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Am wilden Fluss Kritik

Die große Charaktermimin Meryl Streep versuchte von Anfang bis Mitte der Neunziger Jahre zu beweisen, dass sie nicht auf die Darstellung tragischer aber emotional starker Frauenfiguren festgelegt ist. Durch Filme wie „Kramer gegen Kramer“ (1979), „Silkwood“ (1983) und „Wolfsmilch“ (1987) bewies sie eindrucksvoll ihr Talent für die intensive Verkörperung dieser Frauenrollen. Bereits 1989 spielte sie eine Nebenrolle in der bissigen Komödie „Die Teufelin“, einem für sie bis dahin ungewohnten Genre. Nach ihrer hochgelobten Darstellung einer vom Schönheitswahn besessenen Schauspielerin in der rabenschwarzen Gesellschafts-Farce „Der Tod steht ihr gut“ von 1992, sorgte sie zwei Jahre später mit dem Actionfilm „Am wilden Fluss“ für einen erneuten Imagewandel. In Curtis Hansons exzellent besetztem Wildwasser-Thriller präsentierte sie sich zum ersten Mal in einem Actionfilm, der jedoch an seinem konventionellen und überraschungsarmen Plot scheiterte. Weiter lesen »

Anonymus Kritik

Bei Roland Emmerich denkt man normalerweise nicht an Kostüm-Dramen oder Verschwörungs-Thriller. Emmerich steht seit Beginn seiner Hollywood-Karriere in den frühen 1990er-Jahren wie kein Zweiter für Special Effects-Orgien und Popcorn-Kino für die Massen. Doch genau das – Drama und Thriller – bringt Emmerich in seinem neuesten Film „Anonymus“ nun zusammen. Zum ersten Mal seit „Der Patriot“ (2000) legt er einem seiner Filme ein Drehbuch zugrunde, das nicht aus seiner Feder stammt. Das Script zu „Anonymus“ verfasste der renommierte Autor John Orloff, der u.a. auch das Drehbuch für „Band of Brothers“ schrieb. Die Dreharbeiten für „Anonymus“ begannen im Frühjahr 2010 in den Filmstudios Babelsberg in Potsdam und die Produktionskosten beliefen sich auf knapp 30 Millionen Dollar – für einen Emmerich-Film geradezu ein Schnäppchen. Weiter lesen »

Angel Heart Kritik

Zehn Jahre bevor Al Pacino in „Im Auftrag des Teufels“ in die Rolle des menschgewordenen Luzifers schlüpfte, verkörperte der zweite große Charakterdarsteller seiner Generation (neben Pacino) den Belzebub auf ähnlich verstörende Weise: Robert de Niro. In Alan Parkers okkultem Psycho-Thriller „Angel Heart“ aus dem Jahre 1987 liefert sich De Niro ein packendes Duell mit Mickey Rourke, einem weiteren prägenden Darsteller der 1980er-Jahre. Rourke stand 1987 voll im Saft und seine Leinwandpräsenz wurde mit der eines Marlon Brando oder Humphrey Bogart verglichen. Rourke stellte sein außergewöhnliches darstellerisches Talent in den Jahren zuvor u.a. in dem Drama „Der Pate von Greenwich Village“ (1984) von Stuart Rosenberg, Michael Ciminos Thriller „Im Jahr des Drachen“ (1985) und Adrian Lynes schwülem Erotik-Reißer „9 1/2 Wochen“ von 1986, unter Beweis. Weiter lesen »

A Nightmare on Elm Street (2010)

Als eine der wenigen Horrorreihen erfuhr “A Nightmare on Elm Street” bislang kein Remake. Höchste Zeit also, Freddy Krueger, den Mann, der dringend ein Nagelstudio aufsuchen sollte, neu aufzupeppen. Das zumindest dachte sich wohl Erfolgsproduzent Michael Bay („Transformers“, „Armageddon“), der bereits „Amityville Horror“, „Texas Chainsaw Massacre“, „The Hitcher“ sowie „Freitag der 13.“ zu einem erfolgreichen Neustart verhalf. Was läge also näher, denn Wes Cravens Kultfigur einer neuen Generation zu präsentieren?

Allerdings wich Robert Englund dem Charakterdarsteller Jackie Earle Haley, der erstmals in einem Horrorfilm reüssierte. Ob sich der Aufwand lohnte und das Remake von „A Nightmare on Elm Street” zum Fürchten aufregend oder zum Einschlafen langweilig geraten ist, wird in nachfolgender originärer Kritik verraten.
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Alice im Wunderland – 2010

Filmexzentriker Tim Burton gebührte die Ehre, die bereits 25. Verfilmung des „Alice im Wunderland“-Stoffes vorzunehmen. Es nimmt nicht Wunder, dass Burtons Adaption eines der berühmtesten Romane der Weltliteratur nicht gänzlich werkgetreu ist. Genau so wenig wie die Mitwirkung seiner Gattin Helena Bonham Carter sowie jene von Frauenschwarm Johnny Depp. Zudem handelt es sich um die erste „Alice im Wunderland“-Verfilmung, die – streng trendgemäß, siehe „Avatar“ – in 3D produziert wurde und mit einem Budget von 200 Millionen Dollar um einen der bislang teuersten Filme.

Ob das Ergebnis all den Superlativen und Erwartungen gerecht wird, verraten wir euch nachfolgend. Folgt einfach den schwarzen Buchstaben auf dem weißen Hintergrund! Weiter lesen »

Avatar – Aufbruch nach Pandora

AVATAR-AUFBRUCH-NACH-PANDORAEine Kinorevolution versprach James Cameron mit „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ zu liefern. Darunter hätte es der selbsternannte König der Welt offenbar nicht mehr gemacht. Verständlich: Mit „Titanic“ oder „Terminator 2“ hatte er Einspielrekorde gebrochen und eine inzwischen üppige „Oscar“-Sammlung begründet. Anstatt sich jedoch damit zu begnügen, einen sicheren Kassenhit nach dem anderen aus dem Ärmel zu schütteln, beschritt der Kanadier einen ungewöhnlichen Weg: Er nahm eine jahrelange Auszeit vom Blockbuster-Geschäft, widmete sich seiner großen Liebe, dem Meer, und drehte mehrere Dokumentationen.

Ende 2009 schließlich kehrt er mit dem sagenhaft teuren SF-Streifen „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ auf die weißen Flächen, die die Kinowelt bedeuten, zurück. Ob sein Comeback aus Kritikersicht erfolgreich verlaufen ist oder sich der Exzentriker ruhig noch ein paar Jahre mehr an Pause gönnen hätte dürfen, erfahrt ihr in dieser garantiert terrestrischen Kritik. Weiter lesen »

Aliens vs. Predator 2

Aliens vs. Predator 2 Kritik„This Time it’s War!“ versprach die Tagline zu James Camerons genialem „Aliens“.
„This Time it’s Gore!“ schien die Prämisse der Strause-Brüder zu lauten, als sie mit „Aliens vs. Predator 2“ Paul Andersons mehr als umstrittenes Crossover „Aliens vs. Predator“ fortsetzten.
Die zwei beliebtesten Killer aus dem Weltraum messen ihre Kräfte, wobei ahnungslose Erdenmenschen zwischen die Fronten geraten und kräftig bluten müssen. Kann dieses Konzept gut gehen? Oder anders gefragt: Ging es nach dem eher missratenen „Aliens vs. Predator“ wenigstens im Sequel gut?

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Alien 3

Alien 3 KritikSechs Jahre, nachdem James Cameron mit „Aliens“ einen weltweiten Kassenschlager gelandet hatte, feierte der bis dato lediglich als Produzent von Musikvideos bekannte David Fincher sein Regiedebüt. Die Bürde des dritten Teils der nicht nur finanziell enorm erfolgreichen, sondern zudem von Millionen Fans verehrten „Alien“-Reihe, lastete schwer auf den Debütanten-Schultern. Die Kritiken zu „Alien 3“ waren großteils kühl bis vehement ablehnend. Ob die Kritikermeute zu Recht Säure statt Tinte versprühte, soll nachfolgend geklärt werden. Weiter lesen »

Aliens – Die Rückkehr

Aliens – Die Rückkehr RezensionErfolgreiche Filme ziehen üblicherweise mindestens eine Fortsetzung nach sich, die meist an die Qualität des ersten Teils bei weitem nicht heranreichen kann. Dessen ungeachtet schaffte der kanadische Regisseur James Cameron 1986 das seltene Kunststück, einem Meilenstein des SF- und Horror-Genres ein weiteres Meisterwerk hinzuzufügen. Nicht wenige Fans der „Alien“-Filmreihe ziehen „Aliens – Die Rückkehr“ gar Sir Ridley Scotts „Alien“ vor.
Ob der Kultstatus von Camerons zweitem großen Regiewerk gerechtfertigt ist? Weiter lesen »

A Sound of Thunder

A Sound of ThunderFür gewöhnlich beschäftigen Filmflops weder Kritiker, noch das Publikum für längere Zeit. Ausnahmen bilden meist besonders desaströse Flops, die nicht nur an den Kinokassen Schiffbruch erlitten, sondern zudem von grottenschlechter Qualität waren. Beispiele dafür wären der inzwischen zu einem Kultfilm avancierte „Battlefield Earth“ (von, mit und über John Travolta), sowie der hier vorgestellte „A Sound of Thunder“. Weiter lesen »