Unsane – Ausgeliefert Kritik

Unsane - Ausgeliefert Kritik

Sawyer (Claire Foy) ist noch neu in der Stadt und hat erst kürzlich eine neue Stelle begonnen. Der Grund für ihren Umzug: in ihrer alten Heimat wurde sie Opfer eines Stalkers (Joshua Leonard), der ihr überall auflauerte. Nun will sie ein neues Leben beginnen und das Erlebte vergessen. Ablenkung sucht sie bei abendlichen Tinder-Dates, jedoch schleichen sich bald die alten Ängste ein: in den Gesichtern der Männer erkennt sie das Gesicht ihres Stalkers. Um ihre Qualen los zu werden, sucht Sawyer Hilfe bei einem Psychiater in der Highland-Creek-Nervenheilanstalt. Dort hofft sie auf eine ambulante Therapie. Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse. Erst lässt das Klinikpersonal Sawyer nicht mehr aus der Anstalt, dann wird sie gewaltsam in einem Zimmer einquartiert und unter Medikamente gestellt. Angeblich hat sie sich selbst für 24 Stunden in die Klinik eingewiesen. Und es kommt noch schlimmer: in einem der Pfleger erkennt sie ihren Stalker wieder. Bildet sie sich alles nur ein oder hat sie der Verrückte tatsächlich bis nach Highland Creek verfolgt? Weiter lesen »

Film Stars don’t die in Liverpool Kritik

Liverpool, 1978: in der englischen Großstadt verliebt sich der ambitionierte Jung-Schauspieler Peter Turner (Jamie Bell) in die fast 30 Jahre ältere ehemalige Hollywood-Diva Gloria Grahame. Grahame erlebte ihre erfolgreichste Zeit in den späten 40er- und frühen 50er-Jahren, für ihre Leistung im Drama „Stadt der Illusionen“ (1952) gewann sie einen Oscar. Nachdem anfänglich alles nach einem harmlosen Flirt zwischen dem Jungen aus der Arbeiterklasse und dem US-Superstar aussieht, entwickelt zwischen den beiden Künstlern allmählich eine ernstzunehmende Beziehung. Nach einer leidenschaftlichen gemeinsamen Zeit zerbricht diese jedoch irgendwann und Peter zieht zurück nach Liverpool. Bis eines Tages sein Telefon klingelt: er soll seine ehemalige große Liebe aus dem Krankenhaus abholen. Im Haus von Peters Eltern, die große Fans der Filme von Grahame sind, soll sich der Filmstar erholen. Was niemand ahnt: sie ist unheilbar an Krebs erkrankt. Weiter lesen »

Der Hauptmann Kritik

Der Hauptmann Kritik

Nordwestdeutschland während der letzten Kriegstage: Willi Herold (Max Hubacher) ist ein einfacher Gefreiter, der sich auf der Flucht vor seinen Vorgesetzten befindet. Das Glück meint es gut mit ihm, als er in einem verwaisten Auto zufällig die Uniform eines hochdekorierten Offiziers findet, die ihm noch dazu wie angegossen passt. Schnell gelingt es ihm, seine neue Rolle glaubhaft auch vor anderen Geflüchteten darzustellen. Und so schart er bald eine Gruppe versprengter Soldaten (u.a. Milan Peschel, Frederick Lau) um sich, die in ihm eine echte Autoritätsperson sehen. Auch in dem emsländischen „Lager 2“ gelingt es Herold erfolgreich, den Offizier zu spielen. Und geht dort sogar noch weiter: er behauptet, der Führer höchstpersönlich habe ihm den Befehl erteilt, rigoros gegen Deserteure und Gefangene der Straflager vorzugehen. Es dauert nicht lange und Herold lässt zahllose Gefangene brutal hinrichten. Und auch er selbst wird zum Henker. Weiter lesen »

Für dich soll's ewig Rosen Kriitk

Schon lange kümmert sich Giulio (Carlo Delle Piane) um seine großen Liebe Claudio (Lando Buzzanca). Dieser ist aufgrund einer schweren Krankheit ans Bett gefesselt. Die Beiden haben es alles andere als leicht, denn lange vorbei sind auch die Zeiten, in denen Giulios Poker-Glück das gemeinsame Leben im Luxus finanzierte. Die Geldsorgen sind inzwischen so groß, dass fast das gesamte Inventar des Anwesens, in dem das Paar lebt, verkauft wurde. Claudio ahnt von alledem jedoch nichts, denn Giulio tut alles, um den Schein früherer Zeiten zu wahren. Da Claudio seit langer Zeit das Bett nicht mehr verlassen kann bekommt er schlicht nicht mit, dass z.B. ein Großteil der Möbel bereits veräußert wurde. Doch lange kann Giulio die Illusion nicht mehr aufrecht erhalten. Ihm fehlt die Kraft. Vielleicht haben Giulios Tochter, Valeria (Caterina Murino), und ihr Sohn Marco die rettende Idee? Die Beiden besuchen Giulio und Claudio, doch das Wiedersehen steht unter keinem guten Stern, denn: das Verhältnis zwischen Giulio und seiner Tochter ist belastet. Weiter lesen »

Wind River Kritik

Wind River Kritik

Der Wildtierjäger Cory Lambert (Jeremy Renner) macht im Indianerreservat „Wind River“ in Wyoming Jagd auf Raubtiere, das eine Rinderfamilie gerissen hat. Bei seinem Streifzug durch die Winterlandschaft macht er eine grausame Entdeckung: er findet die Leiche der jungen Natalie (Kelsey Asbille). Das Problem ist, dass die chronisch unterbesetzte örtliche Polizeibehörde mit solchen Fällen hoffnungslos überfordert ist. Deshalb wird die unerfahrene, aber toughe FBI-Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen) einberufen, um bei der Aufklärung zu helfen. Sie kann jedoch keine Fährten lesen und auch mit den schweigsamen Bewohnern des Reservats kommt sie nur schwer in Kontakt. Sie bittet Lambert, ihr zu helfen. Dieser erklärt sich bereit, auch, weil er ein ganz persönliches Interesse am Auffinden der Täter hat: vor einiger Zeit verlor er seine 16-jährige Tochter ebenfalls durch ein Gewaltverbrechen. Weiter lesen »

Shape of water Kritik

Baltimore 1963: Die stumme Putzfrau Elisa (Sally Hawkins) arbeitet in einer geheimen Forschungsstation der US-Regierung. Sie geht dort unauffällig ihrer täglichen Arbeit nach und kaum jemand nimmt Notiz von ihr. Durch Zufall kommt sie eines Tages hinter ein streng geheimes Experiment des Militärs: in einem Tank wird ein ebenso mysteriöses wie geheimnisvolles Fischwesen – optisch eine Mischung aus Amphibie und Mensch – gefangen gehalten. Im Laufe der Zeit nähern sich Elisa und der Amphibienmann, zwei von der Gesellschaft Verstoßene, immer mehr einander an. Bis sich Elisa, die noch nie einen Freund hatte, in das Wesen verliebt. Als sie erfährt, dass dieses seziert werden soll, fasst sie mit ihrem Nachbarn Giles (Richard Jenkins) einen Entschluss: sie will die Kreatur in einer Nacht-und-Nebel-Aktion befreien. Eine Aktion, die dem Wesen zwar die Freiheit schenkt, allerdings Elisa und Giles auch mächtig Ärger einhandelt. Denn nicht nur das US-Militär sondern auch russische Spione haben es auf die heilenden Kräfte des Amphibienmannes abgesehen. Weiter lesen »

Der seidene Faden Kritik

Der seidene Faden Kritik

London zu Beginn der 50er-Jahre: Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) ist der bekannteste Schneider der Stadt. Gemeinsam mit seiner Schwester Cyril (Lesley Manville) betreibt er das Edel-Label „The House of Woodcock“ und entwirft teure und prunkvolle Mode für die bessere Londoner Gesellschaft sowie die Royal Family. Woodcock ist überzeugter Junggeselle und hat viele Affären, die ihm zur Kreativitätssteigerung und Inspiration dienen. Eine feste Beziehung kam für den Stardesigner bisher nicht in Frage, dafür ist er viel zu sehr Kontrollfreak und Herr über seine Gefühle. Eines Tages lernt er die selbstsichere Kellnerin Alma Elson (Vicky Krieps) kennen. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen und es dauert nicht lange, bis die Zwei eine Beziehung eingehen. Am Anfang läuft noch alles wunderbar, doch allmählich gerät das sonst so streng durchgeplante Leben von Woodcock ins Wanken. Weiter lesen »

American Satan Kritik

American Satan Kritik

Während ich diese Zeilen schreibe, tönt es im Hintergrund „Let him burn“ der Band The Relentless oder soll ich lieber sagen American Satan? Um jene Band geht es nämlich im gleichnamigen Indie-Film, der von Ash Avildsen und Matty Beckerman geschrieben und von Andy Gould produziert wurde, wobei letzter davor an Rob Zombie-Filmen gearbeitet hat. Rob Zombie passt hierbei wiederum super in den Kontext, denn American Satan verbindet filmisches mit musikalisches und erlaubt einen Blick in das teuflische Auf und Ab einer aufstrebenden Rock-Band. Weiter lesen »

The Commuter Kritik

The Commuter Kritik

Seit mehr als zehn Jahren pendelt Michael MacCauley (Liam Neeson) von seinem Vorort außerhalb Manhattans zur Arbeit in die Stadt. Die alltägliche Routine wird eines Tages jäh unterbrochen, als Michael eine geheimnisvolle Frau (Vera Farmiga) im Zug kennenlernt, die ihn in ein Gespräch verwickelt. Michael ist dabei alles andere als gut drauf, denn kurz davor hat er seinen Job als Versicherungsangestellter verloren. Umso hellhöriger lässt ihn werden, was die Frau ihm zu sagen hat: sie bietet ihm 100 000 Dollar, wenn er im Zug eine Person namens Prymm ausfindig macht. Diese unbekannte Person soll demnächst vor Gericht als Zeuge gegen eine Bande von Gangstern aussagen. Michael erhält nur zwei vage Hinweise auf Prymm – und eine Drohung: weigert er sich, sterben alle Unschuldigen an Bord sowie seine Familie. Ihm bleibt somit nichts anderes übrig als den heiklen, lebensgefährlichen „Auftrag“ anzunehmen. Er hat 60 Minuten Zeit. Weiter lesen »

The Killing of a Sacred Deer Kritik

The Killing of a Sacred Deer Filmkritik

Der Herzchirurg Steven (Colin Farrell) führt mit seiner Frau Anna (Nicole Kidman), und den Kindern Bob (Sunny Suljic) und Kim (Raffey Cassidy), ein beschauliches Leben. Die Familie hat viel Geld und bewohnt ein luxuriöses Anwesen. Auffällig ist nur, dass Steven sich in seiner Freizeit regelmäßig mit dem 16-jährigen Martin (Barry Keoghan) trifft. Sie gehen zusammen ins Café, Martin gibt ihm Geld oder macht ihm immer wieder teure Geschenke, wie etwa eine Uhr. Der Arzt fühlt sich verantwortlich für den Jungen, seitdem dessen Vater bei einer von Steven durchgeführten OP verstarb. Die Lage verschärft sich, als sich Martin immer mehr in Stevens Leben drängt: er schaut immer öfter bei dessen Familie vorbei, trifft sich allein mit Kim und versucht sogar, seine Mutter mit Steven zu verkuppeln. Als es Martin zu viel wird droht Steven, dass Unheil über die Familie kommen wird. Wenig später können Kim und Bob ihre Beine nicht mehr spüren und verweigern die Nahrungsaufnahme. Um den Fluch zu brechen, verlangt Martin von Steven, eines seiner Kinder zu opfern. Weiter lesen »