Archive for März, 2020

Schlaf Kritik

Marlene (Sandra Hüller) lebt mit ihrer Tochter Mona (Gro Swantje Kohlhof) in Hamburg und leidet unter wiederkehrenden Alpträumen. Der Ort der düsteren Träume ist ein Waldhotel, das sie eines Tages in einer Zeitschriftenannonce wiederzuerkennen glaubt. Ohne lange zu überlegen fährt sie nach Stainbach, einem unscheinbaren kleinen Dorf, in dem sich das Hotel Sonnenhügel befindet – das Hotel aus ihren Träumen. Vor Ort erkennt Marlene, dass ihre quälenden Träume in direktem Zusammenhang zu drei Suiziden stehen, die einst in dem Hotel passiert sind. Kurz darauf fällt Marlene in eine Art komatösen Zustand und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Daraufhin reist Mona nach Stainbach, um den unheimlichen Vorgängen auf den Grund zu gehen. Der Beginn eines lebensbedrohlichen Horrortrips.

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The roads not taken Kritik

Molly (Elle Fanning) steht beruflich im Moment ordentlich unter Strom, muss sich in letzter Zeit aber vor allem um ihren Vater Leo (Javier Bardem) kümmern. Der lebt in einer heruntergekommenen Wohnung direkt unter den New Yorker U-Bahn-Gleisen und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Seit einiger Zeit schon liegt er fast nur noch im Bett, nuschelt vor hin und wirkt geistig zutiefst verwirrt. Nicht mal den Namen seiner Tochter kennt der innerlich zerrüttete Mitt-Fünfziger. Gedanklich durchwandert Leo, der nur noch in seiner eigenen Welt lebt, wichtige Stationen seines Lebens: Als er seine große Liebe Dolores in Mexiko kennenlernte oder er auf einer abseits gelegenen, griechischen Insel ein entbehrungsreiches Leben als Schriftsteller führte.

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Christoph Schlingensief, der 2010 nach zweijährigem Kampf gegen den Krebs im Alter von nur 49 Jahren starb, galt als künstlerisches Wunderkind. Schon in seinen frühen 20ern lehrte er an der Düsseldorfer Kunstakademie, mit Mitte 20 war er Aufnahmeleiter einer der erfolgreichsten Seifenopern der 80er-Jahren („Lindenstraße“). Bekanntheit als Filmemacher erlangte er mit seiner „Deutschlandtrilogie“: „100 Jahre Adolf Hitler“, „Das deutsche Kettensägenmassaker“ und „Terror 2000“. Ab 1995 etablierte er sich als von der Kritik gefeierter Opern- und Theater-Regisseur („Hamlet“, „Parsifal“) und inszenierte an einigen der renommiertesten Häuser im deutschsprachigen Raum (Volksbühne Berlin, Schauspielhaus Zürich, Wiener Burgtheater u.a.).

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The Gentlemen Kritik

Der Exil-Amerikaner Mickey Pearson (Matthew McConaughey) ist in Großbritannien zu einem der reichsten und einflussreichsten Drogenhändler des Landes aufgestiegen. Sein Marihuana-Imperium ist millionenschwer, weit verzweigt und gefürchtet. Doch Pearson hat genug vom kriminellen Geschäft und will sich zur Ruhe setzen. Bevor er aber sein Leben in der Upper-Class Londons genießen kann, beauftragt er seinen Mitarbeiter Ray (Charlie Hunnam) damit, einen geeigneten Käufer für sein Geschäft zu finden. Und siehe da: Schon bald gibt es eine Reihe an mysteriösen, von krimineller Energie angetriebenen Interessierten, die ein Auge auf Pearsons „Vermächtnis“ geworfen haben.

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