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Jean-Paul Gaultier: Freak and Chic Kritik

Seit über 40 Jahren gehört Jean-Paul Gaultier zu den gefragtesten, populärsten Modeschöpfern und Designern der Welt. Seine erste eigene Modekollektion entwarf er Mitte der 70er, spätestens ab den frühen 80er-Jahren etablierte er sich als exzentrischer Künstler, der mit Vorliebe übergewichtige und tätowierte Models auf den Laufsteg schickte. Es dauerte nicht lange und die Presse bezeichnete den 1952 in der Nähe von Paris geborenen Gaultier als „Enfant terrible der Modeszene“. Ab den 90er-Jahren fand Gaultier endgültig Eingang in die Popkultur, als er provokante Bühnenoutfits für Künstlerinnen wie Kylie Minogue und Madonna (unvergessen: die Outfits für die „Blonde Ambition“-Tour) realisierte und wenig später auch Kostüme für Filme entwarf. Darunter Werke, die heute als Klassiker ihres Genres gelten: Etwa die „Stadt der verlorenen Kinder“ (1995) oder „Das 5. Element“ (1998).

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JoJo Rabbit Kritik

Die deutsche Provinz 1945: Der zehnjährige Jojo „Rabbit“ Betzler (Roman Griffin Davis) ist, wie alle Jungen seines Alters, in der Hitler-Jugend aktiv. Der überzeugte „Jung-Nazi“ erlernt dort, wie man mit Waffen umgeht und was es heißt, zur deutschen Volksgemeinschaft dazuzugehören. Seit dem Tod seiner Schwester durch einen Grippevirus wird Jojo fürsorglich von seiner Mutter (Scarlett Johansson) umsorgt. Sie ist eine der wenigen Personen, die für Jojo von Bedeutung sind – einmal abgesehen von seinem imaginären Freund Adolf Hitler (Taika Waititi), der für den Jungen die Rolle eines Ersatzvater übernimmt. Jojos Weltbild bricht jedoch in sich zusammen, als er zuhause auf dem Dachboden das jüdische Mädchen Elsa (Thomasin McKenzie) entdeckt. Seine Mutter hält sievor den Nazis versteckt – und Jojo gerät in einen Gewissenskonflikt. Denn ist es als überzeugter Nazi-Anhänger nicht seine Pflicht, das Mädchen zu verraten?

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Justice League Kritik

Justice League Kritik

Der Welt steht ein zerstörerischer Angriff des außerirdischen Dämons Steppenwolf (Ciarán Hinds) bevor. Dieser plant, gemeinsam mit seiner Dämonen-Armee die Erde zu vernichten. Nur um daraufhin eine neue Welt zu erschaffen – nach seinen individuellen, finsteren Plänen. Batman (Ben Affleck) ahnt, dass der Angriff kurz bevorsteht. Seiner Ansicht nach kann nur eine Allianz der größten Superhelden, gegen Steppenwolf bestehen. Also sucht er all jene auf, die sich seiner „Gerechtigkeitsliga“ anschließen sollen, um die Menschheit zu retten: von Wonder Woman (Gal Gadot) über The Flash (Ezra Miller) bis hin zu Cyborg (Ray Fisher) und Aquaman (Jason Momoa). Doch die „Justice League“ ist nicht ohne den „Stählernen“ vollständig: Superman. Das Problem: dieser gab im Kampf gegen Doomsday sein Leben. Zuerst machen sich die Superhelden also daran, Superman zum Leben zu erwecken, um sich kurz darauf mit Steppenwolf ihrem schlimmsten Feind gegenüberzustellen. Weiter lesen »

Jack Reacher: Kein Weg zurück Kritik

jack reacher 2 filmkritikSeine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte nach Washington, hat sich Ex-Militärpolizist Jack Reacher (Tom Cruise) wahrlich anders vorgestellt: eigentlich wollte er auf seiner alten Militärbasis nur seine Nachfolgerin Major Susan Turner (Cobie Smulders) treffen, muss aber entsetzt feststellen, dass diese verhaftet wurde. Nicht nur das: sie sitzt wegen angeblichen Hochverrats in einem streng bewachten Hochsicherheitstrakt. Als wäre das allein nicht genug, sieht sich der wortkarge Einzelgänger bald auch noch mit einem mysteriösen, ungeklärten Mordfall von vor 16 Jahren konfrontiert und eine Ex-Prostituierte steht plötzlich auf der Matte, die von Reacher Geld fordert. Angeblich handelt es sich bei der minderjährigen Samantha (Danika Yarosh) um seine Tochter, von deren Existenz er aber nichts wusste. Drei Probleme, die Reacher auf die gewohnte Art zu lösen versucht: mit seinen flinken, rücksichtslosen Fäusten. Weiter lesen »

Jonathan Kritik

jonathan filmkritik

Während die meisten seiner Freunde studieren, ist der Alltag für den 23-jährigen Jonathan (Jannis Niewöhner) alles andere als einfach. Gemeinsam mit seiner Tante Martha (Barbara Auer) muss er sich um den familieneigenen Bauernhof kümmern. Sein Vater Burghardt (André Hennicke) ist zu schwach: er ist schwer krank und nicht mehr in der Lage, körperliche Arbeit zu verrichten. Als sich Jonathan aufgrund des sich stets verschlechternden Zustands des Vaters nicht mehr allein um ihn kümmern kann, bekommt er unerwartete Unterstützung: die charismatische Anka (Julia Koschitz) soll bei der Pflege von Burghard behilflich sein. Mit ihr kommt endlich ein wenig positive Stimmung in Jonathan bis dahin eher trostloses Leben. Bald entstehen Gefühle für die sympathische junge Frau. Doch die Freude währt nur kurz: als eines Tages Burghards alter Jugendfreund Ron (Thomas Sarbacher) auftaucht, kommen Geheimnisse zum Vorschein, die das Familienleben in ihren Grundfesten erschüttern. Sie betreffen auch Jonathans Mutter, die vor vielen Jahren verstorben ist. Weiter lesen »

James Bond 007 – Spectre Kritik

Spectre filmkritikMI6-Topagent James Bond begibt sich auf eigene Faust nach Mexico-City auf die Spur eines mittelamerikanischen Top-Terroristen, wo er Chaos und Verwüstung hinterlässt. Dabei handelte es sich um eine nicht genehmigte Aktion, die dazu führt, dass er von seinen Pflichten entbunden wird. Bond bleibt dennoch an dem Fall dran und trifft zufällig auf die Witwe Lucia ( Monica Bellucci), die Bond den Tipp eines bald stattfindenden Geheimtreffens der Terrororganisation Spectre gibt. Unterdessen steht in London eine Revolution der Geheimdiensttätigkeit bevor: ein Mitarbeiter des Centre for National Security plant, statt Agenten künftig Drohnen die Arbeit im Feldeinsatz zu überlassen. Das wäre das Ende von 007 und allen anderen Spitzenagenten. Von all diesen Entwicklungen weit entfernt, verfolgt Bond derweil immer konkreter die Spur von Spectre-Chef Hannes Oberhauser (Christoph Waltz), mit dem Bond mehr verbindet als ihm lieb ist. Die ebenso intelligente wie attraktive Ärztin Madeleine Swann (Léa Seydoux) spielt bei seiner Suche dabei eine zentrale Rolle. Weiter lesen »

Jack and the Giants Kritik

Jack and the GiantsIm Mittelpunkt von „Jack and the Giants“ steht der junge Landarbeiter Jack (Nickolas Hoult), der sich bei dem Versuch, die entführte Prinzessin Isabelle (Eleanor Tomlinson) zu retten, in ein haarsträubendes Abenteuer verstrickt. Jack betritt die Welt der Riesen, von der ihm schon als Kind erzählt wurde. Bisher hielt er die Geschichten für Märchen, doch er muss feststellen, dass dahinter mehr steckt als nur eine Legende. Durch seinen ungewollten Besuch bei den gigantischen Geschöpfen beendet er den lange währenden Frieden zwischen den Menschen und den Riesen. Dieser Frieden hielt einzig durch den Umstand, dass das Tor zwischen den zwei Welten fest verschlossen blieb – und dieses Tor wurde von Jack nun wieder weit aufgestoßen. Die alten, längst vergessenen Auseinandersetzungen kochen nun erneut hoch und es die Aufgaben von Jack, die scheinbar übermächtigen Widersacher aufzuhalten. Doch er stellt sich dem Kampf, auch, um seine Angebetete zurückzugewinnen. Weiter lesen »

Jack Reacher Kritik

Jack ReacherIn Pittsburgh fallen fünf Menschen scheinbar willkürlich einem Scharfschützen zum Opfer, der ohne erkennbares Motiv und ohne Zusammenhang seine Opfer niederstreckt. Alle Indizien der Polizeiermittlung weisen auf den Ex-Soldaten James Barr (Joseph Sikora) hin. Doch dieser beteuert seine Unschuld, die ausgerechnet der Mann beweisen soll, der ihn wegen Kriegsverbrechen hinter Gitter zu bringen versuchte: Ex-Militärcop Jack Reacher, der nun aus der Anonymität zurückkehrt, in die er lange abgetaucht war und der Verteidigerin Helen Rodin (Rosamunde Pike) bei ihren Untersuchungen hilft. Diese bringen ihn bald auf die Spur einiger Berufsverbrecher und einem zwielichtigen Russen mit deutschem Akzent (Werner Herzog). Weiter lesen »

J. Edgar Kritik

Bereits mit seinem Film „Invictus – Unbezwungen“, der von den ersten Präsidentschaftsjahren Nelson Mandelas handelt, bewies Kino-Legende Clint Eastwood sein Gespür für eindringliche und hochemotionale Film-Biografien. Geschickt bediente sich Eastwood nur einer kurzen, aber entscheidenden Episode aus Mandelas Leben, die er ins Zentrum seiner Story rückte und daraus eine intensive Charakterstudie machte. Dem Genre „Biopic“ bleibt der mittlerweile 81-jährige mit seinem neuen Film treu: In „J. Edgar“ versucht Eastwood nun, das Leben und Wirken des Mannes nachzuzeichnen, der fast fünf Jahrzehnte an der Spitze des FBI stand und wie kaum ein Zweiter die Politik und Gesellschaft in den USA beeinflusste. „J. Edgar“ ist der erste Versuch, sich auf filmische Weise dem Phänomen Hoover zu nähern, der als einer der mächtigsten Männer seiner Zeit galt. Weiter lesen »