Archive for M

Nach dem kommerziellen Misserfolg der zweitklassigen Action-Komödie „Knight and Day“ (2010), stand Cruise zuletzt gehörig unter Druck. Der letzte Kassenerfolg lag mit „Operation Walküre“ (2008) schon lange zurück und durch seine peinlichen medialen Auftritte und den öffentlichen Liebesbekenntnissen zu Katie Holmes machte er sich in den vergangenen Jahren selbst zum wohl meistgehassten Mann Hollywoods. Mit dem vierten Teil der exakt auf Cruise und seine Leinwandwirkung zugeschnittenen Agenten-Action-Reihe „Mission: Impossible“ gelingt ihm nun jedoch ein überzeugendes Comeback. Sowohl Cruise als auch der Film an sich erfüllen diesmal die hohen Erwartungen und sollten dessen Karriere wieder in die gewohnt erfolgsverwöhnten Bahnen lenken. Weiter lesen »

Misery Kritik

Misery-KritikStephen King ist ein Phänomen. Er ist einer der meistgelesenen und erfolgreichsten Autoren der Gegenwart und hat bis heute über 400 Millionen Bücher verkauft. Auf sein Konto gehen bis heute über 40 Romane, dazu kommen noch etliche Kurzgeschichten, Essays, Kolumnen und Drehbücher. Ein Großteil seiner Romane lieferte die Vorlage für Kinofilme, Serien oder TV-Spielfilme. Dabei könnten die King-Verfilmungen in Sachen qualitativer filmischer Umsetzung und Adaption der Roman-Vorlagen unterschiedlicher nicht sein: Die Spanne reicht von katastrophalen Werken wie „Der Feuerteufel“ (1982) oder „Riding the bullet“ (2004) über belanglose da nur mittelmäßige Filme wie „Friedhof der Kuscheltiere“ (1989) und „Dreamcatcher“ (2002) bis hin zu Meisterwerken wie etwa „Carrie“ (1976), „Die Verurteilten“ (1994) und „The Green Mile“ von 1999. Nicht zu vergessen Kings Roman „Shining“, den Regie-Visionär Stanley Kubrick 1980 mit Jack Nicholson und Shelley Duvall meisterhaft verfilmte. Weiter lesen »

Moon Filmkritik

Moon Filmkritik

„Haben Sie schon mal den Mann im Mond geseh’n?“, fragte in den 1960er-Jahren Schlagersänger Gus Backus. Eine berechtigte Frage, die im Fall von Duncan Jones’ Science-Fiction-Film „Moon“ reichlich nüchtern beantwortet wird. Denn dieser Mann im Mond trägt erstens den banalen Namen Sam Bell und trägt zweitens ein unauffälliges Gesicht zur Schau. Kurzum: Mit abenteuerlustigen Entdeckern hat Sam freilich ohnehin nichts am Hut. Seine Aufgabe besteht lediglich darin, drei Jahre lang eine auf dem Mond befindliche Anlage in Gang zu halten.

Klingt öde und eher wie deutsches oder französisches Selbstfindungskino? Mitnichten! „Moon“ ist ein auf- und anregendes Abenteuer der stillen und nachdenklich stimmenden Art. Dass Regisseur Duncan Jones gleich mit seinem Debütfilm für hymnische Kritiken sorgen würde, dürfte wohl nicht nur ihn überrascht haben, sondern auch seinen – noch – ungleich bekannteren Vater, einen gewissen David Bowie … Weiter lesen »

Me too - Wer will schon normal sein? - Filmkritik
Filme über Behinderte sind oftmals Filme ohne Behinderte. Denn: Mit Vorliebe übernehmen „normale“ Schauspieler den Part der körperlich oder geistig beeinträchtigten Figuren und ernten auf diese Weise Anerkennung. Das ist zwar nicht besonders ehrlich, aber effizient. Das spanische Regie-Duo Antonio Naharro und Álvaro Pastor beschritt einen mutigeren Weg.

Der Hauptdarsteller ihres Filmes “Me too – Wer will schon normal sein?” hat tatsächlich das Down-Syndrom und verkörpert in dem Streifen mehr oder weniger sich selbst. Was nach schwermütigem Sozialdrama klingen mag, entpuppt sich jedoch als zwar ernsthafte, aber erfrischend positive Auseinandersetzung mit einem nach wie vor heiklen Thema. Weiter lesen »

Megamind Filmkritik

Megamind FilmkritikMegamäßig! So könnte man das Abschneiden der meisten computeranimierten Filme in den letzten Jahren bezeichnen. Selbst völlig misslungene Genre-Ramschware wie „Chicken Little“ spielt Unsummen an den Kinokassen und später via Zweitverwertung ein. Neben Pixar – mittlerweile dem Disney-Konzern zugehörig – spielt DreamWorks eine bedeutende Rolle am Markt für Computeranimationsfilme.

Allerdings hat das noch relativ junge Studio ein kleines Problem: Nach dem Ende der „Shrek“-Saga fehlt es an einer zugkräftigen Serie. Kann mit „Megamind“ ein neues Erfolgskapitel aufgeschlagen werden oder entpuppt sich der Streifen letztlich als Minimind? Weiter lesen »

Manos: The Hands of Fate

Manos: The Hands of Fate FilmkritikDieser sogenannte “Film” wurde 1966 mit einem Budget von selbst damals lächerlichen 19.000 $ gedreht. Der Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in einer Person hatte gewettet, dass er einen populären Horrorfilm mit einem extrem niedrigen Budget drehen könnte. Wette gewonnen.

Worum geht es nun in diesem berühmt-berüchtigten Film, der bei IMDB lange Zeit die unangefochtene Nummer eins der am niedrigsten bewerteten Filme stellte? Weiter lesen »

Maria, ihm schmeckt’s nicht!

Maria-ihm-schmecks-nicht-HauptplakatFilmadaptionen von Bestsellern sind so eine Sache: Sie heimsen Kritik ein, wenn sie zu nahe an der Vorlage sind, aber auch, wenn sie sich zu weit davon entfernen. Die Verfilmung von Jan Weilers weit über eine Million Mal verkauftem Erfolgsroman „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ heimste durchwegs positive Kritiken ein. Ob sich dahinter nur die weltberühmte deutsche Höflichkeit der Rezensenten verbirgt oder Neele Vollmars erste große Regiearbeit tatsächlich zu überzeugen weiß, soll nachfolgend erörtern werden.
In einer Kritik, die hoffentlich auch Maria mundet. Weiter lesen »

My Bloody Valentine 3D

My Bloody Valentine 3DRemakes bekannter Stoffe zählen in Hollywood bereits seit Jahren zu den beliebtesten Methoden, einen raschen Dollar oder Euro zu verdienen. Dabei ist es vor allem das Horrorgenre, welches – und dieser Kalauer muss sein – weidlich ausgeschlachtet wird.

Nun hat es auch einen der ersten Slasher-Filme erwischt: „My Bloody Valentine“, ein fieser, kleiner kanadischer Horrorsteifen aus 1981 erfuhr 2009 nicht nur ein Remake, sondern wurde sogar in 3D gedreht, was anscheinend Grund genug war, das Machwerk „My Bloody Valentine 3D“ zu nennen. Ob der ehemalige Cutter Patrick Lussier mit seinem ersten größeren Film beachtliche Arbeit leistete oder sich in die Riege der komplett vergurkten Remake-Lieferanten einreiht, wird diese in altmodischem 2D präsentierte Kritik verraten. Weiter lesen »

The Midnight Meat Train

The Midnight Meat Train FilmkritikAls 1984 Clive Barkers „Bücher des Blutes“ erschienen, verlor der bis dato oft streichelweiche Horror seine Unschuld. Wie ein Tornado wirbelten die grausigen, skurrilen, schwarzhumorigen Kurzgeschichten des Briten die Ordnung der Horrordinge durcheinander und ließen keinen Grabstein auf dem anderen. Umso stärker verwundert es, dass Verfilmungen seiner Werke bis heute Mangelware darstellen.
„The Midnight Meat Train“ wird an diesem Umstand wohl wenig ändern, denn der moderat budgetierte Horrorstreifen erwies sich als finanzieller Totalflop. Zu Recht oder zu Unrecht? Steigt ein in den Kritiker-Express und erfahrt es … falls ihr euch traut … Weiter lesen »

Monsters vs. Aliens

Monsters vs. Aliens Kritik
Computeranimierte Filme gelten neben Superheldencomic-Verfilmungen als die sichersten Leinwandhits. Zu Recht, denn die finanziellen Flops dieses Genres kann man an einer Hand abzählen. Vor allem DreamWorks und Pixar zählen seit jeher zu den großen Abräumern. Mit “Monsters vs. Aliens” schickt DreamWorks den nächsten vorprogrammierten Blockbuster ins Rennen. Wer den Kampf positive vs. negative Filmkritik gewinnen wird, könnt ihr nachfolgend ergründen. Weiter lesen »