Posted on Feb 25, 2012 under G |

Steven Spielberg hat wie kaum ein zweiter Regisseur das Mainstream-Kino der vergangenen Jahrzehnte geprägt und bis heute mit seinen Filmen so viel eingespielt, wie kein anderer Filmemacher sonst. Mit „Der weiße Hai“ inszenierte er einen der ersten großen Publikumserfolge der Filmgeschichte, der heute als die Geburtsstunde des Blockbusters gilt. Mit seinem Science-Fiction-Märchen „E.T.“ schuf er den erfolgreichsten Film der 1980er-Jahre und sein Dino-Abenteuer „Jurassic Park“ war ab 1993 für fünf Jahre der kommerziell erfolgreichste Film der Welt. Spielbergs Spezialität ist zum einen die Verfilmung phantastischer Filmstoffe, aus denen er spektakuläre Fantasy-Märchen in bunten und traumhaften Bildern zaubert, („E.T.“, „Hook“, „A.I.“). Zum anderen nahm sich Spielberg in der Vergangenheit aber auch immer wieder ernsten Themen an. So thematisierte er in seinem Oscar-prämierten Werk „Schindlers Liste“ (1993) den Holocaust und befasste sich in dem Kriegsfilm „Der Soldat James Ryan“ (1998) mit dem Landung der Alliierten in der Normandie am 06. Juni 1944. Weiter lesen »
Posted on Feb 14, 2012 under H |
Martin Scorsese zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Filmemachern Hollywoods. Zu seinem Markenzeichen wurden intensive Charakterstudien über tragische Männerfiguren („Wie ein wilder Stier“,1980) und Außenseiter am Rande der Gesellschaft („Taxi Driver“, 1976). Er schuf wegweisende Mafia-Thriller („GoodFellas“, „Departed“), bewies sein Talent für eindringliche Filmbiografien („Aviator“) und sorgte in der Vergangenheit auch immer wieder mit seinen Dokumentationen für Furore: So zählen sein zweiteiliger Film „No direction home – Bob Dylan“ (2005) und „Shine a light“, sein 2008 erschienener Konzertfilm über die Rolling Stones, zu den gelungensten Musik-Dokus der vergangenen Jahre. Mit seinem neuen Film „Hugo Cabret“ betritt Altmeister Scorsese filmisches Neuland. „Hugo Cabret“ ist sein erster 3D-Film und sein erstes Werk überhaupt, das sich im Bereich des Fantasy- und Märchenfilms einordnen lässt. Weiter lesen »
Posted on Feb 06, 2012 under J |
Bereits mit seinem Film „Invictus – Unbezwungen“, der von den ersten Präsidentschaftsjahren Nelson Mandelas handelt, bewies Kino-Legende Clint Eastwood sein Gespür für eindringliche und hochemotionale Film-Biografien. Geschickt bediente sich Eastwood nur einer kurzen, aber entscheidenden Episode aus Mandelas Leben, die er ins Zentrum seiner Story rückte und daraus eine intensive Charakterstudie machte. Dem Genre „Biopic“ bleibt der mittlerweile 81-jährige mit seinem neuen Film treu: In „J. Edgar“ versucht Eastwood nun, das Leben und Wirken des Mannes nachzuzeichnen, der fast fünf Jahrzehnte an der Spitze des FBI stand und wie kaum ein Zweiter die Politik und Gesellschaft in den USA beeinflusste. „J. Edgar“ ist der erste Versuch, sich auf filmische Weise dem Phänomen Hoover zu nähern, der als einer der mächtigsten Männer seiner Zeit galt. Weiter lesen »
Posted on Feb 04, 2012 under A |
Die große Charaktermimin Meryl Streep versuchte von Anfang bis Mitte der Neunziger Jahre zu beweisen, dass sie nicht auf die Darstellung tragischer aber emotional starker Frauenfiguren festgelegt ist. Durch Filme wie „Kramer gegen Kramer“ (1979), „Silkwood“ (1983) und „Wolfsmilch“ (1987) bewies sie eindrucksvoll ihr Talent für die intensive Verkörperung dieser Frauenrollen. Bereits 1989 spielte sie eine Nebenrolle in der bissigen Komödie „Die Teufelin“, einem für sie bis dahin ungewohnten Genre. Nach ihrer hochgelobten Darstellung einer vom Schönheitswahn besessenen Schauspielerin in der rabenschwarzen Gesellschafts-Farce „Der Tod steht ihr gut“ von 1992, sorgte sie zwei Jahre später mit dem Actionfilm „Am wilden Fluss“ für einen erneuten Imagewandel. In Curtis Hansons exzellent besetztem Wildwasser-Thriller präsentierte sie sich zum ersten Mal in einem Actionfilm, der jedoch an seinem konventionellen und überraschungsarmen Plot scheiterte. Weiter lesen »
Posted on Feb 02, 2012 under I |
Im vergangenen Jahrzehnt sorgten in erster Linie Regisseure aus Spanien für Furore im angestaubten Horror-Genre. Mit einem Gespür für spannende Geschichten und intelligentem Grusel abseits von Splatter und Gemetzel, machten in erster Linie Alejandro Amenábar und Juan Antonio Bayona von sich reden. Amenábar schuf mit „The Others“ einen der gelungensten Gruselfilme des Jahrzehnts und sorgte für frischen Wind in dem zu jener Zeit doch recht brachliegenden Genre. 2009 gelang Bayona mit „Das Weisenhaus“ ein ebensolches Meisterstück, das sowohl von Publikum als auch von der Kritik gefeiert wurde und zahlreiche internationale Filmpreise gewann. In stilistischer und visueller Hinsicht vollends überzeugend, bewiesen die beiden Filmemacher, dass man mit reduzierten Mitteln (sparsam aber gezielt eingesetzte Musik, verstörende Settings, lange Einstellungen) immer noch die bedrohlichsten Stimmungen erzeugen kann. Weiter lesen »