Viele einflussreiche Hip-Hopper und Rap-Musiker der vergangenen Jahrzehnte, von den Beginnern über Freundeskreis bis hin zu Marteria, wurden von ihr entscheidend beeinflusst: der Bochumer Deutschrap-Formation RAG (Ruhrpott AG). Vier Freunde aus dem Ruhrgebiet, die mit Liedern wie „Kopf Stein Pflaster“ und „Unter Tage“ ab 1995/96 im Underground für Furore sorgten. Bis zur Auflösung 2003 blieb RAG der große Durchbruch jedoch verwehrt und heute ist die Band nur noch Insidern und Hardcore-Genre-Fans ein Begriff. Die Regisseure Julian Brimmers und Benjamin Westermann erzählen die Geschichte dieser frühen, in ihrer Musik sehr tiefgründigen Hip-Hop-Gruppe, die in den 1990er-Jahren zwei prägende Alben veröffentlichte.

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Marie Curie – Elemente des Lebens

Sie gilt als eine der prägenden Wissenschaftlerinnen aller Zeiten und hat mit ihren Forschungen wie keine andere Frau Geschichte geschrieben: die polnische Chemikerin und Physikern Marie Curie. Zu ihren größten Leistungen gehören die Entdeckung neuartiger Elemente (Radium, Polonium), der Nachweis von Radioaktivität sowie ihre Arbeit auf dem Gebiet der Krebsforschung. Sowohl beruflich als auch privat immer an ihrer Seite stand ihr Ehemann und Forschungspartner Pierre (Sam Riley). Sein Tod im Jahre 1906 bedeutete für Marie Curie einen herben, kaum verwundbaren Verlust. Dennoch setzte sie ihre Arbeit fort und erhielt wenige Jahre später ihren zweiten Nobelpreis. Bei all ihren wissenschaftlichen Leistungen war Curie aber ebenso eine Frau ihrer Zeit, die mit Fremdenfeindlichkeit (sie lebte in Paris) und Sexismus konfrontiert war.

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Harriet Kritik

Harriet Tubman (Cynthia Erivo) quält sich Mitte des 19. Jahrhunderts wie so viele andere Afroamerikaner auf einer Baumwollplantage mit schwerer, zermürbender Arbeit. Mit ihrem Schicksal, für immer als Sklavin ihren Dienst tun zu müssen, will sie sich nicht abfinden. Sie entschließt sich zur Flucht. 1000 Meilen trennen sie von den rettenden Nordstaaten, zwischen ihr und der Freiheit liegen schier unüberwindliche Hindernisse wie Berge und reißende Flüsse. Letztlich gelingt ihr die beschwerliche Reise nach Philadelphia. Doch mit ihrer neu gewonnenen Freiheit will sich Harriet nicht zufriedengeben. Zumal es in den Südstaaten noch so viele Sklaven gibt (darunter auch ihr Ehemann). Und so tritt sie schließlich der Anti-Sklaverei-Organisation „Underground Railroad“ bei und begibt sich zurück in den Süden, um anderen Sklaven bei der Flucht zu helfen.

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Jean-Paul Gaultier: Freak and Chic Kritik

Seit über 40 Jahren gehört Jean-Paul Gaultier zu den gefragtesten, populärsten Modeschöpfern und Designern der Welt. Seine erste eigene Modekollektion entwarf er Mitte der 70er, spätestens ab den frühen 80er-Jahren etablierte er sich als exzentrischer Künstler, der mit Vorliebe übergewichtige und tätowierte Models auf den Laufsteg schickte. Es dauerte nicht lange und die Presse bezeichnete den 1952 in der Nähe von Paris geborenen Gaultier als „Enfant terrible der Modeszene“. Ab den 90er-Jahren fand Gaultier endgültig Eingang in die Popkultur, als er provokante Bühnenoutfits für Künstlerinnen wie Kylie Minogue und Madonna (unvergessen: die Outfits für die „Blonde Ambition“-Tour) realisierte und wenig später auch Kostüme für Filme entwarf. Darunter Werke, die heute als Klassiker ihres Genres gelten: Etwa die „Stadt der verlorenen Kinder“ (1995) oder „Das 5. Element“ (1998).

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Guns Akimbo Kritik

Miles‘ (Danial Radcliffe) Alltag war bislang nicht gerade von Abwechslung oder Spannung geprägt. Mit Ende 20 ließ er sich noch immer durch den Tag treiben, ohne einen echten Sinn im Leben zu sehen. Doch das ändert sich, als er an eine zwielichtige Organisation gerät, die Menschen in einem ebenso tödlichen wie perversen Spiel gegeneinander antreten lässt: In einem online übertragenen Gladiatorenkampf müssen bis auf die Zähne bewaffnete „Teilnehmer“ um ihr Leben kämpfen. Auch Miles muss an der digitalen Schlacht teilnehmen – sieht sich jedoch mit der Gladiatorin Nix (Samara Weaving) einer scheinbar unbesiegbaren Gegnerin gegenübergestellt. Auf die anfängliche Flucht folgt ein unerbittlicher Kampf, denn Miles muss das Leben seiner Ex-Freundin retten, die Opfer einer brutalen Entführung wurde.

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Wickie und die starken Männer – Das magische Schwert Kritik

Wickie (Stimme: Julius Weckauf) ist anders als die anderen Jungs in seinem Alter: Er ist weder so kräftig noch so groß wie sie, doch der Wikingerjunge verfügt über eine Qualität, die ihm bald von großem Nutzen sein wird. Denn er ist schlau und höchst kreativ. Seine Intelligenz ist gefragt, als ein magisches Schwert Wickies Mutter Ylva ungewollt in eine goldene Statue verwandelt. Gemeinsam mit seiner Cousine Ylvi (Malu Leicher), dem Krieger Leif (Ken Duken) und den anderen Wikingern des Dorfes macht sich Wickie wenig später auf zu einer geheimnisvollen Insel. Wickie ahnt: Nur dort kann der Bann gebrochen und seine Mutter zurückverwandelt werden. Doch der Weg dorthin erweist sich als sehr gefährlich: Piraten und riesige Sturmwellen sind dabei nicht das einzige Problem. Denn die Gruppe wird von Bösewicht Sven verfolgt, der sein Schwert zurückhaben will. Es ist jenes Schwert, das Wickies Mutter in die goldene Statue verwandelte.

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The Hunt Kritik (2020)

Gemeinsam mit elf anderen Personen erwacht Crystal (Betty Gilpin) eines Tages geknebelt auf einer Lichtung im Wald. Keiner kennt den anderen. Warum man sie alle an diesen verlassenen Ort gebracht hat und wie sie dorthin gelangt sind? Keiner weiß es. Was jedoch bald alle ahnen: Sie sind die Hauptdarsteller in einem perfiden Spiel um Macht und Gewalt, in dem eine reiche Sadistin (Hilary Swank) die Fäden zieht. Sie hat die reale Menschenhatz, in deren Verlauf eine elitäre Gruppe auserwählter Amerikaner Jagd auf ihre „Opfer“ macht, organisiert. Doch ihre „Kunden“, allesamt liberal eingestellte US-Bürger, sind überrascht von der Widerstandsfähigkeit und dem Mut Crystals. Sie setzt sich zur Wehr und dreht den Spieß um.

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schriftsteller und autoren filme

Letzte Aktualisierung: 16.05.2020

Sie erwecken in unseren Köpfen fantastische Welten und informieren uns täglich über das aktuelle Weltgeschehen. Die Rede ist von der schreibenden Zunft, also Schriftsteller, Journalisten, ja generell Autoren. Eine Berufsgruppe die man selbst meist nicht zu Gesicht bekommt, sondern die durch ihre Schriften mit uns sprechen. Kein Wunder also, dass es auch den ein oder anderen Film über Schriftsteller und Journalisten gibt. Nachfolgend habe ich eine kleine Liste mit den besten Filmen über Schriftsteller und Journalisten zusammengetragen und kurz vorgestellt. Viel Spaß damit!

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Sunburned Kritik

Die vierzehnjährige Claire (Zita Gaier) verbringt die Ferien mit ihrer älteren Schwester Zoe (Nicolai Borger) und ihrer Mutter Sophie (Sabine Timoteo) in einem Hotel am Strand in der spanischen Region Andalusien. Claire ist enttäuscht, dass ihre Mutter, die die meiste Zeit am Pool des Hotels verbringt, nur wenig Interesse für ihre Töchter zeigt. Immerhin bleibt Claire noch ihre Schwester, an die sie sich in den ersten Tagen klammert. Doch auch das wird zunehmend schwerer, als sich Zoe in einen gleichaltrigen Jungen verliebt und mit diesem ihre Zeit verbringt. Auf sich allein gestellt und gelangweilt, streift Claire am Strand umher. Dort lernt sie bald darauf den Strandverkäufer Amram (Gedion Oduor Wekesa) kennen. Claire will dem aus dem Senegal stammenden Jungen, der sich nichts mehr wünscht als seinen Vater endlich wieder zu sehen, helfen. Es ist der Beginn einer komplizierten Beziehung.

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Wagenknecht Kritik

Zwei Jahre lang begleitete die Filmemacherin Sandra Kaudelka die ehemalige Fraktions-vorsitzenden der Linken, Sahra Wagenknecht, mit der Kamera. Die Dreharbeiten begannen Anfang 2017, als sich die Linke im Wahlkampf zu den anstehenden Bundestagswahlen befindet. Eine wichtige Wahl sowohl für die Partei als auch für Wagenknecht: Erstmals seit der Wiedervereinigung besteht die Chance, dass die Linke in eine regierende Koalition eintreten könnte. Mit großem Eifer und Tatendrang widmet sich Wagenknecht in der Folge dem Wahlkampf und in den kommenden zwei Jahren dem Kampf gegen das Erstarken der Rechten und Populisten. Am Ende der Dreharbeiten erklärt eine niedergeschlagene Wagenknecht ihren Rückzug vom Amt der Fraktionsvorsitzenden.

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