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Hannibal (Serie) Kritik

Hannibal Lecter, einer der wohl grausamste, raffinierteste und zugleich auch faszinierendste Serienkiller unserer Zeit bekommt eine neue Serie. Erschaffen hat ihn der US-amerikanischer Schriftsteller Thomas Harris, der dem kanibalischen Psychiater vier Bücher (Roter Drache, Das Schweigen der Lämmer, Hannibal, Hannibal Rising) bisher widmete. Alle vier Bücher wurden verfilmt, Roter Drache sogar zwei Mal. Prägendes Gesicht war dabei stehst Anthony Hopkins, der den alten Hannibal meisterhaft verkörperte. Mit Hannibal Rising musste er diese Rolle aber an den deutlich jüngeren Gaspard Ulliel abgeben, da Hannibals Kindheit beleuchtet wurde. Und auch in der dieses Jahr zum ersten Mal ausgestrahlten Serie „Hannibal“, spielt mit Mads Mikkelsen erneut ein neuer Schauspieler den Menschenfresser. Nötig war dies, da diesmal die Zeit zwischen Hannibals Jugendjahre und dem ersten Buch Roter Drache, in dem Hannibal durch FBI-Agent Will Graham festgenommen wird, verfilmt wurde. Schon bei der Verfilmung des Buchs „Hannibal“, prangerten Fans die zu große Abweichungen zum Roman an. Wie wird es erst sein, wenn keine klare literarische Vorlage existiert? Weiter lesen »

Heavenly Creatures Kritik

Gab es für den Neuseeländer Peter Jackson eine Karriere vor der „Herr der Ringe“-Trilogie, die ihn auf einen Schlag in den Rang eines Superstars katapultierte? Durchaus, wenngleich diese im Schatten der Tolkien-Verfilmungen geradezu verkümmern. Allenfalls Horrorfans werden seine frühen Filme wie „Braindead“ oder „Bad Taste“ geläufig sein.

Dabei zeigte sich Jackson bereits Jahre vor seinen Fantasy-Schlachtplatten von einer erstaunlich ernsthaften Seite. Der auf einer wahren Begebenheit basierende Streifen „Heavenly Creatures“ fand sogar das Wohlwollen der Kritiken, wurde für den „Oscar“ nominiert und gewann den Silbernen Löwen von Venedig. Zu Recht? Dem wird diese irdische, mit gutem Geschmack und bei vollem Bewusstsein verfasste Kritik nachspüren. Weiter lesen »

Haywire Kritik

HaywireNicht viele Filmemacher sind in so vielen unterschiedlichen Genres zu Hause wie der US-Amerikaner Steven Soderbergh. Soderberghs Stern ging 1989 auf, als sein Independent-Meisterstück „Sex, Lügen und Video“ bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme erhielt. Er war zu diesem Zeitpunkt gerade 26 Jahre alt und damit der jüngste Regisseur, der je diese Auszeichnung erhalten hat. Sein kommerzieller Durchbruch gelang 1998 mit der Komödie „Out of sight“, die er mit George Clooney und Jennifer Lopez in den Hauptrollen besetzen konnte. Seitdem realisierte er sowohl von der Kritik gefeierte, anspruchsvolle Kinokost wie das Rachedrama „The Limey“ (1999) oder den Science-Fiction-Film „Solaris“ (2004), Soderberghs Verfilmung des berühmten Romans von Stanislaw Lem. Aber auch im Bereich der massentauglichen Blockbuster-Unterhaltung bewies Soderbergh seine Fähigkeiten: sein Film „Ocean’s Eleven“ zählt zu den gelungensten Krimi-Komödien des vergangenen Jahrzehnts und war einer größten Kinohits des Jahres 2001. Weiter lesen »

Hugo Cabret Kritik

Hugo-Cabret-plakat

Martin Scorsese zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Filmemachern Hollywoods. Zu seinem Markenzeichen wurden intensive Charakterstudien über tragische Männerfiguren („Wie ein wilder Stier“,1980) und Außenseiter am Rande der Gesellschaft („Taxi Driver“, 1976). Er schuf wegweisende Mafia-Thriller („GoodFellas“, „Departed“), bewies sein Talent für eindringliche Filmbiografien („Aviator“) und sorgte in der Vergangenheit auch immer wieder mit seinen Dokumentationen für Furore: So zählen sein zweiteiliger Film „No direction home – Bob Dylan“ (2005) und „Shine a light“, sein 2008 erschienener Konzertfilm über die Rolling Stones, zu den gelungensten Musik-Dokus der vergangenen Jahre. Mit seinem neuen Film „Hugo Cabret“ betritt Altmeister Scorsese filmisches Neuland. „Hugo Cabret“ ist sein erster 3D-Film und sein erstes Werk überhaupt, das sich im Bereich des Fantasy- und Märchenfilms einordnen lässt. Weiter lesen »

Hell Kritik

„Hell“ ist das Spielfilmdebüt des Schweizer Filmemachers Tim Fehlbaum. Fehlbaum studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen in München und erhielt bereits während seines Studiums einen begehrten Kurzfilmpreis, den „Shocking Shorts Award“. Das war 2004, sieben Jahre später nun bringt Fehlbaum seinen ersten Spielfilm auf die große Leinwand, an dessen Idee er jahrelang feilte. Seine Premiere feierte „Hell“ auf dem diesjährigen Münchener Filmfest. Fehlbaum konnte schon vor dem offiziellen Kinostart von „Hell“ erste beachtliche Erfolge vorweisen. So gewann „Hell“ den Förderpreis Deutscher Film in der Kategorie Regie und trat zudem im Wettbewerb des Internationalen Filmfestivals von Locarno an. Weiter lesen »

Hook Kritik

hookSie gehören zu den bekanntesten Kindergeschichten: Die Abenteuer des Peter Pan, des Jungen, der nie erwachsen wird. Gemeinsam mit den verlorenen Jungs lebt er im märchenhaften Nimmerland und hat mit Piratenkapitän Hook einen gefährlichen Gegenspieler. Zum ersten Mal in dem von James Matthew Barrie verfassten Buch „The Little White Bird“ 1902 in Erscheinung getreten, entwickelt sich Peter Pan zu einer der beliebtesten literarischen Figuren des 20. Jahrhunderts. Das Märchen ist Vorlage für eine ganze Reihe von Musicals und Filmen: Bereits 1924 entsteht mit dem von Herbert Brenon inszenierten Realfilm, die erste filmische Umsetzung der Vorlage. Auch Walt Disney nimmt sich 1953 des Stoffes an und produziert mit dem Zeichentrickfilm „Peter Pan“ bis heute einen der schönsten Filme aus dem Hause Disney. Die populärste Realverfilmung geht auf das Konto von Steven Spielberg, der 1991 die Fortsetzung der ursprünglichen Geschichte auf die Leinwand bringt und mit „Hook“ einen wahren Klassiker des Fantasy- und Abenteuerfilms schafft. Weiter lesen »

High Tension Filmkritik

High Tension Filmkritik
Was in den letzten Jahren aus Frankreich in Sachen Action und Horror auf den Filmmarkt drängte, verdient höchsten Respekt. Auch wenn naturgemäß nicht sämtliche Produktionen zu überzeugen vermögen, zeichnen sich viele davon zumindest durch Mut zur Originalität oder munterem Grenzenüberschreiten aus. Attribute, die Hollywood zunehmen abhanden kommen.

Einer dieser mutigen neuen Franzosen ist der 1978 in Paris geborene Alexandre Aja (ob er sich den Weg selber bahnte oder doch von Ärzten aus dem Mutterleib gezogen wurde, ist mir nicht bekannt; verwundern würde mich bei diesem Mann gar nichts). Sein „High Tension“ war gleichsam die Eintrittskarte für Hollywood, wo er mit dem Remake des Wes-Craven-Klassikers „The Hills Have Eyes“ für Furore sorgte. Dabei verdient auch sein erster großer Erfolg jene gespannte Aufmerksamkeit, die wir ihm nachfolgend widmen wollen. Weiter lesen »

House of Fears - Deine Angst wird Dich töten FilmkritikTeenie-Horrorfilme erfreuen sich seit Jahrzehnten größter Beliebtheit. Eine Tatsache, die nicht dem Umstand ihrer außergewöhnlich hohen Qualitätsstandards geschuldet ist, sondern vielmehr dem lustvollen Spiel mit der Angst zu verdanken ist. Nur wenige Genrebeiträge, wie etwa John Carpenters „Halloween“, schafften es, Kultstatus zu erlangen und von der Kritik halbwegs ernst genommen zu werden.

Mit „House of Fears – Deine Angst wird Dich töten“ versucht Regisseur Ryan Little am verführerischen Kuchen der Teenie-Horrorfilme mitzunaschen. Ob das Resultat delikat oder eher ungenießbar ausgefallen ist, wird nachfolgende, garantiert ungefährliche Kritik offenbaren. Weiter lesen »

Hannibal Rising

Mit der Figur des Hannibal Lecter erschuf der US-Autor Thomas Harris nicht einfach eine weitere Romanfigur, sondern eine Ikone der Popkultur, die praktisch jedem Menschen geläufig ist. Nach dem überwältigenden Erfolg von „Das Schweigen der Lämmer“ durfte es nicht überraschen, dass die Cash-Cow Lecter weiterhin kräftig gemolken wurde. Folglich durfte der hyperintelligente Gourmet und Psychologe im Jahr 2007 bereits zum insgesamt fünften Mal seine etwas eigenwilligen Therapien zelebrieren.

Ob „Hannibal Rising“ auch ohne Anthony Hopkins in dessen Paraderolle überzeugen kann, erfahrt ihr in nachfolgender Kritik, die von Jugendlichen nur in Begleitung ihrer Eltern gelesen werden sollte. Weiter lesen »

Hangover

Hangover Hauptplakat„Katerstimmung“ – so die halbwegs adäquate Übersetzung des Originaltitels – kommt für die Produzenten von „The Hangover“ garantiert nicht auf: Die nach Hollywood-Maßstäben kostengünstig produzierte Krawall-Komödie avancierte in den USA zum Sensationshit und Kultfilm. Dabei gibt der Plot auf den ersten Blick nicht viel her: Vier Typen schmeißen die obligatorische Junggesellenabschiedsparty in Las Vegas und hangeln sich von einer Peinlichkeit zur nächsten Katastrophe und zurück.
Ob dem Zuschauer der Kater nach dem Konsum dieses Films erspart bleibt oder man sich vor dem Kinobesuch doch besser mit Kopfschmerztabletten eindecken sollte, wird nachfolgend enthüllt. Weiter lesen »