Ähnliche Filme wie Into the WIldMit Into the Wild aus dem Jahr 2007 von Sean Penn, wurde die Lebensgeschichte des jungen Christopher McCandless verfilmt, wobei der Film auf die gleichnamige Reportage von Jon Krakauer basiert. Darin geht es um einen 22-jährigen Studenten aus einer wohlhabenden Familie, der in der Wildnis von Alaska ganz weit ab der Gesellschaft und des Konsums zu sich selbst finden möchte.

Trotz des dramatischen Ende, fasziniert der Film, gerade wegen der kompromisslosen Entscheidung des jungen Mannes, sein altes, gesichertes Leben gegen ein neues Leben in der Wildnis, mit all seinen Gefahren und Herausforderungen, einzutauschen. Wer von Into the Wild begeistert war und nun nach weitere ähnliche Filme sucht, der ist hier richtig. Nachfolgend findet man eine Liste von ähnlichen Filmen wie Into the Wild, sowie jeweils einer kurzen Beschreibung und den Trailer dazu.


Der große Trip – Wild (2014)

Nicht nur der Filmtitel, sondern tatsächlich der komplette Inhalt von “Der große Trip – Wild” erinnert sehr stark an Into the Wild. Auch dieser im Jahr 2014 erschienen US-Film basiert auf eine wahre Begebenheit, nämlich auf den Erfahrungen der US-Amerikanerin Cheryl Strayed, die sie in ihrem Buch Der große Trip: Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst niederschrieb. Nach dem ihre Mutter im Alter von 44 Jahren an Krebs stirbt, bricht für die junge Cheryl eine Welt zusammen. Sie versucht ihren Schmerz mit wahllosen Sex und Drogen zu betäuben und betrügt damit ihren Ehemann Paul. Als sie auch noch von einem ihrer wechselnden Sexpartner geschwängert wird und sich von Paul scheiden lässt, versucht sie einen neuen Lebensabschnitt zu starten. Dafür möchte sie den Pacific Crest Trail bewandern, um so wieder zu sich und zu ihrem alten geregelten Leben zu finden. Im Film begleitet man Cheryl von den ersten beschwerlichen Schritten bis ans Ende ihrer Reise. Verschiedene Rückblenden zeigen, wie aus der jungen, wissbegierigen Studentin ein emotionsloses Frack geworden ist, das sich mit Sex und Drogen betäubten muss, um die Welt um sich herum zu ertragen. Auf ihrer Reise trifft sie die verschiedensten Personen und durchstreift ebenso fantastische, wie wundervolle Landschaften. (Lese hier auch unsere ausführliche Filmkritik zu Der große Trip – Wild)


Spuren – Lass alles hinter dir

Den Film „Spuren“ könnte man am einfachsten beschreiben, in dem man in als „Into the Wild im australischen Outback“ bezeichnet. Tatsächlich ist der Film aber natürlich viel mehr, dennoch erinnert er stark an Into the Wild. Wie auch Into the Wild basiert „Spuren“ auf eine wahre Begebenheit. Bei dieser handelt es sich um die Expedition der 27-jährige Robyn Davidson, die im Jahr 1977 alleine die australische Wüster durchquert. 2700 Kilometer, bis zum Indischen Ozean ist sie zu Fuß mit ihrem Hund und vier Kamelen unterwegs. Zwar trifft sie gelegentlich einen Fotografen, dessen Bilde für ein Magazin ihren Trip finanziert, doch selbst dieser menschliche Kontakt ist ihr zu viel. Sie möchte alleine sein, nur für sich sein. Das ganze erinnert wirklich stark an Christopher McCandless, nur das Robyn Davidson einige Jahre vor ihm auf der Flucht von der Gesellschaft war. Wem Into the Wild gefallen hat, sollte Spuren auf jeden Fall ebenfalls anschauen!


One Week- Das Abenteuer seines Lebens

Wie auch in Into the Wild, beschäftigt sich auch der Hauptcharakter des Films One Week mit seinem bisherigen Leben und seinen getroffenen Entscheidungen. Im Gegensatz zu Christopher McCandless aus Into the Wild wird Ben Tyler (Joshua Jackson) in One Week dazu aber mehr oder weniger genötigt. Wie aus dem Nichts wird bei ihm eine Krebserkrankung diagnostiziert, die Heilungschance sind mehr als nur gering. Von Heute auf Morgen weiß Ben nicht mehr, ob er noch einen Monat, eine Woche oder gar nur noch einen Tag zu leben hat. Statt sich aber, wie empfohlen, sofort in die Behandlung zu geben, begibt sich Ben erst einmal mit seinem Motorrad auf Reisen. Ein Roadtrip in dem er sich über sein bisheriges Leben klar wird und viele unterschiedliche Menschen mit ihren Schicksalen trifft.


Cast Away – Verschollen

Auch in Cast Away aus dem Jahr 2000 mit Tom Hanks in der Hauptrolle geht es um den gnadenlosen Kampf mit der Natur. Im Gegensatz zu Christopher McCandless entschied sich Hauptprotagonist Chuck Noland aber nicht aus freien Stücken alleine in der Natur zu überleben. Viel mehr ist er der einzige Überlebende eines Flugzeugabsturzes und sitzt nun allein und verlassen auf einer einsamen Insel fest. Immerhin treibt etwas Frachtgut aus dem Flugzeug an seinen Strand, doch wirklich etwas nützliches findet er abgesehen von einem Volleyball nicht. Letzterer wird aber sein treuer Gefährte und bewahrt Chuck vor der vollkommenen Einsamkeit.


Grizzly Man

Auch bei dem Dokudrama Grizzly Man geht es um das Verhältnis zwischen der Natur und dem Menschen. Im Mittelpunkt steht der Tierschützer Timothy Treadwell, der insgesamt 13 Sommer lang mit Grizzlybären in Alaska zusammen gelebt hatte. Er wollte die Tiere beschützen wurde aber dann wie Christopher McCandless in Into the Wild letztendlich doch Opfer der Natur. Timothy Treadwell und seine damalige Freundin Amie Huguenard wurden Anfang Oktober 2003 in ihrem Zelt von einem Bären angefallen, getötet und gefressen. Die tragische Geschichte erzählt Werner Herzog mit vielen Filmaufnahmen von Treadwell selbst, sowie weiteren Berichten von Freunden und bekannten des „Grizzly Mans“.


The Way Back – Der lange Weg

Auch in „The Way Back“ ist der Hauptcharakter auf der Flucht. Allerdings nicht alleine und nicht vor seinem altem Leben, sondern vor dem Gräuel im sibirischen Arbeitslager, in dem Pole Janusz (Jim Sturgess) geworfen wurde, nach dem er von seiner Frau unter Folter des Verrats bezichtigt wurde. Zusammen mit dem Russe Valka (Colin Farrell), dem Amerikaner Mr. Smith (Ed Harris) und weitere Gefangene gelingt ihm tatsächlich auch die Flucht, doch draußen erwartet sie die unbarmherzige Natur.


Ein gutes Jahr (A good year)

Dem Londoner Finanzhai Max Skinner (Russell Crowe) könnte es eigentlich nicht besser gehen. Gerade noch auf der Börse einen Riesendeal abgezogen, schon auf dem traumhaften Landsitz in Frankreich, den er von seinem Onkel geerbt hat. So ein bisschen ähnelt die Ausgangslage von Max, der Lage von Christopher in Into the Wild. Finanziell abgesichert, alles in Ordnung. Doch während sich Christopher explizit gegen dieses materielle Leben entscheidet, läuft dieser Prozess bei Max etwas anders. Dieser möchte das Anwesen seines Onkels mit den ganzen Erinnerungen an eine glückliche Kindheit schnellst möglichst verkaufen und wieder in den Alltagstrott zurückzukehren. Erst nach und nach wird ihm bewusst, was es wirklich heißt zu leben und zu lieben.


Garden State

Garden State weis zugegebenermaßen auf den ersten Blick erst einmal wenig Ähnlichkeiten zu Into the Wild auf. Doch auch im Regie- und Drehbuchdebüt des Scrubs-Darstellers Zach Braff, der im Film auch die Hauptrolle spielt, geht es um eine Selbstfindungsphase. Zwar zieht es den Hauptcharakter nicht in die Wildnis, sondern in seinen Geburtsort, dennoch geht auch er hier Wandlung durch, die man mit der Wandlung von Christopher McCandless vergleichen kann.


The Motorcycle Diaries – Die Reise Des Jungen Che

„The Motorcycle Diaries – Die Reise des jungen Che“ ist ein sehr leiser Film, ganz im Stile wie Into the Wild. Um es in den Worten des Films zu sagen: „Das hier ist kein Bericht von beeindruckenden Taten, es ist ein Stück aus dem Leben zweier Menschen. Momente einer Zeit in der sie einen bestimmten Weg gehen, mit gemeinsamen Zielen und gemeinsamen Träumen.“ Im Mittelpunkt steht die Landschaft, weniger die Action oder gar das Abenteuer. Man beobachtet die beiden Protagonisten Ernesto “Fuser” Guevara, der später als marxistischer Revolutionär und Guerillaführer Che Guevara in die Geschichte eingehen wird, und seinen Freund Alberto Granado. Zusammen machen sie sich gemeinsam auf die Reise mit dem alten Motorrad “Die Allmächtige” den Kontinent Südamerika zu entdecken. Neben den verschiedenen Landschaftsbildern, von der staubigen Wüste, bis hin zu den verschneiten Anden, treffen die beiden vor allem auf viel Leid in der Bevölkerung. Auf der Suche nach dem eigenen Platz im Leben, müssen sie erkennen, dass die Zukunft, im Gegensatz zu den angehenden Ärzten, für die Menschen auf ihrer Reise nichts Positives in sich birgt. Der deutsche Titel ist allerdings etwas irreführend. Wer erwartet, mehr vom Mythos Che Guevara zu erfahren, der wird enttäuscht. Im Mittelpunkt steht Land und Leute und nicht ein einzelner Protagonist.


Fehlt dein Lieblingsfilm der ähnlich wie Into the Wild ist?

Wie immer erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls also deiner Meinung nach noch ein Film fehlt, der sehr ähnlich zu Into the Wild ist, dann schreib ihn einfach in die Kommentare und wir werden den Film in die Liste aufnehmen.


Weitere Filme/Informationen:

1 Kommentar so far »

  1.  

    Wanderer said

    Juli 12 2015 @ 21:38

    “Die Summe meiner einzelnen Teile” ist auch ein Film eines Aussteigers. Ist sogar ein sehr guter deutscher Film. Ansonsten finde ich die Sammlung sehr gut und bedanke mich 🙂

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