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Hardcore Kritik

hardcore filmkritik

Der Name ist Programm: In Hardcore werden Köpfe gespaltet, Genitalien zerdrückt und dem menschliche Körper in nur jede erdenkliche Körperstelle eine Kugel durchgejagt – und das Besondere dabei: Der Zuschauer bekommt das alles und vieles mehr genau aus dem Blick des Protagonisten mit. Man erlebt den Film nämlich komplett in der Egoperspektive, für mich, und für viele andere wahrscheinlich auch, das erste Mal. Inszeniert wurde Hardcore vom russischen Musiker Ilya Naishuller, der mit der Ich-Perspektive bestens vertraut ist, hatte er vor Hardcore doch schon für seine Band Biting Elbows bereits zwei Musikvideos im Stile eines Egoshooters produziert. Wer diese kennt und mag, der wird Hardcore lieben. Aber kommen wir doch erst einmal zur Hintergrundgeschichte. Weiter lesen »

Holy Cow Kritik

Holy Cow filmkritikIn einem malerischen Bergdorf in Aserbaidschan lebt der Bauer Tapdiq in einfachsten Verhältnissen mit seiner Familie in einem notdürftig errichteten Bretterverschlag. Um ihm und vor allem seiner Familie ein besseres Leben bieten zu können, hegt er den Traum, sich eine europäische Kuh anzuschaffen. Von ihr erwartet er mehr und bessere Milch und damit auch höhere Erträge. Das Problem ist nur, dass die konservativen Dorfbewohner, die auf den althergebrachten Traditionen beharren, ein großes Problem mit diesem Plan haben. Noch nie gab es eine „ausländische“ Kuh im Dorf, außerdem – so die Befürchtung der Bewohner – würden durch die Kuh Krankheiten und Unglück über das Dorf gebracht. Und so erfährt Tapdiq zunächst nur Ablehnung, sei es von Freunden, der Familie oder den eigenen Nachbarn. Dennoch beharrt er auf seiner Meinung und kauft die Kuh, die er bald auf den Namen „Madonna“ tauft. Weiter lesen »

horns kritikIg Perrish (Daniel Radcliffe) lebt mit seiner Familie und seiner hübschen Freundin in einer unbescholtenen Kleinstadt ein sorgenfreies, glückliches Leben. Er hat keine Geldsorgen und ist überall angesehen. Seine heile Welt wird jedoch jäh auf den Kopf gestellt, als seine Freundin (Juno Temple) im nahegelegenen Wald brutal vergewaltig und tags darauf ermordet aufgefunden wird. Schnell fällt der Verdacht auf Ig, die Polizei jedoch kann keine Beweise finden und muss die Anklage daraufhin wieder fallen lassen. Dennoch bleibt er selbst nach der fallengelassenen Anklage als nach wie vor einziger Verdächtiger zurück, von den restlichen Bewohnern der Stadt gemieden und geächtet. Als wäre das alles noch nicht genug, bemerkt Ig auch noch kurz darauf, dass merkwürdige kleine Hörner aus seiner Stirn zu wachsen beginnen, zumal verhalten sich die Personen in seiner Gegenwart zunehmend seltsamer. Wie hängt das alles zusammen und vor allem: gelingt es Ig, den wahren Mörder seiner Freundin zu finden? Weiter lesen »

Hedi Schneider steckt fest Kritik

Hedi Schneider steckt fest

Eigentlich kann Hedi Schneider (Laura Tonke) ihr Leben, das seit Jahren in geregelten Bahnen verläuft, genießen: zusammen mit ihrem Mann Uli (Hans Löw) und dem gemeinsamen Sohn Finn (Leander Nitsche) lebt Hedi ein gut bürgerliches, sorgenfreies Leben in Berlin. Das ändert sich jedoch, als die bis dahin angst- und sorgenlose Hedi eines Tages im Fahrstuhl stecken bleibt. Dieses einschneidende Erlebnis hat nachhaltige, unvorhergesehene Konsequenzen für Hedi und ihr Leben. Von nun an leidet die Frau unter immer wiederkehrenden Angst- und Panikattacken und schweren Depressionen. Zunehmend kann sie ihren Alltag nur noch schwerlich bewältigen, worunter Sohn Finn und die Beziehung zu Uli auf Dauer schweren Schaden nehmen. Nachdem Therapien und unzählige Gespräche keine Besserung bringen, versucht Hedi, ihre angeschlagene Familie doch noch zu retten: mit einem Kurztrip in die unnachahmliche Natur Norwegens. Weiter lesen »

Housebound Kritik

Housebound_kritikDie junge Kylie (Morgana O`Reilly) wurde wegen einer dummen Straftat zu neun Monaten Hausarrest verurteilt. Um sie zu überwachen, hat ihr die Polizei einen Peilsender am Fuß verpasst. Zudem soll sie ihre Strafe auch noch bei der ungeliebten, extrem religiösen Mutter (Rima Te Wiata) in ihrem Heimatdorf verbüßen. Zu dumm, dass ihre Mutter felsenfest davon überzeugt ist, dass in dem gemeinsamen Haus ein unheimliches Geisterwesen sein Unwesen treibt. Kylie schenk dem Gerede jedoch nur wenig glauben – zunächst. Als die merkwürdigen Geräusche, Vorkommnisse und Stimmen jedoch zunehmen und immer gefährlicher werden, kann auch Kylie kaum mehr glauben, dass hinter all dem nicht mehr steckt als harmlose Einbildung. Doch an Flucht aus dem Haus ist nicht zu denken, da die junge Frau sonst gegen ihre Auflagen verstoßen würde. Sie ist eine Gefangene im eigenen Haus. Weiter lesen »

Honig im Kopf Kritik

Honig im KopfDie elfjährige Tilda (Emma Schweiger) ist ganz verrückt nach ihrem Großvater Amandus (Dieter Hallervorden), mit dem sie immer viel Zeit verbringt. Zuletzt war der alte Kauz jedoch zunehmender vergesslich und verwirrt. Die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten sich kurz darauf nach einer ärztlichen Untersuchung: Amandus leidet unter Alzheimer und ist immer weniger in der Lage, seinen Alltag alleine zu meistern. Für Niko, Amandus’ Sohn und Vater von Tilda, steht fest, dass es das Beste ist, den kranken Mann in ein Pflegeheim zu geben. Dies kommt für Tilda aber unter keinen Umständen in Frage. Kurzerhand entführt sie ihren geliebten Opa und begibt sich auf eine ebenso kuriose wie ereignisreiche Reise nach Venedig. Weiter lesen »

Hide and Seek – Kein Entkommen Kritik

Hide and Seek Filmkritik„Es geht ein seltsames Gerücht um. In der ganzen Nachbarschaft. Man sagt es gebe Eindringlinge. Die sich heimlich in die Wohnung fremder Leute schleichen und sich dort verstecken. Dort leben sie unbemerkt und nehmen irgendwann den Platz der anderen ein. So ähnlich wie – so wie Kuckuckskinder.“ Doch wer sind diese Eindringlinge? Die Bilderbuchfamilie des erfolgreichen Geschäftsmann Sung-soo ist es sicherlich nicht. Diese wohnt nämlich in einem exklusiven Wohnblock und führt auf den ersten Blick ein perfektes Leben. Dieses perfekte Leben bekommt aber einen ersten deutlichen Riss, als Sung-soo einen Anruf eines Hausverwalters bekommt, der den Familienvater darüber informiert, dass dessen Bruder vermisst wird. Sung-soo macht sich samt Familie, die bis zu diesem Zeitpunkt nichts von diesem Bruder wusste, auf, um nach dem Vermissten zu suchen. Von dem vornehmen Wohnblock geht es dabei in ein deutlich heruntergekommenes Viertel. Überall Schmutz und Dreck, kein Nachbar kennt den anderen, obwohl man Tür an Tür wohnt.

Die Suche nach seinem Bruder ist auch eine Konfrontation mit der Vergangenheit für Sung-soo. Im Streit trennten sich die beiden Brüder, schon seit Ewigkeiten hatte sie keinen Kontakt mehr. Nach und nach dringt Sung-soo in das Leben seines Bruders ein, um herauszufinden, was mit ihm passiert sein könnte. Nachbarn reagieren komisch wenn er seinen Namen erwähnt, eine junge Frau betitelt ihn gar als Perversen und in einen seiner Aufzeichnungen erkennt er einen hasserfüllten Mann, der sich von seiner Familie im Stich gelassen fühlt. Doch der Bruder ist unauffindbar. Stattdessen, fühlt sich die Familie immer unsicherer. Ein schwarz gekleideter Mann mit einem schwarzen Motorradhelm scheint sie zu beobachten und zu belauern. Als dieser plötzlich vor ihrer Wohnungstür steht und die Kinder entführen will, ist sich Sung-soo fast schon sicher, das kann nur sein Bruder sein … Weiter lesen »

Hannibal (Serie) Kritik

Hannibal Lecter, einer der wohl grausamste, raffinierteste und zugleich auch faszinierendste Serienkiller unserer Zeit bekommt eine neue Serie. Erschaffen hat ihn der US-amerikanischer Schriftsteller Thomas Harris, der dem kanibalischen Psychiater vier Bücher (Roter Drache, Das Schweigen der Lämmer, Hannibal, Hannibal Rising) bisher widmete. Alle vier Bücher wurden verfilmt, Roter Drache sogar zwei Mal. Prägendes Gesicht war dabei stehst Anthony Hopkins, der den alten Hannibal meisterhaft verkörperte. Mit Hannibal Rising musste er diese Rolle aber an den deutlich jüngeren Gaspard Ulliel abgeben, da Hannibals Kindheit beleuchtet wurde. Und auch in der dieses Jahr zum ersten Mal ausgestrahlten Serie „Hannibal“, spielt mit Mads Mikkelsen erneut ein neuer Schauspieler den Menschenfresser. Nötig war dies, da diesmal die Zeit zwischen Hannibals Jugendjahre und dem ersten Buch Roter Drache, in dem Hannibal durch FBI-Agent Will Graham festgenommen wird, verfilmt wurde. Schon bei der Verfilmung des Buchs „Hannibal“, prangerten Fans die zu große Abweichungen zum Roman an. Wie wird es erst sein, wenn keine klare literarische Vorlage existiert? Weiter lesen »

Heavenly Creatures Kritik

Gab es für den Neuseeländer Peter Jackson eine Karriere vor der „Herr der Ringe“-Trilogie, die ihn auf einen Schlag in den Rang eines Superstars katapultierte? Durchaus, wenngleich diese im Schatten der Tolkien-Verfilmungen geradezu verkümmern. Allenfalls Horrorfans werden seine frühen Filme wie „Braindead“ oder „Bad Taste“ geläufig sein.

Dabei zeigte sich Jackson bereits Jahre vor seinen Fantasy-Schlachtplatten von einer erstaunlich ernsthaften Seite. Der auf einer wahren Begebenheit basierende Streifen „Heavenly Creatures“ fand sogar das Wohlwollen der Kritiken, wurde für den „Oscar“ nominiert und gewann den Silbernen Löwen von Venedig. Zu Recht? Dem wird diese irdische, mit gutem Geschmack und bei vollem Bewusstsein verfasste Kritik nachspüren. Weiter lesen »

Haywire Kritik

HaywireNicht viele Filmemacher sind in so vielen unterschiedlichen Genres zu Hause wie der US-Amerikaner Steven Soderbergh. Soderberghs Stern ging 1989 auf, als sein Independent-Meisterstück „Sex, Lügen und Video“ bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme erhielt. Er war zu diesem Zeitpunkt gerade 26 Jahre alt und damit der jüngste Regisseur, der je diese Auszeichnung erhalten hat. Sein kommerzieller Durchbruch gelang 1998 mit der Komödie „Out of sight“, die er mit George Clooney und Jennifer Lopez in den Hauptrollen besetzen konnte. Seitdem realisierte er sowohl von der Kritik gefeierte, anspruchsvolle Kinokost wie das Rachedrama „The Limey“ (1999) oder den Science-Fiction-Film „Solaris“ (2004), Soderberghs Verfilmung des berühmten Romans von Stanislaw Lem. Aber auch im Bereich der massentauglichen Blockbuster-Unterhaltung bewies Soderbergh seine Fähigkeiten: sein Film „Ocean’s Eleven“ zählt zu den gelungensten Krimi-Komödien des vergangenen Jahrzehnts und war einer größten Kinohits des Jahres 2001. Weiter lesen »