Nocturama Kritik

Nocturama Filmkritik

Paris an einem sonnigen, scheinbar ganz normalen Tag: man sieht eine Vielzahl an Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft und Religion durch die französische Metropole streifen. In der Metro, in der Stadt, auf den Straßen. Unter ihnen Mika (Jamil McCraven), Sabrina (Manal Issa) Samir (Ilias Le Doré) und André (Martin Guyot). Sie scheinen etwas zu planen und ihre Handlungen in Verbindung miteinander zu stehen. Sie wirken entschlossen. Und: etwas Bedrohliches liegt in der Luft. Je weiter der Film voranschreitet desto klarer wird, dass die Jugendlichen eine Reihe von Anschlägen verüben werden. Nach den Attentaten verstecken sie sich in einem Kaufhaus. Dort wollen sie warten, bis sich die Lage beruhigt hat. Doch irgendetwas gibt einem das Gefühl, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie entdeckt werden. Weiter lesen »

Get out Kritik

Get Out Filmkritik

Chris (Daniel Kaluuya) ist seit vier Monaten mit Freundin Rose Armitage (Allison Williams) zusammen und immer noch verliebt wie am ersten Tag. Rose hat überhaupt kein Problem mit der Tatsache, dass Chris Afroamerikaner ist. Das merkt man auch daran, dass sie ihren Eltern nichts von seiner Hautfarbe erzählt hat. Es ist ihr schlicht egal. Dennoch ist sich Chris unsicher, was den baldigen Besuch bei Roses Eltern (Bradley Whitford, Catherine Keener) betrifft. Werden Sie geschockt sein, wenn ihre attraktive, gebildete Tochter mit einem farbigen Freund vor der Tür steht? Diese Angst scheint unbegründet, denn Dean und Missy bereiten den Beiden einen herzlichen Empfang. Doch schon bald beschleicht Chris tatsächlich ein ungutes Gefühl, als er die zwei afroamerikanischen Hausangestellten bemerkt, die für die Armitages arbeiten. Als Chris‘ bester Freund dann auch noch herausfindet, dass in der Gegend häufiger Farbige verschwinden, wird Chris unruhig. Und für den nächsten Tag haben sich auch noch Freunde der Eltern angekündigt, um ein besonderes „Fest“ zu feiern. Weiter lesen »

Gimme Danger Kritik

Gimme Danger Filmkritik

„Gimme Danger“ widmet sich ausführlich und facettenreich der musikalischen Lebensleistung einer der wichtigsten Rockbands aller Zeiten, die als Wegbereiteter des Punk gilt: die Stooges. Obwohl sie sich bereits nach sieben Jahren auflösten und nur drei Alben während dieser „klassischen“ Phase veröffentlichten, gingen sie in die Geschichte ein. Ihr 73er-Werk „Raw Power“ gilt als Meilenstein des Garagen-Rock und Proto-Punk. Und das, obwohl es diese Musikstile offiziell noch gar nicht gab. Für Skandale und Aufsehen sorgte dabei immer wieder Frontmann Iggy Pop, der sich auf der Bühne schon mal mit Erdnussbutter einrieb oder mit scharfen Gegenständen blutig schnitt. Indie-Regisseur Jim Jarmusch erzählt in seiner Musik-Doku die Geschichte dieser einflussreichen, legendären Band. Weiter lesen »

Below her mouth Kritik

Jasmine (Natalie Krill) führt ein glückliches, ausgeglichenes Leben, das in geordneten Bahnen verläuft. In ihrem Beruf als Modejournalistin ist sie erfolgreich und mit ihrem zukünftigen Angetrauten Rile (Sebastian Pigott), einem smarten Geschäftsmann, läuft es auch sehr gut. Ihr Leben gerät jedoch völlig aus den Fugen, als sie auf einer Party die rebellische, lesbische Dallas (Erika Linder) kennenlernt. Die Dachdeckerin umwirbt Jasmine aktiv und hält mit ihrer Zuneigung zu der hübschen Frau nicht hinterm Berg. Jasmine gibt den Avancen der androgynen Dallas nicht nach, kriegt sie aber auch nicht mehr aus dem Kopf. Kurz danach lässt sie sich auf eine heiße Affäre mit der selbstbewussten Dallas ein. Jasmine genießt die leidenschaftliche Erotik, die sie durch Dallas erfährt, will sich aber auch nicht überstürzt von ihrem Verlobten trennen. Bald treten die ersten Konflikte auf. Weiter lesen »

Moonlight Kritik

Moonlight Kritik

Im Zentrum von „Moonlight“ steht Chiron (u.a. Ashton Sanders). Der Film schildert episodenartig drei wichtige Kapitel in seinem Leben. Im Kapitel „Little“ werden die Umstände deutlich, in denen der farbige Junge aufwächst. Seine Mutter (Naomie Harris) ist drogensüchtig und kümmert sich nur ungenügend um ihren Sohn. In einer der Ärmsten Gegenden von Miami, bestimmen Gewalt und Unterdrückung seinen Alltag. Einzig der Drogendealer Juan (Mahershala Ali), bietet dem sensiblen, spindeldürren Jungen Lichtblicke. Juan nimmt sich des Kleinen an und lehrt ihn wichtige Lektionen. Die Episode „Chiron“ schildert, wie es dem mittlerweile fast erwachsenen Chiron in der Schule ergeht. Dort wird er täglich gemobbt. Zu Hause liegt unterdessen die cracksüchtige Mutter meist zugedröhnt auf der Couch. Da verliebt er sich in einen Jungen, den er jedoch aus den Augen verliert. Chiron und dieser Junge werden im letzten Kapitel, „Black“, wieder zusammengeführt. Aus ihm ist ein muskelbepackter Gangsta geworden, der noch immer mit seiner Identität ringt. Weiter lesen »

Der Himmel wird warten Kritik

Sylvie (Clotilde Courau) und ihre Tochter Mélanie (Naomi Amarger) sind wie beste Freundinnen, die über alles miteinander reden können. Bis sich Mélanie mehr und mehr aus der realen Welt zurückzieht. Der Grund: sie hat im Internet einen Mann kennengelernt, der sie mit Komplimenten umwirbt und mit ihr in einer Weise über den Islam spricht, die auf den Teenager einen erheblichen Einfluss hat. Zu spät merkt sie, dass der Mann ein fundamentalistischer IS-Extremist ist. Im Laufe der Zeit entwickelt sie sich zu einer radikalen Islamistin, die sich den hasserfüllten Gotteskriegern anschließt. Ähnliches mussten auch Catherine (Sandrine Bonnaire) und Samir (Zinedine Soualem) mit ihrer Tochter Sonia (Noémie Merlant) durchmachen. Als die Polizei eines Nachts in ihr Haus eindringt, ist es fast zu spät. Auch sie bekamen nicht mit, dass Sonia immer mehr mit den Terroristen sympathisierte. Weiter lesen »

Before I Wake Kritik

Horrorfilme und kleine Kinder, eine Kombination die ja schon in der Vergangenheit einige Gruselmomente auf die Leinwände gebannt hat. Für viel Spannung und Gänsehaut möchte auch Before I Wake von Horrofilm-Regisseur Mike Glanagan (unter anderem Absentia, Ouija: Ursprung des Bösen und Oculus) sorgen. Ob uns da ein richtig guter Gruselschocker auf den Bildschirmen erwartet oder nicht, das erfährst du in der nachfolgenden Before I Wake Kritik. Weiter lesen »

Logan – The Wolverine Kritik

Wir schreiben das Jahr 2029: die Welt ist nicht mehr wie sie war, vor allem für Mutanten. Nur noch sehr wenige von ihnen existieren. Einer von ihnen: Wolverine (Hugh Jackmann), dessen Selbstheilungskräfte stark nachgelassen haben und der in die Jahre gekommen ist. Er verdingt sich als Fahrer und kümmert sich nebenbei um den einst so mächtigen Charles „Professor X“ Xavier (Patrick Stewart). Dieser ist an Alzheimer erkrankt und wird immer wieder von schweren Anfällen heimgesucht. Unerwartet wird Wolverine von seiner Vergangenheit heimgesucht, als eine Fremde ihn bittet, sich um die junge Mutantin Laura (Dafne Keen) zu kümmern. Das Mädchen verfügt über dieselben Kräfte wie eins Wolverine, als er jünger, fitter und kräftiger war. Aber genau diese Fähigkeiten hätte er jetzt bitter nötig. Denn der kriminelle Unternehmer Nathaniel Essex (Richard E. Grant) hat bereits seinen ebenfalls mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgestatteten Schlägertrupp losgeschickt, um das Mädchen zu entführen. Weiter lesen »

Wolves at the Door Kritik

1969 in den USA, der „Summer of love“: in den Hollywood Hills in L.A. mieten vier Freunde (Katie Cassidy, Adam Campbell, Elizabeth Henstridge, Miles Fisher) eine luxuriöse Villa, um dort ein paar entspannte Tage zu verbringen. Zwei von ihnen erwarten bald ein Baby zusammen. Deshalb sollen angenehmes Nichtstun und Erholung auf der Tagesordnung stehen, bevor der Alltag demnächst aus Windelwechseln und Stillen bestehen wird. Die gelöste Stimmung wird jedoch jäh unterbrochen, als Fremde ins edle Anwesen eindringen und die vier Freunde als Geiseln nehmen. Ein brutaler Überlebenskampf steht bevor, denn: die Kriminellen scheinen kein besonderes Ziel zu verfolgen außer dem, ihre Opfer sinnlos zu quälen und sadistische Psycho-Spielchen mit ihnen zu treiben. Bald wird klar: auch vor Mord schrecken sie nicht zurück. Weiter lesen »

Mojin: The Lost Legend Kritik

Wenn man an filmische Werke aus der fernöstlichen Gegend, insbesondere aus dem Reich der Mitte, denkt, dann kommen einem vor allen actiongeladene Filme wie Tiger and Dragon, Kung Fu Hustle oder auch The Warlords in den Sinn. Und zugegeben, viel Action erwartet einen auch in Mojin: The Lost Legend von Regisseur Wuershan. Das Ganze geht aber eher in eine Richtung Indiana Jones der ganz bestimmten Sorte. Was dich bei Mojin: The Lost Legend erwartet, das erfährst du in der nachfolgenden Kritik. Weiter lesen »