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Life of Pi Kritik

Life of PiIn Montreal will ein namenlos bleibender Autor (Rafe Spall) den Inder Pi (Irrfan Khan) treffen, der angeblich eine unglaubliche Geschichte für das neue Buch des Schriftstellers auf Lager hat. Pi erzählt ihm von einer Vergangenheit, die schon lange zurück liegt: Das Abenteuer beginnt, als Pi noch den Namen Piscine Molitor Patel (Gautam Belur) trägt und im Zoo des Vaters im beschaulichen indischen Städtchen Pondicherry aufwächst. Gemeinsam mit seinen Geschwistern lebt er Seite an Seite mit Dutzenden exotischen Tieren und Lebewesen. Als Pi 17 Jahre alt ist (nun: Suraj Sharma), muss er mit seiner Familie Indien verlassen. Das Geld ist zu knapp, daher will der Vater nach Kanada auswandern und einen Großteil der Zoo-Tiere davor in Amerika verkaufen. An Bord des riesigen japanischen Frachters, auf dem Pi mit seiner Familie die Reise antritt, befindet sich auch ein Großteil ihrer Zoo-Tiere, die in Amerika gutes Geld bringen und damit das Überleben der Familie sichern sollen. Doch dann gerät das Schiff in ein heftiges Unwetter und sinkt. Gemeinsam mit einem Zebra, einer Hyäne, der Orang-Utan-Dame Orange-Juice und dem bengalischen Tiger Richard Parker, gelangt er auf Rettungsboot. Doch das ist erst der Anfang einer unglaublichen Odyssee, die über 200 Tage dauern wird. Weiter lesen »

Leave it on the Floor Kritik

Leave it on the floorBrad (Ephraim Sykes) lebt alleine mit seiner Mutter in einer Kleinstadt in der Nähe von Los Angeles. Er ist jung, schwul und ein Außenseiter. Als die Mutter seine wahre sexuelle Neigung entdeckt, schmeißt sie Brad aus dem Haus. Obdachlos und ohne jegliche Orientierung, flieht Brad in die nahe gelegene Millionenmetropole L.A. Dort findet er Unterschlupf bei Kweef Latina und ihrem „House of Eminence“, die allesamt Teil der bunten, schrillen Ballroom-Szene von L.A. sind. Brad fühlt sich geborgen und akzeptiert unter all den Drag Kings und Queens, Freaks und Ausgestoßenen. Bald schon sorgt er aber auch für Streit innerhalb der „Familie“, als sich sowohl der sensible Carter (Andre Myers) als auch das Hausmitglied Princess (Phillip Evelyn) Hals über Kopf in den smarten, gutaussehenden Jungen verlieben. Hinzu kommt, dass sich die Tänzer und Mitglieder des „House of Eminence“ Nacht für Nacht harte Wettbewerbe mit anderen Häusern liefern. Als Brads Mutter erfährt, welcher Szene er mittlerweile angehört und er sich auch noch zwischen Princess und Carter entscheiden muss, geht es für ihn um Alles oder Nichts. Weiter lesen »

Leb’ wohl meine Königin Kritik

Leb wohl meine KoeniginDie Französische Revolution von 1789 bis 1799 zählt zu den bedeutendsten und folgenreichsten Ereignissen der europäischen Geschichte, mit weitreichenden Folgen für den gesamten Kontinent. Die Revolution führte zum Abbau der kirchlichen Autorität, zum Ende der absoluten Monarchie sowie zur Umsetzung von (heute selbstverständlichen) Menschenrechten wie Freiheit und Gleichheit aller Menschen. In der Frühphase dieses Umbruchs ist das opulent ausgestattete Historien-Drama “Leb’ wohl, meine Königin” (Les Adieux à la reine) des französischen Regisseurs Benoît Jacquot angesiedelt. Das Werk feierte als Eröffnungsfilm der diesjährigen 62. Berlinale seine Weltpremiere. Auf dem gleichnamigen Roman von Chantal Thomas beruhend, schildert Jacquot hier die Ereignisse aus der Sicht einer jungen Bediensteten am Hof von König Ludwig XVI. Vor dem Hintergrund dieser ersten Phase der Revolution gewährt der Film einen intimen Einblick hinter die Mauern von Versailles und besticht in erster Linie durch seine famose Besetzung, die üppige Ausstattung und den beeindruckenden Handlungsort (Schloss Versailles), der eine eigene Hauptrolle im Film übernimmt. Zum ersten Mal überhaupt erhielt ein Filmteam die Genehmigung, im Schloss von Versailles zu drehen. Weiter lesen »

Lieber verliebt

Lieber VerliebtLiebeskomödien erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit. Mehrheitlich zwar unter weiblichen Zuschauern; doch so mancher Film dieses Genres findet auch sein männliches Publikum. Leinwandtraumpaare wie Katherine Hepburn und Spencer Tracy bzw. Meg Ryan und Tom Hanks in den 1990er Jahren sind hingegen selten anzutreffen. Zu oft werden die Darsteller der Filme ausgetauscht – gleich bleiben indes die Plotzutaten: Mann trifft Frau, die beiden verlieben sich ineinander, aus irgendeinem Grund scheitert die Beziehung, nur, um schlussendlich in einem Happy End zu münden. Abspann.

Mit „Lieber verliebt“ macht sich eine weitere Liebeskomödie daran, sein Publikum zu finden. Catherine Zeta-Jones (Michael Douglas’ Ehefrau) und Justin Bartha („Hangover“) spielen ein ungleiches Paar, das langsam, aber sicher zueinander findet. Ob dieser Film zu empfehlen ist oder man sich doch lieber nicht in ihn verlieben sollte, erfahrt ihr in nachfolgender, völlig unromantischer Kritik. Weiter lesen »

Lost in Translation

Lost in Translation FilmkritikNeben dem seit Der weiße Hai anhaltenden Blockbuster-Wahn, der sich in teils unsäglichen Machwerken manifestiert, liefert Hollywood zum Glück doch immer wieder kleine, feine Meisterwerke, die den zerebral nicht völlig weggetretenen Cineasten auf niveauvolle Weise unterhalten und ihm das Gefühl geben, nicht erneut zwei Stunden des Lebens vergeudet zu haben.
Wer diesen Einführungssatz lesen und auf Anhieb verstehen kann bringt gute Ansätze mit, Lost in Translation genießen zu können. Alle anderen mögen sich ruhig und unauffällig zu den Ausgängen begeben und warten, bis ihre Nummer aufgerufen wird. Danke.
Völlig verdient erhielt Sofia Coppola – Tochter von Regie-Legende Francis Ford Coppola – einen Oscar für das beste Drehbuch des Jahres. Weiter lesen »

Lost and Delirious

Lost and Delirious FilmkritikLost and Delirious FilmkritikDie junge Mary Bradford (Mischa Barton) wird von ihrem Vater und ihrer Stiefmutter in ein Mädchen-Internat gesteckt. Obwohl sie sich vor dieser neuen, fremden Welt fürchtet, legt Mary keinen Widerspruch ein. Wie bislang alles in ihrem Leben, lässt sie es geschehen.
Doch Mary fügt sich rasch in den Mikrokosmos des Internats ein, vor allem dank ihrer Zimmerkolleginnen Paulie (Piper Perabo) sowie Tori (Jessica Paré). Weiter lesen »

Last Dance

last danceWann immer eine Diskussion darüber ansteht, ob die USA tatsächlich der Nährboden der Demokratie darstellen, dessen Dünger wenn nötig mit Gewalt in alle Welt verstreut werden muss, oder doch nur ein reaktionäres Staatengebilde sind, fällt mit Sicherheit ein Begriff: Todesstrafe. Immerhin stellt die Praxis, Menschen, die des Mordes beschuldigt werden, jahrelang hinter Gittern zu zermürben und, wenn sie im “falschen” Bundesstaat einsitzen, sich keine guten Anwalt leisten können und zu allem Überfluss auch noch nicht-Weiße sind, hinzurichten, den augenscheinlichsten Unterschied zwischen Westeuropa und dem großen Bruder jenseits des Atlantiks dar. Weiter lesen »

Leg dich nicht mit Zohan an

Leg dich nicht mit Zohan anDer Originaltitel für “Leg dich nicht mit Zohan” an” heißt “You Don’t Mess with the Zohan” und ist eine US-amerikanische Actionkomödie. Dominiert wird dieser Film durch Adam Sandler in der Hauptrolle, der dadurch allein schon ein Garant für den Erfolg des Filmes sein will. Die Kritiker hingegen sind sich nicht ganz einig, ob er Film einfach nur witzig oder lediglich vulgär ist. Nachfolgend eine Kritik, die sich den Film einmal genauer anschaut … Weiter lesen »