnlich gelagerter Stoffe ein. Ob er zu überzeugen vermag, erfahrt ihr in nachfolgender Kritik, die auch von Atheisten ruhigen Gewissens gelesen werden kann. Weiter lesen »
An das Jahr 2007 hat das Regieduo Greg und Colin Strause keine allzu guten Erinnerungen. Ihr als Blockbuster konzipiertes Leinwanddebüt „Aliens vs. Predator 2“ wurde von der Kritik verrissen und vom Publikum weitgehend verschmäht. Kein anderer Film der „Alien“-Reihe spielte weniger ein und wurde gleichzeitig mit mehr Hohn und Spott bedacht. Drei Jahre später wollen es die Special-Effects-Profis (unter anderem Mitarbeit an „300“, „The Day After Tomorrow“ und „X-Men“) erheblich besser machen, wobei sie dem Genre treu bleiben. „Skyline“ handelt von einer Invasion Außerirdischer, was bereits im Vorfeld für Skepsis sorgte. Kann man diesem zigfach verfilmten Thema überhaupt noch eine neue Facette abgewinnen? Und gibt es eine Karriere nach „Aliens vs. Predator 2“? Weiter lesen »
Das nächste James-Bond-Abenteuer lässt auf sich warten, Tom Cruise ging mit „Knight and Day“ unfreiwillig baden, die einstigen Actionheroen Schwarzenegger oder Steven Seagal sind in die Politik oder in Direct-to-Video-Produktionen entschwunden und Nicolas Cage hat dem Genre längst entsagt und tritt lieber in merkwürdigen Mysteryfilmchen auf. Kurzum: Actionfans hatten schon mehr zu lachen, als in diesen filmisch verweichlichten Zeiten.
Da trifft ein Film wie „Salt“ mitten ins Mark des geneigten Zuschauers. Und ausgerechnet Angelina Jolie tritt zur Rettung des in Hollywood schwer abgesagten Genres an. Dabei war es nur Zufall, dass Brad Pitts bessere Hälfte die Hauptrolle übernommen hatte, denn ursprünglich hätte Tom Cruise ihren Part spielen sollen. Ob sich der Rollentausch nicht nur für Jolie, sondern auch für den Zuschauer lohnte, wird in nachfolgender gepfefferter Kritik verraten. Weiter lesen »
Science-Fiction-Filme über Roboter, Androiden oder Cyborgs gibt es mittlerweile wie lügende Politiker. John Mostows erster Streifen nach mehrjähriger Pause beleuchtet die Hass-Liebe des Menschen zu künstlichen Gegenstücken von einer weniger prominenten Seite: In „Surrogates“ dienen die Roboter als ferngesteuertes Werkzeug das seinen Besitzern erlaubt, geheimste Wünsche und Sehnsüchte folgenlos ausleben zu können.
Was nach einer erstrebenswerten Utopie klingt, wendet sich durchaus traditionell gegen die Schöpfer und endet in einer die gesamte Menschheit bedrohenden Verschwörung. Nur einer kann die Zivilisation noch retten: Bruce Willis.
Ob John Mostow nach dem eher misslungenen „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ seine eigene Regiekarriere retten kann, wird nachfolgend erläutert. Natürlich handgeschrieben von eurem Filmkritiker! Oder stammen die folgenden Zeilen doch von einem Avatar? Wer weiß, wer weiß … Weiter lesen »