Archive for März, 2010

Precious – Das Leben ist kostbar

Alleine die Aufzählung der Preise, die das von Lee Daniels inszenierte Drama „Precious“ einheimste, würde den Rahmen dieser Kritik sprengen. Angesichts der globalen Lobeshymnen stellt sich natürlich die Frage, ob der Hype gerechtfertigt ist oder wieder einmal nur ein Nichts zu einem gigantischen Irgendetwas aufgeblasen wurde. Um es vorweg zu nehmen: Der Streifen rund um eine vom Schicksal gebeutelte Schwarze im US-Ghetto macht es dem Zuschauer wahrlich nicht leicht. Ob sich die Rezeption des zweistündigen Dramas dennoch lohnt, erfahrt ihr in nachfolgender wertvoller Kritik. Weiter lesen »

Alice im Wunderland – 2010

Filmexzentriker Tim Burton gebührte die Ehre, die bereits 25. Verfilmung des „Alice im Wunderland“-Stoffes vorzunehmen. Es nimmt nicht Wunder, dass Burtons Adaption eines der berühmtesten Romane der Weltliteratur nicht gänzlich werkgetreu ist. Genau so wenig wie die Mitwirkung seiner Gattin Helena Bonham Carter sowie jene von Frauenschwarm Johnny Depp. Zudem handelt es sich um die erste „Alice im Wunderland“-Verfilmung, die – streng trendgemäß, siehe „Avatar“ – in 3D produziert wurde und mit einem Budget von 200 Millionen Dollar um einen der bislang teuersten Filme.

Ob das Ergebnis all den Superlativen und Erwartungen gerecht wird, verraten wir euch nachfolgend. Folgt einfach den schwarzen Buchstaben auf dem weißen Hintergrund! Weiter lesen »

Blood River

Blood River FilmkritikDas Thriller-Genre kennt allerlei Spielarten: Mal flirtet es mit purem Horror, wie in „Das Schweigen der Lämmer“ oder „Sieben“, mal zollt es zeitgeistigen Trends wie Okkultismus Tribut oder präsentiert sich gar als im wahrsten Wortsinne fesselndes Kammerspiel à la „Bound“. Welche Richtung der vom Briten Mark Mason inszenierte „Blood River“ einschlägt kann nicht verraten werden, ohne die entscheidende Plotwendung und somit einen großen Teil des Sehvergnügens vorwegzunehmen.
Ob der sichtlich preisgünstig produzierte Thriller einen näheren Blick lohnt oder sich als zweistündiger Langeweiler entpuppt, wird in nachfolgender unblutiger Rezension enthüllt. Weiter lesen »

The Descent – Abgrund des Grauens

The Descent - Abgrund des Grauens FilmkritikEinen im wahrsten Sinne des Wortes beklemmenden Horrortrip schildert Neil Marshall („Doomsday“) mit seinem ersten großen Film „The Descent – Abgrund des Grauens“. Der nur rund sechs Millionen Dollar teure Horrorstreifen spielte weltweit alleine in den Kinos das Achtfache ein und erhielt teils hymnische Kritiken. Dabei ist das Setting – eine Gruppe völlig verschiedener Charaktere gerät in eine bedrohliche Extremsituation und muss sich einem schier übermächtigen Feind stellen – auf den ersten Blick alles andere als originell.

Ungewöhnlich, zumal für einen Horrorfilm, ist jedoch die Tatsache, dass sämtliche Protagonisten von Frauen dargestellt werden, die sich ihrer Haut zumindest so gut wie Männer erwehren, anstatt sich kreischend von Muskelprotzen retten zu lassen. Ob der Film gemäß seinem Titel einen qualitativen Abstieg oder doch einen Höheflug des Horrorgenres darstellt, soll nachfolgend ergründet werden. Weiter lesen »