Posted on Dez 01, 2011 under D |
Ein Jahr nach seinem Film „Der Ghostwriter“ meldet sich Star-Regisseur Roman Polanski nun mit einem ganz speziellen Film zurück. Das Drehbuch für seinen neuen Film „Der Gott des Gemetzels“ basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück der französischen Schriftstellerin und Bühnenautorin Yasmina Reza. Reza gilt als eine der meistgespielten Autorinnen des Gegenwartstheaters. Ihr Stück „Der Gott des Gemetzels“ wurde 2006 in Zürich uraufgeführt und hat sich seitdem weltweit zu einem Riesenerfolg entwickelt. Das Stück zählte schon zwei Jahre nach der Premiere zu den erfolgreichsten Theaterstücken der letzten Jahrzehnte. Roman Polanski nahm sich nun des Stoffes an und verfasste gemeinsam mit Reza das Skript für die Verfilmung. Weiter lesen »
Posted on Sep 09, 2011 under D |
Die Geschichte um den jungen D’Artagnan, der sich im Frankreich des Jahres 1625 den drei Musketieren anschließt und einem fiesen Kardinal in den Weg stellt, diente als Vorlage unzähliger TV- und Kinoadaptionen. Kaum ein anderer literarischer Stoff wurde bis heute so oft verfilmt wie der Roman von Alexandre Dumas. Bereits in den 1920er-Jahren entstanden die ersten Verfilmungen für die große Leinwand. 1948 nahm sich der amerikanische Regisseur und Filmproduzent George Sidney des Stoffes an und schuf einen der bis heute bekanntesten und gelungensten „Musketier“-Filme, in dem Gene Kelly in die Rolle des D’Artagnan schlüpfte. Auch in der jüngeren Vergangenheit stellten „Die drei Musketiere“ durch weltweite Kassenschlager und Kino-Hits sowie erfolgreiche TV-Ausstrahlungen ihren nach wie vor hohen Beliebtheitsgrad unter Beweis. So kämpften 1993 Charlie Sheen, Kiefer Sutherland und Oliver Platt in trauter Eintracht als Musketiere für das Gute und gegen das Böse, getreu dem Musketier-Motto „Einer für alle, alle für einen“ – eine der kommerziell erfolgreichsten Verfilmungen bis heute. 2011 nun bekommen wir es erneut mit einem Film über Athos, Aramis, Porthos und D’Artagnan zu tun, diesmal von Popcorn-Ästhet Paul W.S. Anderson („Resident Evil“, Alien vs. Predator“) in Szene gesetzt. Weiter lesen »
Posted on Jul 03, 2011 under D |


Mit „Das Boot“ schuf Wolfgang Petersen einen Klassiker des U-Boot-Kriegsfilms und einen der bekanntesten deutschen Filme überhaupt. In den Jahren zuvor in erster Linie durch die Regie einiger „Tatort“-Episoden in Erscheinung getreten, gelang auch Petersen mit dem Film der ganz große Durchbruch. Fast sechs Millionen Besucher stürmten in die deutschen Kinos, auch international wurde das klaustrophobische Kriegs-Epos gefeiert und ein Publikumsrenner. Die logische Konsequenz: „Das Boot“ wurde mit Preisen überhäuft (Bayerischer Filmpreis, Deutscher Filmpreis u.a.) und heimste sogar sechs Oscar-Nominierungen ein. Als Vorlage diente der gleichnamige Roman des Fotografen und Autors Lothar-Günther Buchheim, der 1973 sein Buch „Das Boot“ veröffentlichte, das auf seinen Erfahrungen und Erlebnissen als Marinesoldat und Kriegsberichterstatter auf dem U-Boot U96 während des zweiten Weltkriegs beruhte. Petersen gelang es eindrucksvoll und auf bis heute unerreichte Weise, die angespannte Stimmung, beängstigende Enge und nackte Todesangst an Bord eines U-Bootes auf die große Leinwand zu bringen. Weiter lesen »
Posted on Jun 18, 2011 under D |
„Der mit dem Wolf tanzt“ war die größte Überraschung des Filmjahres 1990. Der epische Western von und mit Kevin Costner spielte weltweit knapp 424 Millionen Dollar ein und wurde mit sieben Oscars ausgezeichnet, u.a. in der Königsdisziplin „Bester Film“. Dieser immense Erfolg war in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: zum einen handelte es sich hier um ein Genre, das 1990 schon lange als ausgestorben galt. Der klassische Western, der sich in erster Linie dem Mythos um die Erschließung des unberührten amerikanischen Westens widmet, spielte im Kino der 1980er-Jahre kaum mehr eine Rolle, Kassenerfolge wie „Silverado“ (1985) oder „Young Guns“ (1988) bildeten die Ausnahme. Zudem ist es Kevin Costner selbst, der mit seiner (schauspielerischen und inszenatorischen Leistung) alle Kritiker Lügen strafte und mit seiner ersten Regiearbeit für eine handfeste Überraschung sorgte: Sein 19 Millionen teurer Film entwickelte sich – wider erwarten – zu einem Welterfolg. Weiter lesen »
Posted on Jun 03, 2011 under D |
Dem Schriftsteller Michael Ende gelingt 1979 mit seinem Roman „Die unendliche Geschichte“ einer der großen der Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Bis heute in über 40 Sprachen übersetzt, beträgt die weltweite Gesamtauflage des Buches etwa zehn Millionen Exemplare. „Die unendliche Geschichte“ gilt aufgrund seiner komplexen Erzählweise, der vielen phantastischen und eigentümlichen Figuren sowie der unterschiedlichen Deutungs- und Interpretationsmöglichkeiten jahrelang als unverfilmbar. Bis sich der deutsche Produzent Bernd Eichinger des Projektes annimmt. Eichinger, zu diesem Zeitpunkt ein im Ausland noch wenig bekannter Filmproduzent und Drehbuchautor, träumt von einem internationalen Kassenschlager und legt das Riesenprojekt 1984 als deutsch-amerikanische Co-Produktion mit einem Budget von etwa 60 Millionen Mark an. Als Regisseur gewinnt er Wolfgang Petersen, der wenige Jahre zuvor mit „Das Boot“ einen Welterfolg landete. Weiter lesen »
Posted on Nov 15, 2010 under D |
Mit der Historie spielt man nicht! Diese Lektion wollten überstrenge Kritiker dereinst Zack Snyder erteilen, als er mit „300“ die legendäre Schlacht bei den Thermopylen zwischen den Spartanern und den Persern thematisierte und ironisch verzerrte. Dem Publikum war es egal: „300“ war einer der größten Filmhits 2007. Nach dem Flop „Watchmen“ suchte Snyder eine neue Herausforderung und fand sie in der Verfilmung der „Die Legende der Wächter“-Reihe von Kathryn Lasky. Auch die Einspielergebnisse seines neuen Films waren nicht gerade ermutigend. Zu ergründen, woran dies liegen könnte, ist natürlich Aufgabe des legendären Filmkritikers, dessen Rezensionen zu lesen eure Bestimmung ist! Weiter lesen »
Posted on Nov 01, 2010 under D |
Seit William Friedkins Welterfolg „Der Exorzist“ zählt das Motiv angeblich oder tatsächlich von Dämonen Besessener zu den populärsten Subgenres des Horrorfilms. Auch wenn kein anderer Streifen mehr an den Erfolg des „Exorzisten“ anknüpfen konnte: Gewinn warfen und werfen fast alle einschlägigen Werke ab. Insbesondere deshalb, weil die Produktionskosten angenehm niedrig bleiben. Weder überragende Special Effects, noch Autoverfolgungsjagden oder aufwändige Kulissen werden für die Inszenierung benötigt.
Kein Wunder also, dass 2010 eine weitere Teufelsaustreibung das Licht der Leinwand erblickte. Unter den Fittichen von Horrorexperte Eli Roth („Hostel“, „Cabin Fever“) durfte der Hamburger Daniel Stamm Hollywoodluft schnuppern und lieferte einen der profitabelsten Streifen des Jahres ab. Bei Produktionskosten von rund 2 Millionen Dollar spielte „Der letzte Exorzismus” alleine in den USA das Zwanzigfache ein. Allerdings sollte es kein gewöhnlicher Exorzismus-Film werden, sondern im schicken, pseudo-dokumentarischen Stil produziert sein. Ob „Der letzte Exorzismus” trotz Einsatzes der von manchen geliebten, von anderen hingegen gefürchteten Wackelkamera himmlische Vergnügen oder höllische Qualen verursacht, wird nachfolgend erörtert. Weiter lesen »
Posted on Sep 26, 2010 under D |
Welches ist das beste Remake? Ganz einfach: Eines, das von den meisten Zuschauern gar nicht als solches erkannt wird! Fallbeispiel „Dinner für Spinner“: 1998 verfilmte Francis Veber das gleichnamige Theaterstück unter dem Originaltitel „Le Dîner de cons“ – mit Erfolg, was natürlich Hollywoods Begehrlichkeiten weckte. Da überrascht es beinahe schon, dass es 12 Jahre bis zum Remake dauerte, das amerikanischer kaum sein könnte: Jay Roach besetzte die Hauptrollen mit bekannten und beliebten Darstellern, glättete jegliche sozialkritische Falte aus dem Stoff und liefert Fast-Food-Kino der mainstreamigen Sorte. Ob „Dinner für Spinner“ (doppeldeutiger Originaltitel: „Dinner for Schmucks“) dennoch mundet oder ein Fall für die Lebensmittelpolizei ist? Beißt einfach selbst in den sauren Apfel der Kritik! Weiter lesen »
Posted on Apr 25, 2010 under D |

Die Masche, den Plot eines Filmes als „auf Fakten basierend“ oder gar den Film selbst als „authentisches Material“ zu bezeichnen, ist nicht unbedingt neu. Bereits lange vor dem bis heute wohl berühmtesten Beispiel für derlei geschicktes Marketing, „The Blair Witch Project“, schockierte etwa der italienische Billigfilm „Nackt und zerfleischt“ (besser bekannt unter dem englischen Titel „Cannibal Holocaust“) leichtgläubige Rezensenten. Dem angeblich auf realen Ereignissen basierenden „Die vierte Art“ gelingt dennoch ein seltenes Kunststück: Mit Milla Jovovich steht ein Hollywood-Star der ersten Riege vor der Kamera dieser Produktion.
Ob der Streifen rund um Entführungen durch sadistische Außerirdische tatsächlich ein Erlebnis der vierten oder doch eher der grottigen Art ist, wird in nachfolgender, garantiert authentischer Kritik erläutert. Weiter lesen »
Posted on Jan 17, 2010 under D |

Gigantische, die Menschheit bedrohende, Insekten gab es vor allem in billigen SciFi-Filmchen der 1950er Jahre zuhauf. Menschen, die sich in Insekten verwandelten, waren im Filmbereich hingegen eher dünn gestreut. Einen der seltenen Vertreter dieser Zelluloidspezies stellte der Film „Die Fliege“ aus 1958 dar. In diesem tauschte Vincent Prince in der wenig originellen Rolle des wahnsinnigen Wissenschaftlers, unfreiwillige einige Körperteile mit dem einer Fliege.
Drei Jahrzehnte später nahm sich David Cronenberg des Stoffes erneut an, modernisierte ihn, setzte ganz bewusst auf Ekeleffekte und mischte das Ganze mit seiner eigenen, unverwechselbaren Handschrift ab. Ob sein Remake gelungen ist oder einen Fall für die Fliegenklatsche darstellt, könnt ihr nachfolgend ergründen. Weiter lesen »