Die Kommune Kritik

Die Kommune Filmkritik

Der Architektur-Dozent Erik (Ulrich Thomsen) entscheidet sich, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Anna (Trine Dyrholm) und der gemeinsamen Tochter, für eine alternative Lebensform: sie wollen die frisch geerbte Villa zu einer Kommune mit Gleichgesinnten umfunktionieren. Schon lange langweilt sie das gut bürgerliche Leben und andere Mitbewohner würden zudem attraktive Mieteinkünfte in die Haushaltskasse bringen. Also veranstalten sie eine Art „Casting“, um geeignete Menschen zu finden, die ihre Ansichten und Weltanschauungen teilen. Die erste Zeit im neuen Heim ist geprägt von viel Spaß unter den Bewohnern, familiärem Zusammenhalt und einer neu gewonnenen Freiheit. Allmählich jedoch zeigt sich, dass die Utopie vom offenen, glücklichen Kommunenleben nur schwer mit menschlichen Gefühlen und persönlichen Bedürfnissen vereinbar ist. Als sich Erik nämlich in die hübsche Studentin Emma (Helene Reingaard Neumann) verliebt, die später sogar als Mitbewohnerin in die Kommune aufgenommen wird, beginnen die Probleme. Weiter lesen »

10 Cloverfield Lane Kritik

10 Cloverfield Lane Kritik

Am Anfang von „10 Cloverfield Lane“ sieht man eine Frau, es ist die junge Michelle (Mary Elizabeth Winstead), wie sie überstürzt ihre Sache packt und sich mit dem Auto auf und davon macht. Sie scheint außer sich vor Wut oder vor etwas auf der Flucht. Kurz darauf kommt es zu einem Aufprall – und danach ist nichts mehr wie es war. Einige Zeit später erwacht sie in einem spartanischen Raum ohne Fenster. Noch bevor sie es schafft, sich von dem Tropf, an dem sie hängt, zu befreien, kommt Howard (John Goodman) in den Raum. Er sagt der verängstigten, verstörten Michelle, dass er sie in dem Bunker in Sicherheit vor einer nuklearen Katastrophe gebracht habe. Der undurchsichtige Howard behauptet, dass die alte Welt verschwunden sei und die wenigen Überlenden des atomaren oder chemischen Unfalls unter der Erde ausharren. Und schließlich gibt es da noch den dritten Bunker-Bewohner, Emmett (John Gallagher Jr.), der ebenso wie Michelle zunehmend an den wahren Beweggründen von Howard, sie in den Bunker gebracht zu haben, zweifelt. Weiter lesen »

Raum Kritik

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Als junges Mädchen wurde die damals zehnjährige Joy (Brie Larson) von Nick (Sean Bridgers) entführt, der sie seitdem in einem kleinen Schuppen im Garten gefangen hält. Joy ist mittlerweile 17 und hat sich scheinbar mit ihrem Schicksal abgefunden. Zumal sie nicht allein im Schuppen ist: sie zieht dort ihren Sohn Jack (Jacob Temblay) auf, das Ergebnis der unzähligen Vergewaltigungen durch ihren Entführer. Trotz aller dramatischen Umstände empfindet sie Liebe für ihren Sohn und möchte ihm die Zeit in dem engen Raum so angenehm wie möglich gestalten. Um den Schein der heilen Welt zu wahren, erzählt sie Jack, dass alles außerhalb des Schuppens nicht wirklich existiere. Real sei nur die Welt darin. Sie erzählt ihm Geschichten wie „Alice im Wunderland“ und tut alles, dass er die Wahrheit nicht erfährt. Im Laufe der Zeit jedoch gelingt es Joy immer weniger, diese brüchige Fassade aufrecht zu erhalten. Sie denkt an Flucht und hat auch schon eine Idee, wie dies funktionieren könnte. Weiter lesen »

Son of Saul Kritik

Son of Saul filmkritik

Das NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im Herbst 1944: Der ungarische Gefangene Saul Ausländer (Geza Röhrig) wird einem Sonderkommando aus jüdischen Gefangenen zugeteilt, das mit einer schrecklichen Aufgabe betraut wird: die Häftlinge sollen die Leichen der Personen, die vergast wurden, in den Krematorien verbrennen. Damit sollen sie bei der bestialischen Massenmord-Maschinerie indirekt zu Helfern gemacht werden und die Spuren des Völkermords beseitigen. Eines Tages meint er, unter den Menschen, die er auf Befehl des Lagerkommandos in die Gaskammer geleitet hat, seinen eigenen Sohn wiederzuerkennen. Der Junge überlebt die Kammer schwer verletzt, wird kurz darauf aber von einem Lagerarzt getötet. Saul gelingt es, den Leichnam des Jungen vor den Flammen zu retten. Sein Ziel: dem Toten ein Begräbnis nach jüdischer Glaubenstradition zu verschaffen. Ein gewagtes und vor allem gefährliches Vorhaben, denn die SS-Schergen überwachen das Sonderkommando genau. Weiter lesen »

Francofonia Kritik

Francofonia kritikUm die Geschichte und Bedeutung des Louvre, eines der größten und wichtigsten Kunstmuseen der Welt, geht es dem russischen Regisseur Alexander Sokurov u.a. in seinem neuen Film. Aber der poetisch-geistreiche, essayistische Film ist mehr als nur eine Hommage an eines der bedeutendsten Gedächtnisse und Bewahrer (eine der zentralen Aufgaben eines Museums) der europäischen Kunst und Kunstgeschichte. Wer Sokurov kennt weiß, dass seine Filme oft voller Querverweise, Anspielungen und Assoziationen stecken und der Zuschauer aufgefordert wird, sich Gedanken und ein eigene Bild über die Geschehnisse zu machen. So ist dies auch bei seinem neuen Film der Fall. „Francofonia“ stellt zudem die Frage nach dem Zusammenhang und Abhängigkeitsverhältnis von Kunst und Politik und wozu die Gier nach Kunstschätzen und Macht die Menschen treiben kann. Den inhaltlichen und erzählerischen Aufhänger des Films bildet die wahre Geschichte um die Beziehung zwischen dem damaligen Louvre-Direktor Jacques Jaujard (Louis-Do de Lencquesaing) und dem Wehrmachtsoffizier und Kunsthistoriker Franz Wolff-Metternich (Benjamin Utzerath). Weiter lesen »

ZOOTOPIA – FLASH, THE FASTEST SLOTH AT THE DMV -- When rookie rabbit officer Judy Hopps (voice of Ginnifer Goodwin) has only 48 hours to crack her first case, she turns to scam-artist fox Nick Wilde for help, but he doesn't always have her best interests at heart. Their investigation takes them to the local DMV (Department of Mammal Vehicles), which is staffed entirely by sloths. Directed by Byron Howard and Rich Moore, and produced by Clark Spencer, Walt Disney Animation Studios' "Zootopia" opens in U.S. theaters on March 4, 2016. ©2015 Disney. All Rights Reserved.

©2015 Disney. All Rights Reserved.

Zoomania war mal wieder so ein Disney-Film, auf den ich schon beim ersten Sehen in der Kinovorschau richtig Lust bekommen habe. Zu sehen war der Trailer, bei dem die junge Polizistin Judy Hopps (das Häschen 😉 ) für das Aufspüren eines Diebs unter anderem auf die Mithilfe von Flash, dem nicht ganz so schnellen Faultier, angewiesen ist. Schon bei diesem kleinen Clip musste das ganze Kino lachen. Nachfolgend noch einmal der Werbe-Clip, falls du diesen noch gar nichts kennst (wobei ich diesen nach dem Kinobesuch auch immer wieder in meiner Facebook-Timeline vorgefunden habe 😀 ):



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Holy Cow Kritik

Holy Cow filmkritikIn einem malerischen Bergdorf in Aserbaidschan lebt der Bauer Tapdiq in einfachsten Verhältnissen mit seiner Familie in einem notdürftig errichteten Bretterverschlag. Um ihm und vor allem seiner Familie ein besseres Leben bieten zu können, hegt er den Traum, sich eine europäische Kuh anzuschaffen. Von ihr erwartet er mehr und bessere Milch und damit auch höhere Erträge. Das Problem ist nur, dass die konservativen Dorfbewohner, die auf den althergebrachten Traditionen beharren, ein großes Problem mit diesem Plan haben. Noch nie gab es eine „ausländische“ Kuh im Dorf, außerdem – so die Befürchtung der Bewohner – würden durch die Kuh Krankheiten und Unglück über das Dorf gebracht. Und so erfährt Tapdiq zunächst nur Ablehnung, sei es von Freunden, der Familie oder den eigenen Nachbarn. Dennoch beharrt er auf seiner Meinung und kauft die Kuh, die er bald auf den Namen „Madonna“ tauft. Weiter lesen »

Dirty Grandpa Kritik

Dirty Grandpa KritikDick Kelly (Robert de Niro) ist in Rente und seit kurzem auch noch Witwer. Um wieder den Spaß am Leben zu finden und zu prüfen, ob er noch seinen „Mann stehen kann“, will er mit seinem spießigen Enkel Jason (Zac Efron) zum „Spring Break“ nach Florida. Jason soll ihn aber zunächst nur hin kutschieren, damit sich der rüstige und partywillige 70-jähirge Dick ganz dem Alkohol und den Frauen hingeben kann. Geschockt zeigt sich Jason aber gleich nach der Ankunft in Daytona Beach. Sein Opa bandelt nicht nur mit einer sexverrückten Studentin an und äußert sich lauthals abfällig über Minderheiten sondern verhält sich auch noch beständig wie ein betrunkener, unreifer Teenager. Und das alles, kurz bevor Jason – ein strebsamer und erfolgreicher Junganwalt – seine Verlobte Meredith (Julianne Hough) vor den Traualtar führen will. Weiter lesen »

The Forest Kritik

The-Forest-kritikDer Aokigahara-Wald am Fuße des japanischen Flusses Fuji ist bekannt dafür, Jahr für Jahr viele Selbstmord-Willige anzuziehen. Seitdem ein japanischer Autor 1960 eine Protagonistin in seinem Roman in der Nähe des Waldes Suizid begehen ließ, übt das düstere Gebiet einen unheimlichen Reiz auf diese Menschen aus. In den Wald reist auch die junge Amerikanerin Sara (Natalie Dormer), die sich auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester befindet. Diese ist seit geraumer Zeit wie vom Erdboden verschluckt und es wird vermutet, dass auch sie sich in dem düsteren Wald das Leben genommen hat. Mit der Hilfe des Journalisten Aiden (Taylor Kinney) und dem einheimischen, ortskundigen Guide Michi (Yikiyoshi Ozawa), durchforstet sie das dichte, unwegsame Gelände. Sara ist sich sicher, dass ihre Schwester noch am Leben ist. Bald stellt sich aber vor allem die Frage: kann sie ihren Helfern trauen? Weiter lesen »

Dirigenten - Jede Bewegung zählt!Die mitreißende Doku „Dirigenten“ begleitet fünf junge Nachwuchs-DirigentInnen bei ihrer Teilnahme beim „Internationalen Sir Georg Solti Dirigentenwettbewerb“, einem der bekanntesten und renommiertesten Wettbewerbe dieser Art weltweit. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre in Frankfurt am Main statt, jedes Mal bewerben sich Hunderte von talentierten jungen Dirigenten, aber nur einer kann gewinnen. Wer dies schafft, dem steht eine aussichtsreiche, steile Karriere in der Welt der klassischen Musik bevor. Das Finale findet in der legendären Alten Oper in Frankfurt statt, der Gewinner erhält am Ende nicht nur ein Preisgeld von 15.000 Euro, sondern wird auch zum Frankfurter Opern- und Museumsorchester sowie dem hr-Sinfonieorchester eingeladen. Dort darf er sein Können beweisen und Erfahrung sammeln. Der Name des Wettbewerbs geht zurück auf den 1997 verstorbenen legendären Dirigenten Sir Georg Solti, der in den 50er-Jahren Generalmusikdirektor von Frankfurt am Main war. Weiter lesen »