Archive for Januar, 2020

JoJo Rabbit Kritik

Die deutsche Provinz 1945: Der zehnjährige Jojo „Rabbit“ Betzler (Roman Griffin Davis) ist, wie alle Jungen seines Alters, in der Hitler-Jugend aktiv. Der überzeugte „Jung-Nazi“ erlernt dort, wie man mit Waffen umgeht und was es heißt, zur deutschen Volksgemeinschaft dazuzugehören. Seit dem Tod seiner Schwester durch einen Grippevirus wird Jojo fürsorglich von seiner Mutter (Scarlett Johansson) umsorgt. Sie ist eine der wenigen Personen, die für Jojo von Bedeutung sind – einmal abgesehen von seinem imaginären Freund Adolf Hitler (Taika Waititi), der für den Jungen die Rolle eines Ersatzvater übernimmt. Jojos Weltbild bricht jedoch in sich zusammen, als er zuhause auf dem Dachboden das jüdische Mädchen Elsa (Thomasin McKenzie) entdeckt. Seine Mutter hält sievor den Nazis versteckt – und Jojo gerät in einen Gewissenskonflikt. Denn ist es als überzeugter Nazi-Anhänger nicht seine Pflicht, das Mädchen zu verraten?

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Freies Land Kritik

Spätherbst 1992: Die Kommissare Markus Bach (Felix Kramer) und Patrick Stein (Trystan Pütter) werden mit einem Fall betraut, der es in sich hat. In einem kleinen, abseits gelegenen Ort im Niemandsland Mecklenburg-Vorpommerns sollen sie nach zwei verschollenen Teeangerinnen suchen. In dem verschlafenen Provinznest herrscht Tristesse: Seit der Wende geht es für die Region abwärts und die Menschen sind verbittert. Entsprechend wortkarg zeigen sich die Einwohner, als Bach und Stein mit ihren komplizierten Untersuchungen und Nachfragen beginnen. Wenn sie mal eine Antwort erhalten, steht für die Bewohner fest: Die beiden jungen Frauen sind wahrscheinlich in den Westen geflohen, um ein besseres Leben zu haben – wie so viele vor ihnen. Als jedoch zwei verstümmelte Leichen gefunden werden ist klar: Bach, Stein und die gesamte Gegend haben es mit einem brutalen Killer zu tun.

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The Witcher (Serie) Kritik

Das Ende von Game of Thrones hat bei vielen Fantasy-Fans eine Lücke aufgerissen. Und nach dem unbefriedigenden Schluss dürstet es den Fans erst recht nach etwas, dass diese Lücke schließen kann. Auf Produzentenseite hingegen reibt man sich schon lange die Augen, wie eine Serie wie Game of Thrones denn so erfolgreich werden kann. Und kann man dieses Erfolgsrezept auch auf andere Fantasy-Universen übertragen? Mit der Verfilmung des Fantasy-Klassikers “The Witcher” will nun Netflix in die großen Fußstapfen von Game of Thrones treten, doch ob dies auch wirklich gelingt, das erfahrt ihr nachfolgend.

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