Der seidene Faden Kritik

Der seidene Faden Kritik

London zu Beginn der 50er-Jahre: Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) ist der bekannteste Schneider der Stadt. Gemeinsam mit seiner Schwester Cyril (Lesley Manville) betreibt er das Edel-Label „The House of Woodcock“ und entwirft teure und prunkvolle Mode für die bessere Londoner Gesellschaft sowie die Royal Family. Woodcock ist überzeugter Junggeselle und hat viele Affären, die ihm zur Kreativitätssteigerung und Inspiration dienen. Eine feste Beziehung kam für den Stardesigner bisher nicht in Frage, dafür ist er viel zu sehr Kontrollfreak und Herr über seine Gefühle. Eines Tages lernt er die selbstsichere Kellnerin Alma Elson (Vicky Krieps) kennen. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen und es dauert nicht lange, bis die Zwei eine Beziehung eingehen. Am Anfang läuft noch alles wunderbar, doch allmählich gerät das sonst so streng durchgeplante Leben von Woodcock ins Wanken. Weiter lesen »

American Satan Kritik

American Satan Kritik

Während ich diese Zeilen schreibe, tönt es im Hintergrund „Let him burn“ der Band The Relentless oder soll ich lieber sagen American Satan? Um jene Band geht es nämlich im gleichnamigen Indie-Film, der von Ash Avildsen und Matty Beckerman geschrieben und von Andy Gould produziert wurde, wobei letzter davor an Rob Zombie-Filmen gearbeitet hat. Rob Zombie passt hierbei wiederum super in den Kontext, denn American Satan verbindet filmisches mit musikalisches und erlaubt einen Blick in das teuflische Auf und Ab einer aufstrebenden Rock-Band. Weiter lesen »

The Commuter Kritik

The Commuter Kritik

Seit mehr als zehn Jahren pendelt Michael MacCauley (Liam Neeson) von seinem Vorort außerhalb Manhattans zur Arbeit in die Stadt. Die alltägliche Routine wird eines Tages jäh unterbrochen, als Michael eine geheimnisvolle Frau (Vera Farmiga) im Zug kennenlernt, die ihn in ein Gespräch verwickelt. Michael ist dabei alles andere als gut drauf, denn kurz davor hat er seinen Job als Versicherungsangestellter verloren. Umso hellhöriger lässt ihn werden, was die Frau ihm zu sagen hat: sie bietet ihm 100 000 Dollar, wenn er im Zug eine Person namens Prymm ausfindig macht. Diese unbekannte Person soll demnächst vor Gericht als Zeuge gegen eine Bande von Gangstern aussagen. Michael erhält nur zwei vage Hinweise auf Prymm – und eine Drohung: weigert er sich, sterben alle Unschuldigen an Bord sowie seine Familie. Ihm bleibt somit nichts anderes übrig als den heiklen, lebensgefährlichen „Auftrag“ anzunehmen. Er hat 60 Minuten Zeit. Weiter lesen »

The Killing of a Sacred Deer Kritik

The Killing of a Sacred Deer Filmkritik

Der Herzchirurg Steven (Colin Farrell) führt mit seiner Frau Anna (Nicole Kidman), und den Kindern Bob (Sunny Suljic) und Kim (Raffey Cassidy), ein beschauliches Leben. Die Familie hat viel Geld und bewohnt ein luxuriöses Anwesen. Auffällig ist nur, dass Steven sich in seiner Freizeit regelmäßig mit dem 16-jährigen Martin (Barry Keoghan) trifft. Sie gehen zusammen ins Café, Martin gibt ihm Geld oder macht ihm immer wieder teure Geschenke, wie etwa eine Uhr. Der Arzt fühlt sich verantwortlich für den Jungen, seitdem dessen Vater bei einer von Steven durchgeführten OP verstarb. Die Lage verschärft sich, als sich Martin immer mehr in Stevens Leben drängt: er schaut immer öfter bei dessen Familie vorbei, trifft sich allein mit Kim und versucht sogar, seine Mutter mit Steven zu verkuppeln. Als es Martin zu viel wird droht Steven, dass Unheil über die Familie kommen wird. Wenig später können Kim und Bob ihre Beine nicht mehr spüren und verweigern die Nahrungsaufnahme. Um den Fluch zu brechen, verlangt Martin von Steven, eines seiner Kinder zu opfern. Weiter lesen »

Drei Zinnen Kritik

Drei Zinnen Filmkritik

Vor zwei Jahren hat sich Lea (Bérénice Bejo) von ihrem Mann getrennt. Seither lebt sie mit Aaron (Alexander Fehling) zusammen, der sich sehr gut mit Leas Sohn Tristan (Arian Montgomery) versteht. Der achtjährige hat sich mit der Situation arrangiert und die „Patchwork“-Familie will in einer einsam gelegenen Berghütte in Südtirol ein paar entspannte Tage verbringen. Doch vor Ort zeigt sich, dass unter der Oberfläche unterdrückte Gefühle und angestautes Misstrauen lauern: Tristan verhält sich Aaron gegenüber immer merkwürdiger und Lea versucht, die Wogen zu glätten. Doch im Laufe der Zeit werden die Spannungen zwischen Tristan und seinem „Ersatzvater“ immer größer. Im Rahmen einer Bergtour, die die Beiden unternehmen, droht die Situation zu eskalieren.
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Ferdinand – Geht STIERisch ab! Kritik

Ferdinand Kritik

Ferdinand ist nicht das, was man sich unter einem Jungbullen vorstellt: er ist emotional, sanftmütig und steht am liebsten auf der Weide um an den Blumen zu schnüffeln. Als er eines Tages mit ansehen muss, wie sein Vater abtransportiert wird, nimmt er Reißaus und flieht von seiner Zuchtfarm. Wenig später trifft er auf Nina, die auf einem spanischen Bauernhof lebt. Gemeinsam mit dem Mädchen verbringt er fortan ein ruhiges Leben und wächst über die Jahre zu einem stolzen, aber friedliebenden erwachsenen Bullen heran. Zu einer unerwarteten Katastrophe kommt es eines Tages, als Ferdinand von einer Biene gestochen wird und kurz die Kontrolle über sein Verhalten verliert. Im Dorf hält man ihn nun für einen wild gewordenen, gefährlichen Bullen, weshalb er in eine Stierzuchthaltung abgeschoben wird. Und dann soll er auch noch in der Arena gegen Matadore antreten. Für Ferdinand definitiv der falsche Ort. Mit ein paar anderen Außenseitern schließt er sich zusammen und plant den Ausbruch. Sein Ziel: zurück zu Nina auf den Bauernhof. Weiter lesen »

A Ghost Story Kritik

A Ghost Story Kritik

Eigentlich sind der Musiker C (Casey Affleck) und seine Frau M (Rooney Mara) ein ganz gewöhnliches Paar, das eine harmonische Beziehung miteinander führt. Nur ab und zu kommt ein wenig Unmut auf, weil er gerne in dem beschaulichen Haus auf dem Land bleiben, sie aber lieber wegziehen würde. Ein tragischer Verkehrsunfall beendet ihr kleines Liebesglück. Und auch das Leben von C, der kurz darauf in der Leichenhalle von M identifiziert werden muss. Plötzlich erwacht C von den Toten, erhebt sich und folgt seiner Ex-Frau als Gespenst – mitsamt Bettlaken über dem Körper – in die gemeinsame Wohnung. In der Folge wird er ein stummer Zeuge von M’s Trauer und Verzweiflung. Denn M kann ich ihn weder sehen noch sonst wahrnehmen. Unerträglich wird die Situation zudem für den umher spukenden C, der still und tatenlos mit ansehen muss, wie M nach einigen Monaten einen neuen Mann kennenlernt und schließlich wegzieht. C jedoch bleibt an das Haus gebunden. Weiter lesen »

Justice League Kritik

Justice League Kritik

Der Welt steht ein zerstörerischer Angriff des außerirdischen Dämons Steppenwolf (Ciarán Hinds) bevor. Dieser plant, gemeinsam mit seiner Dämonen-Armee die Erde zu vernichten. Nur um daraufhin eine neue Welt zu erschaffen – nach seinen individuellen, finsteren Plänen. Batman (Ben Affleck) ahnt, dass der Angriff kurz bevorsteht. Seiner Ansicht nach kann nur eine Allianz der größten Superhelden, gegen Steppenwolf bestehen. Also sucht er all jene auf, die sich seiner „Gerechtigkeitsliga“ anschließen sollen, um die Menschheit zu retten: von Wonder Woman (Gal Gadot) über The Flash (Ezra Miller) bis hin zu Cyborg (Ray Fisher) und Aquaman (Jason Momoa). Doch die „Justice League“ ist nicht ohne den „Stählernen“ vollständig: Superman. Das Problem: dieser gab im Kampf gegen Doomsday sein Leben. Zuerst machen sich die Superhelden also daran, Superman zum Leben zu erwecken, um sich kurz darauf mit Steppenwolf ihrem schlimmsten Feind gegenüberzustellen. Weiter lesen »

Mord im Orient-Express Kritik

Mord im Orient-Express Kritik

Der legendäre Detektiv Hercule Poirot (Kenneth Branagh) entscheidet sich, seine Reise von Istanbul nach London mit dem luxuriösen Orient-Express anzutreten. Eigentlich hofft Poirot auf eine stressfreie, entspannte Reise mit dem Zug, doch mit der Ruhe ist es schnell vorbei. Denn kurz nachdem der Zug in den verschneiten jugoslawischen Bergen von einer Lawine zum Stehen gebracht wurde, wird ein Passagier ermordet. Es handelt sich um den ebenso schmierigen wie undurchsichtigen Kunsthändler Edward Ratchett (Johnny Depp). Damit ist klar: der Mörder kann nur einer der anderen Reisenden sein. Das Problem: alle 13 Passagiere hätten ein Motiv gehabt, Ratchett zu ermorden. Darunter: ein österreichischer Professor (Willem Dafoe), eine attraktive Gouvernante (Daisy Ridley), ein Autohändler (Manuel Garcia-Rulfo), eine geheimnisvolle Witwe (Michelle Pfeiffer) sowie eine psychisch labile Missionarin (Penélope Cruz). Weiter lesen »

Good time Kritik

Good Time Kritik

Connie (Robert Pattinson) und Nick (Ben Safdie) sind Brüder. Connie fühlt sich für Nick verantwortlich, auch weil dieser geistig behindert ist. Die einzige Familie, die sie haben, ist ihre Großmutter. Ihre Situation verschlimmert sich, als ein Banküberfall der Zwei aus dem Ruder läuft und in der erbeuteten Tasche eine Farbgranate explodiert. Während Connie noch gerade so die Flucht gelingt, wird sein Bruder von der Polizei geschnappt. Auf Rikers Island erlebt er im Anschluss die Gefängnis-Hölle auf Erden. Unterdessen weiß Connie, dass ihm die Zeit davonläuft. Nick ist vor allem aufgrund seiner Behinderung ein leichtes Opfer für die brutalen Knast-Schläger. Da Connie aber nicht über die fehlenden 10.000 Dollar für den Kautionsagenten verfügt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich in die düstere, gefährliche New Yorker Unterwelt zu begeben. Irgendwann kommt er auf die Idee, Nick einfach aus dem Krankenhaus zu entführen. Weiter lesen »