Archive for Oktober, 2009

Delictum – Im Namen des Herren

No-DoJahrzehntelang waren Horrorfilme eine Domäne von Hollywood. Erfreulicherweise sorgen seit den 1990er Jahren vor allem Japan und Westeuropa für heftige Konkurrenz. Aus Spanien drängt nun ein neuer Gruselstreifen auf den Markt: „Delictum – Im Namen des Herren“ widmet sich dem Übersinnlichen und spart nicht mit Seitenhieben auf die katholische Kirche.
Mehr zum Film erfahrt ihr in nachfolgender Rezension, die unter dem Motto steht: „Filmewelt – Im Namen des Kritikers“. Weiter lesen »

Vollidiot

Vollidiot FilmkritikWie lautet das unweigerliche Schicksal eines Bestsellers? Richtig: Er wird verfilmt! Kaum verwunderlich also, dass auch der literarische Sensationshit „Vollidiot“ für die große Leinwand adaptiert wurde. Der 2004 veröffentlichte Roman des Gagschreibers Tommy Jaud musste immerhin drei Jahre lang warten, bis ihm diese Gnade widerfuhr, die manchmal als Ritterschlag, viel zu oft aber als Faustschlag endet.

Ob das mit Oliver Pocher in der Hauptrolle verfilmte Popliteratur-Stück über einen sympathischen Loser überzeugen kann, erfahrt ihr in nachstehender, auch für Nicht-Vollidioten kompatibler Kritik. Weiter lesen »

Planet der Affen

Planet der Affen FilmkritikDer 1968 mit Charlton Heston in der Hauptrolle verfilmte Roman “Le planète de singes” (Der Planet der Affen) des Franzosen Pierre Boulle gilt als einer der ganz großen Klassiker des SF-Genres. Berechtigterweise, denn die Geschichte des amerikanischen Astronauten Taylor, der zweitausend Jahre in der Zukunft auf einem scheinbar fremden Planeten landet, auf dem intelligente Affen über “wilde” Menschen herrschen, bietet Unterhaltung auf höchstem Niveau und regt zum Nachdenken darüber an, wie grausam Menschen Tieren gegenüber handeln bzw. wie unverantwortlich sie mit ihrem eigenen Planeten und dem Leben ihrer Artgenossen umgehen.
Nach dem riesigen Erfolg konnten Fortsetzungen nicht ausbleiben – insgesamt waren es vier mehr oder weniger gelungene. Nun machte sich der Exzentriker Tim Burton daran, Boulles’ Roman erneut zu verfilmen und ihn zeitgemäß zu adaptieren.
100 Mio. Dollar standen Burton zur Verfügung, um das Kinopublikum erneut in Erstaunen zu versetzen. Finanziell hat sich der Wagemut der 20th Century Fox gelohnt: Innerhalb von nur drei Tagen spielte der Streifen rund 70 Mio. Dollar ein – mehr hatte bis dato nur Star Wars – Episode 1 geschafft. Weiter lesen »

Hannibal Rising

Mit der Figur des Hannibal Lecter erschuf der US-Autor Thomas Harris nicht einfach eine weitere Romanfigur, sondern eine Ikone der Popkultur, die praktisch jedem Menschen geläufig ist. Nach dem überwältigenden Erfolg von „Das Schweigen der Lämmer“ durfte es nicht überraschen, dass die Cash-Cow Lecter weiterhin kräftig gemolken wurde. Folglich durfte der hyperintelligente Gourmet und Psychologe im Jahr 2007 bereits zum insgesamt fünften Mal seine etwas eigenwilligen Therapien zelebrieren.

Ob „Hannibal Rising“ auch ohne Anthony Hopkins in dessen Paraderolle überzeugen kann, erfahrt ihr in nachfolgender Kritik, die von Jugendlichen nur in Begleitung ihrer Eltern gelesen werden sollte. Weiter lesen »

Lost in Translation

Lost in Translation FilmkritikNeben dem seit Der weiße Hai anhaltenden Blockbuster-Wahn, der sich in teils unsäglichen Machwerken manifestiert, liefert Hollywood zum Glück doch immer wieder kleine, feine Meisterwerke, die den zerebral nicht völlig weggetretenen Cineasten auf niveauvolle Weise unterhalten und ihm das Gefühl geben, nicht erneut zwei Stunden des Lebens vergeudet zu haben.
Wer diesen Einführungssatz lesen und auf Anhieb verstehen kann bringt gute Ansätze mit, Lost in Translation genießen zu können. Alle anderen mögen sich ruhig und unauffällig zu den Ausgängen begeben und warten, bis ihre Nummer aufgerufen wird. Danke.
Völlig verdient erhielt Sofia Coppola – Tochter von Regie-Legende Francis Ford Coppola – einen Oscar für das beste Drehbuch des Jahres. Weiter lesen »

Die fast vergessene Welt

Die.fast-vergessene-Welt

16 Jahre hat es gedauert, bis eine „Jurassic Park“-Persiflage das Licht der Leinwand erblickte. Mit einem zum Thema passenden monströsen Budget ausgestattet, setzt „Die fast vergessene Welt“ zum Rundumschlag gegen Dinosaurier, aber auch alberne Sci-Fi-Filmchen aus früheren Jahrzehnten an. Ob die Fantasy-Groteske mit US-Superstar Will Ferrell in der Hauptrolle überzeugen kann, erfahrt ihr in dieser fast unvergesslichen Monsterkritik. Weiter lesen »

Manos: The Hands of Fate

Manos: The Hands of Fate FilmkritikDieser sogenannte “Film” wurde 1966 mit einem Budget von selbst damals lächerlichen 19.000 $ gedreht. Der Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in einer Person hatte gewettet, dass er einen populären Horrorfilm mit einem extrem niedrigen Budget drehen könnte. Wette gewonnen.

Worum geht es nun in diesem berühmt-berüchtigten Film, der bei IMDB lange Zeit die unangefochtene Nummer eins der am niedrigsten bewerteten Filme stellte? Weiter lesen »