A Haunting in Salem Kritik

Wenn ein Film in Salem spielt, dann steht das Genre normalerweise schon im voraus fest und der Zuschauer weiß auch gleich was ihn erwarten wird. Wenn der Film dann auch noch von der US-amerikanische Filmproduktions- und Filmverleihgesellschaft „The Asylum“ produziert wird, die für ihre Low-Budget-Filme fast schon berüchtigt sind (u.a. Titanic 2 – Die Rückkehr,Mega Shark vs Giant Octopus, Paranormal Investigations 2), ist auf jeden Fall schon einmal Vorsicht angesagt. Ob nun „A Haunting in Salem“ aus dem Jahr 2002 aber nun ein kompletter Horror-Flop oder doch ein paar Schockmomente zu bieten hat, erfahrt ihr in dieser Kritik.

Wie leider im Horror-Genre üblich, kann einen die Story nicht wirklich vom Hocker reißen. Darin zieht Sheriff Wayne Downs (Bill Oberst, Jr ), dessen Frau Carrie (Courtney Abbiati), Tochter Alli (Jenna Stone) und Sohn Kyle (Nicholas Harsin) in ein altes Haus in Salem ein. Von Anfang an ist ihnen das Haus unheimlich, Dinge verschwinden plötzlich und in der Nacht sind seltsame Geräusche zu hören. Als Hausmeister McSwaine in der Nacht dann auch noch an einem Baum erhängt aufgefunden wird, beginnt der Horror für die Familie erst richtig. Wayne forscht über das Haus nach und erfährt, dass es sich um ein altes Gerichtsgebäude handelt, in dem bei der Hexenjagd in Salem 19 unschuldige Frauen erhängt und auf dem Gelände begraben wurden. Zudem erfährt er, dass alle Sheriffs die bisher in diesem Haus gewohnt haben starben, allerdings nicht an einen natürlichen Tod. Inzwischen scheinen sich die Hexen der Tochter Alli bemächtigt zu haben …

Vielleicht fangen wir einfach einmal mit den schlechten Dingen an: Die Schauspieler. Die wenigsten dürften diese wohl überhaupt schon einmal gesehen bzw. was von ihnen gehört haben. Das wird sich wohl auch nicht ändern, und das zu recht. Selten hat man so schlechte, fehlplazierte Darsteller gesehen, wie in „A Haunting in Salem“. Warum die Schauspieler dabei so schlecht wegkommen, liegt wahrscheinlich aber auch an der unglaublich schlechten Synchronisation. Auch die Soundeffekte kommen anfänglich fast schon komisch daher, z.B. wenn die Taschenlampe mit einem lauten Bloppen ihren Dienst beginnt. Allerdings steigern sich Schauspieler und auch Soundeffekte im Laufe des Filmes.

Auch inhaltlich kann „ A Haunting in Salem“ nicht wirklich von sich überzeugen. Da wären einzelne Szenen, die für den Gesamtzusammenhang des Films völlig überflüssig sind und mehr verwirren, als dem Handlungsstrang etwas beizutragen, wie beispielsweise der Geisterchat von Tochter Alli mit einem ominösen Chatter namens „Salem1692“.

Ganz gelungen sind aber die Haunted-House-Effekte, die den Zuschauer das Fürchten lehren sollen. Knarrende Dielen, plötzlich auftauchende Spukgestalten und die passende Musik an der passenden Stelle. Natürlich hat man das schon oft und ebenfalls auch besser gesehen, dennoch sind diese Schock-Effekte der einzige Grund, warum es sich überhaupt lohnt den Film anzuschauen.

Wer sich schon ein paar Filme von „The Asylum“ angeschaut hat, der wird von „A Hauting in Salem“ wahrscheinlich sogar positiv überrascht sein. Auch für Horror-Fans mit nicht ganz so hohen Ansprüchen kann der Film empfohlen werden. Alle andere sollte sich „A Hauting in Salem“ nur dann anschauen, wenn sie absolut nichts besseres zu tun haben.


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