City of McFarland Kritik

City of McFarland KritikFootball-Trainer Jim White verliert aufgrund einer unbedachten Handlung seinen Posten als Coach und findet nur noch an einer High-School im Süden Kaliforniens eine Anstellung als Trainer einer Leichtathletik-Mannschaft. Er und seine Familie sind nicht gerade erfreut über den neuen beruflichen wie privaten Standort: McFarland gilt als einer der wirtschaftlich schwächsten, ärmsten Orte im ganzen Land, dazu machen ein Großteil der Bewohner mittellose Mexikaner aus. Mexikanisch-stämmig und aus armen sozialen Verhältnissen sind auch die meisten der Schüler, die White fortan trainieren muss. Anfangs noch voller Vorurteile und Zweifel, erkennt White jedoch langsam, dass in den Jugendlichen mehr steckt als nur ein paar aufmüpfige Teenager. Die Jungs sind bereits in Lage, Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen und vor allem an harte, körperliche Arbeit gewohnt. Deshalb gelingt es White zunächst auch nicht, sie mit seinen harten, teils antiquierten Trainingsmethoden zu schocken. Aber er hat ein Ziel vor Augen: er will mit dem Team an den anstehenden, landesweiten Meisterschaften im Laufen teilnehmen. Weiter lesen »

Das dunkle Gen Kritik

das dunkle gen filmkritikDie eindringliche, persönlich gefärbte Dokumentation “Das dunkle Gen” begibt sich auf die Suche nach Ursachen für eine der häufigsten psychischen Erkrankungen unserer heutigen Gesellschaft: der Depression. Im Mittelpunkt der deutschen Doku steht der Arzt Frank Schauder, der selbst seit Jahren unter der schweren Erkrankung leidet, für die bis heute die Gründe und Ursachen noch nicht eindeutig ausgemacht wurden – trotz beträchtlicher Fortschritte in Medizin, Wissenschaft und Forschung in den vergangenen Jahren. Er ist beides: Arzt und Patient und kann daher sehr gut nachvollziehen, wie sich viele der Patienten von Neurologen und Psychiater heute fühlen und welchen Leidensweg sie durchlaufen. Gleichzeitig ist er aber auch Arzt und versucht in diesem Film daher auch, die oft komplexen Inhalte und Gegenstände rund um die Themen “Hirnforschung” und “Humangenetik” allgemein und mit Hilfe von Animationen zu erläutern und nachvollziehbar zu machen. Weiter lesen »

Spy: Susan Cooper Undercover Kritik

 Spy: Susan Cooper Undercover FilmkritikSchon seit vielen Jahren arbeitet Susan Cooper (Melissa McCarthy) für die CIA. Allerdings nicht an vorderster Front bei heiklen Aufträgen überall auf der Welt, sondern lediglich hinter dem Büro-Schreibtisch. Akten und Telefonate statt Verfolgungsjagden und Schusswechsel. Als jedoch zweit Top-Agenten (Jude Law, Jason Statham) der Behörde durch dumme Zufälle ausfallen, ist das Können der wohl genährten, schlagfertigen Susan gefragt: Sie wird in einem spontanen Crash-Kurs zur Spionin ausgebildet, nachdem sie sich bei der Suche nach möglichem Ersatz für die beiden Ausfälle, freiwillig gemeldet hat. Ihr schwieriger Auftrag: das Auffinden einer versteckten Bombe, deren Explosion viele Unschuldige in den Tod reißen würde. Getarnt als alleinerziehende Mutter aus dem US-Bundesstaat Iowa, begibt sie sich auf ihren ersten Einsatz. Ist sie den Anforderungen eines Top-Agenten gewachsen? Weiter lesen »

A world beyond Kritik

A world beyond FilmkritikDie wissenschaftlich interessierte und hochbegabte Casey (Britt Robertson) sucht Hilfe und Rat bei dem Erfinder Frank (George Clooney), in dem das Mädchen einen Seelenverwandten vermutet. Frank war als Kind und Jugendlicher ebenso begabt und erfinderisch tätig wie Casey heute, als kleiner Junge reiste er sogar einmal ins sagenumwobene Tomorrowland, einer futuristischen, spektakulären Zukunftswelt. Damals war es eine geheimnisvolle Anstecknadel, die Frank dorthin führte und eine ähnliche Nadel erhält nun auch Casey, die wissen will, was es mit dieser atemberaubenden Welt auf sich hat. Gemeinsam begeben sich die Beiden auf eine abenteuerliche Reise, an deren Ende sich nichts weniger als das Schicksal der Menschheit entscheiden wird. Begleitet werden sie dabei von dem jungen Roboter-Mädchen Athena (Raffey Cassidy), die Frank damals die geheimnisvolle Anstecknadel aushändigte. Weiter lesen »

Das Disney schon lange nicht mehr nur für süße Animationsfilme steht, das dürfte inzwischen jedem bekannt sein. Nach dem das Unternehmen schon ins Marvel Universum eingetaucht und mit Lucasfilm die Rechte an Star Wars gesichert haben, folgt mit A World Beyond (engl. Tomorrowland) ein weiterer Ausflug in die Zukunft. Wobei man Zukunft nicht allzu wörtlich nehmen sollte, im Film reisen die Hauptdarsteller Frank (gespielt von George Clooney) und Casey (gespielt von Britt Robertson) nämlich durch Raum und Zeit und irgendwo zwischen diesen beiden Dimensionen besuchen sie das Tomorrowland. Das wiederum hat nichts mit der fantastischen Elektro-Party bei unseren belgischen Nachbarn zu tun (wahrscheinlich wurde deshalb auch der deutsche Titel geändert), sondern basiert tatsächlich auf den futuristischen Disney-Themenpark (bzw. einer Attraktion darin), der sich in den verschiedensten Ländern findet. Solche Synergieeffekte tun natürlich immer gut, vorausgesetzt natürlich der Film floppt nicht (bei Fluch der Karibik hat es ja bekanntlich sehr gut geklappt). Aber seht euch erst einmal der Trailer an:

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Hedi Schneider steckt fest Kritik

Hedi Schneider steckt fest

Eigentlich kann Hedi Schneider (Laura Tonke) ihr Leben, das seit Jahren in geregelten Bahnen verläuft, genießen: zusammen mit ihrem Mann Uli (Hans Löw) und dem gemeinsamen Sohn Finn (Leander Nitsche) lebt Hedi ein gut bürgerliches, sorgenfreies Leben in Berlin. Das ändert sich jedoch, als die bis dahin angst- und sorgenlose Hedi eines Tages im Fahrstuhl stecken bleibt. Dieses einschneidende Erlebnis hat nachhaltige, unvorhergesehene Konsequenzen für Hedi und ihr Leben. Von nun an leidet die Frau unter immer wiederkehrenden Angst- und Panikattacken und schweren Depressionen. Zunehmend kann sie ihren Alltag nur noch schwerlich bewältigen, worunter Sohn Finn und die Beziehung zu Uli auf Dauer schweren Schaden nehmen. Nachdem Therapien und unzählige Gespräche keine Besserung bringen, versucht Hedi, ihre angeschlagene Familie doch noch zu retten: mit einem Kurztrip in die unnachahmliche Natur Norwegens. Weiter lesen »

Das Versprechen eines Lebens Kritik

Das Versprechen eines Lebens Kritik

Australien, 1919: Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau, kann sich der Farmer Connor (Russell Crowe) endlich dem widmen, was ihn seit Jahren umtreibt, nämlich der Suche nach seinen vor Jahren verschollenen Söhnen. 1915 kämpften diese in der vernichtenden Schlacht von Gallipoli im Ersten Weltkrieg und gelten seither als vermisst, viele halten sie schon längst für tot. Daran glaubt Connor aber nicht, der sich voller Hoffnung auf eine beschwerliche Reise in die Türkei macht, an den Ort der Kämpfe von damals. Bei seiner Suche nach Hinweisen auf das Schicksal seiner Kinder trifft er in der türkischen Stadt Istanbul auf die attraktive Hotelbesitzerin Ayshe (Olga Kurylenko), in die er sich verliebt. Das wichtigste Ziel jedoch, das Auffinden seiner Söhne, verliert der resolute Connor dabei aber nie aus den Augen. Dabei kann er auf die Unterstützung eines türkischen Majors Hasan (Yilmaz Erdogan) bauen. Weiter lesen »

Fassbinder Kritik

FassbinderEr war neben Volker Schlöndorff und Wim Wenders der wichtigste Regisseur der Bewegung “Neues deutsches Kino” in den 70er-Jahren und gilt bis heute als der produktivste (er drehte bis zu sieben Filme in einem Jahr) deutsche Filmemacher: Rainer Werner Fassbinder, der Anfang der Achtziger mit nur 37 Jahren aufgrund von Überarbeitung und seines jahrlangen, exzessiven Drogen- und Alkoholkonsums verstarb. Viele seiner Filme sind heute Klassiker, darunter Werke wie “Angst essen Seele auf” (1974), “Die Ehe der Maria Braun” (1979) oder “Lili Marleen” von 1981. Spätestens mit seinem TV-Mehrteiler des als unverfilmbar geltenden Döblin-Romans “Berlin Alexanderplatz” wurde Fassbinder unsterblich. Weiter lesen »

Dessau Dancers Kritik

Dessau Dancers

Die DDR im Spätsommer 1985: Der US-Breakdance-Film “Beat Street” sorgt dafür, dass die Subkultur der Breakdancer und des Hip-Hop auch in der DDR bekannt wird. Zuvor trat der Film seinen Siegeszug in den westlichen Industriestaaten an. Viele junge DDR-Bürger eifern den Tänzern im Film nach, so auch der 18-jährige Frank (Gordon Kämmerer), der zusammen mit Alex (Oliver Konietzny) und der hübschen Matti (Sonja Gerhardt) eine eigene Breakdance-Gruppe gründet, die sich “Break Beaters” nennt. Bald jedoch sehen die SED-Oberen und einige Parteifunktionäre der Kommission für Unterhaltungskunst diese Entwicklung kritisch, sie sehen unsozialistische Tendenzen. Sie schlagen der Gruppe um Alex einen Deal vor: entweder sie unterstützen die Staatsmacht in ihren Plänen, den “Breakdance sozialistisch zu machen” und lassen sich von der Politik vereinnahmen oder es droht ihnen Zuchthaus. Weiter lesen »

Warte, bis es dunkel wird Kritik

Warte bis es dunkel wird

1946 war es, als ein brutaler Killer in der amerikanischen Kleinstadt Texarkana umging und Jagd auf Liebespaare machte. Ab Februar tötete der von der Presse bald “Phantom Killer” genannte Serienmörder insgesamt acht Menschen, den Täter fand man jedoch nie. 66 Jahre nach den grauenhaften Morden setzt nun “Warte, bis es dunkel wird” ein: die Morde liegen lange zurück, dennoch wird die Erinnerung daran in der kleinen Stadt aufrecht erhalten. Dafür sorgt allein schon das jährlich zu Halloween ausgetragene Open-Air-Screening eines Films aus den 70ern, der die wahren Ereignisse von damals thematisiert. Im Rahmen dieser Vorführung kommt es nun wieder zu einem grausamen Mord an einem jungen Mann, wobei der “neue” Täter ebenso vorgeht wie der “alte”. Die Freundin des Ermordeten lässt der Killer am Leben, damit diese von seiner Schreckenstat berichten kann. Weiter lesen »