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Doctor Sleeps Erwachen Kritik

Mehrere Jahrzehnte sind vergangen, seit Danny Torrance (Ewan McGregor) im Overlook-Hotel Zeuge des Wahnsinns wurde und den blutigen Amoklauf seines Vaters miterleben musste. Genau wie dieser ist auch Danny im Laufe der Jahre dem Alkohol verfallen. Einerseits um das Geschehene zu vergessen, andererseits um jene Fähigkeit zu unterdrücken, die ihn von den meisten anderen Menschen unterscheidet: das Shining. Nach dem Umzug in eine Kleinstadt und dem Antritt einer Stelle in einem Hospiz erhält Danny eines Tages die Möglichkeit auf einen Neuanfang. Und er scheint diese zu nutzen, zumal er mittlerweile auch dem Alkohol abgeschworen hat. Alles ändert sich, als die ebenfalls übersinnlich begabte Teenagerin Abra (Kyliegh Curran) Danny um Hilfe bittet. Angeblich treibt eine geheimnisvolle Sekte ihr Unwesen, deren Anführerin (Rebecca Ferguson) es auf all jene abgesehen hat, die über das Shining verfügen.

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Das Wunder von Marseille Kritik

Nura (Mizanur Rahaman) und sein Sohn Fahim (Ahmed Assad) verlassen ihre Heimat Bangladesch in Richtung Frankreich. In Paris hofft Nura, dass er schnell eine Bleibe und Arbeit findet, um die in der Heimat zurückgelassenen Familienmitglieder schnell nachzuholen. Doch die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam und auch ein Job findet sich nicht so schnell. Außerdem droht – ohne Arbeit und Asylstatus –  jederzeit die Abschiebung. Von alledem zunächst ungerührt bleibt der schachbegabte Fahim, der nur ein Ziel vor Augen hat: Er will ein großer Schachmeister werden. Auf Fahims Fähigkeiten wird eines Tages Sylvain (Gérard Depardieu), einer der bekanntesten Schachspieler des Landes, aufmerksam. Er erklärt sich bereit, Fahim unter seine Fittiche zu nehmen. Unterdessen gleitet Nura immer mehr in die Illegalität ab und es bleibt nur eine Möglichkeit, seine Abschiebung zu verhindern: Fahim muss das bald anstehende Schachturnier gewinnen.

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Dumbo Kritik

Dumbo Filmkritik

Viele Jahre war Holt Farrier (Colin Farrell) der Star der Zirkusfamilie von Max Medici (Danny DeVito). Der Erste Weltkrieg änderte jedoch alles: Als Farrier 1918 nach dem Krieg zu Hause ankommt, ist er ein psychisches Wrack und auch körperlich stark eingeschränkt. In den Kampfhandlungen verlor er einen Arm. Immerhin stellt Medici seinen Ex-Star wieder ein und hat sogleich eine ganz besondere Aufgabe für ihn. Farrier soll sich um ein Elefantenjunges kümmern, das aufgrund seiner viel zu großen Ohren schnell das Gelächter der Zirkusbesucher auf sich zieht. Sein Name: Dumbo. Nachdem Farriers Kinder zufällig herausfinden, dass Dumbo mit seinen Riesenohren in der Lage ist zu fliegen, wird das Jungtier jedoch schnell zum Publikumsliebling und Kassenmagneten. Dies ruft schließlich auch den geldgieren Unternehmer V.A. Vandevere (Michael Keaton) auf den Plan, der  Medicis Zirkus kauft und Dumbo zum Star seines Phantasiereichs und Freizeitparks „Dreamland“ machen will. Schon bald erkennen Farrier und seine Kinder dessen wahre Absichten. Gelingt ihnen die Flucht? Weiter lesen »

Der verlorene Sohn Kritik

Der verlorene Sohn Kritik

Garrard Conley (Lucas Hedges) wächst in einem streng gläubigen Haushalt im Bible Belt Amerikas auf. Sein Vater ist der erzkonservative Baptistenprediger Marshall (Russell Crowe) und auch Mutter Nancy (Nicole Kidman) hat ihr Leben Gott gewidmet. Als die Eltern erfahren, dass sich Garrard zu Männern hingezogen fühlt, ist das ein Schock für seine Eltern – und die Homosexualität des Sohnes absolut nicht hinnehmbar. Deshalb zwingen sie Garrard zu einer Konversionstherapie. Im Camp der Organisation „Love in Action“, die vom resoluten und herrischen Victor Skyes (Joel Edgerton) geleitet wird, soll Garrard von seiner „Krankheit“ geheilt werden. Im Laufe der Zeit erkennt Garrard, dass er seine Neigungen nicht unterdrücken kann und sie außerdem nicht unnormal ist. Er muss sich entscheiden: Lebt er seine Sexualität, ist das Verhältnis zum Vater zerstört. Weiter lesen »

Das schönste Mädchen der Welt Kritik

Das Schönste Mädchen der Welt Kritik

Das „schönste Mädchen der Welt“ ist für Cyril (Aaron Hilmer) ganz eindeutig die ebenso coole wie attraktive Roxy (Luna Wedler). Sie ist vor kurzem von ihrer Schule geflogen und neu in Cyrils Klasse gekommen. Cyril rechnet sich jedoch nicht allzu große Chancen aus, auch wenn er sich während der Klassenfahrt nach Berlin tatsächlich mit ihr anfreundet. Denn einerseits leidet der Außenseiter unter seiner ziemlich großen Nase, weshalb er von den anderen verspottet wird. Und andererseits scheint es Roxy ohnehin eher auf den hübschen Rick (Damian Hardung) abgesehen zu haben. Außerdem gibt es da noch den machohaften Schürzenjäger Benno (Jonas Ems), der Roxy unbedingt rumkriegen will. Um Roxy vor Benno zu schützen, kommt Cyril auf eine ungewöhnliche Idee: Er fängt an, SMS und Liedtexte für Roxy zu schreiben, ohne sich zu erkennen zu geben. Stattdessen gibt er Rick als Autor der Zeilen an, dessen Chancen bei Roxy damit steigen. Eine gute Idee? Oder soll sich Cyril als der wahre Verfasser der emotionalen Texte outen? Weiter lesen »

Die Wunderübung Kritik

Die Wunderübung Kritik

Seit mittlerweile 17 Jahren sind der Ingenieur Valentin (Devid Striesow) und Joana (Aglaia Szyszkowitz) verheiratetet. Ihre Kinder sind fast volljährig. Die Leidenschaft und Lust innerhalb der Beziehung sind jedoch schon lange verflogen, stattdessen dominieren regelmäßiger Streit, unbehandelte Konflikte und gegenseitige Vorwürfe den (Beziehungs-) Alltag der Beiden. Zusammen suchen sie einen Paartherapeuten (Erwin Steinhauer) auf, der die Wogen glätten und seinen Beitrag zur Rettung der Beziehung leisten soll. Schnell merkt der Therapeut in der probatorischen Sitzung, dass es sich bei dem Ehepaar tatsächlich um einen „schweren Fall“ handelt. Einen unerwarteten Verlauf nimmt die Sitzung, als der Therapeut eine Mail bekommt, die sein eigenes Leben auf den Kopf stellt. Weiter lesen »

Der Hauptmann Kritik

Der Hauptmann Kritik

Nordwestdeutschland während der letzten Kriegstage: Willi Herold (Max Hubacher) ist ein einfacher Gefreiter, der sich auf der Flucht vor seinen Vorgesetzten befindet. Das Glück meint es gut mit ihm, als er in einem verwaisten Auto zufällig die Uniform eines hochdekorierten Offiziers findet, die ihm noch dazu wie angegossen passt. Schnell gelingt es ihm, seine neue Rolle glaubhaft auch vor anderen Geflüchteten darzustellen. Und so schart er bald eine Gruppe versprengter Soldaten (u.a. Milan Peschel, Frederick Lau) um sich, die in ihm eine echte Autoritätsperson sehen. Auch in dem emsländischen „Lager 2“ gelingt es Herold erfolgreich, den Offizier zu spielen. Und geht dort sogar noch weiter: er behauptet, der Führer höchstpersönlich habe ihm den Befehl erteilt, rigoros gegen Deserteure und Gefangene der Straflager vorzugehen. Es dauert nicht lange und Herold lässt zahllose Gefangene brutal hinrichten. Und auch er selbst wird zum Henker. Weiter lesen »

Der seidene Faden Kritik

Der seidene Faden Kritik

London zu Beginn der 50er-Jahre: Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) ist der bekannteste Schneider der Stadt. Gemeinsam mit seiner Schwester Cyril (Lesley Manville) betreibt er das Edel-Label „The House of Woodcock“ und entwirft teure und prunkvolle Mode für die bessere Londoner Gesellschaft sowie die Royal Family. Woodcock ist überzeugter Junggeselle und hat viele Affären, die ihm zur Kreativitätssteigerung und Inspiration dienen. Eine feste Beziehung kam für den Stardesigner bisher nicht in Frage, dafür ist er viel zu sehr Kontrollfreak und Herr über seine Gefühle. Eines Tages lernt er die selbstsichere Kellnerin Alma Elson (Vicky Krieps) kennen. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen und es dauert nicht lange, bis die Zwei eine Beziehung eingehen. Am Anfang läuft noch alles wunderbar, doch allmählich gerät das sonst so streng durchgeplante Leben von Woodcock ins Wanken. Weiter lesen »

Drei Zinnen Kritik

Drei Zinnen Filmkritik

Vor zwei Jahren hat sich Lea (Bérénice Bejo) von ihrem Mann getrennt. Seither lebt sie mit Aaron (Alexander Fehling) zusammen, der sich sehr gut mit Leas Sohn Tristan (Arian Montgomery) versteht. Der achtjährige hat sich mit der Situation arrangiert und die „Patchwork“-Familie will in einer einsam gelegenen Berghütte in Südtirol ein paar entspannte Tage verbringen. Doch vor Ort zeigt sich, dass unter der Oberfläche unterdrückte Gefühle und angestautes Misstrauen lauern: Tristan verhält sich Aaron gegenüber immer merkwürdiger und Lea versucht, die Wogen zu glätten. Doch im Laufe der Zeit werden die Spannungen zwischen Tristan und seinem „Ersatzvater“ immer größer. Im Rahmen einer Bergtour, die die Beiden unternehmen, droht die Situation zu eskalieren.
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Dunkirk Kritik

Dunkirk Filmkritik

Mai 1940: Hitlers Nazi-Regime ist dabei, weite Teile Europas zu erobern. Hinzu kommt, dass den Alliierten im nordfranzösischen Dünkirchen (Dunkirk) nun ein vernichtender Schlag droht. 400 000 alliierte Soldaten (darunter Briten, Franzosen, Belgier und Niederländer) sind in der Hafenstadt eingekesselt. Vor ihnen liegt die Nordsee, hinter ihnen rücken die deutschen Panzer immer näher. Kommt es zur Zerschlagung der alliierten Armeen und Korps, ist Hitlers Siegeszug auf dem Kontinent nicht mehr aufzuhalten. Wie durch ein Wunder gelingt es den Eingekesselten aber, den letzten Brückenhafen zu halten und eine in der Geschichte einmalige Evakuierungsaktion in Gang zu setzen: die „Operation Dynamo“. Im Laufe dieser Aktion gelingt es u.a. mit Hilfe vieler privater britischer Yachten und Segelboote, einen Großteil der Soldaten aufs britische Festland überzusetzen. Am Ende gelingt die Rettung von 85 Prozent der 400 000 ursprünglich dem Tode geweihten Männer. Weiter lesen »