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Ohne Rast Ohne Eile Filmvorstellung

Schon mit ein wenig stolz kann ich sagen, dass filme-welt.com von Anfang an, beim Espejo-Projekt der Kameradisten mit dabei war. Im Dezember 2012 lief eine Crowdfunding-Kampagne für den Nachfolgerfilm zu „Sachamanta“, ebenfalls von den Kameradisten. In diesem Dokumentarfilm zeigten sie, wie sich die argentinischen Campesinos (Kleinbauern) sich gegen den von der Regierung unterstützen Landraub durch große Unternehmen zu Wehr setzten. Mit den einfachsten Mittel und selbst errichteten UKW-Radiostationen koordinierten sie die Proteste und konnten sich damit gegen die Eindringlinge in ihrer Welt durchsetzen. Mit dem Espejo-Projekt wollten die Macher des Films nun jene Dokumentation zurück an die Wirkungsstätte bringen, damit auch die Menschen ihn sehen können, deren Geschichte er erzählt. Dies ist ihnen auch gelungen und neben Sachmanta entstand zusätzlich der Kurzfilm „Tincunacuy“ und der neue eigenständige Kinofilm „Ohne Rast. Ohne Eile.“ Getauft wurde dieses Dreigespann inoffiziell auf „Monte Trilogie“. Nachfolgend möchte ich das Projekt weiter vorstellen. Weiter lesen »

Mea Culpa filmkritikDer kleine Théo (Max Baissette de Malglaive) ist zur falschen Zeit am falschen Ort: er beobachtet eine Gruppe von brutalen, glatzköpfigen Gangstern beim Mord an einem Mann. Unglücklicherweise bemerken die Gangster Théo, dem jedoch knapp die Flucht gelingt. Es beginnt fortan eine wilde Hetzjagd durch die französische Hafenstadt Toulon, an deren Ende das Ziel steht, Théo, den einzigen Zeugen der Tat, zu liquidieren. Zum Glück gibt es da noch Théos Vater Simon (Vincent Lindon), ein Ex-Cop, der nach einem von ihm verschuldeten Unfall seinen Job verloren hat und jetzt als schlecht bezahlter Security-Mitarbeiter arbeitet. Da ihm aber die Sicherheit seiner Familie am wichtigsten ist, nimmt Simon die Angelegenheit selbst in die Hand: Gemeinsam mit seinem Ex-Partner Franck (Gilles Lellouche), der gerne auf unkonventionelle Methoden zurückgreift, macht er sich auf die Suche nach den Gangstern. Weiter lesen »

Monuments Men Kritik

Monuments Men KritikDer Zweite Weltkrieg neigt sich seinem Ende entgegen und Hitlers Truppen werden an allen Fronten immer weiter zurückgedrängt. Da erlässt der Führer den Befehl, dass keinerlei Kunstwerke in Feindeshand fallen sollen und daher nicht zurückgelassen werden dürfen. Alles, was nicht mitgenommen werden kann, soll zerstört werden. Diese Bedrohung wertvoller Gemälde und Kunstschätze ruft den Kunsthistoriker Frank Stokes (George Clooney) auf den Plan. Um die Zerstörung dieser historischen Kunstwerke zu verhindern, wird er gemeinsam mit seinem Freund James Granger (Matt Damon) und weiteren Kunstexperten an die Westfront geschickt. Seitens der Armee wird der “Spezialeinheit” hauptsächlich Unverständnis entgegen gebracht und die Männer müssen sich ihren Respekt erst hart erkämpfen. Das ist leichter gesagt als getan, verstehen sie von Kunst doch weitaus mehr als von Kriegsführung. Weiter lesen »

Metallica – Through the Never Kritik

Metallica – Through the Never KritikDer junge Trip (Dane DeHaan) arbeitet als Roadie für die größte Metal-Band der Welt: Metallica. Vor ausverkauftem Haus spielen die vier Musiker auf einer riesigen, aus lauter Bildschirmen bestehenden Bühne ihre bekanntesten Songs. Schon kurz nachdem Trip am Veranstaltungsort angekommen ist, schickt ihn der Tourmanager (Mackenzie Gray) der Band auch schon wieder fort, beauftragt mit einer geheimnisvollen Aufgabe. Er soll einen wichtigen Gegenstand für die Band abholen, der sich in einer Tasche am anderen Ende der Stadt befindet. Die scheinbar einfache Aufgabe erweist sich schon bald als äußerst gefährlich und mystreriös. Auf seinem Weg quer durch die Stadt, wird Trip nicht nur angefahren, er befindet er sich auch bald inmitten von Straßenkämpfen zwischen vermummten Gestalten und der Polizei und wird von einem maskierten Reiter verfolgt. Während Trip ein waghalsiges Abenteuer durchlebt, rocken Metallica mit einem fulminanten Konzert die riesige Konzert-Arena. Weiter lesen »

Mr. Morgan’s Last Love Kritik

Mr-Morgans-Last-LoveFast vier Jahre ist es nun her, dass der pensionierte Professor Matthew Morgan (Michael Caine) seine geliebte Frau (Jane Alexander) verloren hat. Seitdem vegetiert Morgan vor sich hin und kämpft sich Tag für Tag aufs Neue durch sein Leben, das nur noch von Trauer und Ereignislosigkeit geprägt ist – stets gefangen in den Erinnerungen an die tote Frau, die so sehr schmerzen. Auf einer Busfahrt stolpert er geradezu in die junge, lebensfrohe Französin Pauline (Clémence Poésy), eine Tanzlehrerin, die ihn mit ihrer positiven Art bald aus seiner Lethargie herausreißt. Pauline hat vor Jahren ihre Eltern bei einem Autounfall verloren. Seither hat sie sich nie wirklich bei jemandem geborgen gefühlt. Der alte Witwer und die hübsche Französin verbringen eine kurze, aber intensive Zeit miteinander, die beider Leben verändert. Jedoch muss die lebenslustige Pauline bald erfahren, dass Matthew seit dem Tod seiner Frau kaum mehr Kontakt zu seinen beiden Kindern hat. Als diese nach einem gescheiterten Selbstmordversuch von Matthew nach Paris kommen, versucht Pauline, die schwierige Beziehung zwischen Matthew und seinem Sohn Miles (Justin Kirk) wieder in Ordnung zu bringen – zunächst vergebens. Weiter lesen »

Mama Kritik

mamaDie flippige Punkrockerin Annabel Jones (Jessica Chastain) lebt mit dem Comiczeichner Lucas Desanges (Nikolaj Coster-Waldau) in einer glücklichen Beziehung. Für ein spießiges Familienleben mit Hund und Kindern sind sie aber beide noch nicht bereit. Umso plötzlicher und unvorbereiteter trifft sie die Nachricht, dass man Lucas’ kleine Nichten Victoria (Megan Charpentier) und Lilly (Isabelle Nélisse) in einer verlassenen Waldhütte entdeckt hat, in der sie fünf Jahre lang gelebt haben. Einst tötete ihr Vater Jeffrey (Nikolaj Coster-Waldau in einer Doppelrolle) auf bestialische Weise ihre Mutter, bevor er dann auf mysteriöse Weise selbst ums Leben kam. Kurz nach diesen unheimlichen Vorfällen verschwanden auch die beiden kleinen Mädchen, die nun von Annabel und Lucas aufgenommen werden. Die Mädchen sind sehr scheu und ängstlich und es stellt sich bald heraus, dass sie von einer unheilvollen Kreatur verfolgt werden, die sie Mama nennen. Und diese „Mama“ kann sehr zornig reagieren, wenn ihren Kindern jemand zu nahe kommt. Und somit befinden sich bald auch Annabel und Lucas in großer Gefahr. Weiter lesen »

„Merida – Legende der Highlands“ ist der mittlerweile 13. abendfüllende Animationsfilm aus dem Hause Pixar, jener Trickschmiede, die mit „Ratatouille“ (2007) und „Wall-E“ (2008) zwei der besten computeranimierten Filme des vergangenen Jahrzehnts schuf. „Merida“, der dem im vergangenen Jahr verstorbenen Studio-Mitbegründer Steve Jobs gewidmet ist, überraschte schon vor dem Kinostart in zweierlei Hinsicht: „Merida“ ist der erste Film des Studios aus Kalifornien, in dem einer weiblichen Figur die Hauptrolle zukommt und das erste Pixar-Werk überhaupt, das auf einem Märchen basiert. Der Film erzählt von den Abenteuern einer jungen Prinzessin in den schottischen Highlands, die sich gegen ihre Mutter auflehnt und lieber ihrem Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung folgt anstatt sich zwangsverheiraten zu lassen. Weiter lesen »

Der amerikanische Künstler Mark Lombardi wurde durch seine handgezeichneten Bilder berühmt, in denen er die globalen Verstrickungen und Zusammenhänge zwischen Politik, Wirtschaft und Terrorismus visualisierte. Seine detaillierten, großformatigen Diagramme legten durch ein ausgeklügeltes Pfeilsystem die gegenseitigen Einflüsse von Finanzwelt und Politik offen. Lombardi stellte mit ihnen politische Machtstrukturen, Finanzintrigen und Skandale auf künstlerisch-ästhetische Weise dar. So schuf er z.B. Zeichnungen über die Verbindungen der Vatican Bank, Opus Dei, George W. Bush und der Bank of Credit and Commerce International. Die Basis für seine Werke stellten eine jahrelange intensive Recherchearbeit sowie unzählige Karteikarten dar, auf denen Lombardi die Ergebnisse seiner Recherchen akribisch festhielt und niederschrieb. Lombardis Werke enthielten dutzende Namen von Personen, Organisationen, Behörden oder politischen Parteien, deren Strukturen und Verflechtungen untereinander mit Hilfe von Pfeilen sichtbar wurden. Weiter lesen »

Nach dem kommerziellen Misserfolg der zweitklassigen Action-Komödie „Knight and Day“ (2010), stand Cruise zuletzt gehörig unter Druck. Der letzte Kassenerfolg lag mit „Operation Walküre“ (2008) schon lange zurück und durch seine peinlichen medialen Auftritte und den öffentlichen Liebesbekenntnissen zu Katie Holmes machte er sich in den vergangenen Jahren selbst zum wohl meistgehassten Mann Hollywoods. Mit dem vierten Teil der exakt auf Cruise und seine Leinwandwirkung zugeschnittenen Agenten-Action-Reihe „Mission: Impossible“ gelingt ihm nun jedoch ein überzeugendes Comeback. Sowohl Cruise als auch der Film an sich erfüllen diesmal die hohen Erwartungen und sollten dessen Karriere wieder in die gewohnt erfolgsverwöhnten Bahnen lenken. Weiter lesen »

Misery Kritik

Misery-KritikStephen King ist ein Phänomen. Er ist einer der meistgelesenen und erfolgreichsten Autoren der Gegenwart und hat bis heute über 400 Millionen Bücher verkauft. Auf sein Konto gehen bis heute über 40 Romane, dazu kommen noch etliche Kurzgeschichten, Essays, Kolumnen und Drehbücher. Ein Großteil seiner Romane lieferte die Vorlage für Kinofilme, Serien oder TV-Spielfilme. Dabei könnten die King-Verfilmungen in Sachen qualitativer filmischer Umsetzung und Adaption der Roman-Vorlagen unterschiedlicher nicht sein: Die Spanne reicht von katastrophalen Werken wie „Der Feuerteufel“ (1982) oder „Riding the bullet“ (2004) über belanglose da nur mittelmäßige Filme wie „Friedhof der Kuscheltiere“ (1989) und „Dreamcatcher“ (2002) bis hin zu Meisterwerken wie etwa „Carrie“ (1976), „Die Verurteilten“ (1994) und „The Green Mile“ von 1999. Nicht zu vergessen Kings Roman „Shining“, den Regie-Visionär Stanley Kubrick 1980 mit Jack Nicholson und Shelley Duvall meisterhaft verfilmte. Weiter lesen »