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Chroniken der Unterwelt Kritik

Chroniken der UnterweltDie 15-jährige Clary Fray hält sich für eine ganz normale Durchschnitts-Teenagerin mit einem langweiligen Leben zwischen Schule und Pubertät. Bis sie auf einer Party auf einen mysteriösen Jungen namens Jace (Jamie Campbell Bowe) trifft. Jace fällt durch seine besonderen Tätowierungen auf und behauptet, dass er nur für besondere Menschen sichtbar sei. Und die geheimnisvollen Geschehnisse häufen sich: Plötzlich wird Clarys Mutter Jocelyn (Lena Headey) entführt, und das junge Mädchen hofft auf die Hilfe von Jace. Bei der Suche nach der Mutter stößt Clary auf das lange gehütete Familiengeheimnis: Ihre Mutter war eine „Schattenjägerin“, ein Wesen zwischen Engel und Mensch und geschaffen, um die Welt vor dem Bösen und Dämonen zu bewahren. Nun soll auch Clary zu einer „Schattenjägerin“ ausgebildet werden. Sie wird in einem Institut für Dämonenjäger aufgenommen und muss dafür ihren langjährigen Freund Simon (Robert Sheehan) zurücklassen. Zusammen mit Jace und den Geschwistern Isabelle (Jemima West) und Alec Lightwood (Kevin Zegers), macht sich Clary auf die Suche nach einem sagenumwobenen Kelch, um die ganze Wahrheit über ihre Familie herauszufinden. Weiter lesen »

Confession Kritik

ConfessionFrankreich im frühen 19. Jahrhundert: Octave (Pete Doherty) hat dank seines Aussehens und seiner Intelligenz leichtes Spiel bei den Frauen. Sein Herz schlägt jedoch nur für die blutjunge und bildhübsche Elise (Lily Cole). Diese macht jedoch nicht nur Octave, sondern auch anderen Männern schöne Augen. Es kommt, wie es kommen muss: Er erwischt sie auf frischer Tat beim Liebesspiel mit einem anderen Mann. Für Octave bricht eine Welt zusammen. Kurz darauf fordert der Gehörnte seinen Nebenbuhler zum Duell heraus. Er verliert und fängt sich eine Kugel in den Arm – der Startschuss für eine selbstzerstörerische Phase in Octaves Leben. Fortan beginnt er – immer noch getroffen vom Betrug seiner Geliebten – ein dekadentes, ausschweifendes Leben voller Sex, Wein und Gesang. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von seinem Freund Desgenais (August Diehl), der ihn mit dem exzessiven Party-Leben vertraut macht. Als allerdings das Begräbnis von Octaves Vater diesen zu einer Reise aufs Land zwingt, lernt er dort Brigitte (Charlotte Gainsbourg) kennen. Die Begegnung mit der geheimnisvollen Frau ändert sein Leben von Grund auf. Weiter lesen »

Charlies Welt Filmkritik

charlies-weltCharles Swan III. (Charlie Sheen) führt ein exzentrisches Leben wie es im Buche steht: Es besteht zu weiten Teilen aus Drogen, Sex und Alkohol. Finanziell unabhängig, führt der Frauenschwarm ein Leben auf der Überholspur. Charles erlebt jedoch einen jähen Absturz, als er von seiner Hassliebe Ivana (Katheryn Wnnick) eiskalt abserviert wird. Für Charles eine völlig neue Erfahrung, die dafür sorgt, dass sein Leben mehr und mehr aus der Spur gerät. Er ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, sie wieder für sich zu gewinnen und dem Versuch, sie endgültig zu vergessen. Auch seinen beiden chaotischen Freunden Kirby Star (Jason Schwartzman) und Saul (Bill Murray) gelingt es nicht, Charles auf andere Gedanken zu bringen. Sein größter Halt in dieser schweren Zeit ist seine Schwester Izzy (Patricia Arquette), die neben der Kindererziehung gerade auch noch die Enttäuschung bewältigen muss, dass ihr neuer Roman nicht veröffentlicht wird. Unterdessen verliert sich Charles immer mehr in seiner surrealen Fantasiewelt. Weiter lesen »

Cold Blood Kritik

Cold Blood KritikDer Überfall auf ein Casino ist gut gelaufen, doch auf der Flucht verunglücken die Geschwister Addison (Eric Bana) und Liza (Olivia Wilde) mit ihrem Auto inmitten der verlassenen Schneelandschaft Michigans. Da bei dem Autounfall zwei Menschen ums Leben gekommen sind, beschließen die Beiden, sich getrennt auf den Weg zur Grenze zu machen. Niemand soll ihnen auf die Schliche kommen. Während sich Addison zu Fuß alleine auf den Weg durch die eisige Kälte macht, lässt sich Liza von dem gerade aus dem Knast entlassenen Boxer Jay (Charlie Hunnam) im Auto mitnehmen. Bei seinem Marsch durch die rücksichtslose Natur, hinterlässt Addison eine blutige Spur. Der örtliche Sheriff Becker (Treat Williams) hat jedoch nicht nur die Suche nach dem brutalen Mörder im Kopf, sondern macht sich auch Gedanken um seine idealistische, hoch motivierte Polizisten-Tochter Hanna (Kate Mara), die keine Lust mehr auf langweilige Büro-Arbeit hat und endlich auch außerhalb der Polizeistation an den „harten Fällen“ arbeiten möchte. Der Zufall führt alle Beteiligten zu Jays Eltern June (Sissy Spacek) und Chet (Kris Kristofferson) – die warten gerade auf ihren Sohn, um mit ihm gemeinsam Thanksgiving zu feiern. Weiter lesen »

Crowdfunding für das Projekt Espejo

Aktuell läuft gerade eine Crowdfunding-Runde für das spannende Filmprojekt Espejo. Der Film Espejo ist dabei eine Rückkehr zu den Protagonisten des Films „Sachamanta“. Dieser 50 minütige Kinofilm führt in den fernen Norden Argentiniens. Lange Zeit hatten die Campesinos (Kleinbauern) der Region ihre Ruhe. Ihr Land war so karg wie wertlos. Sie bearbeiteten den Boden und gewannen das Notwendige. Doch dann änderten der weltweite Bedarf nach Soja und optimiertes Saatgut und neue Düngemethoden die ökonomische Situation völlig. Das karge Land wurde wertvoll. Große Unternehmen kauften gefälschte oder echte Landtitel in Buenos Aires und schickten Bulldozer und Stacheldrahtzäune in die Region. Die Campesinos fanden sich bald in einen Abwehrkampf gegen Landgrabbing wieder. Die Indigenen wählten einen ungewöhnlichen Weg, um ihr Land zu verteidigen. Sie sahen, dass es technische Veränderungen waren, welche die Landfrage verändert hatten. Es müsste also möglich sein, sich mit Technik auch selbst zu helfen.

Ab dem Jahre 2000 entstanden in der Region fünf UKW-Radiostationen aus einfachsten Mitteln, deren hohe Sendemasten die Kommunikation über die Weite des Landes sichern. Die Stationen ermöglichen es, unzensierte Botschaften auszutauschen. Sie versetzen die Campesinos in die Lage relativ schnell einem ihrer Leute zu Hilfe zu eilen. Die Radios klären die Hörerinnen und Hörer über ihre Rechte auf. Die fünf Stationen sind schließlich demokratisch organisiert. Jeder, der möchte kann Radio machen. Verschiedene Standpunkte werden vor offenem Mikrophon über den Äther live debattiert. Weiter lesen »

Contagion Kritik

Contagion

Steven Soderbergh zählt seit Jahren zu den wandlungsfähigsten Regisseuren Hollywoods. Sein Talent für mitreißende Geschichten mit hoher inszenatorischer Klasse bewies er bereits mit seinen Dramen („Erin Brokovich“„Traffic“) und Kunstkino-Filmen („Solaris“) aber ebenso mit massentauglichen Blockbustern wie seinen „Ocean’s“-Filmen. Mit „Contagion“ nimmt sich Soderbergh nun des Genres „Katastrophenfilm“ an und verdeutlicht abermals, dass er einer der führenden Filmemacher seiner Generation ist, der es versteht, mit einem ruhigen, fast behäbigen Erzählstil seine Story von einem todbringenden Virus, der die gesamte zivilisierte Welt heimsucht und bedroht, packend und bewegend zu erzählen. Soderbergh konnte für seinen Virus-Thriller gleich eine ganz Heerschar namhafter Schauspieler gewinnen und bietet daher ein Staraufgebot, das es in dieser Form im noch jungen Film-Jahrzehnt noch nicht gab: Gwyneth Paltrow, Matt Damon, Jude Law, Kate Winslet – um nur einige zu nennen. Weiter lesen »

Colombiana Kritik

Luc Besson zählt seit den späten 1980er-Jahren zu den führenden und erfolgreichsten französischen Regisseuren, Produzenten und Drehbuchautoren. Besson etablierte sich in den späten 80er und frühen 90er-Jahren als Regisseur in Europa, ehe ihm 1997 mit dem Science-Fiction-Spektakel „Das fünfte Element“ auch der Durchbruch in der Traumfabrik gelang (Besson verfasste bereits als Teenager den ersten Roman zu „Das fünfte Element). Nach dem Taucher-Drama „Im Rausch der Tiefe“ (1988), machte er sich in erster Linie mit seinen Actionfilmen „Nikita“ (1990) und „Léon – Der Profi“ (1994) einen Namen. In beiden Filmen dreht sich alles um blutige Rachefeldzüge, ausgelöst – wie in „Léon“ – durch das brutale Vorgehen fieser Drogenbosse und Mafia-Schergen einschließlich deren Gefolgsleuten. Sowohl Anne Parillaud in „Nikita“ als auch Natalie Portman in „Léon – der Profi“ üben für das, was ihnen angetan wurde und widerfahren ist, blutige Rache. Diese Idee greift Besson in seinem neuesten Werk „Colombiana“ nun erneut auf und dürfte Freunden temporeicher Action-Reißer damit eine helle Freude bereiten. Weiter lesen »

Captain America Kritik

Pünktlich zum 70. Geburtstag verpasst Marvel nun auch einem seiner letzten großen Superhelden des eigenen Comic-Universums eine filmische Frischzellenkur: Captain America. In seinem farblich der US-amerikanischen Nationalflagge nachempfundenen Kostüm und mit unzerstörbarer Wurfwaffe ausgestattet, kämpfte der patriotische, junge Amerikaner Steve Rogers alias Captain America ab 1941 gegen das verhasste nationalsozialistische Regime, dessen Grausamkeit und Stärke sich in dem Nazi-Superschurken Johann Schmidt manifestierte. Weiter lesen »

Creep Kritik

Deutsche Horrorfilme sind oft nicht als solche beabsichtigt gewesen, siehe etwa „Daniel – Der Zauberer“, der seit Jahren erfolgreich Deutschlands Beitrag in den „Bottom 100“ von IMDB darstellt. Durchaus beabsichtigt war hingegen der Horror im 2004 produzierten „Creep“ einer deutsch-britischen Produktion mit Franka Potente in der Hauptrolle, die somit vier Jahre nach dem Kinohit „Anatomie“ erneut in filmische Bedrängnis geriet. Auch wenn der erhoffte Erfolg ausblieb: Horrorfans oder jene, die auf dem Weg dorthin sind, kommen an diesem Streifen kaum vorbei.

Ob der fast zur Gänze in der Londoner Metro spielende Slasher-Film tatsächlich creepy ist oder mehr verspricht, als er letztendlich halten kann, erfahrt ihr in nachfolgender Kritik. Weiter lesen »

Children of Glory Filmkritik

Children of Glory Filmkritik

Wie jeder andere Staat auch, hat Ungarn seine Mythen und historischen Traumata. Zu diesen zählt der letztendlich fehlgeschlagene Volksaufstand von 1956, der von der Roten Armee blutig niedergeschlagen wurde. Auch wenn Ungarn später mit dem „Gulaschkommunismus“ sowie der Öffnung seiner Grenzen zu Österreich weitaus erfolgreicher gegen das harte kommunistische Diktat aus Moskau agierte, stellt der in seinem Umfang damals einzigartige Aufstand nach wie vor ein heikles ungarisches Historienthema dar.

2006 nahm sich die junge Regisseurin Krisztina Goda der schicksalhaften Ereignisse lange vor ihrer Geburt an und drehte mit enormem Aufwand den zweistündigen Spielfilm „Children of Glory“. Der Lohn der Mühen: Erfolgreichster ungarischer Film aller Zeiten! Ob sich der Film auch für unsere erlauchten Filmgehirne lohnt, enthüllt nachfolgende, glorreiche Kritik. Weiter lesen »