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Babycall Kritik

babycallDie Skandinavier wissen, welche Zutaten man braucht, um spannende, atmosphärische Thriller zuzubereiten. Eine vielschichtige Erzählstruktur, eine kühle Optik sowie ein allgegenwärtiges, stets präsentes Gefühl der Bedrohung ist herausragenden Thrillern wie „Freeze – Alptraum Nachtwache“, „Todesschlaf“, oder – zuletzt – der „Millennium-Trilogie“ von Stieg Larsson gemein. Auch Hollywood erkannte das Potenzial und ließ starbesetzte Remakes von diesen Filmen produzieren, die sich allesamt als Kassenerfolge erwiesen. Der norwegische Regisseur Pål Sletaune bedient sich in seinem neuen Film „Babycall“ zu einem Großteil dieser effektiver Mittel, erweitert seinen Film aber noch um Elemente des psychologischen Dramas und der Milieu-Studie. Sletaune ist hierzulande vor allem durch seinen Psycho-Schocker „Next Door“ (2005) bekannt geworden. Sein neuestes Werk ist ein stimmiger, beklemmender Film geworden, der nahtlos an die Tradition dieser großartigen skandinavischen Spannungsfilme anknüpft. Vor allem dank einer hochklassigen Noomi Rapace in der Hauptrolle. Es wird sicher nicht lange dauern, bis sich die Traumfabrik auch an diesen Stoff heranwagt. Weiter lesen »

Basic Instinct Kritik

„Basic Instinct“ gilt schon heute als Klassiker des Erotik-Thriller-Kinos. Als einer der größten Filmhits des Jahres 1992 (über 320 Millionen Dollar Einspielergebnis weltweit) machte er Sharon Stone nicht nur über Nacht zum Sex-Symbol eines ganzen Jahrzehnts und zu einer der gefragtesten Darstellerinnen Hollywoods, sondern sorgte mit seinen obsessiven Sex-Szenen und der heftigen Gewaltdarstellung weltweit für heftige Reaktionen. Der schwüle Reißer von Paul Verhoeven („RoboCop“, Total Recall“) kombinierte geschickt Sex und Gewalt und wurde auch dank seines ausgeklügelten Plots sowie der geschickt gestreuten Wendungen zu einem Kino- und Kritiker-Erfolg. „Basic Instinct“ ist ein Suspense-Thriller in Hitchcock-Manier, der auch 20 Jahre nach seinem Erscheinen noch fesselt. Zudem ist es dem Film zu verdanken, dass kurz darauf eine regelrechte Flut an Erotik-Thrillern Hollywood überschwemmte („Sliver“ – 1993, „Color of night“ – 1994 u.a.). Weiter lesen »

Batman Kritik

Das Erscheinen von „Batman“ im Jahr 1989 wurde von einer bis dahin beispiellos aufwendigen Werbekampagne begleitet. Ein ausgeklügeltes Merchandising-Konzept, die Präsenz einiger der zur damaligen Zeit gefragtesten und bestbezahlten Schauspieler und der Soundtrack von Prince, einem der größten männlichen Popstars der Achtziger Jahre, machten aus „Batman“ einen der größten Kassenerfolge des ausgehenden Jahrzehnts. Und das, obwohl sich Regisseur Tim Burton einen angestaubten und alles andere als angesagten Comic-Helden vornahm: Die letzte „Batman“-Verfilmung lag bereits 23 Jahre zurück und seit den Sechziger Jahren haftete dem dunklen Ritter – bedingt in erster Linie durch die US-amerikanische TV-Serie – der Ruf eines Kindergarten-Helden an. Dies änderte sich in Burtons erster „Batman“-Verfilmung. Der Film zählt dank seiner großartigen Optik, der beklemmenden Atmosphäre und unvergessener schauspielerischer Darbietungen heute zu den besten Comic-Adaptionen aller Zeiten. Weiter lesen »

Black Swan Filmkritik

Black Swan FilmkritikFaszinosum Verlierertypen: Der US-Regisseur Darren Aronofsky widmet sich mit Vorliebe jenen Mitmenschen, die ihr Leben nicht in den Griff bekommen. Zwei Jahre nach „The Wrestler“ dokumentiert er erneut den tiefen Fall seines Protagonisten, wobei er auf einen interessanten Gegenpol setzt: War es in „The Wrestler“ noch der Prototyp eines auf körperliche Stärke fixierten Blenders, steht in „Black Swan“ eine zierliche Balletttänzerin im Zentrum des Geschehens. Kann Aronofsky mit einer Ballett-Geschichte überzeugen? Oder erweist sich sein neuer Film als Schwanengesang auf seine Karriere? Weiter lesen »

Burning Bright - Tödliche Gefahr Kritik
An Tierthrillern mangelte es in Hollywood noch nie. Alles, was nicht bis auf „Und … Klappe!“ auf den Bäumen oder unter Wasser war, wurde bereits auf die Menschheit losgelassen. Ob riesige oder ganz normal proportionierte Ameisen, Grillen oder Karnickel, Haie, Piranhas, Affen oder sogar Würmer: Mit den Geschöpfen von Mutter Natur ist wahrlich nicht zu spaßen!

Da liegt es natürlich nahe, aus Gründen des Realismus Tiergattungen heranzuziehen, die tatsächlich zumindest eine potenzielle Bedrohung darstellen. Wie etwa im Falle von Carlos Brooks Thriller „Burning Bright – Tödliche Gefahr“ ein ausgewachsener Tiger mit mächtig großem Kohldampf! Ob der animalische Thriller für den entsprechenden Schrecken sorgt oder doch nur zahnloses Geplänkel liefert, wird in nachfolgender, garantiert erleuchtender Kritik erläutert. Miau! Weiter lesen »

Buried – Lebend begraben Filmkritik

Sie zählt zu den am weitesten verbreiteten Ängsten: Die Furcht, bei lebendigem Leibe begraben zu werden. Zahlreiche Geschichten wurden dazu verfasst, am berühmtesten natürlich jene von Edgar Allen Poe, und Filme griffen diese grauenhafte Vorstellung immer wieder auf, etwa George Sluizers genial verstörender Thriller „Spurlos verschwunden“. Der bislang wenig bekannte spanische Regisseur Rodrigo Cortés fügt diesem Kunstarchiv des Grauens mit „Buried – Lebend begraben“ ein weiteres Kapitel hinzu. Bereits lange vor dem Kinostart zog das clevere Marketing Internetuser in den Bann.

Ob das fertige Produkt zu überzeugen weiß, wird in nachfolgender Rezension verraten, die idealerweise oberhalb des Erdreichs gelesen werden sollte. Weiter lesen »

Black Death Filmkritik

Ein in Deutschland gedrehtes Historienepos, das sich mit einer ganz dunklen Menschheitsepoche auseinandersetzt? Das kann eigentlich nur ein Nazi-Film sein!
Falsch gedacht: „Black Death“ spielt im Mittelalter und handelt von den schrecklichen Verheerungen der Pest – sowohl der gleichnamigen Krankheit, als auch der Pest des Aberglaubens – im 14. Jahrhundert. Mit Ausnahme des aus „Herr der Ringe“ bekannten Sean Bean verzichtete Christopher Smith auf große Namen und setzte primär auf Atmosphäre und Spannung.

Ob dieses Konzept aufgeht oder der Zuschauer analog zum Filminhalt von quälender Langeweile dahingerafft und in Tiefschlag versetzt wird, sei nachfolgend verraten. Weiter lesen »

Beilight – Biss zum Abendbrot

Ihr Wahnsinn hat durchaus Methode und lässt die Kassen kräftig klingeln. Jason Friedberg und Aaron Seltzer haben mit ihren filmischen Werken wie “Date Movie”, “Epic Movie”, oder “Meine Frau, die Spartaner und Ich” zwar nicht die Kritiker, aber offenbar das Publikum begeistert. Die Formel ihrer Spoof-Movies ist gleichwohl simpel, wie auch erprobt: Bekannte Filme werden durch den Kakao gezogen, wobei möglichst viele Gags für zumindest ein paar Lacher sorgen sollen. Berühmteste Vertreter dieses Subgenres der Komödie sind die Produzenten der „Die nackte Kanone“-Trilogie Zucker, Abrahams & Zucker (meist mit ZAZ abgekürzt).

Jason Friedberg und Aaron Seltzer nahmen sich nunmehr des erdrückenden „Twilight“-Hypes an. Zwar bieten die Originalfilme bereits genug unfreiwillige Komik, doch sicher ist sicher: “Beilight – Biss zum Abendbrot” soll die Vampirsaga gnadenlos veralbern. Ob die Mission gelungen ist oder sich wie sämtliche Filme des Regie- und Drehbuchduos als zahnlose Nummernrevue ohne zündende Gags erweist, erfahrt ihr, wenn das Licht angeht … Weiter lesen »

Beneath

Beneath FilmkritikDas Comeback der Esoterik Anfang der 1990er Jahre läutete gleichzeitig eine ungeheure Verbreitung der bis dahin ein stiefmütterliches Dasein führenden Mystery-Thriller ein. Spätestens mit dem Erfolg (der anfangs übrigens gefloppten) TV-Serie „Akte X“ war es dann soweit: Hollywood entdeckte, wie man mit relativ geringen Budgets mächtig viel Lebensglück in Form von Geld machen kann.

Obwohl der Hype mittlerweile deutlich abgeflaut ist, können sich einschlägige Produktionen wie „Beneath“ nach wie vor in den Kinos behaupten, so sie nicht das „Verstecken-wir-den-Mist-in-den-Videotheken“-Schicksal erleiden. Bietet das von MTV co-produzierte Filmchen zumindest gediegene Unterhaltung oder entpuppt es sich als Sargnagel für neunzig Minuten Lebenszeit? Daraus soll nachfolgend kein Geheimnis gemacht werden! Weiter lesen »

Beschützer wider Willen

Beschützer wider Willen FilmkritikWas dem Deutschen sein Ballermann-Humor nach Art des Hauses Tom Gerhardt, ist dem Ami seine Redneck-Komödie. Völlig anspruchsloser Humor, der sich zumeist aus dem Absondern von Geräuschen oder Flüssigkeiten aus diversen Körperöffnungen speist. Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Vertreter dieses Komödien-Subgenres nennt sich Larry The Cable Guy (sein weniger einprägsamer bürgerlicher Name: Daniel Lawrence Whitney).

Mit „Beschützer wider Willen“ – Originaltitel: „Witless Protection“ fährt der Comedy-Star erneut schwere Geschütze gegen den guten Geschmack sowie politische Korrektheit auf. Ob das Ergebnis zum Lachen oder eher zum Gähnen reizt, erfahrt ihr in nachfolgender Kritik eines Lederhosen tragenden Alpenländers wider Willen. Weiter lesen »