Archive for F

Finding Vivian Maier Kritik

Finding Vivian Maier FilmkritikDem Filmemacher John Maloof ist es zu verdanken, dass die Welt einen Blick auf die Kunst einer Frau werfen darf, die längst verstorben ist und selber die ganze Aufregung um sich und ihre Bilder wohl nur ungern miterlebt hätte: die Straßenfotografin und Foto-Künstlerin Vivian Maier. “Finding Vivian Maier” erzählt von dem Versuch, das Rätsel um eine bereits verstorbene, mysteriöse Künstlerin zu lösen, von der fast nichts bekannt ist und die zeitlebens alles dafür tat, ihre großartigen Kunstwerke unter Verschluss zu halten. Der Film ist eine spannende, dramaturgisch ausgefeilte Spurensuche, die 80 Minuten lang fesselt und die Bilder der Künstlerin Vivian Maier einem breiten Publikum näher bringt. Weiter lesen »

First Position Kritik

First-PositionDer „Youth America Grand Prix“ zählt zu den renommiertesten Ballett-Talentwettbewerben der Welt. Jedes Jahr treten 5000 Bewerber gegeneinander an, um an die begehrten Stipendien zu gelangen. Wer hier zu den Gewinnern zählt, kann sich berechtigte Hoffnung darauf machen, von Trainern oder Talentsuchern für die bekanntesten und erfolgreichsten Häuser der Welt entdeckt zu werden. Für die Teilnehmer ist Ballett nicht bloß der Plan B im Leben, die Tanzkarriere ist der einzige und einzig wahre Plan. Die jungen Talente verbindet vor allem drei Dinge: Jahrelange schweißtreibende Arbeit, eisenharte Disziplin und der unbändige Wille, bis ganz nach oben zu kommen. Doch am Ende kommen nur 100 Kandidaten ins Finale nach New York, 30 Glückliche werden es am Ende schließlich schaffen. Sechs dieser insgesamt 5000 Tänzer hat die Regisseurin Bess Kargman in ihrer spannenden Dokumentation „First Position“ auf dem steinigen Weg ins Wettbewerbs-Finale begleitet. Weiter lesen »

Fünf Freunde 2 Filmkritik

Fuenf-Freunde-2Endlich sind die Sommerferien da und die fünf Freunde George (Valeria Eisenbart), Dick (Justus Schlingensiepen), Julian (Quirin Oettl), Anne (Neele Marie Nickel) und Hund Timmy machen sich auf zu einer Fahrradtour ins sagenhafte Katzenmoor. Dort soll im 19. Jahrhundert der größte Smaragd der Welt, das „grüne Auge“, versteckt worden sein. Im Wald treffen sie auf den Millionärssohn Hardy (Kristo Ferkic), mit dem sie sich anfreunden. Mit dem Spaß in der Natur ist es jedoch vorbei, als Dick von einem unterbelichteten Gaunerpaar (Oliver Korittke und Stefan Konarske) mit Hardy verwechselt und entführt wird. Die Entführer glauben, dass Hardy beziehungsweise Dick über den Verbleib des Edelsteins informiert ist. Als die Freunde der Spur bis zu einem Zirkus folgen, begeben sie sich unwissentlich auf die Fährte des Grünen Smaragden. Weiter lesen »

Fraktus Kritik

Fraktus FilmkritikVon Westbam und Scooter über Marusha und Blixa Bargeld bis hin zu Dieter Meier von der Schweizer Synthie-Pop-Formation Yello: Die Electronic- und Pop-Szene ist sich einig – Fraktus (gespielt von Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger aka Studio Braun) haben Techno erfunden und vieles im Bereich der elektronischen Musik vorweggenommen. Sie galten als Pioniere aber der ganz große kommerzielle Erfolg blieb ihnen stets verwehrt. Kurz vor dem Durchbruch gingen sie getrennte Wege und verloren sich vor über 25 Jahren aus den Augen. Was ist aus den drei Vollblut-Musikern von Fraktus geworden? Wie verdienen sie heute ihr Geld? Ist vielleicht sogar ein Comeback möglich? Die Dokumentation „Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte“ spürt die drei in alle Winde verstreuten Musiker auf. Auf Ibiza, in Brunsbüttel und in Hamburg findet Manager und Musikproduzent Roger Dettner (Devid Striesow) die ehemaligen Techno-Urväter. Ihm gelingt das Unfassbare: Dettner gelingt es mit einem Trick, Fraktus wieder zusammen-zubringen und das Feuer neu zu entfachen – zu stark und verlockend ist die Sehnsucht nach Erfolg. Weiter lesen »

Frozen – Eiskalter Abgrund Kritik

Beim Begriff „Horror“ tauchen blitzschnell die üblichen Verdächtigen auf: Rachsüchtige Geister, nach Fleisch gierende Zombies, fiese Außerirdische, Vampire, Werwölfe. Derlei konventionelle Figuren haben natürlich ihre Existenzberechtigung in diversen Filmen und sorgen mitunter für angenehmes Gruseln. Über das Ende eines Films hinaus vermögen sie jedoch kein nachhaltiges Grauen zu erzeugen. Ganz anders hingegen das Subgenre jener Horrorfilme, die keinerlei übernatürliche Wesenheiten in Anspruch nehmen. Plötzlich dringt der Horror in den Alltag der Filmfiguren ein und erzeugt idealerweise ein unangenehmes Kribbeln beim Zuschauer, denn: Derlei Grauen könnte auch ihm zustoßen!

Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ kann als prominentester Vertreter solcher Filme gelten. Tatsächlich kommt es alljährlich zu Haiangriffen auf Menschen, von denen manche sogar tödlich enden. Dass eine solche Begegnung statistisch gesehen extrem unwahrscheinlich ist, trägt wohl keineswegs zur Beruhigung bei. In dieselbe Kerbe schlägt Adam Greens Horrorthriller „Frozen“. Für drei junge Menschen wird der harmlose Winterurlaub in einem Skiressort zum Horrortrip. Die Ursache hierfür ist eine Verkettung unglücklicher Umstände, die zwar unwahrscheinlich, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen scheinen.
Ob „Frozen“ das Herz des Horrorfans wärmt oder ihn kalt lässt, erfahrt ihr in nachstehender, garantiert frostfreier Kritik. Weiter lesen »

Fall 39 Kritik

fall-39Unheimliche oder gar vom Bösen besessene Kinder zählen zu den Lieblingsfiguren im Horrorgenre. Seien es die mit paranormalen Fähigkeiten ausgestatteten Kinder aus dem Science-Fiction-Klassiker „Das Dorf der Verdammten“, Satansbraten Damien aus der „Das Omen“-Filmreihe oder die von Dämonen besessene Regan aus „Der Exorzist“. Auf die Spitze trieb es Roman Polanski mit „Rosemaris Baby“, in welchem eben jenes Baby seine Mutter noch vor der Geburt in den Wahnsinn treibt.

Mit „Fall 39“ erblickte ein weiterer Genrebeitrag das Licht der Leinwand. Jedenfalls außerhalb des Produktionslandes USA, wo der Streifen gar nicht erst in den Kinos anlief. Ein für gewöhnlich wenig ermutigendes Zeichen für die Qualität eines Films. Ob „Fall 39“ dennoch sehenswert ist oder doch eher einen Fall für die Tonne darstellt, wird nachfolgend erläutert. Weiter lesen »

Four Lions Kritik

four-lionsJeder von uns hat sich doch schon das eine oder andere Mal gefragt, wie Terroristen so ticken. Und damit sind nicht ihre Sprengzünder gemeint, sondern ihre Persönlichkeiten. Oder vereinfacht ausgedrückt: Wie wird aus einem ganz normalen Menschen ein Terrorist, der anderen Leuten nicht einfach die Pest an den Hals wünscht, sondern sie schlichtweg umbringt? Sind Terroristen grundböse Menschen? Oder wurden sie zu dem, was sie wurden, trainiert? Eine durchaus kontroversielle Frage, die Regisseur Christopher Morris einem Antwortversuch unterzieht.

Da es sich bei Morris um einen Briten handelt, ist das Ergebnis fast schon logischerweise eine bitterböse, zynische Satire, die bereits lange vor den jeweiligen Kinostarts für Diskussionen sorgte. Wagen wir uns also ins dunkle Herz der Gotteskrieger vor. Weiter lesen »

Für immer Shrek

2001 machte sich ein grünes Monster mit verheerenden Manieren und schlechten Zähnen auf, zahlreiche auf Märchen basierende Disney-Zeichentrickfilme zu veralbern und gleichzeitig ein neues Erfolgskapitel zu öffnen. Mit dem Oger namens Shrek schuf DreamWorks sein bislang erfolgreichstes Franchise und grub sogar Genreprimus Pixar das Wasser ab. 2010 schließlich erblickt der letzte Teil der „Shrek“-Serie das Licht der Leinwand: „Für immer Shrek“ (im Original: „Shrek Forever After“) stellt den dritten Aufguss des kultigen Originals dar und muss sich gegen den finanziell erfolgreichen, von der Kritik jedoch enttäuscht aufgenommenen Vorgänger bewähren.

Ob dieses Husarenstück gelungen ist, berichtet euer shreklicher Filmkritiker, natürlich wie immer unbestechlich und nicht ganz jugendfrei. Weiter lesen »

Fatso – und wovon träumst du?

Fatso – und wovon träumst du?Teenie-Komödien zählen zu den sichersten Blockbustern, sind sie doch günstig zu produzieren und lassen sich beliebig in Serie produzieren. Die wohl erfolgreichste dieser Serien stellt „American Pie“ dar, die mittlerweile bei Teil 7 (!) angelangt ist. Im Fahrwasser dieses Erfolges entstanden Myriaden an ähnlich derben, meist nicht annähernd so witzigen Komödien. Selbst das nicht gerade als Filmland bekannte Norwegen schickte 2008 eine von „American Pie“ inspirierte Komödie ins Rennen. „Fatso – und wovon träumst du?“ war im Land der Fjorde ein Riesenhit und schickt sich mit der Veröffentlichung auf DVD an, auch Resteuropa zu erobern.

Ob der Streifen tatsächlich etwas taugt oder eher für Nachtmahre sorgt, erfahrt ihr in nachfolgender, verträumter Kritik. Weiter lesen »

From Paris with Love

An der Seine liegend ist Paris naturgemäß nah am Wasser gebaut. Dass die meist eher als weich abgestempelten Franzosen auch eine härtere Gangart einlegen können, bewies zuletzt neben Kopfstoßspezialist Zinedine Zidane Starregisseur Luc Besson („Das Fünfte Element“, „Nikita“). 2008 lieferte er mit dem fulminanten „96 Hours“ einen internationalen Blockbuster ab, der sich hinter der US-Konkurrenz nicht zu verstecken brauchte. Zwei Jahre später versucht er mit „From Paris with Love“ an diesen Erfolg anzuknüpfen. Ob ihm dies mit John Travolta in der Hauptrolle gelungen ist, erfahrt ihr in dieser liebevollen Kritik. Weiter lesen »