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In Time Kritik

In-Time-Hauptplakat

Der neuseeländische Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol gilt spätestens seit seinem Drehbuch für Peter Weirs Satire-Drama „Die Truman Show“ (1998) als Spezialist für düstere Zukunftsvisionen und Gesellschaftskritik. Schon ein Jahr zuvor konnte er einen ersten Achtungserfolg mit seinem Debütfilm „Gattaca“ erzielen. Die Kritiker zeigten sich damals beeindruckt von Niccols stargespickter, düster-beklemmenden Zukunftsparabel. Der Film erzählte von einer zweigeteilten, totalüberwachten Gesellschaft, in der Genmanipulation über Schicksal und Zukunft der Menschen entscheidet. Die Prämisse vom Zwei-Klassen-System in einer trostlosen, diktatur-ähnlichen Gesellschaft greift Niccol in seinem neuesten Film nun erneut auf. War es in „Gattaca“ noch die Gentechnik, die über Leben und Tod entschied, spielt in „In Time“ die Zeit als alleinige „Währung“ der Menschen die tragende Rolle. Weiter lesen »

Insidious Kritik

Den australischen Regisseuren und Drehbuchautoren James Wan und Leigh Whannell gelang 2004 der Durchbruch mit dem mittlerweile zum Kultfilm avancierten Schocker „Saw“, der als packendes Psycho-Kammerspiel mit hohem Ekel-Faktor dem angestaubten Horror-Genre in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts neues Leben einhauchte. Mit den qualitativ eher enttäuschenden Fortsetzungen der Reihe hatten Wan und Whannell aber nichts mehr zu tun. Im Anschluss an ihren Welterfolg drehten die Beiden 2007 den eher mäßigen Gruselfilm „Dead Silence“. Wan inszenierte zudem im selben Jahr den soliden Rachethriller „Death Sentence“ mit Kevon Bacon und Kelly Preston und konnte sich damit rehabilitieren. Nun präsentieren sich Wan und Whannell endlich wieder als eingespieltes Team und legen mit „Insidious“ einen Grusel-Thriller der klassischen Machart vor. Weiter lesen »

Inglourious Basterds Filmkritik

Was haben titelgebende „Inglourious Basterds“ mit Regisseur Quentin Tarantino gemeinsam? Ganz einfach: Beide pflegen keine Gefangenen zu machen. Wer sich in einen Film des mit „Pulp Fiction“ berühmt-berüchtigt gewordenen Sergio-Leone-Fans begibt, darf nebst expliziten Gewaltdarstellungen kuriose Dialoge wie auch großzügige Geschichtsschreibungen erwarten. Seine mit Superstar Brad Pitt in der Hauptrolle besetzte Weltkriegsgroteske macht von dieser Regel keine Ausnahme. Mitunter überraschende Gewaltausbrüche, schräge Dialoge und comicartige Charakterisierungen prägen den zweieinhalbstündigen Film.

In fünf Kapiteln schildert der US-Amerikaner vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges die Geschicke bzw. Missgeschicke einer Spezialeinheit mit kühnem Vorhaben: Die gesamte Führungsspitze der Nazis auf einen Schlag zu erledigen. Ob diese Mission gelingt wird natürlich nicht verraten. Kein Geheimnis wird hingegen euer Kritikerbasterd daraus machen, ob sich Tarantinos bis dato kommerziell erfolgreichster Streifen für den Zuschauer lohnt. Weiter lesen »

Infestation - Nur ein toter Käfer ist ein guter Käfer Filmkritik
„Alles, was mehr als zwei Beine hat, sofort abknallen!“, lautete die Order in Paul Verhoevens Science-Fiction-Kracher „Starship Troopers“. Mitleid verspürte der Zuschauer wohl keines, handelte es sich bei den Feinden doch um riesige Insekten. Kaum eine andere Spezies eignet sich besser als Feindbild, denn die wohl erfolgreichste tierische Lebensform auf diesem Planeten. Somit nimmt es auch wenig Wunder, dass seit Jahrzehnten riesige Spinnen (die wir frecherweise den Insekten zuordnen wollen), Ameisen oder Kakerlaken dem Kinopublikum Schauder des Ekels über den Rücken jagen.

Dieser Prämisse bedient sich auch die fürs US-Fernsehen produzierte Horrorkomödie „Infestation – Nur ein toter Käfer ist ein guter Käfer“, die dermaßen gut ankam, dass sie mittlerweile sogar in Deutschland auf DVD erschienen ist. Käfer oder nicht: Hier ist die passende Rezension des sich langsam zum Kult mausernden TV-Hits! Weiter lesen »

Ich - Einfach Unverbesserlich FilmkritikNun wagt also auch „Universal“ den Sprung ins 3D-Animationskino. Warum auch nicht, waren doch bislang fast alle 3D-Filme seit „Avatar“ sichere Kassenerfolge. Vermutlich wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis auch Uwe Boll eine Computerspielverfilmung in 3D produzieren wird.
Mit „Ich – Einfach Unverbesserlich“ ging „Universal“ immerhin ein Wagnis ein: Weder basiert die Story auf einer populären Vorlage, noch wird damit eine erfolgreiche Reihe fortgesetzt oder – Plan B – auf ein Remake gesetzt. Finanziell zahlte sich das Risiko aus: Der knapp 70 Millionen Dollar teure Animationsstreifen spielte alleine in den USA eine Viertelmilliarde Dollar ein. Wenn das mal nicht nach Teil 2 riecht …

Natürlich freuen wir uns alle darüber, wenn ein warmer Geldregen auf die notleidenden Studiobosse niederfällt. Aber wie sieht es mit der Qualität des Filmes aus? Kann „Ich – Einfach Unverbesserlich“ mit Genreprimus Pixar mithalten? Die Antwort auf diese Frage findet ihr hier, bei eurem unverbesserlich genialen Filmkritiker! Weiter lesen »

Inception Filmkritik

Seit Jahrzehnten versorgt uns die Traumfabrik Hollywood mit ihren mal mehr, mal minder gelungenen Werken. Paradoxerweise scheinen die technischen Möglichkeiten zur Illustration dieser Traumwerke mit einem Niedergang der Phantasie einherzugehen. Auf der optischen Ebene mögen Werke wie „Transformers“ oder „2012“ für Erstaunen sorgen. Doch die Magie des Staunens verschwindet hinter einem dichten Schleier phantasielosen Krawallkinos.

Der Brite Christopher Nolan macht es sich offenbar zur Aufgabe, diesen Trend umzukehren. Mit „Memento“ schuf er einen der brillantesten Thriller des neuen Jahrtausends, konnte mit seinen „Batman“-Filmen sogar Kritiker überzeugen, die Superhelden für gewöhnlich mit Verachtung strafen, und legt mit „Inception“ den mit höchsten Lorbeeren bedachten Sommerblockbuster 2010 hin. Ob das Verwirrspiel aus Traum und Realität seine hohen Meriten verdient oder sich letztendlich als cineastischer Alptraum entpuppt, wird nachfolgend erläutert. Weiter lesen »

Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los

ice-age-3-hauptplakat2002 landete 20th Century Fox mit „Ice Age“ einen Überraschungserfolg. Die an sich unspektakuläre Geschichte um drei völlig unterschiedliche Charaktere, die trotz aller Fremdartigkeit eine tiefe Freundschaft zueinander entwickeln, rührte sowohl das Herz, als auch die Lachmuskeln. Kein Wunder daher, dass sieben Jahre später bereits Teil 3 in die Kinos gelangt. Ob dieser den Charme des ersten Teils wiederholen kann oder die mit „Ice Age 2: Jetzt taut’s“ begonnene Talfahrt fortsetzt, soll in nachfolgender, cooler Kritik ergründet werden. Weiter lesen »

Indiana Jones und das Königreich des KristallschädelsNicht nur alteingesessene Indiana Jones-Fans freuten sich riesig auf das neuste Abenteuer des Archäologen unter dem Titel: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Zwar ist Indy und auch Harrison Ford, der ihn auf der Leinwand verkörpert, schon ein wenig gealtert, dennoch verspricht vor allem der Trailer zu Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels wieder viel Action. Dennoch waren viele schon vor Filmstart skeptisch, ob Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels an die Klasse der Vorgängerfilme anschließen kann. Hier erfährt man es. Weiter lesen »