Archive for E

Es Kritik

Es Filmkritik

Von außen wirkt Derry wie das Paradebeispiel einer idyllischen, friedlichen Kleinstadt Amerikas. Aber der Schein trügt: Kinder verschwinden auf geheimnisvolle Weise und zurück bleiben oft nur zerfetzte Kleidung oder abgetrennte Körperteile. Was zunächst niemand ahnt ist, dass in der Kanalisation der Stadt ein grausames Wesen sein Unheil treibt und alle 27 Jahre nach Blutopfern giert. 1989 ist es wieder soweit: die Freunde Uris (Wyatt Oleff), Richie (Finn Wolfhard) , Mike (Chosen Jacobs), Bill (Jaden Lieberher), Beverly (Sophia Lillis), Eddie (Jack Dylan Grazer) und Ben (Jeremy Ray Taylor) sehen unheimliche Gestalten und widerliche Kreaturen, hinter denen das böse Wesen aus der Kanalisation steckt. Außerdem verschwindet ein Kind nach dem anderen. Die Freunde nennen die Kreatur, die u.a. in Gestalt des furchteinflößenden Clowns Pennywise erscheint, „Es“. Nur sie können Es sehen, das in Form ihrer schlimmsten Alpträume erscheint. Obwohl der „Club der Verlierer“, wie sich die Jugendlichen selbst nennen, heillos unterlegen scheint, nimmt er den Kampf gegen Es auf. Weiter lesen »

Eine dunkle Begierde Kritik

Schon etwas älter, aber dennoch ein Film auf den man einen Blick zumindestens geworfen haben sollte. Eine dunkle Begierde (Originaltitel: A Dangerous Method) von David Cronenberg (u.a. Die Fliege) aus dem Jahr 2011 ist mit Stars wie Michael Fassbender oder Keira Knightley gespickt und verspricht einen Einblick in die Welt der Psychoanalytiker. Und wenn das Wort Psychoanalytiker fällt, dann sind Assoziationen zu Sigmund Freud wohl am naheliegensten. Und tatsächlich wird in Eine dunkle Begierde die Bekanntschaft und fachliche Auseinandersetzung zwischen Sigmund Freud und Carl Gustav Jung thematisiert, wobei der Fokus aber ganz klar auf Jung und einer seiner Patientin liegt. Weiter lesen »

Erich Mielke – Meister der Angst Kritik

Erich Mielke Meister der Angst FilmkritikIn seiner neuen Dokumentation widmet sich der Berliner Drehbuchautor und Regisseur Jens Becker einem der einflussreichsten Männer der DDR, der das Ministerium für Staatssicherheit zu einem der mächtigsten Geheimdienste der Welt aufbaute: Erich Mielke. Becker konzentrierte sich in den letzten Jahren vor allem auf dokumentarische Werke (“20x Brandenburg”, “Berliner Rand”), inszenierte aber auch fiktive Stoffe, wie z.B. eine Folge der erfolgreichen Krimi-Reihe “Tatort”, Mitte der 90er-Jahre. Fiktives und auf Fakten und stichhaltigen Informationen beruhende dokumentarische Elemente bringt er nun in seinem neuesten Film, “Erick Mielke – Meister der Angst”, zusammen. Weiter lesen »

Enemy Kritik

Enemy FilmkritikDer Geschichtsprofessor Adam (Jake Gyllenhaal) führt ein höhepunktarmes, bedeutungsloses Leben, das außer täglichen Vorlesungen und langweiligem Sex mit Freundin Mary (Mélanie Laurent) nicht sonderlich viel bietet. Sein Leben erfährt eine plötzliche Wendung, als er eines Tages in einem Film eine bemerkenswerte Entdeckung macht: er sieht auf dem Bildschirm einen Schauspieler, der ihm bis aufs Haar gleicht. Die folgenden Tage kann er seinen Doppelgänger nicht vergessen, weshalb er sich entschließt, ihn aufzuspüren und herauszufinden, was hinter der ganzen Geschichte steckt. Immer häufiger beobachtet er den mysteriösen Doppelgänger und weiß bald eine ganze Menge über ihn: er heißt Anthony, spielt in Indie-Filmen mit und selbst seine Stimme klingt exakt wie die von Adam. Schließlich nimmt Adam Kontakt zu seinem Doppelgänger auf. Nachdem Anthony anfangs wenig erfreut reagiert, lässt er sich irgendwann doch auf ein Treffen mit dem Professor ein. Die Situation gerät langsam außer Kontrolle… Weiter lesen »

Elysium Kritik

ElysiumEs ist das Jahr 2154. Die Welt ist eine gigantische Müllhalde und zu einer Zweiklassengesellschaft verkommen und die Schere zwischen arm und reich klafft gewaltig auseinander. Während der Großteil der Menschheit auf dem ehemals blauen Planeten haust, haben sich wenige privilegierte und wohlhabende Menschen auf die Raumstation „Elysium“ zurückgezogen. In sicherer Entfernung zur Erde schwebend, genießen die Bewohner auf der Raumstation ein Leben ohne Unruhen, Kriege und Hunger. Um zu verhindern, dass die Ärmsten der Armen von der Erde aus ihren Weg auf die Raumstation suchen, wacht die skrupellose Secretary Rhodes (Jodie Foster) erbittert über die Einhaltung der strikten Einwanderungsrichtlinien. Zu den Menschen auf der Erde zählt auch der Ex-Sträfling Max (Matt Damon), der die Verbote und Erniedrigungen von Elysium demütig über sich ergehen lässt. Eines Tages kommt es zu einem Arbeitsunfall, bei der Max eine lebensbedrohliche Strahlendosis abbekommt. Ihm bleiben nur wenige Tage, um an die rettende Medizin zu kommen, die es nur auf „Elysium“ gibt. Weiter lesen »

Englisch für Anfänger Kritik

Englisch für AnfaengerDie Hausfrau und Mutter Shashi Godbole (Sridevi) hat allmählich genug: Immer wieder sieht sie sich den Sticheleien und Scherzen ihres Mannes – ein gebildeter Geschäftsmann – und ihrer Tochter ausgesetzt, weil sie der englischen Sprache nicht mächtig ist. Da kommt ihr eine Einladung nach New York zur Hochzeit ihrer Nichte gerade recht. Es dauert nicht lange, und die schüchterne Shashi tritt tatsächlich zu ihrer ersten Auslandsreise an. Kurz darauf findet sie sich in der unbekannten amerikanischen Metropole wieder. Die toughe Frau nimmt sich vor, die Stadt und ihre Menschen zu erkunden. Doch damit nicht genug: Als sich der Versuch einer Bestellung in einem Kaffeehaus auf Grund ihrer mangelnden Englischkenntnisse zum Desaster entwickelt, beschließt sie, einen Englischkurs zu besuchen. Heimlich schreibt sie sich in einen Sprachkurs für Anfänger ein. In dem bunten, multinationalen Haufen von Anfängern fühlt sich Shashi schnell wohl. Allmählich wächst mit ihren Sprachkenntnissen auch ihr Selbstbewusstsein. Weiter lesen »

Evil Dead Kritik

Evil-DeadOlivia (Jessica Lucas) und Eric (Lou Taylor Pucci) haben für ihre drogensüchtige Freundin Mia (Jane Levy) ein Entziehungswochenende in einer abgeschiedenen Waldhütte organisiert. Sie überlebte vor kurzem nur knapp eine Überdosis und soll nun von den Drogen befreit werden. Zu den Dreien stoßen dann noch Mias Bruder David (Shiloh Fernandez) sowie dessen Freundin Natalie (Elizabeth Blackmore). Die erste Zeit läuft alles nach Plan, bis die Freunde in einem gruseligen Kellerraum auf das „Buch des Todes” stoßen. Alle Buchseiten sind mit Warnhinweisen gekennzeichnet, dennoch lässt sich Eric nicht davon abhalten, ein in fremder Sprache verfasstes Gebet laut zu sprechen – nicht ahnend, dass er damit die Hölle auf Erden freisetzt: ein furchterregender Dämon fährt in die labile Mia und sorgt dafür, dass sie die anderen attackiert. Weiter lesen »

Ende der Schonzeit Filmkritik

Ende der Schonzeit1942, irgendwo im Schwarzwald mitten im Zweiten Weltkrieg: Emma (Brigitte Hobmeier) und Fritz (Hans-Jochen Wagner) sind seit viele Jahren verheiratet und leben auf einem Bauernhof, der abgeschieden im Wald liegt. Sie haben nicht viel Geld, doch alles in allem sind sie zufrieden mit ihrem Leben und froh, dass sie vom Krieg auf ihrem Bauernhof nicht allzu viel mitbekommen. Da Fritz jedoch impotent ist, kann er keinen Stammhalter zeugen, der den Hof weiterführen könnte. Eines Tages entdeckt Fritz den Juden Albert (Christian Friedel), der sich im Unterholz vor den Nazis versteckt. Ohne seiner Frau davon zu berichten, bietet er ihm einen Unterschlupf auf dem Hof an. Obwohl Emma wenig begeistert ist und dem Juden mit Vorurteilen begegnet, entwickelt sich zwischen Fritz und Albert schon bald eine enge Freundschaft. Doch nach einiger Zeit bittet Fritz Albert darum, an seiner Stelle mit Emma ein Kind zu zeugen. Albert gibt sein Einverständnis, doch die Schwangerschaft tritt nicht sofort ein. Dieser Umstand führt zu einer immer härteren Belastungsprobe für die fragile und komplizierte Beziehung zwischen den dreien. Weiter lesen »

Eine offene Rechnung Kritik

Regisseur John Madden erlangte Bekanntheit durch seinen Überraschungshit des Filmjahres 1998, den historischen Liebesfilm „Shakespeare in Love“ mit Gwyneth Paltrow in der Hauptrolle. Der Film gewann sieben Oscars und entwickelte sich zu einem der größten kommerziellen Erfolge des ausgehenden Jahrzehnts. Madden ist kein Regisseur, der seine Filme schnell aus der Hüfte schießt. Seit „Shakespeare in Love” hat er sich immer viel Zeit zwischen seinen Filmen gelassen – teils bis zu vier Jahren. Keiner seiner Filme jedoch konnte seither („Killshot“, „Der Beweis“, „Corellis Mandoline“) auch nur ansatzweise an diesen großen Erfolg anknüpfen. Sein aktueller Film „Eine offene Rechnung“ sollte zumindest thematisch brisant genug sein, um wieder das Interesse von Filmfans wecken. Weiter lesen »

Es war einmal in Amerika Kritik

Es war einmal in AmerikaSergio Leone galt bereits als Wegbereiter und Meister des Italo-Western (Leone inszenierte die „Dollar“-Trilogie mit Clint Eastwood sowie den Western-Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“), als er 1984 sein Epos (und gleichzeitig letzten Film) „Es war einmal in Amerika“ vorlegt und einen weiteren Meilenstein schafft, diesmal im Genre des Mafia- und Gangsterfilms. Ein Mammutprojekt: Bis zu sieben Autoren arbeiten an der Adaption des Romans „The Hood“ von Harry Grey und verfassen schließlich knapp 317 Drehbuchseiten, als im Oktober 1981 die erste Klappe fällt. Knapp zwei Jahre sollten die aufreibenden Dreharbeiten dauern, am Ende verfügt Leone über fast zehn Stunden Filmmaterial. Aus diesem kreiert er ein monumentales, überlebensgroßes Meisterwerk von epischer Wucht. War Leone bis dahin einzig bekannt für seine Spaghetti-Western, beweist er mit „Es war einmal in Amerika“ seine inszenatorische Brillanz sowie unverwechselbare Bildsprache und Erzählweise auch im Bereich des Mafiafilms. Seitdem muss man auch Leone zu den großen Gangsterfilm-Regisseuren der jüngeren Filmgeschichte zählen, in einer Reihe mit Francis Ford Coppola („Der Pate“), Brian De Palma („Scarface“, „The Untouchables“, „Carlito’s Way“) und Martin Scorsese („Good Fellas“, „Casino“). Weiter lesen »