Verblendung Kritik

Die schwedische Verfilmung des ersten Teils von Stieg Larssons „Millenium-Trilogie“ von 2009 legte die Messlatte für eine mögliche Hollywood-Version ungemein hoch. Dem Regisseur Niels Arden Oplev gelang es, den ersten Roman von Larssons Trilogie als hochklassigen, exzellent besetzten und äußerst brutalen Thriller zu inszenieren, der mit so ziemlich jedem Hollywood-Thriller der vergangenen Jahre mithalten konnte. „Verblendung“ gewann in der Folge unzählige internationale Filmpreise, verhalf Hauptdarstellerin Noomi Rapace zum großen Durchbruch und zählt zweifelsfrei zu den gelungensten europäischen Filmen des vergangenen Jahrzehnts. Wie nicht anders zu erwarten, sollte es nicht lange dauern, bis sich auch Hollywood des packenden Stoffes um einen ungeklärten Entführungsfall eines jungen Mädchens annahm. Das Hollywood-Remake von „Verblendung“ ist jetzt in den deutschen Kinos angelaufen. Regie führte David Fincher. Weiter lesen »

In guten Händen Kritik

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Stress, Erschöpfung, Melancholie – mit diesen Problemen hatten Frauen unabhängig von Jahrhundert und Epoche schon immer zu kämpfen und so auch im viktorianischen England des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Was heute zu den gängigen „Folgeerscheinungen“ eines schnelllebigen, durch Beruf und Familie geprägten Alltags zählt, galt damals als ernstzunehmende Erkrankung, die allgemein unter dem Namen „Hysterie“ bekannt war. Frauen, die darunter litten, bedurften in dieser Zeit einer ganz speziellen Methode, um von ihren Leiden erlöst zu werden: Da ein „überreizter Uterus“ für diese Krankheit verantwortlich gemacht wurde, begannen die Ärzte, die Damen mit einer Intimmassage zu behandeln – mit großem Erfolg: Die Symptome gingen zurück und die Frauen standen in den Arztpraxen Schlange. Im Laufe der Zeit gipfelte diese besondere Behandlungsmethode schließlich in der Erfindung eines bis heute äußerst beliebten Sexspielzeugs: dem Vibrator. Die Geschichte dieser kuriosen Vorfälle erzählt nun die amerikanische Regisseurin Tanya Wexler in ihrer amüsanten, prächtig ausgestatteten Komödie „In guten Händen“. Weiter lesen »

Nach dem kommerziellen Misserfolg der zweitklassigen Action-Komödie „Knight and Day“ (2010), stand Cruise zuletzt gehörig unter Druck. Der letzte Kassenerfolg lag mit „Operation Walküre“ (2008) schon lange zurück und durch seine peinlichen medialen Auftritte und den öffentlichen Liebesbekenntnissen zu Katie Holmes machte er sich in den vergangenen Jahren selbst zum wohl meistgehassten Mann Hollywoods. Mit dem vierten Teil der exakt auf Cruise und seine Leinwandwirkung zugeschnittenen Agenten-Action-Reihe „Mission: Impossible“ gelingt ihm nun jedoch ein überzeugendes Comeback. Sowohl Cruise als auch der Film an sich erfüllen diesmal die hohen Erwartungen und sollten dessen Karriere wieder in die gewohnt erfolgsverwöhnten Bahnen lenken. Weiter lesen »

Seit Mitte Dezember ist die neue Website des Filmfestival sehsüchte online. Vom 24. bis 29. April 2012 wird nun schon zum 41. Mal das Filmfestival sehsüchte stattfinden. Anbei die offizielle Festival-Beschreibung: Weiter lesen »

„Robin Hood – Der König der Diebe“ gilt heute – 20 Jahren nach seinem Entstehen – zweifelsfrei als Klassiker des modernen Abenteuer-Kinos. Auf höchst unterhaltsame Art verbindet der Film realistisch inszenierte, rasante Action und überzeugende schauspielerische Leistungen mit leisem Humor und gezielt eingesetzter Ironie. Insofern kann „Robin Hood“ heute auch als Vorreiter vieler monumentaler Historien- und Abenteuerfilme angesehen werden, die in den darauffolgenden Jahren auf ähnliche Weise versuchten, historische Stoffe mit Popcorn-Unterhaltung zu verbinden, so z.B. „Alexander“ (2003) oder „Troja“ (2004). Regisseur Kevin Reynolds gelang es mit seinem Film, die legendären, beliebten Abenteuer rund um Robin Hood zu entstauben und in einer modernen, dem Massengeschmack angepassten Neuverfilmung ein Millionenpublikum für den Mythos neu zu begeistern. Weiter lesen »

Das Jahr 2011 neigt sich zum Ende zu, da darf man dieses auch einmal aus filmischer Sicht rekonstruieren. Welchen guten Film mochten die Zuschauer besonders und welchen Film verschmachteten sie. Gab es wirkliche filmische Überraschungen in 2011 oder behielten die Film-Kritiker mit ihren Einschätzungen recht? Weiter lesen »

In Time Kritik

In-Time-Hauptplakat

Der neuseeländische Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol gilt spätestens seit seinem Drehbuch für Peter Weirs Satire-Drama „Die Truman Show“ (1998) als Spezialist für düstere Zukunftsvisionen und Gesellschaftskritik. Schon ein Jahr zuvor konnte er einen ersten Achtungserfolg mit seinem Debütfilm „Gattaca“ erzielen. Die Kritiker zeigten sich damals beeindruckt von Niccols stargespickter, düster-beklemmenden Zukunftsparabel. Der Film erzählte von einer zweigeteilten, totalüberwachten Gesellschaft, in der Genmanipulation über Schicksal und Zukunft der Menschen entscheidet. Die Prämisse vom Zwei-Klassen-System in einer trostlosen, diktatur-ähnlichen Gesellschaft greift Niccol in seinem neuesten Film nun erneut auf. War es in „Gattaca“ noch die Gentechnik, die über Leben und Tod entschied, spielt in „In Time“ die Zeit als alleinige „Währung“ der Menschen die tragende Rolle. Weiter lesen »

Battleship Trailer

Das aus den Tiefen des Ozeans nicht nur Gutes kommt, das durfte man schon mit der Auferstehung des Megatrons aus den Laurentischen Graben in Transformers – Die Rache bestaunen. Der kommende Film Battleship geht aber noch eine Stufe weiter. Darin hat sich nämlich gleich eine ganze Horde Außerirdische im blauen weiten Nass versteckt. Und wie es der Zufall will, trifft auf diese nicht ganz friedlichen Erdenbesucher, gleich eine ganze Flotte an Kriegsschiffen der US Army. Wer ein Fan von Schiffe versenken ist, der wird wohl bei Battleship voll auf seine Kosten kommen, zumindestens zeigt der nachfolgende Battleship Trailer viel Action:

Wer weniger auf protzige Kähne, als auf flotte Mädls steht, der ist mit Battleship ebenfalls bestens beraten. In dem ab 26. April 2012 startende Film wird unter anderem Rihanna als Petty Officer Raikes ihre Premiere als Schauspielerin feiern.

Sea of Love Kritik

Als 1989 die Produktion des Thrillers „Sea of Love“ begann, war es bereits vier Jahre her, dass Charakterdarsteller Al Pacino in einem Film als Hauptdarsteller mitwirkte („Revolution“, 1985). In den 1980er-Jahren drehte Pacino gerade einmal eine handvoll Filme und der Ruhm der für ihn glorreichen Siebziger Jahre (z.B.„Der Pate“, „Serpico“) schien vorbei. Erst seine Darstellung eines abgewrackten Großstadtcops in „Sea of Love“ rehabilitierte ihn. Regisseur Harold Becker galt zu diesem Zeitpunkt als unerfahrener Regisseur, „Sea of Love“ verhalf auch ihm letztlich zum Karriereschub. In der Folge machte sich Becker als Regisseur von Filmen wie „Malice“ (1993), „City Hall“ (1996) oder „Das Mercury Puzzle“ (1998) einen Namen als Thriller-Spezialist. Weiter lesen »

Der Gott des Gemetzels Kritik

Ein Jahr nach seinem Film „Der Ghostwriter“ meldet sich Star-Regisseur Roman Polanski nun mit einem ganz speziellen Film zurück. Das Drehbuch für seinen neuen Film „Der Gott des Gemetzels“ basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück der französischen Schriftstellerin und Bühnenautorin Yasmina Reza. Reza gilt als eine der meistgespielten Autorinnen des Gegenwartstheaters. Ihr Stück „Der Gott des Gemetzels“ wurde 2006 in Zürich uraufgeführt und hat sich seitdem weltweit zu einem Riesenerfolg entwickelt. Das Stück zählte schon zwei Jahre nach der Premiere zu den erfolgreichsten Theaterstücken der letzten Jahrzehnte. Roman Polanski nahm sich nun des Stoffes an und verfasste gemeinsam mit Reza das Skript für die Verfilmung. Weiter lesen »