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Demolition – Liebe und Leben Kritik

Demolition Kritik

Seltsamerweise fühlt der schwerreiche Investmentbanker Davis Mitchell (Jake Gyllenhaal) keinen Schmerz, nachdem er den Unfalltod seiner Frau hautnah mit ansehen musste. Davis saß direkt neben ihr, bekam aber nicht einen einzigen Kratzer ab. Er kommt nicht damit klar, dass ihn der Verlust der Ehefrau kaum berührt, weshalb er versucht, seine (kaum vorhandenen) Gefühle und Gedanken in einen Brief zu packen. Den Brief schickt er an die Betreiber-Firma eines Süßigkeiten-Automaten, aus dem er sich kurz nach Julias Tod in der Klinik etwas ziehen wollte. Die Briefe erhält die Kundendienstmitarbeiterin Karen Moreno (Naomi Watts), die von der entwaffnenden Offenheit und Ehrlichkeit des Absenders derart beeindruckend ist, dass sie Davis eines Nachts anruft. Der sich häufende Kontakt mit Karen, die noch einen jugendlichen Sohn (Judah Lewis) hat, und die Briefe, die Davis weiterhin schreibt, sorgen dafür, dass er allmählich wieder Boden unter den Füßen gewinnt. Doch bevor er ein neues Leben beginnen kann, scheint er erst sein altes Dasein komplett hinter sich lassen, ja regelrecht “demolieren”, zu müssen. Weiter lesen »

Die Kommune Kritik

Die Kommune Filmkritik

Der Architektur-Dozent Erik (Ulrich Thomsen) entscheidet sich, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Anna (Trine Dyrholm) und der gemeinsamen Tochter, für eine alternative Lebensform: sie wollen die frisch geerbte Villa zu einer Kommune mit Gleichgesinnten umfunktionieren. Schon lange langweilt sie das gut bürgerliche Leben und andere Mitbewohner würden zudem attraktive Mieteinkünfte in die Haushaltskasse bringen. Also veranstalten sie eine Art „Casting“, um geeignete Menschen zu finden, die ihre Ansichten und Weltanschauungen teilen. Die erste Zeit im neuen Heim ist geprägt von viel Spaß unter den Bewohnern, familiärem Zusammenhalt und einer neu gewonnenen Freiheit. Allmählich jedoch zeigt sich, dass die Utopie vom offenen, glücklichen Kommunenleben nur schwer mit menschlichen Gefühlen und persönlichen Bedürfnissen vereinbar ist. Als sich Erik nämlich in die hübsche Studentin Emma (Helene Reingaard Neumann) verliebt, die später sogar als Mitbewohnerin in die Kommune aufgenommen wird, beginnen die Probleme. Weiter lesen »

Dirty Grandpa Kritik

Dirty Grandpa KritikDick Kelly (Robert de Niro) ist in Rente und seit kurzem auch noch Witwer. Um wieder den Spaß am Leben zu finden und zu prüfen, ob er noch seinen „Mann stehen kann“, will er mit seinem spießigen Enkel Jason (Zac Efron) zum „Spring Break“ nach Florida. Jason soll ihn aber zunächst nur hin kutschieren, damit sich der rüstige und partywillige 70-jähirge Dick ganz dem Alkohol und den Frauen hingeben kann. Geschockt zeigt sich Jason aber gleich nach der Ankunft in Daytona Beach. Sein Opa bandelt nicht nur mit einer sexverrückten Studentin an und äußert sich lauthals abfällig über Minderheiten sondern verhält sich auch noch beständig wie ein betrunkener, unreifer Teenager. Und das alles, kurz bevor Jason – ein strebsamer und erfolgreicher Junganwalt – seine Verlobte Meredith (Julianne Hough) vor den Traualtar führen will. Weiter lesen »

Dirigenten - Jede Bewegung zählt!Die mitreißende Doku „Dirigenten“ begleitet fünf junge Nachwuchs-DirigentInnen bei ihrer Teilnahme beim „Internationalen Sir Georg Solti Dirigentenwettbewerb“, einem der bekanntesten und renommiertesten Wettbewerbe dieser Art weltweit. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre in Frankfurt am Main statt, jedes Mal bewerben sich Hunderte von talentierten jungen Dirigenten, aber nur einer kann gewinnen. Wer dies schafft, dem steht eine aussichtsreiche, steile Karriere in der Welt der klassischen Musik bevor. Das Finale findet in der legendären Alten Oper in Frankfurt statt, der Gewinner erhält am Ende nicht nur ein Preisgeld von 15.000 Euro, sondern wird auch zum Frankfurter Opern- und Museumsorchester sowie dem hr-Sinfonieorchester eingeladen. Dort darf er sein Können beweisen und Erfahrung sammeln. Der Name des Wettbewerbs geht zurück auf den 1997 verstorbenen legendären Dirigenten Sir Georg Solti, der in den 50er-Jahren Generalmusikdirektor von Frankfurt am Main war. Weiter lesen »

Den Menschen so fern Kritik

Den Menschen so fern filmkritikEin abgelegenes algerisches Dorf Mitte der 50er-Jahre: Der ehemalige Soldat der französischen Armee, Daru (Viggo Mortensen), arbeitet dort als Französisch-Lehrer für Kinder des Dorfes. Die Lage in dem afrikanischen Land spitzt sich immer mehr zu, denn ein Krieg zwischen der algerischen Unabhängigkeitsbewegung und den Kolonialherren aus Frankreich steht kurz bevor. Teil dieser konfliktreichen, gefährlichen Situation wird Daru, als er den Bauern Mohamed (Reda Kateb) in das nächstgelegene Dorf zur Polizeistation geleiten soll. Mohamed wird ein Mord vorgeworfen. Widerwillig nimmt Daru den “Job” an, da es sonst zum Streit mit seinem befreundeten Gendarmen kommen wird, der ihn mit der Überführung beauftragt hat. Auf der langen, beschwerlichen Reise durch die unwirtliche Natur des rauen Atlasgebirges, kommen sich die beiden Außenseiter langsam näher und Daru muss sich fragen: führt er die Aufgabe wie befohlen aus oder lässt er den Beschuldigten frei? Weiter lesen »

Das dunkle Gen Kritik

das dunkle gen filmkritikDie eindringliche, persönlich gefärbte Dokumentation “Das dunkle Gen” begibt sich auf die Suche nach Ursachen für eine der häufigsten psychischen Erkrankungen unserer heutigen Gesellschaft: der Depression. Im Mittelpunkt der deutschen Doku steht der Arzt Frank Schauder, der selbst seit Jahren unter der schweren Erkrankung leidet, für die bis heute die Gründe und Ursachen noch nicht eindeutig ausgemacht wurden – trotz beträchtlicher Fortschritte in Medizin, Wissenschaft und Forschung in den vergangenen Jahren. Er ist beides: Arzt und Patient und kann daher sehr gut nachvollziehen, wie sich viele der Patienten von Neurologen und Psychiater heute fühlen und welchen Leidensweg sie durchlaufen. Gleichzeitig ist er aber auch Arzt und versucht in diesem Film daher auch, die oft komplexen Inhalte und Gegenstände rund um die Themen “Hirnforschung” und “Humangenetik” allgemein und mit Hilfe von Animationen zu erläutern und nachvollziehbar zu machen. Weiter lesen »

Das Versprechen eines Lebens Kritik

Das Versprechen eines Lebens Kritik

Australien, 1919: Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau, kann sich der Farmer Connor (Russell Crowe) endlich dem widmen, was ihn seit Jahren umtreibt, nämlich der Suche nach seinen vor Jahren verschollenen Söhnen. 1915 kämpften diese in der vernichtenden Schlacht von Gallipoli im Ersten Weltkrieg und gelten seither als vermisst, viele halten sie schon längst für tot. Daran glaubt Connor aber nicht, der sich voller Hoffnung auf eine beschwerliche Reise in die Türkei macht, an den Ort der Kämpfe von damals. Bei seiner Suche nach Hinweisen auf das Schicksal seiner Kinder trifft er in der türkischen Stadt Istanbul auf die attraktive Hotelbesitzerin Ayshe (Olga Kurylenko), in die er sich verliebt. Das wichtigste Ziel jedoch, das Auffinden seiner Söhne, verliert der resolute Connor dabei aber nie aus den Augen. Dabei kann er auf die Unterstützung eines türkischen Majors Hasan (Yilmaz Erdogan) bauen. Weiter lesen »

Dessau Dancers Kritik

Dessau Dancers

Die DDR im Spätsommer 1985: Der US-Breakdance-Film “Beat Street” sorgt dafür, dass die Subkultur der Breakdancer und des Hip-Hop auch in der DDR bekannt wird. Zuvor trat der Film seinen Siegeszug in den westlichen Industriestaaten an. Viele junge DDR-Bürger eifern den Tänzern im Film nach, so auch der 18-jährige Frank (Gordon Kämmerer), der zusammen mit Alex (Oliver Konietzny) und der hübschen Matti (Sonja Gerhardt) eine eigene Breakdance-Gruppe gründet, die sich “Break Beaters” nennt. Bald jedoch sehen die SED-Oberen und einige Parteifunktionäre der Kommission für Unterhaltungskunst diese Entwicklung kritisch, sie sehen unsozialistische Tendenzen. Sie schlagen der Gruppe um Alex einen Deal vor: entweder sie unterstützen die Staatsmacht in ihren Plänen, den “Breakdance sozialistisch zu machen” und lassen sich von der Politik vereinnahmen oder es droht ihnen Zuchthaus. Weiter lesen »

Der große Trip – Wild Kritik

Der große Trip FilmkritikDie 26-jährige Cheryl Strayed (Reese Witherspoon) hatte es in ihrem Leben bisher alles andere als leicht. Ihre Ehe ging in die Brüche, ihre über alles geliebte Mutter (Laura Dern) fiel dem Krebstod zum Opfer und dann verfiel sie auch noch dem Heroin. Ihre Probleme versuchte sie jahrelang mit schnellem Sex zu vergessen. Um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen wagt sie eines Tages das Abenteuer ihre Lebens. Sie begibt sich auf eine fast 2000 Kilometer lange Reise über den berühmten Pacific Crest Trail im Westen der USA. Und das völlig ohne großes Training bzw. Vorbereitung und mit einem viel zu großen Rucksack ausgestattet. Ganz im Einklang mit der Natur, tritt seine Reise in ihr Innerstes an und muss schon bald tödlichen Gefahren wie Hunger, Kälte und steilen Gebirgshängen trotzen. Weiter lesen »

Der wundersame Katzenfisch Kritik

Der wundersame Katzenfisch KritikEines Tages muss sich die 20-jährige Claudia wegen einer Blinddarmentzündung ins Krankenhaus begeben. Dort lernt sie zufällig die selbstbewusste Martha kennen und beide verstehen sich auf Anhieb glänzend. Martha ist jedoch schwer vom Schicksal gebeutelt: Sie hat Aids im fortgeschrittenem Stadium und wohl nur noch wenige Wochen zu leben. Einige Zeit nach der Entlassung aus der Klinik, lädt Martha Claudia zu sich nach Hause ein. Dort schließt die junge Frau die liebenswerten Mitglieder der Großfamilie sofort in ihr Herz. Claudia, die selber viele Jahre allein und einsam gelebt hat, fühlt sich bei der Familie aufgehoben und umsorgt. Im Laufe der Zeit wird sie zu einem wichtigen, unverzichtbaren Teil der Familie und sie muss sich fragen, welche Rolle sie nach dem Tod von Martha spielen will. Weiter lesen »