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Im Rausch der Sterne Kritik

Im Rausch der Sterne filmkritik

Vor einigen Jahren noch war Adam Jones (Bradley Cooper) das Enfant Terrible der Pariser Gastro-Szene. Er zählte zu den Besten, erkochte sich zwei Michelin-Sterne – und scheiterte an seinem Hang zu einem ausschweifenden Lebensstil aus Sex und Drogen. Er wurde entlassen und verbannte sich zwecks Läuterung selbst ins Exil. Nach einigen Jahren will er – clean und voller Tatendrang – in der englischen Metropole London nun einen Neuanfang wagen. Sein großes Ziel: endlich den dritten Michelin-Stern erhalten und damit unsterblich werden. Um diese Vision zu realisieren, rekrutiert er sich einen bunten, aber idealistischen und motivierten Haufen an Außenseitern und Lebenskünstlern, die ihn in der Küche unterstützen und sein Team bilden sollen. Darunter auch die attraktive Helene (Sienna Miller), für die Adam bald mehr übrig hat, als sie nur tagtäglich in der Küche als Arbeitskollegen anzusehen. Diese jedoch ist genervt von dem immer noch cholerischen, selbstverliebten Star-Koch. Finden die Beiden doch noch zusammen und bekommt Adam seinen ersehnten dritten Stern? Weiter lesen »

Ich.darf.nicht.schlafen Kritik

Ich.darf.nicht.schlafenMorgen für Morgen wacht Christine (Nicole Kidman) auf, ohne jegliche Erinnerung an sich oder ihr früheres Leben zu haben. Sie weiß nicht wer sie ist, was sie beruflich macht oder wer der Mann ist, der sich als ihr Ehemann Ben (Colin Firth) ausgibt. Dieser erklärt ihr jeden Tag aufs Neue, dass sie seit einem Unfall vor etlichen Jahren an Amnesie leide und sich daher keinerlei Informationen merken könne. Sie kann neue Infos lediglich wenige Minuten behalten, bevor sie wieder aus dem Gedächtnis verschwinden. Die Theorie von Ben hält Dr. Nash (Mark Strong), ihr behandelten Psychiater, jedoch für nicht wirklich glaubwürdig und er empfiehlt ihr, ihrem Mann erst einmal nichts von der Behandlung zu erzählen. Gemeinsam wollen sie an die Wahrheit gelangen und herausfinden, wer Christine wirklich ist. Doch kann sie Dr. Nash, der sich immer mehr für seine Patientin auch auf privater Ebene interessiert, überhaupt vertrauen? Weiter lesen »

Im Labyrinth des Schweigens Kritik

Im Labyrinth des Schweigens kritikDie Bundesrepublik Deutschland, 1958: Johann Radmann (Alexander Fehling) ist ein junger, ehrgeiziger Staatsanwalt, der sich hauptsächlich um Verkehrsdelikte kümmert. Das ändert sich, als ein Journalist ihn auf einen ehemaligen Soldaten der Waffen-SS aufmerksam macht, der in Auschwitz als Wärter tätig war. Dieser Mann lebt seit Ende des Kriegs unbehelligt ein Leben als Lehrer im Nachkriegsdeutschland. Radmann steigt immer tiefer in den Fall ein und stößt bald auf ein dichtes Netz aus Vertuschung, Verdrängung und Verleumdung. Schnell merkt er, dass viele Deutsche die Schandtaten der Nazis und die verübten Gräuel in Konzentrationslagern wie Auschwitz am liebsten verdrängen würden. Doch je weiter er mit seinen Recherchen vorrückt, desto mehr kommt die grausame Wahrheit über Auschwitz ans Licht. Und so dauert es nicht lange, bis Radmann trotz vehementer Gegenwehr der Bevölkerung und der Verdächtigen, den ersten Auschwitz-Prozess in Gang bringt. Weiter lesen »

Into the Wild

into-the-wild kritikInto the Wild ist eine Verfilmung von Sean Penn aus dem Jahr 2007. Nun, gut sieben Jahre später, sehe ich den Film zum ersten Mal, da er mir immer wieder über den Weg gelaufen ist. Der Film basiert auf den jungen Aussteiger Christopher „Chris“ Johnson McCandless (genauer gesagt auf der Reportage von Jon Krakauer über McCandless) und erzählt eine Geschichte von Flucht und Hoffnung aus einer oberflächlichen Welt. Weiter lesen »

Il futuro Kritik

Il-futuroDie Geschwister Bianca (Manuela Martelli) und Tomás (Luigi Ciardo) sind mit ihren Eltern von der chilenischen Heimat nach Italien gezogen, um ein besseres, sorgenfreieres Leben beginnen zu können. Doch das Schicksal meint es zunächst nicht gut mit den Beiden: Ein tragischer Unfall reißt deren Eltern aus dem Leben und so stehen Bianca und Tomás plötzlich als Waisen da. Fortan halten Sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser – Bianca arbeitet als Friseurin, Tomás als Trainer in einem Fitnessstudio. Als zwei von Tomás’ Bodybuilder-Freunden bei den Beiden einziehen, wachsen den Teenagern die finanziellen Sorgen bald über den Kopf. Und so schmieden die Vier einen perfiden Plan: Die verführerische Bianca soll das Vertrauen des ehemaligen B-Movie-Stars und einst erfolgreichen Bodybuilders Maciste (Rutger Hauer) gewinnen, um sich so Zugang zu dessen pompösen Anwesen zu verschaffen. Darin vermuten die Freunde nämlich einen prall gefüllten Safe, der all ihre Probleme lösen könnte. Doch es kommt anders als geplant, als sich Maciste und Bianca langsam näher kommen. Weiter lesen »

Ice Age 4 Kritik

ice-age-4Die Filme über die Abenteuer von Faultier Sid, Mammut Manni und Säbelzahntiger Diego zählen zu den kommerziell erfolgreichsten Animationsfilmen aller Zeiten. Die ersten drei Filme – „Ice Age“ (2002), „Ice Age 2 – Jetzt taut’s (2006) und „Ice Age 3 – Die Dinos sind los“ (2009) – spielten zusammen knapp zwei Milliarden Dollar ein und lockten allein in Deutschland 25 Millionen Zuschauer in die Kinos. Den Machern ist nicht verborgen geblieben, dass sich die Filme um das tierische Eiszeit-Trio vor allem hierzulande großer Beliebtheit erfreuen. Aus diesem Grund startete „Ice Age 4“ in Deutschland erstmals vor Amerika in den Kinos – mit einem Jahr Verspätung. Der Kinostart war ursprünglich für den Sommer 2011 geplant. Aufgrund von zeitlichen Engpässen musste dieser jedoch um ein Jahr verschoben werden. Weiter lesen »

Intruders Kritik

Im vergangenen Jahrzehnt sorgten in erster Linie Regisseure aus Spanien für Furore im angestaubten Horror-Genre. Mit einem Gespür für spannende Geschichten und intelligentem Grusel abseits von Splatter und Gemetzel, machten in erster Linie Alejandro Amenábar und Juan Antonio Bayona von sich reden. Amenábar schuf mit „The Others“ einen der gelungensten Gruselfilme des Jahrzehnts und sorgte für frischen Wind in dem zu jener Zeit doch recht brachliegenden Genre. 2009 gelang Bayona mit „Das Weisenhaus“ ein ebensolches Meisterstück, das sowohl von Publikum als auch von der Kritik gefeiert wurde und zahlreiche internationale Filmpreise gewann. In stilistischer und visueller Hinsicht vollends überzeugend, bewiesen die beiden Filmemacher, dass man mit reduzierten Mitteln (sparsam aber gezielt eingesetzte Musik, verstörende Settings, lange Einstellungen) immer noch die bedrohlichsten Stimmungen erzeugen kann. Weiter lesen »

In guten Händen Kritik

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Stress, Erschöpfung, Melancholie – mit diesen Problemen hatten Frauen unabhängig von Jahrhundert und Epoche schon immer zu kämpfen und so auch im viktorianischen England des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Was heute zu den gängigen „Folgeerscheinungen“ eines schnelllebigen, durch Beruf und Familie geprägten Alltags zählt, galt damals als ernstzunehmende Erkrankung, die allgemein unter dem Namen „Hysterie“ bekannt war. Frauen, die darunter litten, bedurften in dieser Zeit einer ganz speziellen Methode, um von ihren Leiden erlöst zu werden: Da ein „überreizter Uterus“ für diese Krankheit verantwortlich gemacht wurde, begannen die Ärzte, die Damen mit einer Intimmassage zu behandeln – mit großem Erfolg: Die Symptome gingen zurück und die Frauen standen in den Arztpraxen Schlange. Im Laufe der Zeit gipfelte diese besondere Behandlungsmethode schließlich in der Erfindung eines bis heute äußerst beliebten Sexspielzeugs: dem Vibrator. Die Geschichte dieser kuriosen Vorfälle erzählt nun die amerikanische Regisseurin Tanya Wexler in ihrer amüsanten, prächtig ausgestatteten Komödie „In guten Händen“. Weiter lesen »

In Time Kritik

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Der neuseeländische Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol gilt spätestens seit seinem Drehbuch für Peter Weirs Satire-Drama „Die Truman Show“ (1998) als Spezialist für düstere Zukunftsvisionen und Gesellschaftskritik. Schon ein Jahr zuvor konnte er einen ersten Achtungserfolg mit seinem Debütfilm „Gattaca“ erzielen. Die Kritiker zeigten sich damals beeindruckt von Niccols stargespickter, düster-beklemmenden Zukunftsparabel. Der Film erzählte von einer zweigeteilten, totalüberwachten Gesellschaft, in der Genmanipulation über Schicksal und Zukunft der Menschen entscheidet. Die Prämisse vom Zwei-Klassen-System in einer trostlosen, diktatur-ähnlichen Gesellschaft greift Niccol in seinem neuesten Film nun erneut auf. War es in „Gattaca“ noch die Gentechnik, die über Leben und Tod entschied, spielt in „In Time“ die Zeit als alleinige „Währung“ der Menschen die tragende Rolle. Weiter lesen »

Insidious Kritik

Den australischen Regisseuren und Drehbuchautoren James Wan und Leigh Whannell gelang 2004 der Durchbruch mit dem mittlerweile zum Kultfilm avancierten Schocker „Saw“, der als packendes Psycho-Kammerspiel mit hohem Ekel-Faktor dem angestaubten Horror-Genre in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts neues Leben einhauchte. Mit den qualitativ eher enttäuschenden Fortsetzungen der Reihe hatten Wan und Whannell aber nichts mehr zu tun. Im Anschluss an ihren Welterfolg drehten die Beiden 2007 den eher mäßigen Gruselfilm „Dead Silence“. Wan inszenierte zudem im selben Jahr den soliden Rachethriller „Death Sentence“ mit Kevon Bacon und Kelly Preston und konnte sich damit rehabilitieren. Nun präsentieren sich Wan und Whannell endlich wieder als eingespieltes Team und legen mit „Insidious“ einen Grusel-Thriller der klassischen Machart vor. Weiter lesen »