Mit „The Amazing Spider-Man“ startet der erste Teil einer neue Filmreihe über den Spinnenmann in den deutschen Kinos. Mit neuem Regisseur und anderen Darstellern versucht Sony Pictures mit dem Reboot, an die Erfolge der Vorgängerfilme anzuknüpfen. 2002 schuf Regisseur Sam Raimi mit „Spider-Man“ eine bunte, technisch atemberaubend umgesetzte Comic-Adaption, die Action und Anspruch auf höchstem Niveau miteinander verband. Der Lohn: Über 800 Millionen Dollar Einspielergebnis an den Kinokassen und zwei gelungene Fortsetzungen (2004 und 2007), die den kommerziellen Erfolg des Erstlings sogar noch übertrafen. Wieso nun also dieser Neustart der Saga, der die Geschichte um die menschliche Spinne nochmals komplett von vorne erzählt anstatt das Netz weiterzuspinnen und einen vierten Teil zu drehen? Weiter lesen »
Archive for Juni, 2012
Es gab Zeiten, da landete Eddie Murphy Film-Hits am laufenden Band, die auch von der Kritik positiv aufgenommen wurden. Filme wie „Beverly Hills Cop“ (1984) oder „Der Prinz aus Zamunda“ (1988) wurden Publikumsrenner und machten die ewige Quasselstrippe Murphy zu einem der größten Stars der Traumfabrik. Doch diese Zeit liegt lange zurück. Heute macht Murphy mehr mit seinem Privatleben als mit seinen Filmen von sich Reden. So sorgte seine ereignisreiche Beziehung zu Ex-Spice-Girl Mel B. ebenso für (Negativ-) Schlagzeilen, wie das Ende seiner Ehe mit der Filmproduzentin Tracey Edmonds, von der er sich 2008 nur zwei Wochen nach der Hochzeit trennte. In den vergangenen Jahren versuchte er immer wieder, mit seinen Filmen und Leistungen an frühere Erfolge anzuknüpfen. Seine letzten Filme jedoch, insbesondere „Mensch, Dave!“ (2008) und „Zuhause ist der Zauber los“ (2010), floppten spektakulär an den Kinokassen. Mit „Noch tausend Worte“, der bereits dritte Film den Murphy mit Regisseur Brian Robbins drehte, versucht Murphy nun abermals ein erfolgreiches Comeback, das jedoch auch diesmal scheitern dürfte. Zu harmlos, seicht und banal ist der Film, der in erster Linie an seiner absurden, grotesken Story scheitert. Weiter lesen »
Die Französische Revolution von 1789 bis 1799 zählt zu den bedeutendsten und folgenreichsten Ereignissen der europäischen Geschichte, mit weitreichenden Folgen für den gesamten Kontinent. Die Revolution führte zum Abbau der kirchlichen Autorität, zum Ende der absoluten Monarchie sowie zur Umsetzung von (heute selbstverständlichen) Menschenrechten wie Freiheit und Gleichheit aller Menschen. In der Frühphase dieses Umbruchs ist das opulent ausgestattete Historien-Drama “Leb’ wohl, meine Königin” (Les Adieux à la reine) des französischen Regisseurs Benoît Jacquot angesiedelt. Das Werk feierte als Eröffnungsfilm der diesjährigen 62. Berlinale seine Weltpremiere. Auf dem gleichnamigen Roman von Chantal Thomas beruhend, schildert Jacquot hier die Ereignisse aus der Sicht einer jungen Bediensteten am Hof von König Ludwig XVI. Vor dem Hintergrund dieser ersten Phase der Revolution gewährt der Film einen intimen Einblick hinter die Mauern von Versailles und besticht in erster Linie durch seine famose Besetzung, die üppige Ausstattung und den beeindruckenden Handlungsort (Schloss Versailles), der eine eigene Hauptrolle im Film übernimmt. Zum ersten Mal überhaupt erhielt ein Filmteam die Genehmigung, im Schloss von Versailles zu drehen. Weiter lesen »
„17 Mädchen“ ist der erste Film der französischen Schwestern Delphine und Muriel Coulin, die mit ihrer Tragikömodie die wahre Geschichte von 17 Mädchen aufgreifen, die beschließen, alle gemeinsam schwanger zu werden. Die Begebenheit trug sich im Frühjahr 2008 im amerikanischen Massachusetts zu. Die Coulin-Schwestern verlagerten den Handlungsort ihres Films in eine kleine französische Hafenstadt am Atlantik und wählten ihre weiblichen Hauptdarsteller aus über 600 Bewerberinnen aus, teils Schauspielerinnen, teils Laien. „17 Mädchen“ rückt die Suche nach Identität und das Streben nach Selbstständigkeit und Eigenverantwortung von Heranwachsanden ins Zentrum und erzählt auf berührende aber auch witzige Weise von dieser wahren Geschichte. Zu Recht war „17 Mädchen“ einer der großen Überraschungserfolge bei den Filmfestspielen in Cannes 2011. Weiter lesen »
Vor drei Jahren sorgte der britische Film „StreetDance 3D“ weltweit für Furore. Er war der weltweit erste in 3D produzierte Tanzfilm und entwickelte sich zu einem enormen internationalen Kassenerfolg. Auch hierzulande: In Deutschland lockte das Hip-Hop-Spektakel weit über eine halbe Millionen Zuschauer in die Kinos. „StreetDance 3D“ bot echte Schauwerte und sorgte dafür, dass die Zielgruppe das bekam, wonach sie verlangt: attraktive Darsteller, spektakuläre Tanzeinlagen und sogar den ein oder anderen gelungenen 3D-Effekt. Darüber hinaus verschaffte der Film einen spannenden Einblick in die britische Street-Dance-Szene. Hinsichtlich Inhalt, Art der Inszenierung und der darstellerischen Leistungen fiel der Film qualitativ jedoch deutlich ab. Letztlich präsentierte er dieselbe ästhetisch zwar ansprechende, inhaltlich jedoch fade Tanzfilm-Kost, wie sie bereits in den Filmen „Step Up“ (2006) und der Fortsetzung „Step Up to the Streets“ (2008) zu sehen war. Schon kurz nach dem großen kommerziellen Erfolg von „StreetDance 3D“ begannen die beiden Regisseure Max Giwa und Dania Pasquini mit den Planungen des zweiten Teils, der nun – nach mehrjähriger Produktionszeit – in den deutschen Kinos startet: erneut in 3D und nach derselben Rezeptur, die bereits Teils eins zum Erfolg werden ließ. Weiter lesen »
Da strahlen die jungen Touristen: Abenteuer-Urlaub in Tschornobyl. Was könnte es schöneres geben? Was erst einmal komisch klingt ist tatsächlich der Plot des Horrorfilms Chernobyl Diaries. Darin besucht eine sechsköpfige Gruppe junger Touristen die Geisterstadt Pripyat, in der bis 1986 die Arbeiter des Atomkraftwerkes von Chernobyl und ihre Familien lebten. Nach viel Spaß und Spannung will die Gruppe Abends wieder nach Hause, muss allerdings feststellen, dass ihr Auto nicht mehr anspringt. Ab nun beginnt ein wahrer Alptraum, in dem die Touristen von mutierten Bewohnern gejagt werden. Tschornobyl für ein Horrorszenario ist meiner Meinung nach eine wirklich gute Wahl. In wie weit damit im Film auch umgegangen wird, darauf darf man gespannt sein. Der Trailer zu Chernobyl Diaries erinnert aber erst einmal an einen klassischen Horrorfilm. Aber seht selbst: