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Das Versprechen eines Lebens Kritik

Das Versprechen eines Lebens Kritik

Australien, 1919: Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau, kann sich der Farmer Connor (Russell Crowe) endlich dem widmen, was ihn seit Jahren umtreibt, nämlich der Suche nach seinen vor Jahren verschollenen Söhnen. 1915 kämpften diese in der vernichtenden Schlacht von Gallipoli im Ersten Weltkrieg und gelten seither als vermisst, viele halten sie schon längst für tot. Daran glaubt Connor aber nicht, der sich voller Hoffnung auf eine beschwerliche Reise in die Türkei macht, an den Ort der Kämpfe von damals. Bei seiner Suche nach Hinweisen auf das Schicksal seiner Kinder trifft er in der türkischen Stadt Istanbul auf die attraktive Hotelbesitzerin Ayshe (Olga Kurylenko), in die er sich verliebt. Das wichtigste Ziel jedoch, das Auffinden seiner Söhne, verliert der resolute Connor dabei aber nie aus den Augen. Dabei kann er auf die Unterstützung eines türkischen Majors Hasan (Yilmaz Erdogan) bauen. Weiter lesen »

Dessau Dancers Kritik

Dessau Dancers

Die DDR im Spätsommer 1985: Der US-Breakdance-Film “Beat Street” sorgt dafür, dass die Subkultur der Breakdancer und des Hip-Hop auch in der DDR bekannt wird. Zuvor trat der Film seinen Siegeszug in den westlichen Industriestaaten an. Viele junge DDR-Bürger eifern den Tänzern im Film nach, so auch der 18-jährige Frank (Gordon Kämmerer), der zusammen mit Alex (Oliver Konietzny) und der hübschen Matti (Sonja Gerhardt) eine eigene Breakdance-Gruppe gründet, die sich “Break Beaters” nennt. Bald jedoch sehen die SED-Oberen und einige Parteifunktionäre der Kommission für Unterhaltungskunst diese Entwicklung kritisch, sie sehen unsozialistische Tendenzen. Sie schlagen der Gruppe um Alex einen Deal vor: entweder sie unterstützen die Staatsmacht in ihren Plänen, den “Breakdance sozialistisch zu machen” und lassen sich von der Politik vereinnahmen oder es droht ihnen Zuchthaus. Weiter lesen »

Der große Trip – Wild Kritik

Der große Trip FilmkritikDie 26-jährige Cheryl Strayed (Reese Witherspoon) hatte es in ihrem Leben bisher alles andere als leicht. Ihre Ehe ging in die Brüche, ihre über alles geliebte Mutter (Laura Dern) fiel dem Krebstod zum Opfer und dann verfiel sie auch noch dem Heroin. Ihre Probleme versuchte sie jahrelang mit schnellem Sex zu vergessen. Um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen wagt sie eines Tages das Abenteuer ihre Lebens. Sie begibt sich auf eine fast 2000 Kilometer lange Reise über den berühmten Pacific Crest Trail im Westen der USA. Und das völlig ohne großes Training bzw. Vorbereitung und mit einem viel zu großen Rucksack ausgestattet. Ganz im Einklang mit der Natur, tritt seine Reise in ihr Innerstes an und muss schon bald tödlichen Gefahren wie Hunger, Kälte und steilen Gebirgshängen trotzen. Weiter lesen »

Der wundersame Katzenfisch Kritik

Der wundersame Katzenfisch KritikEines Tages muss sich die 20-jährige Claudia wegen einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus begeben. Dort lernt sie zufällig die selbstbewusste Martha kennen und beide verstehen sich auf Anhieb glänzend. Martha ist jedoch schwer vom Schicksal gebeutelt: Sie hat Aids im fortgeschrittenem Stadium und wohl nur noch wenige Wochen zu leben. Einige Zeit nach der Entlassung aus der Klinik, lädt Martha Claudia zu sich nach Hause ein. Dort schließt die junge Frau die liebenswerten Mitglieder der Großfamilie sofort in ihr Herz. Claudia, die selber viele Jahre allein und einsam gelebt hat, fühlt sich bei der Familie aufgehoben und umsorgt. Im Laufe der Zeit wird sie zu einem wichtigen, unverzichtbaren Teil der Familie und sie muss sich fragen, welche Rolle sie nach dem Tod von Martha spielen will. Weiter lesen »

Das Schicksal ist ein mieser Verräter FilmkritikHazel Grace Lancaster (Shailene Woodley) ist ein 16-jähriges, kluges Mädchen, das aufgrund ihrer Krebserkrankung bisher keine leichte Jugend hatte. Vor drei Jahren diagnostizierten die Ärzte bei ihr Schilddrüsenkrebs. Dank einer besonderen Medikamentation kann sie aber zumindest einigermaßen ungehindert am Alltagsleben teilzunehmen und viele Dinge tun, die gesunde Teenager auch machen können. Eines Tages überreden sie ihre besorgten Eltern, an einer Selbsthilfegruppe teilzunehmen. Zunächst geht sie nur widerwillig dort hin, aber in dem charmanten Augustus (Ansel Elgort) lernt sie kurz darauf einen sehr interessanten Jungen kennen, der ihr die Besuche bei der Gruppe erträglich macht. Doch Augustus hält sie zunächst bewusst auf Distanz, davon überzeugt, dass ihre Beziehung angesichts der Erkrankung keine Chance hat. Ein Überraschungstrip nach Amsterdam, wo Hazels’ Lieblingsautor lebt, soll ihr beider Leben für immer ändern. Weiter lesen »

Dom Hemingway Kritik

Dom HemingwayNach zwölf Jahren hinter Gittern kehrt der notorisch schlecht gelaunte, egomanische Safe-Knacker Dom Hemingway (Jude Law) zurück in seine Londoner Heimatstadt. Dom will seinen Anteil aus dem letzten großen Coup zurück haben, die Beute befindet sich jedoch im Besitz von Ex-Boss Mr. Fontaine (Damian Bichir). Doch das Geld ist nicht alles, worauf Dom einen Anspruch erhebt. Der frisch entlassene (Ex-) Betrüger erwartet von Fontaine zudem eine Belohnung dafür, dass er ihn nicht verraten hat. Das Problem: Dom erreicht mit seiner arroganten Art schnell das Gegenteil von dem, was er eigentlich will und sorgt dafür, dass die Situation zu eskalieren droht. Als sich Hemingway dann auch noch an Fontaines heißblütige Freundin Paolina (Madalina Diana Ghenea) heranmacht, scheint alles zu spät. Weiter lesen »

Die Bücherdiebin Kritik

Die Buecherdiebin kritikDie Familie Meminger wird im Zweiten Weltkriegs brutal auseinandergerissen. Für die kluge neunjährige Tochter Liesel (Sophie Nélisse) geht es nach München, wo sie bei den Pflegeeltern Hans (Geoffrey Rush) und Rosa Hubermann (Emily Watson) unterkommt. Bald merkt Liesel, dass sie nicht das einzige Kind im Haus der Pflegeeltern ist. Sie halten zudem den jungen Juden Max (Ben Schnetzer) bei sich versteckt, mit dem sich Liesel kurz darauf anfreundet. Max bringt Liesel das Lesen bei und macht sie mit der Magie und Kraft der Literatur vertraut. Als der Krieg um sie herum durch ständige Bombardierungen und Deportationen immer schlimmere Ausmaße annimmt, beginnt sie, sich in die Fantasiewelten der Bücher zu flüchten. Darunter befinden sich Bücher wie “Faust” und der Duden, aber auch Hitlers “Mein Kampf”, als Verkünder eines unheilvollen Schicksals. Weiter lesen »

Das finstere Tal Kritik

Das finstere Tal KritikEin entlegenes Bergdorf in den Alpen Ende des 19. Jahrhunderts: In der abgeschiedenen Dorfgemeinde herrscht die Brenner-Familie unter der harten Führung des Patriarchen (Hans-Michael Rehberg) und seinen Söhnen Hans (Tobias Moretti), Hubert (Helmuth Häusler) sowie ihren vier Brüdern. Fremde verlaufen sich nur sehr selten in das Dorf. Doch alles ändert sich mit der Ankunft des geheimnisvollen Vagabunden Greider (Sam Riley). Der Fremde kommt aus den USA, wo er den rauhen, amerikanischen Wilden Westen kennenlernte. Mit seiner weltmännischen Art erregt er bald das Interesse der gesamten Dorfgemeinschaft, vor allem aber das der jungen, attraktiven Luzi (Paula Beer). Doch Greider verbirgt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit, das schwer auf ihm lastet. Das Ereignis ist untrennbar mit einem düsteren Geheimnis verbunden, das die Brenner-Familie umgibt. Weiter lesen »

Der blinde Fleck Kritik

Der blinde Fleck film kritikAm 26. September 1980 ereignete sich der schwerste Terroranschlag in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg: Eine Bombenexplosion traf das größte Volksfest der Welt, das Münchener Oktoberfest. Der Anschlag riss 13 Menschen in den Tod und über weit über 200 Unschuldige erlitten zum Teil schwerste Verletzungen. Schnell machten die Behörden den radikalen Einzeltäter Gundolf Köhler (Fabian Halbig) für die Tat verantwortlich. Einige Jahre später: der BR-Reporter Ulrich Chaussy (Benno Fürmann) wird von seinem Chef beauftragt, einen Beitrag über den Anschlag zu machen. Eigentlich will Chaussy nur einen kurzen Bericht über die damaligen Ereignisse zusammenstellen, stößt bei seinen intensiven Recherchen jedoch auf immer mehr Ungereimtheiten und Widersprüche. Als auch noch wichtige Beweise aus der Asservatenkammer verschwinden, steht für den Reporter fest: an den von Verfassungsschutz und Innenministerium kommunizierten Darstellungen kann etwas nicht stimmen. Mit der Hilfe des Anwalts Werner Dietrich (Jörg Hartmann), nimmt er die Suche nach der Wahrheit auf. Weiter lesen »

Das radikal Böse Kritik

Das radikal Boese FilmkritikDer neue Film von Ausnahme-Regisseur Stefan Ruzowitzky befasst sich mit dem wohl dunkelsten Kapitel des 20. Jahrhunderts: der perfekt organisierten Massenermordung von Millionen unschuldiger Menschen in Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs. Sein Doku-Drama „Das radikal Böse“ befasst sich dabei mit der Frage, was einen Menschen dazu treiben kann, sich an den systematischen Ermordungen zu beteiligen. Wie ist es möglich, dass aus ganz normalen Menschen, zumeist Familienväter mit Kindern, brutale und rücksichtslose Mörder ohne Gewissen werden? Wie können Menschen zu solchen Schandtaten fähig sein? Darüber hinaus geht Ruzowitzy der Frage nach, was „das Böse“ überhaupt ist und wie es entsteht. Der Regisseur bedient sich dabei einer Reihe von klassischen dokumentarischen Elementen und Stilmitteln. Originalaufnahmen, Expertenbefragungen und nachgestellten Szenen vermischt er zu einem ausgewogenen, homogene Ganzen und liefert so einen fesselnden Bericht darüber, wie die menschliche Psyche in Ausnahmesituationen oder im Zuge von Gruppendynamik funktioniert. Weiter lesen »