Alles was kommt Kritik

Alles was kommt Kritik

Die intellektuelle Nathalie (Isabelle Huppert) ist eine gestandene, selbstsichere Frau in ihren späten 50ern, die erfolgreich als Philosophielehrerin arbeitet. Mit ihrem Ehemann und Kollegen Heinz (André Marcon) kann sie sich über Philosophie unterhalten und ihre beiden Kinder hat sie zu selbstbestimmten, klugen Persönlichkeiten erzogen. Nebenbei veröffentlicht sie Texte in einem kleinen Verlag und besucht ab und zu ihre Mutter, die immer vergesslicher wird. Alles läuft in weitestgehend geregelten Bahnen, bis ihr eines Tages der Boden unter den Füßen weggezogen wird: ihr Mann eröffnet ihr, dass er eine andere liebt und sie verlassen will. Hinzu kommt, dass sich ihr Verlag künftig einem jüngeren Publikum zuwenden will und ihm Nathalies Texte daher nicht mehr zielgruppenkonform genug sind. Der einzige Lichtblick in dieser schweren Zeit scheint ihr ehemaliger Student Fabien (Roman Kolinka) zu sein, der ihr vorlebt was es heißt, philosophisches Gedankengut mit neu gewonnener Freiheit zu vereinen. Weiter lesen »

Zeit für Legenden Kritik

Zeit für Legenden Kritik

Das sportliche Talent wurde dem Afroamerikaner Jesse Owens (Stephan James) in die Wiege gelegt. Als junger Mann ist es vor allem sein Mentor und Trainer Larry (Jason Sudeikis), der ihn zu immer weiteren Höchstleistungen führt und aus ihm einen der besten amerikanischen Leichtathleten macht. Wenig später bekommt er die Chance, endgültig Geschichte zu schreiben: 1936 darf er für die USA bei der Olympiade in Berlin teilnehmen und könnte damit der Welt beweisen, dass die Rassenlehre der Nazis vom überlegenen Arier und den minderwertigen, leistungsschwachen Ethnien, nicht haltbar ist. Obwohl einflussreiche US-Funktionäre aufgrund des NS-Terrorregimes nicht wollen, dass ihre Sportler bei den Spielen teilnehmen, darf Owens schließlich doch fahren – und bricht einen Rekord nach dem anderen. Insgesamt gewinnt er vier Goldmedaillen und wird so – vor den Augen Adolf Hitlers – auf eindrucksvolle Weise nicht nur zum Idol von Millionen von Menschen sondern auch zur Symbolfigur gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung. Weiter lesen »

BFG – Big Friendly Giant Kritik

BFG - Big Friendly Giant Filmkritik

Die zehnjährige Waise Sophie (Ruby Barnhill) lebt in einem Kinderheim und ist anders als die anderen Bewohner des Heims. So ist sie nicht nur aufgeweckter und emotionaler, sie ahnt auch, dass nachts in den Straßen Londons Abenteuer und bizarre Gestalten, wie z.B. der Schattenmann, lauern. Eine solche bizarre Gestalt trifft sie dann bei einer ihrer nächtlichen Streifzüge – auch wenn es nicht der Schattenmann ist. Sie beobachtet einen fast acht Meter großen Riesen (Mark Rylance) dabei, wie er eine umgeworfene Mülltonne wieder aufhebt. Zum Glück ist der Riese aber alles andere als gefährlich, weshalb er Sophie auf eine spannende, abenteuerliche Reise ins Reich der Riesen mitnimmt. Dort jagen die Beiden Träumen hinterher oder pusten sie ins Schlafzimmer von Menschen. Gefahr geht aber von einigen anderen, noch viel größeren Riesen aus, die Menschen – und damit auch Sophie – einfach zum Fressen gern haben. Weiter lesen »

Verräter wie wir Kritik

Verräter wie Wir Filmkritik

Perry Makepeace (Ewan McGregor) und seine Frau Gail (Naomie Harris) wollen im Urlaub in Marokko eine erholsame, unbeschwert Zeit verleben. Mit der Ruhe ist es aber vorbei, als sie eines Tages Dmitri “Dima” Krasnov (Stellan Skarsgård) kennenlernen, der sich als russischer Geschäftsmann ausgibt. Kurz darauf erfährt das englische Paar aber, dass es sich bei dem undurchsichtigen Mann um einen Geldwäscher der russischen Mafia handelt. Dima will jedoch – angeblich – seine kriminelle Karriere hinter sich lassen und bittet Perry und seine Frau um Hilfe. Das Paar soll ihm bei seinem Ausstieg helfen und dabei unterstützen, in England beim MI6 Unterschlupf zu bekommen. Grund für den Sinneswandel des ehemaligen Mafia-Handlangers ist, dass einer seiner Freunde Opfer eines brutalen Anschlags wurde. Im Gegenzug will Dima dem britischen Geheimdienst wichtige und geheime Informationen über die russische Mafia zukommen lassen. Trotz erheblicher Bedenken und des Widerspruchs seiner Frau, willigt Perry ein, bei der streng vertraulichen Aktion mitzumischen. Weiter lesen »

Conjuring 2 filmkritik

Die seherisch begabte, weltweit mit ihrem Mann Ed (Patrick Wilson) nach paranormalen Phänomenen Ausschau haltende Lorraine Warren (Vera Farmiga) wird von einem dunklen Dämon beschattet. Dieser tritt in Gestalt einer Nonne auf, was die beiden „Geisterjäger“ als Warnung deuten, ihre Tätigkeit als Dämonologen für eine gewisse Zeit ruhen zu lassen. Doch die Geister der Unterwelt treiben weiter ihr Unwesen und so dauert es nicht lange, bis die Beiden Spezialisten für übersinnliche Ereignisse nach London beordert werden. Dort fühlt sich die mit ihren vier Kindern in einfachsten Verhältnissen lebende, alleinerziehende Peggy Hodgson (Frances O’Connor) schon länger merkwürdigen, scheinbar paranormalen Phänomenen ausgesetzt. Besonders auf die elfjährige Janet (Madison Wolfe), scheint es das bald als „Poltergeist von Enfield“ in die Geschichte eingehende Wesen abgesehen zu haben. Da bereits Psychologen, Priester und Sozialarbeiter der Familie nicht helfen konnten, ruhen jetzt die letzten Hoffnungen auf Ed und Lorraine Warren. Weiter lesen »

schriftsteller und autoren filme

Sie erwecken in unseren Köpfen fantastische Welten und informieren uns täglich über das aktuelle Weltgeschehen. Die Rede ist von der schreibenden Zunft, also Schriftsteller, Journalisten, ja generell Autoren. Eine Berufsgruppe die man selbst meist nicht zu Gesicht bekommt, sondern die durch ihre Schriften mit uns sprechen. Kein Wunder also, dass es auch den ein oder anderen Film über Schriftsteller und Journalisten gibt. Nachfolgend habe ich eine kleine Liste mit den besten Filmen über Schriftsteller und Journalisten zusammengetragen und kurz vorgestellt. Viel Spaß damit! Weiter lesen »

Demolition – Liebe und Leben Kritik

Demolition Kritik

Seltsamerweise fühlt der schwerreiche Investmentbanker Davis Mitchell (Jake Gyllenhaal) keinen Schmerz, nachdem er den Unfalltod seiner Frau hautnah mit ansehen musste. Davis saß direkt neben ihr, bekam aber nicht einen einzigen Kratzer ab. Er kommt nicht damit klar, dass ihn der Verlust der Ehefrau kaum berührt, weshalb er versucht, seine (kaum vorhandenen) Gefühle und Gedanken in einen Brief zu packen. Den Brief schickt er an die Betreiber-Firma eines Süßigkeiten-Automaten, aus dem er sich kurz nach Julias Tod in der Klinik etwas ziehen wollte. Die Briefe erhält die Kundendienstmitarbeiterin Karen Moreno (Naomi Watts), die von der entwaffnenden Offenheit und Ehrlichkeit des Absenders derart beeindruckend ist, dass sie Davis eines Nachts anruft. Der sich häufende Kontakt mit Karen, die noch einen jugendlichen Sohn (Judah Lewis) hat, und die Briefe, die Davis weiterhin schreibt, sorgen dafür, dass er allmählich wieder Boden unter den Füßen gewinnt. Doch bevor er ein neues Leben beginnen kann, scheint er erst sein altes Dasein komplett hinter sich lassen, ja regelrecht “demolieren”, zu müssen. Weiter lesen »

Sing Street Kritik

sing street kritikDie irische Hauptstadt Dublin 1985: Der 14-jährige Conor wächst in schwierigen Verhältnissen auf: seine Eltern stehen kurz vor der Scheidung und aus finanzieller Not muss er die Schule wechseln. In seiner neuen Schule zieht er sich zurück und flüchtet mit Hilfe seines großen Bruders Brendon (Jack Reynor) in die Welt von New Wave und Pop. Insgeheim träumt er von der hübschen Raphina (Lucy Boynton), die er jeden Tag gegenüber der Schule stehen sieht. Da sie für ihn unerreichbar ist, denkt er sich etwas ganz besonderes aus, um ihr Herz für sich zu gewinnen: er bietet ihr an, in einem Musikvideo seiner Band mitzuspielen. Dass Brendon weder singen noch ein Instrument spielen kann, geschweige denn eine eigene Band hat, ahnt Raphina nicht. Damit sein ausgeklügelter Plan nicht scheitert, gründet er mit dem Multiinstrumentalisten Eamonn (Mark McKenna) sowie einigen Jungs aus der Umgebung, eine Indie-Pop-Band. Conor bleibt nicht viel Zeit, seine Fähigkeiten zu verbessern, da Raphina in ein paar Wochen nach London ziehen will. Weiter lesen »

X-Men: Apocalypse Kritik

X-Men Apocalypse kritik

Eines Tages erwacht eine besonders mächtige, einst als Gott verehrte Kreatur nach vielen tausend Jahren aus einem tiefen Schlaf zu neuem Leben: Apocalypse (Oscar Isaac), der erste aller Mutanten. Apocalypse vertritt wie kein Zweiter die vom Naturforscher Darwin aufgestellte Theorie, dass die schwächste Rasse nach dem Prinzip der natürlichen Auslese zum Aussterben verdammt sei. Nun macht der unbesiegbare Mutant dabei aber keine Unterscheidung zwischen seinem größten Feind, den Menschen, und seinesgleichen, den Mutanten. Er ist mehr als unzufrieden mit der Entwicklung der Welt seit seinem Tiefschlaf und damit, dass Mutanten und Menschen weitestgehend friedlich nebeneinander koexistieren. Es gelingt ihm, einige mächtige Mutanten um sich zu scharen, so z.B. Magneto (Michael Fassbender), mit denen er sein Vorhaben einer neuen Gesellschaftsordnung umzusetzen versucht. Prof. Xavier muss ein Team aus jungen Mutanten anführen und sich gegen Apocalypse stellen. Weiter lesen »

Angry Birds – Der Film Kritik

angry birds der film kritikEs wird wohl nur wenige Leute geben, die das Spiel “Angry Birds” noch nie gespielt haben bzw. nicht kennen. Die Spielidee ist einfach gestrickt: Ein paar flugunfähige Vogel werden in eine Schleuder eingespannt, danach visiert der Spieler ein Ziel an und lässt seine Vögel fliegen. Die Vögel zerstören beim Aufprall die Festungen und Vorrichtungen ihrer Gegner, den Schweinen, die nämlich ständig die Eier der Vögel stehlen. Ein einfaches Prinzip, das sich ideal für den zwischenzeitlichen Zeitvertreib eignet. Mit neuen Levels, neuen Herausforderungen und neuen Updates, wurde “Angry Birds” zu einem der beliebtesten Spiele auf dem Smartphone. Und da mittlerweile Cross-Marketing zum guten Ton gehört, wurde jetzt auch ein dementsprechender Kinofilm produziert. Doch ist es möglich, dass – ein derart storyarmes Spiel – mit einer Handlung auf die Leinwand kommt und seine Zuseher begeistern kann? Ein Konzept, das mitunter schon im Vorfeld für Gefahr gesorgt hat. Denn einerseits muss dem Zuseher eine spannende Story erzählt werden, andererseits sollen nicht nur “Angry Birds”-Fans die Kinosäle stürmen, sondern auch all jene Cineasten, die mit den Vögeln bislang nichts anfangen konnten. Wie sich der Film zum Spiel schlägt, erfahrt ihr in der nachfolgenden Filmkritik. Weiter lesen »