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Die Wunderübung Kritik

Die Wunderübung Kritik

Seit mittlerweile 17 Jahren sind der Ingenieur Valentin (Devid Striesow) und Joana (Aglaia Szyszkowitz) verheiratetet. Ihre Kinder sind fast volljährig. Die Leidenschaft und Lust innerhalb der Beziehung sind jedoch schon lange verflogen, stattdessen dominieren regelmäßiger Streit, unbehandelte Konflikte und gegenseitige Vorwürfe den (Beziehungs-) Alltag der Beiden. Zusammen suchen sie einen Paartherapeuten (Erwin Steinhauer) auf, der die Wogen glätten und seinen Beitrag zur Rettung der Beziehung leisten soll. Schnell merkt der Therapeut in der probatorischen Sitzung, dass es sich bei dem Ehepaar tatsächlich um einen „schweren Fall“ handelt. Einen unerwarteten Verlauf nimmt die Sitzung, als der Therapeut eine Mail bekommt, die sein eigenes Leben auf den Kopf stellt. Weiter lesen »

Der Hauptmann Kritik

Der Hauptmann Kritik

Nordwestdeutschland während der letzten Kriegstage: Willi Herold (Max Hubacher) ist ein einfacher Gefreiter, der sich auf der Flucht vor seinen Vorgesetzten befindet. Das Glück meint es gut mit ihm, als er in einem verwaisten Auto zufällig die Uniform eines hochdekorierten Offiziers findet, die ihm noch dazu wie angegossen passt. Schnell gelingt es ihm, seine neue Rolle glaubhaft auch vor anderen Geflüchteten darzustellen. Und so schart er bald eine Gruppe versprengter Soldaten (u.a. Milan Peschel, Frederick Lau) um sich, die in ihm eine echte Autoritätsperson sehen. Auch in dem emsländischen „Lager 2“ gelingt es Herold erfolgreich, den Offizier zu spielen. Und geht dort sogar noch weiter: er behauptet, der Führer höchstpersönlich habe ihm den Befehl erteilt, rigoros gegen Deserteure und Gefangene der Straflager vorzugehen. Es dauert nicht lange und Herold lässt zahllose Gefangene brutal hinrichten. Und auch er selbst wird zum Henker. Weiter lesen »

Der seidene Faden Kritik

Der seidene Faden Kritik

London zu Beginn der 50er-Jahre: Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) ist der bekannteste Schneider der Stadt. Gemeinsam mit seiner Schwester Cyril (Lesley Manville) betreibt er das Edel-Label „The House of Woodcock“ und entwirft teure und prunkvolle Mode für die bessere Londoner Gesellschaft sowie die Royal Family. Woodcock ist überzeugter Junggeselle und hat viele Affären, die ihm zur Kreativitätssteigerung und Inspiration dienen. Eine feste Beziehung kam für den Stardesigner bisher nicht in Frage, dafür ist er viel zu sehr Kontrollfreak und Herr über seine Gefühle. Eines Tages lernt er die selbstsichere Kellnerin Alma Elson (Vicky Krieps) kennen. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen und es dauert nicht lange, bis die Zwei eine Beziehung eingehen. Am Anfang läuft noch alles wunderbar, doch allmählich gerät das sonst so streng durchgeplante Leben von Woodcock ins Wanken. Weiter lesen »

Drei Zinnen Kritik

Drei Zinnen Filmkritik

Vor zwei Jahren hat sich Lea (Bérénice Bejo) von ihrem Mann getrennt. Seither lebt sie mit Aaron (Alexander Fehling) zusammen, der sich sehr gut mit Leas Sohn Tristan (Arian Montgomery) versteht. Der achtjährige hat sich mit der Situation arrangiert und die „Patchwork“-Familie will in einer einsam gelegenen Berghütte in Südtirol ein paar entspannte Tage verbringen. Doch vor Ort zeigt sich, dass unter der Oberfläche unterdrückte Gefühle und angestautes Misstrauen lauern: Tristan verhält sich Aaron gegenüber immer merkwürdiger und Lea versucht, die Wogen zu glätten. Doch im Laufe der Zeit werden die Spannungen zwischen Tristan und seinem „Ersatzvater“ immer größer. Im Rahmen einer Bergtour, die die Beiden unternehmen, droht die Situation zu eskalieren.
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Dunkirk Kritik

Dunkirk Filmkritik

Mai 1940: Hitlers Nazi-Regime ist dabei, weite Teile Europas zu erobern. Hinzu kommt, dass den Alliierten im nordfranzösischen Dünkirchen (Dunkirk) nun ein vernichtender Schlag droht. 400 000 alliierte Soldaten (darunter Briten, Franzosen, Belgier und Niederländer) sind in der Hafenstadt eingekesselt. Vor ihnen liegt die Nordsee, hinter ihnen rücken die deutschen Panzer immer näher. Kommt es zur Zerschlagung der alliierten Armeen und Korps, ist Hitlers Siegeszug auf dem Kontinent nicht mehr aufzuhalten. Wie durch ein Wunder gelingt es den Eingekesselten aber, den letzten Brückenhafen zu halten und eine in der Geschichte einmalige Evakuierungsaktion in Gang zu setzen: die „Operation Dynamo“. Im Laufe dieser Aktion gelingt es u.a. mit Hilfe vieler privater britischer Yachten und Segelboote, einen Großteil der Soldaten aufs britische Festland überzusetzen. Am Ende gelingt die Rettung von 85 Prozent der 400 000 ursprünglich dem Tode geweihten Männer. Weiter lesen »

Der Himmel wird warten Kritik

Sylvie (Clotilde Courau) und ihre Tochter Mélanie (Naomi Amarger) sind wie beste Freundinnen, die über alles miteinander reden können. Bis sich Mélanie mehr und mehr aus der realen Welt zurückzieht. Der Grund: sie hat im Internet einen Mann kennengelernt, der sie mit Komplimenten umwirbt und mit ihr in einer Weise über den Islam spricht, die auf den Teenager einen erheblichen Einfluss hat. Zu spät merkt sie, dass der Mann ein fundamentalistischer IS-Extremist ist. Im Laufe der Zeit entwickelt sie sich zu einer radikalen Islamistin, die sich den hasserfüllten Gotteskriegern anschließt. Ähnliches mussten auch Catherine (Sandrine Bonnaire) und Samir (Zinedine Soualem) mit ihrer Tochter Sonia (Noémie Merlant) durchmachen. Als die Polizei eines Nachts in ihr Haus eindringt, ist es fast zu spät. Auch sie bekamen nicht mit, dass Sonia immer mehr mit den Terroristen sympathisierte. Weiter lesen »

Dieses Sommergefühl Kritik

Dieses Sommergefühl FilmkritikDie Französin Sasha (Stéphanie Daub-Laurent) lebt mit ihrem New Yorker Freund Lawrence (Anders Danielsen Lie) in Berlin und genießt den Sommer. Das Liebesglück wird jäh zerstört als Sasha völlig überraschend stirbt. Für ihren Freund, Sashas Schwester Zoe (Judith Chemla) und ihre Familie beginnt eine lange Zeit der Verarbeitung. Wie das Unbegreifliche akzeptieren? Ein Jahr später: Zoe hadert mit ihrem Eheleben in Paris, während Lawrence noch immer sehr stark mit dem Verlust kämpft. Um auf andere Gedanken zu kommen, reist er nach New York zu einer Freundin. Unterdessen reisen Sashas Eltern ins idyllisch-ländliche Annecy, um dort zurück ins Leben zu finden. „Dieses Sommergefühl“ begleitet die Protagonisten über einen Zeitraum von drei Jahren. Und jeder von ihnen hat seine ganz eigene Art, die Trauer zu bewältigen. Weiter lesen »

Die Insel der besonderen Kinder Kritik

Die Insel der besonderen Kinder FilmkritikJacob (Asa Butterfield) ist mit den abenteuerlichen Geschichten seines Großvaters Abraham (Terence Stamp) aufgewachsen. Darin beschrieb Abraham seine eigene Kindheit, die er angeblich auf einer abgeschiedenen Insel unter lauter übernatürlich begabten Kindern verbracht hat. Dort versteckten sie sich vor Monstern und waren geeint in dem Schicksal, aufgrund der außergewöhnlichen Kräfte, anders als die anderen zu sein. Früher war Jacob fasziniert von diesen Erzählungen, doch im Laufe der Jahre schenkte er ihnen immer weniger glauben. Eines Tages jedoch findet er Abraham im Garten liegend – ohne Augen und zerfleischt von einem unheimlichen Wesen. Jacob will dem tragischen Vorfall auf den Grund gehen. Waren die Geschichten über die „Insel der besonderen Kinder“ doch keine Erfindung? Jacob überredet seine Eltern zu dem Waisenhaus zu fahren, in dem Abraham als Kind gelebt hat. Es dauert nicht lange und Jacob macht Bekanntschaft mit außergewöhnlichen Kindern die über Superkräfte verfügen, die er alle bereits kennt – aus den Erzählungen des Großvaters. Weiter lesen »

Don’t Breathe Kritik

Don't Breathe Filmkritik

Mit Gelegenheits-Diebstählen bessern sich Alex (Dylan Minnette), Rocky (Jane Levy) und Money (Daniel Zovatto) ihr Konto auf, denn alle drei leiden unter akuter Finanznot. Dem draufgängerischen Alex kommt zugute, dass sein Vater ein Sicherheitsgeschäft hat – und er aufgrund dessen alle Tricks kennt, die Sicherheits- und Überwachungssysteme der Villen auszuhebeln. Ihr neustes Opfer scheint ein leichtes Ziel zu sein: ein Kriegsveteranen (Stephen Lang) soll nach dem Unfalltod seines Kindes eine hohe Summe Schmerzensgeld zugesprochen bekommen haben und das Geld im Haus verstecken. Was den Coup so einfach erscheinen lässt: ihr potenzielles Opfer ist blind und daher scheinbar schutzlos den Einbrechern ausgeliefert. Doch nachdem die Drei tatsächlich ins Haus des Mannes eingestiegen sind, wird ihnen schnell klar, dass dieser alles andere als wehr- und harmlos ist. Ein brutaler Kampf ums Überleben beginnt, bei dem der blinde Mann seine geschärften Sinne einsetzt. Weiter lesen »

Demolition – Liebe und Leben Kritik

Demolition Kritik

Seltsamerweise fühlt der schwerreiche Investmentbanker Davis Mitchell (Jake Gyllenhaal) keinen Schmerz, nachdem er den Unfalltod seiner Frau hautnah mit ansehen musste. Davis saß direkt neben ihr, bekam aber nicht einen einzigen Kratzer ab. Er kommt nicht damit klar, dass ihn der Verlust der Ehefrau kaum berührt, weshalb er versucht, seine (kaum vorhandenen) Gefühle und Gedanken in einen Brief zu packen. Den Brief schickt er an die Betreiber-Firma eines Süßigkeiten-Automaten, aus dem er sich kurz nach Julias Tod in der Klinik etwas ziehen wollte. Die Briefe erhält die Kundendienstmitarbeiterin Karen Moreno (Naomi Watts), die von der entwaffnenden Offenheit und Ehrlichkeit des Absenders derart beeindruckend ist, dass sie Davis eines Nachts anruft. Der sich häufende Kontakt mit Karen, die noch einen jugendlichen Sohn (Judah Lewis) hat, und die Briefe, die Davis weiterhin schreibt, sorgen dafür, dass er allmählich wieder Boden unter den Füßen gewinnt. Doch bevor er ein neues Leben beginnen kann, scheint er erst sein altes Dasein komplett hinter sich lassen, ja regelrecht “demolieren”, zu müssen. Weiter lesen »