„Robin Hood – Der König der Diebe“ gilt heute – 20 Jahren nach seinem Entstehen – zweifelsfrei als Klassiker des modernen Abenteuer-Kinos. Auf höchst unterhaltsame Art verbindet der Film realistisch inszenierte, rasante Action und überzeugende schauspielerische Leistungen mit leisem Humor und gezielt eingesetzter Ironie. Insofern kann „Robin Hood“ heute auch als Vorreiter vieler monumentaler Historien- und Abenteuerfilme angesehen werden, die in den darauffolgenden Jahren auf ähnliche Weise versuchten, historische Stoffe mit Popcorn-Unterhaltung zu verbinden, so z.B. „Alexander“ (2003) oder „Troja“ (2004). Regisseur Kevin Reynolds gelang es mit seinem Film, die legendären, beliebten Abenteuer rund um Robin Hood zu entstauben und in einer modernen, dem Massengeschmack angepassten Neuverfilmung ein Millionenpublikum für den Mythos neu zu begeistern. Weiter lesen »
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„Rocky meets Transformers“ – mit einer Mischung aus Sport-Drama und CGI-Popcorn-Kino versucht das produzierende Filmstudio Dreamworks, das Beste aus beiden Filmen zu verbinden. Schon jetzt steht fest: Die Chancen für Shawn Levys Science Fiction-Drama, ein Kassenknüller zu werden, stehen reichlich gut. Levy und sein Team liefern das, was in erster Linie männliche Zuschauer beim Gang ins Kino erwarten: knallharte Action, realistische Fights und bestechende Computer-Effekte. Neben all der Action und den glänzend choreographierten Kämpfen bietet „Real Steel“ darüber hinaus einen Vater-Sohn-Konflikt, der als eigentlicher Kern der Handlung der Story emotionale Tiefe verleiht. Dies ist der zweitbeste Grund, weshalb der Film wohl nicht nur für Männer von Interesse sein dürfte. Der erstbeste: Hugh Jackmann. Weiter lesen »
Regisseurin Catherine Hardwicke sorgt 2008 mit ihrer Verfilmung des ersten Romans der „Twilight“-Reihe von Stephenie Meyer, „Biss zum Morgengrauen“, für einen weltweiten Boom des Genres Vampirfilm, teenie-gerecht und mainstream-kompatibel als Fantasy-Liebes-Schmonzette umgesetzt. Keine andere Regisseurin in Hollywood konnte mit einem Film an den Kinokassen mehr einspielen als Hardwicke mit „Twilight“. Der Vampirfilm-Virus grassiert bis heute und zieht allen voran die weiblichen Teenager in ihren Bann. Die logische Konsequenz: Zwei weitere, überaus erfolgreiche Verfilmungen („New Moon“, „Eclipse“) folgten und Vampir-Serien wie „True Blood“ oder „Vampire Diaries“ erzielen mit ihrer Mischung aus Horror- und Fantasy-Elementen auf der einen und Liebesfilm-Motiven auf der anderen Seite die höchsten Einschaltquoten. Mit welchen filmischen Zutaten Hardwicke diesen Erfolg erreichen konnte? Man nehme ein wenig Herzschmerz, eine ordentliche Portion Fantasy und hübsch anzusehende Hauptdarsteller, denen die Teenie-Herzen reihenweise zufliegen, und fertig ist der weltweite Bestseller. Einen erfolgreichen Blockbuster ähnlichen Kalibers möchte Hardwicke nun auch mit ihrer Verfilmung des klassischen Grimmschen Märchenstoffs von Rotkäppchen und dem bösen Wolf landen. „Red Riding Hood“ ist ihr erster Film seit „Twilight“. Weiter lesen »

Mit Geysiren und Vulkanen ist die isländische Insel reichlich gesegnet. Erst 2010 beglückte der Vulkan Eyjafjallajökull Resteuropa mit einem charmanten Ausbruch, der zumindest für ein paar Tage angenehme Weltuntergangsszenarien ermöglichte, ehe sich die Aschewolken wieder verdünnisierten. Im Filmbereich konnte sich Island bislang international jedoch nicht behaupten.
2009 schickte sich deshalb Júlíus Kemp an, die Welt mit dem ersten isländischen Horrorfilm zu überraschen. „Reykjavik Whale Watching Massacre” lief folglich als Uni- wie auch Kuriosum auf diversen Festivals und sorgte für gemischte Rezensionen. Ob sich das Slasher-Movie als sehenswert entpuppt oder es doch spannender wäre, eineinhalb Stunden lang Walen beim Planschen zuzugucken, erfahrt ihr in nachfolgender Kritik. Weiter lesen »
Die Zombies kehren in 3D zurück und haben immer noch Appetit auf Menschenfleisch. Grund genug für Milla Jovovich, den unartigen Jungs liebevoll den Kopf wegzupusten. „Resident Evil: Afterlife“ – immerhin bereits Teil 4 der Serie – springt auf den fahrenden Zug des 3D-Trends auf und präsentiert Wurfgeschosse und platzende Schädeldecken hautnah wie nie zuvor. Mahlzeit!
Nach den beiden vorangegangenen, äußerst dürftigen Sequels begibt sich Paul W. S. Anderson in die Dritte Dimension. Aber reicht das, um der Serie den längst nötigen frischen Schwung zu verleihen? Weiter lesen »
Wer kennt ihn nicht, jenen verwegenen Helden in Strumpfhosen, stets Pfeil und Bogen mit sich führend, einen kecken Spruch auf den Lippen, Liebling der Unterdrückten und der Frauen? Und wer hegt nicht zumindest heimlich Sympathien für seinen Kampf gegen Ungerechtigkeiten und Ausbeutung? Robin Hood zählt neben Dracula zu den wohl am öftesten verfilmten Heldenstoffen. Gleich dem weniger sympathischen Blutsauger aus Transsylvanien tendieren die Fakten hinter dem modernen Mythos gegen Null. Einerlei: Ob in Stummfilmversionen oder Mel-Brooks-Adaptionen, ob von Errol Flynn oder Kevin Costner verkörpert – Robin Hood zieht immer! Schließlich ist alleine sein Name weltweit bekannt.
Als sich die englische Regielegende Ridley Scott einer Neuverfilmung annahm, war die Skepsis groß: Würde es dem mittlerweile geadelten Schöpfer bizarrer Welten à la „Blade Runner“ gelingen, dem Stoff irgendetwas Neues abgewinnen zu können? Oder würde sich seine Version letztendlich nur als weitere nette, aber belanglose Verfilmung in die Riege ähnlicher Projekte einreihen? Nun denn, lasset das Turnier um die Gunst der Zuschauer beginnen! Weiter lesen »
Altbackene Storys neu aufzuwärmen ist nicht erst seit wenigen Jahren eine Spezialität im Filmgeschäft. Bereits von Anbeginn weg setzten Filmemacher auf eine Wiederholung beliebter und somit umsatzträchtiger Stoffe. Dem kann sich kein Genre verschließen, schon gar nicht das nicht gerade für originelle Plots bekannte Actiongenre.
„Ring of Death“ ist eine weitere Variation der sattsam bekannten Story vom gebrochenen Ex-Cop, der einen extrem gefährlichen Undercover-Job annimmt, um beruflich und privat wieder auf die Beine zu kommen. Ob der fürs US-Fernsehen produzierte Actionreißer dennoch zu unterhalten weiß oder schlichtweg ungenießbar ist, erfahrt ihr in folgender bissfester Kritik. Weiter lesen »
Der 21. abendfüllende Disney-Film bediente sich, wie so oft, einer alten Legende. In diesem Fall jener des englischen Adeligen Robin Hood, der sich im Sherwood Forest dem Kampf gegen den ausbeuterischen König John verschrieben hat.
Die Schwierigkeit bei dieser Vorlage lag natürlich darin, ihn halbwegs adäquat umzusetzen und sich dennoch von den unzähligen anderen Filmadaptionen abzuheben. Kein leichtes Unterfangen, handelt es sich doch um einen der meistverfilmten Stoffe überhaupt. Weiter lesen »

Nach Betrachten des Nachschlags zu Das Schweigen der Lämmer sowie “Hannibal” muss die Frage gestattet sein, ob dieses Remake wirklich notwendig war.
Das Schweigen der Lämmer brachte nicht nur massig Geld in die Kino- und Produzentenkassen, sondern begeisterte auch die Filmkritik und schaffte das Kunststück, als Thriller zu (absolut verdienten) Oscarehren zu gelangen.
Acht Jahre später verstummte das Lämmer-Schweigen und wich dem Hohngelächter der Kritiker, als Ridley Scotts “Hannibal” in globaler Einmut abgewatscht wurde. Finanziell war der Film jedoch noch erfolgreicher als sein Vorgänger. Klar, dass jede noch so abstruse Chance zur Fortsetzung genutzt wird. Weiter lesen »
Rachels Hochzeit ist kein typisch amerikanischer Familienfilm. Anne Hathaway spielt Kim, die drogensüchtige Schwester von Rachel, die anlässlich der bevorstehenden Hochzeit von ihrem Vater und dessen Frau aus der Psychiatrie abgeholt wird, um bei Rachels Hochzeit dabei zu sein. Bereits auf der Autofahrt ins elterliche Haus merkt man, dass in dieser Familie alles andere als Harmonie herrscht. Zu Hause dreht sich zwar alles um die Hochzeitsvorbereitungen, jedoch zerstört Rachels Schwester immer wieder die gute und ausgelassene Stimmung indem sie scheinbar von allen verdrängte, dunkle Geschehnisse aus der Vergangenheit wieder ausspricht und ihre Drogensüchtigkeit offen zum Thema macht. Weiter lesen »